Auf ein Neues: Berlin Recycling Volleys – VfB Friedrichshafen

Foto: Eckhard Herfet

Das ewige Duell zwischen den Berlin Recycling Volleys und dem VfB Friedrichshafen begeistert Volleyball-Deutschland und könnte in der Finalserie 2017/18 eine weitere Bestmarke setzen: So häufig wie in dieser Saison, nämlich mindestens achtmal, trafen beide Teams bisher nur in der Spielzeit 2014/15 aufeinander. Geht die „best of five“-Finalserie über mehr als drei Endspiele gäbe es also sogar einen neuen Rekord! Ob beim Volleyball Supercup, in der Bundesliga-Hauptrunde oder in der CEV Champions League – in dieser Saison war den Hauptstädtern gegen den VfB Friedrichshafen noch kein Sieg vergönnt. In den Playoff-Finals unternehmen die BR Volleys nun einen neuen Versuch und glauben an ihre Chance. Bevor die Mannschaft von Trainer Stelian Moculescu am Mittwoch vom Flughafen Tegel zum ersten Finale (26. April um 20.00 Uhr) gen Bodensee abhebt, bittet der 67-Jährige seine Schützlinge heute im Sportforum Hohenschönhausen zur letzten Trainingseinheit in Berlin.

Um vor dem Finalauftakt noch einmal auf andere Gedanken zu kommen, stand gestern ein Teamabend auf dem Programm. Nach gemeinsamem Dinner ging es zum Underground-Lasergame in die Stresemannstraße, wo Georg Klein & Co beinahe stärker ins Schwitzen kamen als beim vorherigen Training: „Das war in der Tat eine schweißtreibende Angelegenheit, aber mit hohem Spaßfaktor“, zeigte sich der Mittelblocker begeistert und will nach der willkommenen Abwechslung den Fokus nun wieder voll auf Volleyball legen: „Jetzt soll es aber auch losgehen mit den schönsten, weil wichtigsten Spielen der Saison!“ Diese beginnen am Donnerstag in der ZF-Arena Friedrichshafen und finden ihre Fortsetzung drei Tage später im Volleyballtempel (29. April um 15.00 Uhr). „Die Final-Atmosphäre in der Max-Schmeling-Halle ist Jahr für Jahr überragend und dieses Duell immer ein Zuschauermagnet. Wir sind heiß auf diese Matches“, hofft Klein auf spektakuläre und erfolgreiche FINALS.

Christof Bernier

Spandau erreicht das Finale um die Deutsche Meisterschaft

Wasserfreunde Spandau 04 – ASC Duisburg

17:9 (6:2, 3:2, 3:0, 5:5). 21. April 2018, Torschützen: T. Negrean 4, M. Restovic, M. Cuk 3, L. Küppers, M. Stamm 2, S. Pjesivac, P. Gottfried, R. Saudadier 1.

Wasserfreunde Spandau 04 – ASC Duisburg

17:6 (7:1, 3:4, 4:0, 3:1), 22. April 2018, Torschützen: M. Stamm, S. Pjesivac, R. Saudadier 3, M. Restovic, B. Reibel, T. Negrean 2, L. Küppers, P. Gottfried, 1

Die Wasserfreunde erreichen das Finale um die Deutschen Meister mit 3:0 Siegen in der Best-of-Five-Serie. Trotz der 3 klaren Siege, 17:10, 17:9 und 17:6, zeigte sich der Deutsche Meister seinen wenigen treuen Fans, die bei sommerlichen Wetter den Weg in die Schwimmhalle nach Schöneberg gefunden hatten, mit unterschiedlichen Gesichtern. Streckenweise wurde der Gegner, speziell in der Verteidigung fantastisch beherrscht. Auf der anderen Seite erzielte die Duisburger Mannschaft einige Tore, wenn das Berliner Team dieses mit einer zeitweise unkonzentrierten oder leichtfertigen Spielweise zuließen.

Das Team von Trainer Petar Kovacevic schien vielleicht mit seinen Gedanken bereits bei der großen Aufgabe vom nächsten Sonntag, den 29.04.2018. Denn dann startet in Barcelona um 12:00 Uhr das 13. Champions-League-Spiels der Berliner gegen Sabadell. Mit einem Sieg in dieser Begegnung können sich die Berliner den Traum vom Einzug ins Final Eight der Königsklasse im europäischen Wasserball erfüllten.

„In Barcelona können wir uns keine unkonzentrierte Spielphase leisten“, warnt der Coach der Berliner seine Spieler vorausschauend. Petar Kovacevic rechnet für das Spiel gegen Sabadell mit einer gesteigerten Motivation der Berliner Spieler, weil sie bei einem Sieg zu den acht besten europäischen Vereinsteams zählen werden.

Peter Röhle  

Oberliga-Duell: SC Staaken – FC Strausberg

Bernd Schultz, BFV-Präsident, brachte Glückwünsche nach Staaken. Foto: Sportick

Halb Staaken schien am Sonntag bei sommerlichen Temperaturen nur noch auf das Sahnehäubchen in Form eines Heimsieges gegen die Gäste aus Strausberg zu warten. Höhepunkt auf dem Platz am Kurzen Weg in Staaken musste am Sonntag aus Sicht der Gastgeber dann aber die Auszeichnung mit der Ehrenamtsurkunde für ihren Jugend-Geschäftsführer Frank Kals bleiben. Die Auswahl für diesen DFB-Ehrenamtspreis war dabei schon im Februar erfolgt. Aus den Händen von BFV-Präsident Bernd Schultz, der von Vize Gerd Liesegang begleitet wurde, empfing Kals die Auszeichnung  erneut und offiziell persönlich. Diesmal verbunden mit einem Geschenk, das die beiden Verbandsoberen mit sich führten: Zwei Mini-Tore für die Jugendabteilung stehen den Staakener Kindern und Jugendlichen ab sofort zusätzlich zur Verfügung. Über das Spiel ist schnell berichtet. Die gute Stimmung wurde durch die 0:2-Niederlage gegen die Strausberger nur ein wenig getrübt. Überlegene Gäste, die einfach mehr Passgenauigkeit und Konzentration zeigten, beeindruckten mit einer Fülle von Torchancen. Das war auch ihre passende Antwort auf den Staakener Kantersieg im Hinspiel (1:6). Staakens Coach, Jeffrey Seitz, möchte jedenfalls auch durch diese Niederlage nicht von seinem Konzept, konzentriert aus der Defensive aufzubauen, abrücken, so erklärte er es auf der Pressekonferenz. „Nur die Ballsicherheit muss dann wieder ´mal stimmen“, meinte er.

Frank Kals. Foto: SC Staaken
Foto: SC Staaken

Das Saisonziel ist für den Aufsteiger mit dem aktuellen siebenten Tabellenplatz bereits erreicht. Und das hieß – wie eben für  Aufsteiger in der Regel – „Klassenerhalt“. Nach Höhen und Tiefen zu Anfang der Saison, sieht es nun zu Beginn der Zielgeraden sehr freundlich im gut geführten Verein aus. Während in manchen Klubs das „Familiäre“ nur Wunschvorstellung ist, spürt und sieht man hier überall die fleißigen Helfer und den Versuch, sich den professionelleren Strukturen noch ein wenig mehr anzunähern. Auch beim Nachwuchs läuft es bei den Randberlinern in allen Abteilungen ebenfalls gut. Durch Elfmeterschießen setzte sich jüngst die A-Jugend gegen SV Empor  im Pokalwettbewerb am letzten Mittwoch sehr knapp 4:3 durch, und steht damit als Endspielteilnehmer fest.

Frank Toebs

Spreefüxxe mit Befreiungsschlag gegen Trier

Die Spreefüxxe Berlin gewinnen die wichtige Partie gegen die Trier Miezen und machen damit einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Vor heimischer Kulisse überzeugten die Berlinerinnen mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und klettern durch den 36:26-Erfolg auf den 6. Tabellenplatz. Vier Spieltage vor Ende hat man nun acht Punkte Vorsprung auf Hannover. Man merkte den Spreefüxxen von Beginn an an, dass sie genau wussten um was es in dieser Partie ging. Aus einer kompakt agierenden Abwehr heraus, kam man mit einer druckvollen Angriffswelle auf die Trier Defensive und verschaffte sich schnell ein kleines Polster. Nach sechs Spielminuten stand es 4:1 für die Hausherrinnen, der sehr selbstbewusst agierten. Trier fand langsam in die Partie, konnte zunächst auf 4:3 verkürzen, doch dann zogen die Berlinerinnen erneut an und Steffi de Beer erzielte in der 11. Spielminute die 8:4-Führung. Das Spiel der Spreefüxxe wirkte frisch und energisch, was letztendlich damit belohnt wurde, dass viele Dinge funktionierten. Zudem erwischte Juliane Hedermann im Spreefüxxe-Kasten einen Sahnetag. Zur Halbzeitpause hatten sich die Gastgeberinnen einen verdienten 17:9- Vorsprung erarbeitet.

In Halbzeit zwei lief das Spiel ähnlich weiter. Zwar hatten auch die Trierer Miezen einige gute Phasen, doch die Spreefüxxe ließen sich keineswegs beirren. Trier versuchte es mit Manndeckungen gegen die Berlin Rückraumschützinnen, doch dadurch verschafften sie den anderen Spielerinnen Räume.

Vor allem Ria Estermann fand immer wieder eine Lücke in der Trierer Defensive. Christian Schücke gab nach und nach den jungen Spielerinnen Einsatzzeiten und diese bedankten sich mit einer starken Leistung. Fabienne Kunde traf mit zwei sehenswerten Treffern aus dem Rückraum und auch Debütantin Lucie Dunst zog ohne Nachzudenken ab und wurde mit ihrem ersten Bundesligator belohnt. Fand man dann mal keine Lücke in der Abwehr, war es in der Regel Vanessa Magg die sich ein Herz nahm und die Kugel aus dem Rückraum versenkte.

Für die Spreefüxxe war es ein Spiel, was nicht hätte besser laufen können. Auch Managerin Britta Lorenz war am Ende erleichtert: „Nach den beiden Niederlagen zuletzt bin ich sehr glücklich über diesen Sieg. Die Mannschaft hat Moral gezeigt, dem Druck standgehalten und heute alle in der Halle begeistert.“ Am kommenden langen Wochenende kommt es zur Doppelbegegnung mit den Kurpfalz Bären. Am Sonnabend reist man nach Ketsch, bevor es am 1. Mai zum Rückspiel in Berlin kommt.

Spreefüxxe Berlin: Hedermann, Faßold, Krüger; Kunde (2), Estermann (6), de Beer (3), Dunst (1), Blödorn (4/1), Büch, Trumpf (6), Krakat (2), Mrozinski (1), Förster (3), Linke (1), Magg (7), Weier Zeitstrafen: Blödorn, Kunde, Mrozinski.

DJK/MJC Trier: Minami, Krämer; Petrovska (1), Sattler, Houben (3), Czanik (2), Tolic, Smits (2), Müller (7), Szabo (6/4), Zrnec (2), Constantinescu (3). Zeitstrafen: Houben, Czanik, Tolic, Szabo. Quelle: Füchse Berlin Reinickendorf Frauen Handball

Anna Eber

Noch 3 Mal Fußball-Bundesliga und der Spuk ist vorbei

Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

Na da schau her, 3:0 in Frankfurt gewonnen. Die Tore: 1:0 (57.) Selke FE, 2:0 (78.) Leckie, 3:0 (90 + 1) Esswein.  Hertha (42 Punkte) könnte sich zurücklehnen und absolut frei aufspielen. Es geht eigentlich nur  noch um die Goldene Ananas. „Erst einmal 40 Punkte einfahren, dann sehen wir weiter“, war von einem Großteil der Vereine vorab und immer wieder zu hören. Die 40-Punkte-Marke, das erreichte Hertha am 31.Spieltag – ebenso wie Augsburg, dem nächsten Gegner am Samstag, 28.4., im Berliner Olympiastadion. 3 Vereine stehen mit 30 Punkten keineswegs gesichert da. Es sind Freiburg auf dem Relegationsplatz, Mainz und Wolfsburg auf den Plätzen 14 und 15. Nach Adam Riese haben Hamburg (25 P.) und Köln (21 P.) noch eine theoretische Chance. Rein rechnerisch müssten sie schon die noch ausstehenden 3 Spiele gewinnen und die darüber postierten Clubs dürften keine Punkte mehr einfahren. Daran zu glauben fällt sehr schwer. Bleiben wir bei Hertha. Ja, die letzten Spiele sind alle Samstag. Am 33. Spieltag, Samstag, 05.05., wird in Hannover, derzeit 36 Punkte, gespielt und am letzten, dem 34.Spieltag, kommt RB Leipzig nach Berlin. Die Leipziger kassieren viele Gegentore,  stehen in letzter Zeit arg neben den Schuhen. Durchaus möglich, dass Hertha die drei ausstehenden Spiele und damit 51 Punkte insgesamt gewinnt. Das bringt ein paar Millionen mehr Fernsehgelder in die Kasse und je nach dem Abschneiden der Mitkonkurrenten winkt tatsächlich noch das internationale Geschäft. Na wenn das keine Anreize sind.

Platz 9 ist momentan genau die halbierte Position von 18 Vereinen.  Damit kann der eine oder andere einigermaßen zufrieden sein. Weniger zufrieden waren die Fans oft mit der Spielweise. Trainer Pal Dardai hat die Schwächen im Angriffsspiel erkannt und arbeitet intensiv daran. In welcher Zeit ist denn da Besserung zu erzielen? Die Bemühungen in allen Ehren. Der ungeliebten Hertha dürfen ruhig einmal die Erwartungen in Berlin vor Augen geführt werden: Als Hauptstadtclub weiterhin im Mittelfeld so „rum zu krepeln“, das kann doch nicht euer Anspruch sein. In anderen Sportarten wird da mehr geboten und Berlin auch besser vertreten. So beispielsweise im Eishockey, Volleyball, Basketball, Handball und Wasserball. Ich habe bewusst nur Ballspielsportarten gewählt. Das hat natürlich auch etwas mit der Zusammenstellung des Kaders zu tun. Mit den Bemühungen darf nicht hausiert gegangen werden. Dennoch beschleicht mich das Gefühl, dass viele andere Clubs da wacher und ausgeschlafener sind. Aus der gesicherten Position heraus muss es doch möglich sein, frühzeitig,  ganz gezielt die neue Saison zu planen. Gezielt heißt: Was fehlt der Hertha und was ist für eine attraktive Spielweise personell zu tun.

Christian Zschiedrich

Handball in allen Facetten – Henning Opitz

Am Dienstag, 24. April 2018 findet um 19:00 Uhr der 61. Verbandstag im Coubertinsaal des Landessportbundes Berlin st att.Zuvor gibt der HVB um 18:00 Uhr einen Empfang zu Ehren des 80. Geburtstages des HVB-Ehrenpräsidenten Henning Opitz . Unter den Gästen werden unter anderem der Präsident des Deutschen Handballbundes Andreas Michelmann und der Vorsitzende des Freundeskreises des Deutschen Handballs Kay Brüggemann sein.

Die Namen in der Adresskartei, die Henning Opitz hegt und pflegt, lesen sich wie das Who’s who des deutschen Handballs. DHB-Präsident Andreas Michelmann schätzt an dem Berliner dessen unermüdlichen Einsatz – gerade „für die Jungen und die Jüngsten unserer Sportart“. Opitz ist Ehrenmitglied des Deutschen Handballbundes, Ehrenpräsident des Handball-Verbandes Berlin und Ehrenvorsitzender des Freundeskreises des Deutschen Handballs. Am Mittwoch, 28. März, vollendete er das 80. Lebensjahr. Handball lebte und lebt der Industriekaufmann in allen Facetten. Opitz war Trainer, Schiedsrichter, engagiert sich bis heute in Gremien und Funktionen auf unterschiedlichsten Ebenen. 1997 ehrte ihn der Berliner Senat mit der Ehrenplakette, 1999 bekam er vom Deutschen Handballbund die Goldene Ehrennadel überreicht, 2004 erhielt er das Bundesverdienstkreuz und 2007 zeichnete ihn der Landessportbund Berlin mit der Sportplakette in Silber und 2012 mit der Sportplakette in Gold sowie Ehrenurkunden für sein Lebenswerk aus. 2013 verlieh ihm der Deutsche Handballbund die Ehrenmitgliedschaft.

Zu seinen bedeutendsten Erlebnissen zählen laut Opitz internationale Großveranstaltungen wie die Frauen-Europameisterschaft 1994, die Frauen-Weltmeisterschaft 1997 oder die Weltmeisterschaft der Männer 2007, die er alle als Chef der Lokalen Organisationskomitees in Berlin begleitete. Als weiteres „Schlüsselerlebnis“ nennt er unter anderem die Olympischen Spiele 1972, die er als Datentechnik-Organisator, Zeitnehmer und Sekretär begleitete.Von 1963 bis 1966 wirkte er als Abteilungsleiter beim SC Charlottenburg, von 1968 bis 1973 als Pressesprecher des Handball-Verbandes Berlin. Er war von 1984 bis 1988 Vizepräsident des Handball-Verbandes Niedersachsen; während dieser Zeit auch Präsident des Norddeutschen Handball-Verbandes (1980 bis 1984) sowie Vizepräsident und Pressesprecher des Deutscher Handballbundes (1982 bis 1986). Von 1994 bis 2012 führte er als Präsident die Geschicke des Handball-Verbandes Berlin und von 1995 bis 2016 als Vorsitzender die des Freundeskreises des Deutschen Handballs (FDDH). Unter seiner Leitung warben die Förderer des FDDH in gut 20 Jahren über 400 000 Euro für Projekte der deutschen Handballjugend ein.

Henning Opitz Foto: Sportick

Der gelernte Industriekaufmann ist mit Karla Opitz verheiratet. Er ist Vater von drei erwachsenen Kindern. Die Unterstützung seiner Ehefrau, selbst ehemalige Bundesligaspielerin und Trainerin, „machte es mir erst möglich, die Ehrenämter neben dem Beruf wahrzunehmen“. Seit 1972 war Henning Opitz in unterschiedlichen Unternehmenssparten und Beteiligungen der Siemens AG als leitender Angestellter tätig. Zuletzt zeichnete er für die Standortdienste und Liegenschaften in der Region Deutschland Ost bei der Siemens-Nixdorf AG in Berlin verantwortlich, ehe er im Oktober 1995 in den Ruhestand trat.
Hans Joachim Scholz

Die wichtigsten Handball-Stationen von Henning Opitz im Überblick:
1954-1978: Schiedsrichter auf nationaler und internationaler Ebene
1963-1966: Abteilungsleiter Handball beim SC Charlottenburg
1968-1973: Pressesprecher des Handball-Verbandes Berlin
1978-1980/1984-1988: Vizepräsident des Handball-Verbandes Niedersachsen
1980-1984: Präsident des Norddeutschen Handball-Verbandes
1982-1986: Vizepräsident und Pressesprecher des Deutscher Handballbundes
1994-2012: Präsident des Handball-Verbandes Berlin und Mitglied im Erweiterten Präsidium des Deutschen Handballbundes
1995-2016: Vorsitzender des Freundeskreises des Deutschen Handballs

Quelle: DHB

HAUTNAH-Countdown läuft

Kaweh Niroomand, Foto: Sportick

Noch zehn Tage lang besteht die Chance, den Berlin Recycling Volleys in der Saison 2018/2019 HAUTNAH zu kommen. Die letzte große Aktion im Rahmen der Initiative „ZEICHEN SETZEN für den Nachwuchs!“ zur Finanzierung des BR Volleys Talente-Camps 2018 befindet sich auf der Zielgeraden. Wer sich mit seinem Namen auf jedem HAUTNAH-Heimtrikot der neuen Spielzeit verewigen will, muss sich bis zum 30. April dafür anmelden! Kaweh Niroomand, Paul Carrolls Söhne und Stephan Hartramph vom Titelsponsor Berlin Recycling – sie alle sind bereits HAUTNAH dabei und in den nächsten zehn Tagen kommen hoffentlich noch viele Namen hinzu. „Also die Familie Carroll hat auf dem Trikot schon ihren Platz. Nolan (zwei Jahre alt) und Flynn (drei Monate) kann ich dann später zeigen, dass sie schon ganz früh BR Volleys Fans waren“, ist der zweifache Vater Carroll bereits in freudiger Erwartung, seinen Kindern von der in der Volleyball Bundesliga einmaligen Initiative zu berichten.

Neben den Carrolls bietet das neue HAUTNAH-Trikot noch mehr Platz, auf dem sich die Fans und Unterstützer des Hauptstadtclubs „eingravieren“ und damit bei jedem Heimspiel der Saison 2018/19 auf den Spielertrikots im Volleyballtempel dabei sein können. Um die Verbundenheit mit dem Breiten- und Freizeitsport der Region zu symbolisieren, können sich nun auch Volleyballvereine aus Berlin und Brandenburg auf dem neuen Trikot präsentieren. Die Klubs und Teams aus der Hauptstadt-Region können den Spendenbeitrag von 25 EUR also gemeinsam aufbringen, um ein Zeichen für den Nachwuchs zu setzen und auf diese Weise das Talente-Camp 2018 zu unterstützen.

Foto: Nikolai Saratow

Die große HAUTNAH-Aktion endet am 30. April, also in zehn Tagen!

Christof Bernier

Füchse können in Kiel nichts reißen

Mit einem verheißungsvollen Start bis zum 5:2 waren die Füchse in die Partie beim THW Kiel gestartet. Dann kauften ihnen die Hausherren mit ihrer Abwehr und Torhüter Niklas Landin den Schneid ab. Bereits zur Pause lagen die Füchse 8:15 zurück und obwohl sie die zweite Halbzeit etwas stabiler gestalten konnten, beim 20:25 gab es am Ende nichts zu holen. Die Füchse um ihren besten Torschützen Fabian Wiede (4 Treffer) müssen nun schnell den Schalter umlegen, von Kiel aus geht es direkt weiter zum wichtigen Viertelfinal-Hinspiel im Europapokal gegen RK Nexe im kroatischen Nasice. Vier Tage nach dem deutlichen Sieg gegen Frisch Auf! Göppingen waren die Füchse beim THW Kiel gefordert. Sicherlich nicht in der Favoritenrolle, aber mit dem Ziel die Chancen zu nutzen war das Team in den Norden gereist. Mit an Bord war auch Fredrik Genz, nachdem Petr Stochl in der Woche leichte Rückenschmerzen hatte saßen drei Torhüter auf der Bank. Den Anfang machte allerdings Silvio Heinevetter und auch bei den Feldspielern setzte Trainer Velimir Petkovic auf die zuletzt erfolgreiche Besetzung.

Und so war es wieder Fabian Wiede, er agierte mit Steffen Fäth und Matthias Zachrisson im Rückraum, der die Fäden zog und das Spiel der Füchse lenkte. Gleich im ersten Angriff holte er einen Strafwurf raus, den Lindberg verwandelte, zum 2:0 erhöhte Wiede dann selbst. Gerade in der Anfangsphase machten die Schiedsrichter mit mehreren Zeitstrafen auf beiden Seiten ihre Linie deutlich, doch die Füchse arrangierten sich damit und Heinevetter parierte einen Strafwurf. So lief es rund und flüssig, nach zwei Ballgewinnen in der Abwehr ging WIede zunächst allein zum 4:2, beim zweiten Ballgewinn nutzte Kevin Struck den Tempogegenstoß zum 5:2.

Danach kam aber der Füchse-Motor ins Stocken. Konnte bis dahin die Abwehr des THW Kiel noch mit schnellen Angriffen und Einzelaktionen überwunden werden, standen die Hausherren nun deutlich stabiler. Mit einer offensiveren Abwehr wurde der Aufbau der Füchse gestört, die hatten nun Ballverluste, die der THW gnadenlos bestrafte. Beim 6:6 (15.) war die Partie wieder ausgeglichen und dann brachte Marko Vujin die Füchse mit einem Dreierpack zum 6:9 in Rückstand. Torhüterwechsel zu Petr Stochl, zusätzlicher Feldspieler, zweitweise zwei Kreisläufer – alle Versuche von Füchse-Coach Velimir Petkovic dem Spiel neue Impulse zu geben griffen nicht.

Immer wieder blieben die Füchse in der Kieler Abwehr hängen und kamen sie doch mal durch, dann scheiterten sie an Pfosten, Latte oder Torhüter Niklas Landin. Mit 8:15 lagen die Füchse bereits zur Pause zurück, es drohte eine deutliche Niederlage. Nach der Pause kamen die Füchse dann allerdings stabiler zurück aufs Parkett der Kieler Sparkassenarena. Im Tor wurde zurück zu Heinevetter gewechselt und im Angriff übernahm nun Drago Vukovic die Rolle des Spielmachers. Die Füchse wirkten jetzt zwar nicht mehr ganz so hilflos und spielten flüssiger, gegen die Überlegenheit und die Spielfreude des THW Kiel am heutigen Abend hatten sie allerdings keine Mittel. Mit dem nötigen Spielfluss konnte jetzt wieder die Abwehr der Hausherren überwunden werden. Standen die Füchse allerdings frei vom Tor, dann scheiterten sie zu oft an Niklas Landin.

Trainer Velimir Petkovic wechselte nun mehrfach durch, einerseits um neue Impulse zu geben und andererseits um zwei Tage vor dem Spiel im kroatischen Nasice auch die Belastung gleichmäßig zu verteilen. So kann alle Feldspieler zu Einsatzzeiten und zeigten vollen Einsatz. Immerhin konnten die Füchse den THW noch einmal beim 17:23 zu einer Auszeit zwingen. Am Ende gab es eine 20:25-Niederlage, die es nun schnell zu verarbeiten gilt. Völlig unnötig dann allerdings das Foul in der Schlussminute an Matthias Zachrisson, der gestützt das Feld verlassen musste.

Velimir Petkovic, Trainer: Wir haben in den ersten zehn bis 15 Minuten gesehen, warum wir oben in der Bundesliga mitspielen. Plötzlich kam ein Bruch in unser Spiel oder es war Landin, der uns aus dem Spiel genommen hat. Es waren sieben freie Bälle, die wir verworfen haben. Wir haben verlernt Handball zu spielen und haben zu viel diskutiert. Das war unsere bisherige Stärke war, dass wir geduldig spielen, das hat dann nicht mehr funktioniert. Die erste Halbzeit ist zum Vergessen, für die zweite Halbzeit muss ich meine Mannschaft loben. Wir haben in dieser Halle, vor dieser Kulisse mit 12:10 gewonnen. Das ging aber alles kaputt durch die Verletzung von Mattias Zachrisson in der Schlussminute. Er muss jetzt untersucht werden und für uns geht es direkt weiter nach Kroatien.

Volker Zerbe, Sportkoordinator: Erst einmal Gratulation an den THW, sicherlich verdient gewonnen. Zum Spiel gibt es nichts mehr zu sagen, für uns gilt es jetzt den Blick nach vorn zu wenden. Wir müssen jetzt schauen, was mit Mattias Zachrisson los ist und dann gilt es die Konzentration auf das schwere Spiel am Samstag im Viertelfinale des EHF-Pokals zu richten.

Füchse Berlin Handball

Szolnok VSK (Hun) – Wasserfreunde Spandau 04

Mit 9:8 (3:2,1:1,2:2,3:3) Torschützen: R. Saudadier, S. Plesivac 2, Gielen, N. Dedovic 1, M. Stamm, T. Negrean 1, 18. April 2018, Champions League 2017/2018. Spiel 12 in Szolnok: Mut machende Niederlage beim Champions-League-Sieger.Der Zeitplan des Berliner Teams ist gut gefüllt: Am vergangenen Samstag fand das Meisterschafts-Halbfinale 1 in Duisburg (17:10 für Spandau) statt, am Mittwoch der 12. Spieltag der Champions League bei Titelverteidiger Szolnoki VSK in Ungarn (8:9 aus 04-Sicht) und nun treffen die Wasserfreunde am Wochenende zur Fortsetzung der Best-of-Five-Halbfinalserie mit zwei Heimpartien in der Schwimmhalle Schönberg auf den ASCD. Wer bisher immer noch glaubte, die im Laufe der Saison bereits mehrfach absolvierten starken Auftritte seien vielleicht eher Zufall gewesen oder dem Schwächeln der Gegner geschuldet, der durfte sich am Mittwoch beim Auswärtsmatch der 04er beim amtierenden Champions-League-Sieger 2017 Szolnoki VSK eines Besseren belehren lassen. Das 8:9 aus Berliner Sicht schmeichelte eher dem mit Olympiasiegern, Weltmeistern und Superklasse bestückten Gastgeber als dem Gast aus Deutschland. Das Berliner Team hätte ein Remis verdient gehabt. Bekanntlich hatte Spandau Ende Oktober in Berlin bereits die Hin-Partie mit 10:9 für sich entschieden. Bei der Betrachtung beider Spiele wird deutlich, dass beide Teams ein vergleichbares Leistungsniveau aufweisen.Die Wasserfreunde haben gegenüber den Vorjahren die lang ersehnte Leistungssteigerung realisieren können. Die internationalen Akteure sind in das Team integriert. Jeder Spieler stellt einen unentbehrlichen Bestandteil des erfolgreichen Team-Puzzles dar. Dieses Team funktioniert gemeinschaftlich. – Das ist eventuell der entscheidende Unterschied zu Waspo Hannover, der im erwarteten Meisterschaftsfinale dieser beiden Teams noch ausschlaggebend sein könnte. Denn das Hannoveraner Team wird von Hyperindividualisten, an denen alles hängt, geprägt.

Präsident Hagen Stamm lobte das Team der Wasserfreunde für „eine großartige und wirklich sehr disziplinierte Leistung“. Die Schlussfolgerung lautete folgerichtig: „Wenn wir es schaffen, diese Form in die nächsten Wochen zu transportieren sind wir für die kommenden Aufgaben sehr gut gerüstet!“ Nur drei bzw. vier Tage nach dem Match gegen Szolnok stehen die Spiele Nummer 2 und 3 der Best-of-Five-Meisterschaftshalbfinal-Serie gegen den ASC Duisburg an. Es müsste als reines Understatement gedeutet werden, wenn die Berliner die Spannung betonen und von einem offenen Ergebnis in Bezug auf den Endspieleinzug reden würden. „Natürlich wollen wir beide Partien gewinnen und ins Finale. Wir haben regelmäßig am Finale teilgenommen, die letzte Ausnahme gab es 1993. Aber dennoch nehmen wir die Duisburger absolut ernst. Ihr Team kann sich gezielt auf das Wochenende vorbereiten. Unsere Spieler dagegen müssen auch den Reisestress nach Szolnok verkraften. Aber das werden sie schaffen“, ist Hagen Stamm sicher.
Peter Röhle

Vorschau: Best-of-Five-Halbfinale  –  98. Deutsche Meisterschaft, Deutsche Wasserball-Liga (DWL) Halbfinale 2 und 3,
21. April 2018 Wasserfreunde Spandau 04 – ASC Duisburg, 16.00 Uhr, Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg Sachsendamm 11, 10829 Berlin.
22. April 2018, Wasserfreunde Spandau 04 – ASC Duisburg, 14:00 Uhr, Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin.

Finaltermine für das „Duell der Giganten“

Berlin Recycling Volleys gegen VfB Friedrichshafen – auch in den Playoff-Finals 2018 kommt es zum ewig jungen „Duell der Giganten“. Nach der verkürzten Finalserie im Vorjahr darf sich Volleyball-Deutschland in dieser Saison wieder auf das volle Programm im Modus „best of five“ freuen. Der Auftakt erfolgt am Bodensee (26. Apr um 20.00 Uhr), die Fortsetzung der Endspielserie gibt es am 29. April um 15.00 Uhr in der Max-Schmeling-Halle. Zum 21. Mal in Serie kommt der Deutsche Meister also vom Bodensee (13 Titel in den letzten 20 Jahren) oder aus der Hauptstadt (7 Titel), was BR Volleys Manager Kaweh Niroomand bereits jetzt stolz macht: „Wir stehen zum achten Mal in Folge im Finale. Außerdem haben wir in den letzten sechs Jahren fünfmal – und hätte sich Paul Carroll während der Endspielserie 2015 nicht verletzt, vielleicht sogar sechs Mal – den Titel gewonnen. Das ist eine herausragende Bilanz.“ Vor dem Beginn der diesjährigen Endspiele zieht Niroomand deshalb ein positives Saison-Zwischenfazit und betont: „Der wichtigste Aspekt des gestrigen Sieges in Frankfurt ist, dass wir auch im kommenden Jahr die Möglichkeit haben, in der Champions League anzutreten.“

Außerdem bekommen die BR Volleys nach Supercup, Bundesliga-Hauptrunde und Champions-League-Playoff mindestens drei neue Gelegenheiten, den bisherigen nationalen Dominator vom Bodensee in dieser Spielzeit doch noch zu bezwingen. Die beiden ewigen Kontrahenten setzten sich in ihren Playoff-Halbfinals jeweils mit 2:0-Siegen souverän durch. Bei den Berlinern will man sich nun ein Beispiel an der Vorsaison nehmen, als der Titelverteidiger im Saisonverlauf nur wenig gegen den VfB zu bestellen hatte, jedoch das letzte und wichtigste Spiel gewann: „Ich hoffe dabei natürlich auf die Erfahrung unseres Teams. Leistungsträger wie Carroll, Kromm und Vigrass wissen genau, wie man diesen speziellen Playoff-Rhythmus spielt und am Ende zum Erfolg führt“, glaubt Niroomand an eine Chance für seine Mannschaft. Sollten die BR Volleys mindestens eines der ersten drei Endspiele für sich entscheiden, dürfen sich die Berliner Volleyballfans auf zwei großartige „Duelle der Giganten“ in der Max-Schmeling-Halle freuen.

Die Playoff-Finalserie zwischen Berlin und Friedrichshafen im Überblick:

Finale 1:   Donnerstag | 26.04.2018 | 20.00 Uhr | ZF Arena

Finale 2:   Sonntag | 29.04.2018 | 15.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle

Finale 3:   Mittwoch | 02.05.2018 | 20.00 Uhr | ZF Arena

Mögliches Finale 4:   Sonntag | 06.05.2018 | Zeit offen | Max-Schmeling-Halle

Mögliches Finale 5:   Mittwoch | 09.05.2018 | Zeit offen | ZF Arena

Christof Bernier