
Eine herbe Enttäuschung, denn auch vermeintlich kleinere Teams wie Südkorea kann man ohne ausgeklügelten Plan sowie grenzenlose Bereitschaft nicht selbstverständlich besiegen. Der Traum vom Achtelfinale und dem erneuten deutschen WM-Titel ist damit ausgeträumt. Das Ausscheiden in der Vorrunde der WM und der letzte Tabellenplatz in der Gruppe lässt die verwöhnte Fußballnation in die Depression fallen. Statt des 1:0, das nach der Führung der schwedischen Elf im Parallelspiel gegen Mexiko zum Weiterkommen gereicht hätte, fing sich die deutsche Elf noch zwei späte Tore ein. Nur mit Alibifußball und ohne Blick für die richtige Position zum Torabschluss gab es ein ähnliches Spiel wie gegen Mexiko und Schweden. Es war einfach zu wenig Bereitschaft, Tempo, Risiko im Spiel. Stattdessen Verunsicherung in vielen Spielphasen. Niemand zeigte dem Gegner seine Grenzen auf, eher versteckten sich auch die Führungsspieler. Schon nach dem 0:1 gegen Mexiko nur mit einer Sturmspitze muss sich der Bundestrainer auch die Systemfrage stellen. Wie es für ihn nun weitergeht, wird wohl schon die nahe Zukunft zeigen.
Ein „Wundertor“ wie das per Freistoß von Toni Kroos im Schwedenspiel in letzter Minute lässt sich eben nicht auf Knopfdruck wiederholen. Der erwartete Ruck nach dieser späten Entscheidung blieb aus. Das Theater um Torhüter Manuel Neuer bei der Nominierung, die vieles überschattete, und die Diskussion um Mesut Özil und Ilkay Gündogan mögen ihre Auswirkungen gehabt haben. Fest steht, die Testspiele gegen Österreich und Saudi-Arabien zeigten schon, dass die Qualität und Ausstrahlung einiger älterer Spieler nicht mehr die von 2014 ist.
Etwas Gutes hat dieses Ergebnis auf jeden Fall und das ist ohne Häme gemeint: Die Spieler der deutschen Mannschaft können nun früher ihren Jahresurlaub antreten und ihren Vereinen zum Saisonbeginn ausgeruht für neue große Ziele dienen. Nach gründlicher Analyse und einer Menge Arbeit wird anschließend auch der Auftritt der deutschen Nationalmannschaft hoffentlich wieder mehr Freude machen. Es ist eben nicht so leicht, einen WM-Titel auch zu verteidigen.
Frank Toebs

Martin Hermannsson verstärkt ALBA BERLIN auf den Guard-Positionen. Der 23 Jahre alte und 1,90 Meter große isländische Nationalspieler hat in Berlin einen Zweijahresvertrag unterzeichnet. Hermannsson gilt als einer der talentiertesten europäischen Guards seines Jahrgangs und hat zuletzt eine vielversprechende Saison beim französischen Erstligist Chalons-Reims gespielt. Dort war er Topscorer (13,9 Punkte pro Spiel) sowie bester Passgeber (5,7 Assists pro Partie) und erhielt trotz seines jungen Alters die meiste Spielzeit im Team (32,5 Minuten im Schnitt). Zurzeit ist Hermannsson für die isländische Nationalmannschaft im Einsatz, wo er in den bisherigen vier Spielen der WM-Qualifikation im Schnitt 25,5 Punkte, 4,3 Assists und 3,3 Rebounds pro Partie erzielt hat. ALBA-Sportdirektor Himar Ojeda: „Wir verfolgen Martin Hermannsson schon seit einigen Jahren. Es ist eine tolle Bestätigung für unser Programm, dass er sich trotz Angeboten aus der EuroLeague für ALBA BERLN entschieden hat. Er passt perfekt in unser Spielerprofil. Er ist noch jung, hat großes Potenzial und bringt den Willen mit, hart zu arbeiten und sich zu verbessern. In unserem System kann Martin sowohl als Point Guard als auch als Shooting Guard agieren.“






















Am Samstag (23. Juni) werden in der Berliner Max-Schmeling-Halle im MBS Basketball Schulcup die besten Schulmannschaften Brandenburgs ermittelt. Nach sieben Vorrundenturnieren mit 97 Mannschaften spielen im großen Finalturnier 47 Mannschaften aus 21 Schulen in 11 Spielklassen um die Medaillen. Für mehr als 500 Brandenburgische Schülerinnen und Schüler ist die Endrunde im zehnten Jahr der Höhepunkt im Gemeinschaftsprojekt „MBS & ALBA – GANZ GROSSER SPORT IN BRANDENBURG“. Nachdem im vergangenen Jahr die Rekordmarke von 100 teilnehmenden Mannschaften in den Vorrundenturnieren erzielt wurde, war auch in den sieben regionalen Qualifikationsturnieren in diesem Schuljahr die Resonanz in den Landkreisen Oberhavel, Havelland, Potsdam-Mittelmark, Dahme-Spreewald, Teltow-Fläming sowie der Stadt Potsdam auf die Turnierserie der brandenburgischen ALBA-Partnerschulen riesig. Mit 47 Mannschaften qualifizierte sich etwa die Hälfte in Mädchen- und Mixed-Teams für das große Finale. Etwa 800 Kinder und Jugendliche nahmen an den Vorrundenturnieren teil. In ihren Basketball-AGs trainierten die Schülerinnen und Schüler nach dem Unterricht mindestens einmal wöchentlich.