Alles oder nichts im Playoff-Rennen gegen Gran Canaria

Aito Garcia Reneses (Cheftrainer) Foto: ALBA BERLIN

Auch wenn im 7DAYS EuroCup TOP16 noch zwei Spieltage in der Gruppe E zu spielen sind, hat dort für ALBA BERLIN längst die „Alles oder nichts“-Phase begonnen. Nur ein Sieg über Herbalife Gran Canaria am Dienstag (30. Januar, 20 Uhr, Mercedes-Benz Arena) hält ALBAs Chancen, noch das Playoff-Viertelfinale zu erreichen, am Leben. Auch für den Gruppenzweiten aus Spanien, der nach einer überraschenden Heimniederlage vor einer Woche in der Tabelle nur einen Sieg mehr als ALBA aufweist, hat diese Partie Endspielcharakter.

Aito Garcia Reneses (Cheftrainer ALBA BERLIN): „Wie leiden immer noch unter mehreren Verletzungen, die uns zurückgeworfen haben. Aktuell ist für uns die größte Frage, ob Peyton Siva, der sich vor einer Woche erneut verletzt hat, rechtzeitig für dieses Spiel wieder fit wird. Auch mit Peyton wird es schwer, Gran Canaria zu schlagen. Aber ohne unseren ersten Spielmacher wird es noch schwerer, obwohl unsere Youngster Stefan Peno und Jonas Mattisseck ihre Sache wirklich sehr gut machen.“ Stefan Peno (Point Guard ALBA BERLIN): „Wir müssen Gran Canaria so hoch wie möglich schlagen, aber wir dürfen während des Spiels nicht über den eventuell wichtigen direkten Vergleich nachdenken. In diesem Spiel am Dienstag geht es nur darum, 40 Minuten lang am oberen Limit zu spielen, auf dem Parkett alles zu geben und dann sehen wir, was dabei herauskommt. Wenn wir gewinnen, haben wir bei Galatasaray ein nächstes Endspiel.“

Lediglich Tabellenführer Darüssafaka (4:0 Siege) steht in der Gruppe E bereits sicher im Viertelfinale. Dahinter kämpfen Gran Canaria (2:2), ALBA und Galatasaray (je 1:3) um das zweite Playoff-Ticket. Eventuell werden am Ende auch direkte Vergleiche zwischen Teams mit 3:3 Siegen oder sogar ein Dreiervergleich (wenn alle Teams auf den Plätzen 2-4 am Ende 2:4 Siege haben) entscheiden, weshalb am Dienstag für ALBA bei einem Sieg auch dessen Höhe von Bedeutung ist. Klar ist einzig, dass ALBA mit einer Niederlage definitiv aus dem Rennen wäre. Angesichts dieser Brisanz tritt in den Hintergrund, dass das Gastspiel von Gran Canaria ein großes Wiedersehen ist, denn die Kanaren sind der frühere Club des neuen ALBA-Trainers Aito Garcia Reneses. Assistenztrainer Israel Gonzalez war auch auf Gran Canaria bereits der Assistent von Coach Aito, unter dem „GranCa“ mit dem Erreichen des EuroCup-Finales 2015 und des EuroCup-Halbfinales 2016 seine bisher größten internationalen Erfolge feierte.

Seinen Nachfolger in Las Palmas, Luis Casimiro, plagen wie Aito bei ALBA aktuell Verletzungssorgen. Gran Canaria fehlen seit zwei Wochen mit Albert Oliver und Oriol Pauli zwei für den Ballvortrag wichtige Spieler und mit Power Forward Eulis Baez ein Schlüsselspieler im Frontcourt. Wie bei ALBA arbeitet auch Gran Canarias medizinische Abteilung fieberhaft daran, bis zum Dienstag möglichst viele verletzte Spieler wieder fit zu bekommen. Zudem hat Gran Canaria sich kürzlich mit dem Argentinier Nicolas Brussino und dem Serben Nikola Radicevic verstärkt. Angeführt wird Gran Canaria in dieser Saison vom israelischen Spielmacher Gal Mekel und vom US-amerikanischen Shooting Guard D.J. Seeley. Beide kamen im Sommer von Maccabi Tel Aviv nach Las Palmas. Topscorer ist der beim FC Barcelona groß gewordene schwedische Forward Marcus Eriksson. Im Frontcourt sorgen drei über 2,10 Meter große Center-Riesen für Größe und Eulis Baez sowie Nationalspieler Pablo Aguilar für Athletik. Head Coach: Luis Casimiro (57, ESP, zweite Saison mit Gran Canaria)

Gran Canaria: Resultate der letzten vier Wochen
02.1. Gran Canaria – ALBA BERLIN (EuroCup) 100:81 (S) Mekel 19, Pasecniks 13
07.1. Gran Canaria – Bilbao Basket (Liga endesa) 90:85 (S) Seeley 17, Eriksson 14
10.1. Darüssafaka – Gran Canaria (EuroCup) 88:70 (N) Seeley 24, Aguilar 10
14.1. UCAM Murcia – Gran Canaria (Liga endesa) 84:78 (N) Mekel 16, Seeley 12
16.1. Galatasaray Istanbul – Gran Canaria (EuroCup) 86:108 (S) Seeley 19, Balvin 15
21.1. Unicaja malaga – Gran Canaria (Liga endesa) 94:87 (N) Balvin 14, Aguilear 13
24.1. Gran Canaria – Galatasaray Istanbul (EuroCup) 76:87 (N) Balvin 15, Mekel 14
28.1. Gran canaria – Tecnyconta Saragossa (Liga endesa) 90:70 (S) Brussino 16, Seeley 16

ALBA-Bilanz gegen Gran Canaria 1:2
EuroCup, 04.11.2015: ALBA – Gran Canaria   84:71
EuroCup, 09.12.2015: Gran Canaria – ALBA   83:78
EuroCup, 02.01.2018 Gran Canaria – ALBA   100:81

ALBA BERLIN

Doppelspieltag mit ALBA und Bernau in der Mercedes-Benz Arena

ALBA BERLIN startet am Samstag (27. Januar, 18 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den Mitteldeutschen BC in die Rückrunde der easyCredit BBL. Das Spiel ist Teil des gemeinsamen Heimspieltags, mit dem ALBA seine Kooperation mit ProB-Team Lok Bernau in der Mercedes-Benz Arena feiert. Lok Bernau empfängt um 15 Uhr an selber Stelle in einem Punktspiel die Cuxhaven Baskets. Für den Besuch des Doppelspieltags entstehen keine Zusatzkosten, alle ALBA-Tickets für die Bundesligapartie gelten auch für das ProB-Spiel (freie Platzwahl in den Blöcken 205 bis 208). Die Mercedes-Benz Arena öffnet 14 Uhr. Aito Garcia Reneses (Cheftrainer ALBA BERLIN): „Angesichts unserer physischen Probleme müssen wir uns daran erinnern, wie glücklich wir das Hinspiel beim MBC in Weißenfels erst in der Verlängerung gewonnen haben. Der MBC spielt einen sehr intensiven Basketball und kann auf einige sehr erfahrene Leistungsträger zurückgreifen. Wir müssen hochkonzentriert sein, wenn wir das Spiel gewinnen wollen.

Der 2016 abgestiegene Mitteldeutsche BC hat unter seinem neuen montenegrinischen Trainer Igor Jovovic in der vergangenen Saison als souveräner ProA-Champion den sofortigen Wiederaufstieg in die easyCredit BBL geschafft und hat sich dort in der Hinrunde mit 5:13 Siegen teuer verkauft. Mit etwas mehr Glück hätten sogar noch mehr Siege zu Buche stehen können, denn der MBC hat in der Hinrunde drei Heimspiele erst nach Verlängerung verloren, unter anderem das gegen ALBA. Igor Jovovic, mit 35 der jüngste Trainer in der easyCredit BBL, hat im 37-jährigen Marcus Hatten den routiniertesten Spielmacher der Liga auf dem Parkett. Der erfahrene Point Guard ist in seiner 15. Profisaison (der vierten für die Weißenfelser) als bester Dreierschütze und bester Passgeber der Kopf des MBC. Unter seiner Regie erlauben sich die Weißenfelser die drittwenigsten Ballverluste in der easyCredit BBL.

Für den Kontrapunkt im MBC-Backcourt sorgt an seiner Seite der zehn Jahre jüngere Guard Lamont Jones. Wie Hatten sitzt auch Jones nur selten auf der Bank und attackiert als Topscorer des MBC unermüdlich die gegnerische Verteidigung. Gefährliche Schützen mit im Schnitt zweistelliger Punktausbeute sind Djordje Drenovac und Jordan Sibert. Im Frontcourt vertraut der MBC, der für die Rückrunde noch nach einer Verstärkung sucht, auf die Athletik des US-Amerikaners Kruize Pinkins und die Routine des Serben Djordje Pantelic.

Lok Bernau empfängt Cuxhaven

Vor der Partie zwischen ALBA und dem MBC empfängt ProB-Ligist Lok Bernau ab 15 Uhr ebenfalls in der Mercedes-Benz Arena die Cuxhaven Baskets. Im Rahmen der Kooperation zwischen ALBA und Lok Bernau werden die größten Talente der ALBA Jugend in der ProB an das Profiniveau herangeführt, wodurch das Team aus der brandenburgischen Kleinstadt vor den Toren Berlins gleichzeitig wertvolle Verstärkungen für seinen Kader erhält. Diese Partnerschaft besteht nun in ihrer zweiten Saison und hat bereits Früchte getragen. Tim Schneider wurde dank seiner Erfahrungen in der ProB der Weg in den ALBA-Profikader geebnet und viele weitere ALBA-Talente wie Bennet Hundt, Hendrik Drescher, Jonas Mattisseck, Ferdinand Zylka oder Kresimir Nikic werden aktuell auf eine Profikarriere vorbereitet.

Gegner Cuxhaven wird in dieser Saison vom Ex-Albatros Jannes Hundt angeführt. Leider entfällt das Bruderduell aufgrund der Verletzung von Albatros-Nachwuchsspieler Bennet Hundt. Interessant bleibt das Spiel für ALBA-Fans trotzdem, denn es spielen ja noch eine ganze Reihe anderer ALBA-Nachwuchsspieler für Lok, das allerdings ebenfalls momentan vom Verletzungspech verfolgt wird. Nachdem sich vor zwei Wochen auch der US-Amerikaner Kory Brown verletzt hat, haben die Trainer Rene Schilling und Sebastian Trzcionka am vergangenen Spieltag erstmals den 16-jährigen Malte Delow aus ALBAs NBBL-Team in die Mannschaft geholt, der so am vergangenen Wochenende in Rostock (vor über 3.000 Zuschauern!) sein fünfminütiges Debüt in der zweiten Liga gab – die Kooperation zwischen ALBA und Lok macht auch so etwas möglich.

Das Spiel bei den Rostockern, die alle Hebel in Bewegung setzen, um in die ProA und bald auch in die erste Liga aufzusteigen, ging zwar verloren. Aber die ProB präsentiert sich in dieser Saison sehr ausgeglichen, so dass Lok Bernau auch als Tabellenvierter noch gute Chancen hat, seine Ausgangsposition für die Playoffs an den verbleibenden fünf Spieltagen zu verbessern. Ein Sieg über Cuxhaven, den Kooperationspartner der Eisbären Bremerhaven, soll da der erste Schritt sein.

Quelle: ALBA Berlin

Frank Bachmann verlässt die BR Volleys

Frank Bachmann Foto: Eckhard Herfet

Der langjährige Vertriebsleiter der Berlin Recycling Volleys, Frank Bachmann wird die SCC Volleyball Marketing GmbH zum 31.01.2018 verlassen und sich beruflich neu orientieren. Von 2006 bis 2008 war Bachmann Libero bei den Volleyballern des SCC und rückte nach seiner aktiven Karriere direkt ins Management des amtierenden Deutschen Meisters auf, wo er in den vergangenen Jahren für die Partnerbetreuung- und Akquise zuständig war. Nach zwölf Jahren im Verein scheidet der ehemalige Libero nun zum Monatsende beim Hauptstadtclub aus: „Ich möchte Kaweh ausdrücklich für die Chance, die er mir hier nach der Karriere gab, und für alles, was ich lernen durfte, danken. Auch mein nun folgender Berufsweg, wurde mir durch meine Zeit bei den BR Volleys überhaupt erst ermöglicht“, sagt Frank Bachmann, der in die freie Wirtschaft wechselt. „Erlebnisse wie den Umzug in die Max-Schmeling-Halle, das Heim-Final-Four in der Champions League oder die unzähligen Titel möchte ich nicht missen. Natürlich hat man in dem kleinen Team auch viele enge Freunde gefunden.“

Bachmann wurde in seiner Zeit als Spieler viermal Deutscher Vizemeister und machte 57 Spiele für die Deutsche Nationalmannschaft. Anschließend verschrieb er sich beim SCC der Nachwuchsförderung, bevor er in den Vertrieb wechselte. Der 40-Jährige bleibt dem Sport-Club Charlottenburg e.V. glücklicherweise als Abteilungsleiter Volleyball und Präsidiumsmitglied erhalten. In dieser Funktion wird Bachmann auch zukünftig den Club unterstützen und im Rahmen seiner Möglichkeiten als Ansprechpartner für das Partnernetzwerk zur Verfügung stehen. In der BR Volleys Geschäftsstelle, also im operativen Tagesgeschäft, wird in Zukunft mit Maximilian Maulwurf (bisher zuständig für den Bereich Ticketing/Merchandising) ein junger und engagierter Mitarbeiter den Aufgabenbereich übernehmen. Auch Manager Kaweh Niroomand unterstreicht seine Dankbarkeit: „Frank wurde sowohl für seine Arbeit, als auch sein Sozialverhalten von Spielern, Mitarbeitern, Fans und natürlich Partnern gleichermaßen sehr geschätzt. Mit ihm verlieren wir einen wichtigen Bestandteil unseres Teams. Ich wünsche ihm für seine berufliche Zukunft von ganzem Herzen alles Gute.“

Christof Bernier

Neuauflage des Rita-Neise-Gedenkturniers

Manager Kaweh Niroomand. Foto Sportick

Am kommenden Wochenende (27./28. Jan 2018) sind die SCC JUNIORS, die Nachwuchsabteilung der Berlin Recycling Volleys, Gastgeber des traditionsreichen Rita-Neise-Gedenkturniers. Im Sportkomplex Schönagelstraße in Marzahn treffen die Berliner U16 Junioren unter anderem auf Teams aus Potsdam sowie Dresden und spielen an zwei Tagen ihre Sieger aus.„Nach einer kurzen Pause wollten wir dieses traditionsreiche Turnier im Zuge unserer Intensivierung der Nachwuchsarbeit unbedingt wiederbeleben“, erklärt Chef- und Sichtungstrainer Torsten Manke die Beweggründe zur Wiederaufnahme der Wettkämpfe. Das Freundschaftsturnier wurde einst im Gedenken an die ehemalige Abteilungsleiterin der SCC Volleyballer, Rita Neise, ins Leben gerufen, die im April 2005 im Alter von nur 60 Jahren verstarb. Erstmals wurde es 2006 ausgetragen und geht nun in seine 11. Auflage.

Auf dem Weg zu den Deutschen Meisterschaften wird das Vorbereitungsturnier ein erster großer Härtetest für die Nachwuchsteams der Hauptstadt. Mit der Unterstützung starker Partner im Nachwuchsbereich wird auch für das leibliche Wohl der Teilnehmer bestens gesorgt. Interessierte Fans und Zuschauer der SCC JUNIORS können am Samstag ab 11.00 Uhr und am Sonntag ab 10.00 Uhr den Berliner Talenten der U16 beim Rita-Neise-Gedenkturnier in der Schönagelstraße 70 zusehen.
Christof Bernier

Prognosen, was Hertha BSC betrifft

Kommentar Sportchef Christian Zschiedrich, Foto: Sportick

Am Samstag, 27.01. spielen die Berliner zum 20.Spieltag in Bremen. Werder, steht auf dem Relegationsplatz Nr.16,  kämpft also gegen den Abstieg. Damit wird Hertha BSC in dieser Saison nichts mit zu tun haben. Das sieht doch als Tabellenelfter mit 25 Punkten gar nicht so schlecht aus. Um ganz sicher zu gehen, müssen es nach 34 Spielen am Ende 40 Punkte sein. Es könnte nach wunderbaren Siegen des 1.FC Köln noch einen Club treffen, der noch gar nicht daran denkt. Herthas nächste Begegnungen bis Ende März, dem 28.Spieltag, können frühzeitig die Berliner mit wirklich machbaren Punkten in Sicherheit wiegen – das als Hauptstadtclub. Hertha muss leider nach unten schauen und kommt trotz idealer Voraussetzungen mit einem gewaltigen Umfeld über ein Mittelmaß nicht hinaus. Auch mit der Attraktivität des Gebotenen, auch mit der Spielweise nicht. Anerkennenswert sind die Bemühungen von Trainer Pal Dardai das Angriffsspiel zu forcieren. Sowohl mit der Verwertbarkeit der Torchancen und mehr noch das Erspielen/Erzwingen von Torchancen mit dem Willen, dem Betrachter ein sehenswertes und kein langweiliges Spiel zu zeigen. Da tut sich Hertha noch sehr schwer, Bälle aus dem Mittelfeld – mitunter aus der Abwehr – maßgerecht in die Tiefe und Schnittstellen zu spielen. Forciertes Angriffsspiel bürgt stets die Gefahr der Konteranfälligkeit. Dennoch, bitte nicht den Kopf in den Sand stecken. Tore, Torszenen und Torschüsse sind nun einmal das mitreißende Salz in der Suppe namens Spiel. Halbherzige Angriffe mit Ballverlusten ist der Grund, weshalb Hertha doch etliche Punkte zum Ende der bisherigen  Begegnungen verschenkte und liegen gelassen hat. Die Qualität der Mannschaft ist zum Glück so groß, mehr Offensivspiel zu wagen und nicht nur jahrelang nach unten zu schauen. Gibt es da Verbesserungen werden es die Berliner ihrer Hertha danken. Von „ihrer Hertha“ kann leider nicht gesprochen werden. Zur Identifikation mit dem Hauptstadtclub Hertha fehlt noch einiges. Schauen wir auf die nächsten neun  Ansetzungen. Da mache sich doch jeder selbst über die Möglichkeiten seine Gedanken.

20.Spieltag Bremen – Hertha, Sa 27.1., 18.30 Uhr   0:0

21.Spieltag Hertha – Hoffenh. Sa 03.2., 15.30 Uhr

22.Spieltag Leverk. – Hertha, Sa 10.2., 15.30  Uhr

23.Spieltag Hertha – Mainz 05, Fr 16.2. 20.30 Uhr

24.Spieltag B.Münch. – Hertha, Sa 24.2. 15.30 Uhr

25.Spieltag Schalke 04– Hertha, Sa 03.3. 15.30 Uhr

26.Spieltag Hertha – Freiburg, Sa 10.3., 15.30 Uhr

27.Spieltag Hamburg – Hertha, Sa 17.3. 15.30 Uhr

28.Spieltag Hertha – Wolfsburg, Sa 31.3. 15.30 Uhr

Christian Zsdchiedrich

Comeback: Oliver Milde freut sich auf die Rückrunde

Nach dreieinhalb Jahren beim VfL Bad Schwartau kehrte Oliver Milde in der Winterpause zurück nach Berlin. Bei den Füchsen schaffte er den Sprung in den Profihandball, entwickelte sich im hohen Norden weiter und wird jetzt den Profikader bis Saisonende verstärken. Für den 24-jährige Rückraumspieler eine tolle Chance um in der Rückrunde sich gleich in drei Wettbewerben zu beweisen. Während in Kroatien die Europameisterschaft läuft, beschäftigt sich Oliver Milde zwischen den Trainingseinheiten in Berlin mit dem Zusammenschrauben von Möbeln. „Ich richte mich gerade wieder in einer Wohngemeinschaft mit meinem Cousin ein“, lässt er sich dabei gern ablenken, „das hat schon zu meiner Berliner Zeit bis 2014 ganz gut funktioniert.“ Es ist mittlerweile dreieinhalb Jahre her, seit Milde die Füchse verlassen hat. Dort reifte er zum Profispieler und erinnert sich gern zurück.

Seine handballerischen Wurzeln liegen östlich von Berlin, beim Grünheider SV hat er das Handballspielen begonnen. So ganz schlecht hat er sich nicht angestellt, wurde als Talent entdeckt und machte dann den nächsten Schritt. „Zur siebten Klasse bin ich nach Potsdam ins Sportinternat um mich neben der Schule ganz auf den Handball konzentrieren zu können“, erinnert sich Milde an den ersten wichtigen Schritt seiner Karriere. Vier Jahre entwickelte er sich dort weiter, war in einer Klasse mit Fabian Wiede. Ein halbes Jahr nach dessen Wechsel zog es auch ihn zu den Füchsen. Die A-Jugend der Füchse Berlin war für ihn schon der Übergang zum Profisport, mit einem fließenden Übergang zur zweiten Mannschaft. Die spielte damals noch in der 3. Liga und mit gerade einmal 20 Jahren hatte er ein Zweifachspielrecht beim HC Empor Rostock und sammelte viel Erfahrung in der 2. Liga, so dass es dann zum kompletten Wechsel zum VfL Bad Schwartau kam. Davor schnupperte er in Berlin auch schon Erstliga-Luft, war sogar bei Europapokalspielen mit auf der Bank.

„Das Spiel gegen Saint-Raphael Var Handball wird nicht nur meine Premiere bei den Füchsen sondern auch im Europapokal sein“, freut er sich auf das Spiel am 7. Februar. Für den Ex-Potsdamer natürlich etwas Besonderes mit dem Heimspiel in die Stadt zurückzukehren, in der er vier Jahre aufs Internat ging und spielte. Vor wenigen Wochen hätte er das noch nicht für möglich gehalten. „Zwar hatte mich Bob Hanning mal in einem Telefonat nebenbei gefragt, ob ich es mir auch vorstellen könnte bei den Füchsen zu spielen“, erinnert er sich an den Dezember, „aber sein Anruf, dass er mich gern zurückholen würde kam dann doch überraschend.“

Überlegen musste er allerdings nicht lange. So wohl er sich beim Zweitligisten auch fühlte, die Chance in Berlin ist für ihn doch etwas ganz besonderes. „Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich erst einmal keine Erwartungshaltung sondern freue mich einfach auf die Chance“, gibt sich Oliver Milde bescheiden, „ich will mich im Training entwickeln, präsentieren und freue mich dann über jede Möglichkeit mich auf dem Spielfeld zu beweisen.“ Chancen dafür dürfte es genug geben, allein bis zur nächsten Länderspielpause stehen vom 7. Februar bis 1. April insgesamt 15 Spiele auf dem Programm.  Von daher dürften die nächsten zwei Wochen noch die ruhigsten Wochen für lange Zeit sein. „Wir trainieren meist zwei Mal am Tag, die Mannschaft hat mich gut aufgenommen und einige kenne ich ja noch“, war die bisherige Integration für Milde kein Problem, „jetzt bin ich erst einmal gespannt auf meine Teamkollegen, die gerade noch in Kroatien sind.“ Seinen ersten Spieleinsatz hatte Oliver Milde am Sonntag beim Turnier in Dessau. Und dann bis zum Rückrundenstart noch ein wenig Zeit für die restlichen Möbel für sein halbes Jahr in Berlin. Ab Sommer wird Oliver Milde beim ASV Hamm-Westfalen spielen, Topclub in der zweiten Liga.

Quelle: Füchse Berlin

Der Champions-League-Favorit zu Gast in Berlin: Pro Recco Genua

Wasserfreunde Spandau 04 voll auf Angriff

Wasserfreunde Spandau 04 – Pro Recco Genua (ITA). Am kommenden Mittwoch ist zum Abschluss der Hintrunde der Champions-League-Gruppe B Pro Recco Genua der Heimgegner der Wasserfreunde Spandau 04. Pro Recco ist 31-maliger italienischer Champion und achtmaliger Gewinner von Europa-Meistercup bzw. Champions League. Zuletzt siegte das Team 2015 in der Champions League, als Recco im Finale Primorje Rijeka mit 8:7 schlug. Auch in den beiden Folgejahren erreichte das Team aus Genua das Final Four. Doch musste sich der Titelfavorit jeweils bereits im Halbfinale geschlagen geben. 2016 gewann der spätere Sieger Jug Dubrovnik (Kroatien) mit 15:14 gegen Genua, das dann auch im Bronze-Match gegen Szolnok (Ungarn) mit 7:11 verlor. 2017 setzte wiederum Jug im Halbfinale mit 10:9 das Stoppzeichen, diesmal allerdings verloren die Kroaten das Endspiel überraschend gegen Szolnok. Pro Recco holte sich mit dem souveränen 15:6 gegen Eger (Ungarn) den dritten Platz.

Im laufenden Champions-League-Wettbewerb befinden sich gleich drei dieser vier genannten Teams gemeinsam mit Spandau in der Gruppe B. Die Berliner haben ihre Heimpartien gegen Szolnok und Eger (je 10:9) sensationell gewonnen. Mit 15 Zählern (drei pro Sieg) führt das Team von Trainer Petar Kovacevic das Ranking punktgleich mit Genua und Szolnok an. Die Berliner haben sehr gute Aussichten, erstmals seit 11 Jahren die Endrunde (ab 2018 im Modus des Final Eight) zu erreichen. Zuletzt erreichten die Wasserfreunde 2003 im Final Four den vierten Rang. Pro Recco wurde damals Sieger der Champions League. Im aktuellen Wettbewerb verloren die Italiener auswärts gegen den CL-Titelverteidiger Szolnok (9:10). Und auch gegen die abwehrstarken Ungarn aus Eger hatte Genua beim 6:4 im fremden Becken einige Mühe. Ansonsten aber erzielte das Team klare Siege. Das Gesamttorverhältnis von 77:31 ergibt einen Schnitt von 13:5. Spandaus 59:47 (Schnitt 10:8) verdeutlicht aber auch eine Berliner Stärke: Die Männer um Kapitän Marko Stamm können sich auf den Punkt motivieren und steigern dann ihr spielerisches Niveau. Mit Teamgeschlossenheit vermögen die Berliner, individuelle Nachteile zu kompensieren.

„Unser spielerisches Niveau wollen wir auch gegen Genua beweisen. Unser Motto kann nur heißen: Keine Angst vor großen Namen!“, sagt Trainer Petar Kovacevic. Große Namen hat Pro Recco allerdings einige vorzuweisen: Tempesti, Di Fulvio, Aicardi, Figari, Mandic, Ivovic, Filipovic, Bodegas, Echenique. Der aktuell weltbeste Wasserballer, der Kroate Sandro Sukno, fehlt jedoch aktuell aufgrund einer Verletzung. „Es wird am Mittwoch nicht ausreichen, nur einen Spieler auszuschalten. Wir müssen kompakt dagegenhalten und als sportliche Einheit agieren“, gibt Kovacevic vor. Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg. Spielbeginn: 19:30 Uhr,  Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Peter Röhle

Nationalspieler Paul Drux verletzt – lange Pause droht

Das 25:26 der deutschen Nationalmannschaft gegen Dänemark war schon bitter genug, nun folgte die Verletzungsmeldung von Füchse-Spieler Paul Drux. Die Untersuchung in Kroatien ergab einen Innenmeniskusriss. Der 22-jährige befindet sich derzeit auf dem Weg nach Berlin, bereits am Donnerstag wird er operiert. Am gestrigen Abend unterlag das deutsche Nationalteam bei der EURO 2018 mit 25:26 gegen Dänemark. Dabei musste Bundestrainer Christian Prokop schon Mitte der ersten Halbzeit auf Füchse-Spieler Paul Drux verzichten. Ohne Fremdeinwirkung verdrehte sich der 22-jährige Rückraumspieler das rechte Knie. Bandagiert verfolgte er den restlichen Krimi von der Bank aus. Noch während der Partie wurde er von Nationalmannschaftsarzt Dr. Kurt Steuer und Physiotherapeut Peter Gräschus betreut, nach Abpfiff erfolgte die MRT-Untersuchung im Krankenhaus. Die Diagnose ergab einen Riss des Innenmeniskus am rechten Knie.

Paul Drux trat zunächst die Rückreise nach Berlin an, wird dort von der medizinischen Abteilung der Füchse betreut, bevor er nach Straubing reist. Dort wird ihn Prof. Heinz-Jürgen Eichhorn vom sportopaedicum operieren, der auch schon Ignacio Plaza Jimenez behandelte. Die weiteren Rehabilitationsmaßnahmen werden in dem Zusammenhang besprochen und koordiniert. Derzeit ist zu befürchten, dass Paul Drux mindestens drei Monate ausfallen wird. „Die Verletzung von Paul Drux ist unglaublich bitter und tut mir vor allem für ihn sehr leid“, bedauerte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning den Ausfall, „natürlich wird er uns in der Nationalmannschaft und auch bei den Füchsen sehr fehlen.“ Als Vize-Präsident des Deutschen Handballbundes war Bob Hanning gestern ebenso beim Spiel wie auch Füchse-Trainer Velimir Petkovic, der den Ausfall seines Schützlings mitansehen musste.

„Es ist sehr ärgerlich für mich schon wieder auszufallen“, war die Stimmung bei Paul Drux nach der Diagnose entsprechend getrübt, „ich kann mir noch gar nicht vorstellen die weiteren Spiele vor dem Fernseher verfolgen zu müssen.“ Dabei wird Drux den weiteren Turnierverlauf des DHB-Teams natürlich begleiten: „Auch wenn ich nicht mehr vor Ort sein und mithelfen kann, wünsche ich dem Team alles Gute und drücke fest die Daumen für das Spiel gegen Spanien.“

Quelle: Füchse Berlin

A- und B-Jugend beim Turnier in Tschechien – C-Jugend mit Heimsiegen

Während die Nationalspieler in Kroatien um den Europameistertitel spielen und die restlichen Profis beim Turnier in Dessau sich auf die Rückrunde vorbereiteten, waren A- und B-Jugend beim Turnier in Tschechien. In dem topbesetzten Turnier sollten beide Teams gegen hochkarätige Gegner zusätzliche Wettkampfpraxis bekommen. Die Trainer Fabian Lüdke für die A-Jugend und Martin Berger für die B-Jugend waren grundsätzlich zufrieden, haben aber auch genügend Aufgaben für die nächsten Trainingseinheiten mitgenommen. Die beiden Teams beendeten ihre Turniere auf dem vierten (A-Jugend) und fünften (B-Jugend) Rang.

Beim Sokol Kempa Cup in Tschechien hatten die Jugendfüchse bereits im letzten Jahr positive Erfahrungen gesammelt und konnten gegen körperlich und spielerisch starke Teams testen. Beide Teams waren überwiegend mit dem jüngeren Jahrgang angetreten. Durch die vielen Nationalspieler bei der Europameisterschaft trainierten und spielten viele A-Jugendliche mit der Profimannschaft, für sie rückten B-Jugendliche nach. Die B-Jugend wiederum war mit vier Spielern der C-Jugend verstärkt.

Die A-Jugend war am Freitag gleich mit einem deutlichen 31:22-Sieg über HC Dukla Prag in das Turnier gestartet. Allerdings mussten sie in den ersten drei Gruppenspielen jeweils einen Ausfall verkraften, die Alternativen für Trainer Fabian Lüdke wurden immer weniger. Entsprechend schwer tat sich das Team im zweiten Gruppenspiel gegen HC Zubri und kam über ein 24:24 nicht hinaus. Gegen HK AGRO Topolcany wurden nochmals alle Kräfte gesammelt und die Mannschaft präsentierte sich beim 30:14 sehr spielfreudig. Im abschließenden Gruppenspiel gegen PLER-Budapest gelang ein knapper 22:21-Sieg, so dass am Ende aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber Zubri der Gruppensieg erreicht wurde.

Somit traf die Mannschaft im Halbfinale auf den SC DHfK Leipzig und mussten letztlich der Belastung aus den vorangegangenen vier Spielen über jeweils 44 Minuten Tribut zollen. Das Leipziger Team, überwiegend mit dem älteren Jahrgang, übernahm schnell die Regie und dominerte das Spiel. Dennoch kamen die Füchse nochmals auf 18:21 heran, verloren aber am Ende mit 23:29. Im abschließenden Spiel um Platz 3 am Sonntag ging es gegen Grundfos Tatabanya KK, die Ungarn hatten gegen Leipzig den Gruppensieg erreicht. Der Körperlichkeit der Ungarn hatten die Jungfüchse am letzten Turniertag zu wenig entgegen zu setzen, das 21:26 bedeutete den vierten Platz. Trainer Fabian Lüdke lobte vor allem die Abwehrleistung im gesamten Turnierverlauf und auch die Einstellung seiner Mannschaft, die trotz Ausfällen sich in jedem Spiel immer wieder zurückkämpfte.

Ähnlich der Turnierverlauf auch bei der von Martin Berger gecoachten B-Jugend. Nach einem 25:18-Auftakterfolg über Gastgeber TJ Sokol Zdar n.S. folgte allerdings gleich im zweiten Spiel gegen NEKA eine 18:21-Niederlage. Ebenfalls deutlich wurde beim 22:30 gegen Dukla Prag verloren, so dass der abschließende 20:18-Erfolg über SKP Bratislava nicht mehr für den Halbfinaleinzug reichte. Dafür schaffte es sich die Mannschaft für eine dennoch positive Turnierleistung mit einem 29:28 über Tatran Presov im Spiel um Platz 5 zu belohnen. Trainer Martin Berger musste mehrfach Spieler an die arg dezimierte A-Jugend abgeben und hatte zudem vier C-Jugendliche im Kader. Insbesondere die schnelle Integration der jüngsten Spieler in das Team und die kontinuierliche Entwicklung der Mannschaft im Turnierverlauf überzeugte Trainer Martin Berger.

  1. Mannschaft und C-Jugend mit Heim-Siegen

    Am Samstag ist auch die 2. Mannschaft von Trainer Christian Caillat nach der Winterpause wieder in den Spielbetrieb eingestiegen. Gegen den Lausitzer HC aus Cottbus war die Mannschaft auf den Punkt präsent und sicherte sich einen deutlichen Sieg beim 34:23 (15:11). Auch die C-Jugend hatte ein Heimspiel, gewann in Rumpfbesetzung 37:23 (19:10) gegen die Spielvereinigung Blau-Weiß 1890 und verteidigte damit ihre weiße Weste.Ganze fünf Wochen lagen bei der 2. Mannschaft seit dem letzten Meisterschaftsspiel zurück. Auch wenn es über Weihnachten ein paar Tage frei gab, so hat Trainer Christian Caillat dennoch sein Team akribisch auf die Partie gegen den Lausitzer HC Cottbus vorbereitet. Zwar hatte die Mannschaft am Anfang etwas Mühe ins Spiel zu kommen und die passende Abwehr zu stellen, die Partie blieb aber nur bis zum 11:10 offen. Mit einem ersten Zwischenspurt zum 15:11-Pausenstand wurden den Gästen bereits Grenzen aufgezeigt.Nach der Pause knüpfte das Team daran nahtlos an und erhöhte Zug um Zug den Vorsprung. Am Ende stand ein deutliches 34:23 zu Buche, mit 25:1 Punkten hat das Team bereits einen deutlichen Vorsprung vor dem Stralsunder HV (22:6). Insbesondere die stabile Abwehr mit Ballgewinnen und daraus insgesamt rund zehn Toren aus der ersten Welle überzeugten. Aber auch die Torschützenstatistik unterstrich die homogene Mannschaftsleistung, gleich fünf Spieler erzielten vier oder fünf Treffer.

    Bereits zuvor war die C-Jugend erfolgreich und bleibt mit 22:0 Punkten damit weiter ungeschlagen. Dabei war das Team gerade mal mit acht Spielern angetreten und wurde von Co-Trainer Stephan Hauck gecoacht. Ein Teil der Spieler war mit der B-Jugend beim Turnier in Tschechien, dort nahm auch die A-Jugend teil (separater Bericht folgt). Gegen die Spielvereinigung Blau-Weiß 1890 legten die verbliebenen Spielern ein schnelles Tempo aufs Parkett und sorgten schnell für klare Verhältnisse. Bereits in der siebten Minute erzielte Matti Jäger das 6:2. Mit insgesamt 14 Treffern war am Ende Florian Bilepp der Toptorschütze zum deutlichen 37:23.

Quelle: Füchse Berlin

Wasserball-Lokalderby in Schöneberg

Foto: Wasserfreunde Spandau 04

Wasserfreunde Spandau 04 – SG Neukölln. Am Samstag, 20.01., 16 Uhr, steht für die Wasserfreunde Spandau 04 in der Schwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin, das erste Heimmatch des Jahres 2018 auf dem Programm. Es geht um die inoffizielle Stadtmeisterschaft, denn der Meister empfängt mit der SG Neukölln im „ewigen Lokalderby“ den erstarkten Erstliga-A-Gruppen-Rivalen, der aktuell auf Platz 4 der Tabelle – vor Potsdam, Uerdingen, Esslingen und den White Sharks – liegt. Mit den früheren Spandauern Andreas Schlotterbeck (Kapitän), David Kleine und Tim Donner im Team sowie dem Ex-Nationalcenter Thomas Schertwitis als Trainer sind die Neuköllner stabiler geworden und auf keinen Fall zu unterschätzen. Gleichwohl ist Spandau als verlustpunktfreier Spitzenreiter der klare Favorit. Bisher siegten immer die Wasserfreunde. Ihr bestes Ergebnis gegen die Spandauer erreichten die Neuköllner vor rund zwei Jahrzehnten: eine Niederlage mit einer Tordifferenz von nur einem Tor.

Damals spielte Thomas Schertwitis bei den Neuköllnern. Bei der Samstagspartie wird sich zeigen, wie die Spandauer Spieler die zwei bisherigen Herausforderungen dieses Jahres – am 13. Januar gewann das Team in der Champions League mit 6:5 bei Steaua Bukarest, am 16. Januar verlor ein halbes Dutzend der 04-Akteure mit der deutschen Auswahl in der Weltliga das Heimspiel in Uerdingen gegen den Weltmeister Kroatien mit 4:13 – verkraftet haben. „Neukölln ist eine andere Ebene und verlangt von uns dennoch unsere volle Motivation, Konzentration und den Willen zur Steigerung des zuletzt Gezeigten“, sagt Trainer Petar Kovacevic.

Bereits am kommenden Mittwoch empfangen die Wasserfreunde mit Pro Recco Genua eine der weltbesten Klubmannschaften zu Champions-League-Spiel 7 in Berlin. Spandau wird nach den Überraschungssiegen gegen die ungarischen Top-Teams Szolnok (CL-Sieger 2017) und Eger erneut zeigen müssen, dass die Berliner Spieler Kontrahenten dieses Formats Paroli bieten können. Gegen die SG Neukölln wollen Kapitän Marko Stamm und seine Teamkollegen beweisen, dass sie auch auf die internationalen Spiele gut vorbereitet sind.

Peter Röhle