Bayern siegen auch in Berlin

ALBA Berlin hatte sich zum zweiten Best-of-five-Final-Spiel sehr viel vorgenommen, um die 70:74 Auftaktniederlage in München nun in heimischen Gefilden der Mercedes Benz Arena auszugleichen. Demzufolge startete das Team von Trainer Aito Garcia Reneses konzentriert entschlossen. Nach zweieinhalb Minuten lagen die Albatrosse 7:0 vorne, nach knapp neun Minuten stand es 23:12. Bis Halbzeit aber kamen die Bayern bis auf einen Punkt auf 46:45 ran.

Und der Titelverteidiger aus Bayern ist mit einer höheren Intensität im zweiten Viertel aus der Kabine gekommen. Vor allem Center Booker glänzte bei den Gästen. Erfolgreichste Werfer der Bayern waren Devin Booker (16 Punkte) und Derrick Williams (12). Für die Albatrosse, die in dieser Saison zum dritten Mal in einem Finale zu scheitern drohen, trafen Franz Wagner und Rokas Giedraitis (beide 14) am sichersten.

Wie in den Jahren zuvor heißt es nun 2:0 in der Serie für die aktuell von Dejan Radonjic gecoachten Bayern, Endstand in Spiel 2 82:77. Die Aufholjagd der Berliner in der Endphase war zwar imponierend und machte die Begegnung noch einmal – darunter ein Dreier des 18 Jahre alten Wagners zwölf Sekunden vor dem Ende – richtig spannend. Die Münchener haben die beserre Ausgangsposition, den Titel 2019 zu erringen. Ein Sieg fehlt noch, der am Sonntag, 23.06. ab 18.00 Uhr, in eigener Halle den fünften Meistertitel der Vereinsgeschichte bescheren könnte.

Christian Zschiedrich

Spandau erreicht das Finale um die Deutsche Meisterschaft

Wasserfreunde Spandau 04 – ASC Duisburg

17:9 (6:2, 3:2, 3:0, 5:5). 21. April 2018, Torschützen: T. Negrean 4, M. Restovic, M. Cuk 3, L. Küppers, M. Stamm 2, S. Pjesivac, P. Gottfried, R. Saudadier 1.

Wasserfreunde Spandau 04 – ASC Duisburg

17:6 (7:1, 3:4, 4:0, 3:1), 22. April 2018, Torschützen: M. Stamm, S. Pjesivac, R. Saudadier 3, M. Restovic, B. Reibel, T. Negrean 2, L. Küppers, P. Gottfried, 1

Die Wasserfreunde erreichen das Finale um die Deutschen Meister mit 3:0 Siegen in der Best-of-Five-Serie. Trotz der 3 klaren Siege, 17:10, 17:9 und 17:6, zeigte sich der Deutsche Meister seinen wenigen treuen Fans, die bei sommerlichen Wetter den Weg in die Schwimmhalle nach Schöneberg gefunden hatten, mit unterschiedlichen Gesichtern. Streckenweise wurde der Gegner, speziell in der Verteidigung fantastisch beherrscht. Auf der anderen Seite erzielte die Duisburger Mannschaft einige Tore, wenn das Berliner Team dieses mit einer zeitweise unkonzentrierten oder leichtfertigen Spielweise zuließen.

Das Team von Trainer Petar Kovacevic schien vielleicht mit seinen Gedanken bereits bei der großen Aufgabe vom nächsten Sonntag, den 29.04.2018. Denn dann startet in Barcelona um 12:00 Uhr das 13. Champions-League-Spiels der Berliner gegen Sabadell. Mit einem Sieg in dieser Begegnung können sich die Berliner den Traum vom Einzug ins Final Eight der Königsklasse im europäischen Wasserball erfüllten.

„In Barcelona können wir uns keine unkonzentrierte Spielphase leisten“, warnt der Coach der Berliner seine Spieler vorausschauend. Petar Kovacevic rechnet für das Spiel gegen Sabadell mit einer gesteigerten Motivation der Berliner Spieler, weil sie bei einem Sieg zu den acht besten europäischen Vereinsteams zählen werden.

Peter Röhle  

Spandau startet gegen ASC Duisburg mit erwartetem Erfolg

10:17 (4:7, 1:3, 3:2, 2:5). Torschützen: N. Dedovic 5, T. Negrean 4, M. Cuk 2, L. Gielen, M. Jüngling, L. Küppers, B. Reibel, M. Restovic, R. Saudadier 1. Zu Beginn der Best-of-Five-Halbfinals der Meisterschaft, wo sich die vier deutschen Topteams gegenüberstehen, erzielte das Berliner Team am Samstag den erwarteten Sieg. Neben den Duisburgern und den Berlinern nehmen zudem auch der OSC Potsdam sowie Waspo Hannover an der Halbfinalserie teil. Am Samstag zeigte sich der Berliner Angriff in bester Wurflaune. Die erzielten 17 Tore stellen eine angemessene Leistung dar. – Die Verteidigung dagegen muss eine Leistungsverbesserung anstreben. Die relativ hohe Anzahl der Duisburger Tore entspricht nicht dem gewünschten Leistungsniveau des Berliner Teams.

Nikola Dedović und auch Tiberiu Negrean zeigten sich in bester Torwurflaune. Mateo Cuk konnte sich nach seiner Verletzung erfolgreich im Team zurückmelden. Aufgrund einer Operation an der Schulter hatte Cuk eine Pause von 2,5 Monaten überstehen müssen.

Dieses Halbfinalspiel war das erste der Best-of-Five-Serie. Am kommenden Wochenende wird diese Serie in Berlin, in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, fortgesetzt. Am Samstag um 16 Uhr sowie am Sonntag um 14 Uhr treffen diese beiden Teams daher zu ihrer zweiten und dritten Begegnung des diesjährigen Halbfinales aufeinander. Wenn das Berliner Team beide Spiele erfolgreich abschließen kann, wird diese Halbfinalserie daher am Sonntag beendet sein. Die Berliner haben allerdings zuvor noch eine weitere Aufgabe vor sich. Am Mittwoch steht in der Champions League das Spiel in Szolnok (HUN) an: Mittwoch, 18. April um 16:30 Uhr.

In Szolnok wird das Team der Wasserfreunde mit Sicherheit intensiver gefordert werden als im Spiel gegen die Duisburger. Die Verteidigung wird darum konzentrierter arbeiten müssen. Szolnok ist der Titelverteidiger in der Champions League. Im vergangenen November gelang den Wasserfreunden im Hinspiel mit 10:9 Toren ein Überraschungssieg gegen das ungarische Erfolgsteam. Mannschaftskapitän Marko Stamm macht deutlich: „Die Stimmung innerhalb des Teams ist hervorragend. Es ist Zeit für einen weiteren Überraschungssieg!“

 Peter Röhle