Jogi Löw muss über seinen Schatten springen

Von wegen, das hab ich einmal gesagt, ich falle doch nicht um, es bleibt dabei, das ist engstirnig. Jeder, ob in der Politik, Ehe, Erziehung, in schulischen Lernprozessen, der Ausbildung und garantiert auch im Sport macht Fehler. Ich kenne keinen ohne Fehler, aber Menschen, die aus Fehlern gelernt haben. Sturheit ist verwerflich, dumm und arrogant.

Wäre es so schlimm – nein – die ganze Nation würde verstehen wenn Jogi Löw sagen würde: Ich habe mich zwar damals festgelegt und war überzeugt von dem verkündeten Weg, aber die Entwicklung von einigen Leistungsträgern hat mich eingeholt und ich habe nachgedacht – revidiere mein Urteil in Sachen Jerome Boateng, Matts Hummels und Thomas Müller! Beifall und Anerkennung.

Dass in der Nationalelf stets die Besten stehen sollten, ist nach wie vor der Fall. Das Leistungsprinzip darf nicht ausser Kraft gesetzt werden, das ist eine unumgängliche Tatsache. Die Aussortierten bringen erstaunlich gute Leistungen, also sind sie auch in die Nationalelf zu berufen. Boateng, Hummels und Müller sind ab sofort wieder Nationalspieler.

Könnte sogar sein, dass Oliver Bierhoff seine Meinung zu dem Thema längst geändert und geahnt hat, welcher Sturm auf seinen Freund zukommt. Er wird ihn nicht auf Dauer schützen können – die Zeit bis März ist einerseits viel zu lang und andererseits wiederum viel zu kurz. Schließt euch im Kämmerlein ein, beantwortet tausend konkrete Fragen, analysiert und diskutiert über Vor- und Nachteile, das möglichst noch bevor sich das DFB-Präsidium zerreißt oder die Fans oder tägliche negative Meldungen in den Medien die Schlagzeilen beherrschen. Jogi, wir lieben und verehren dich doch – noch.

Christian Zschiedrich

Spanien in allen Qualitäten Deutschland überlegen

Aber wirklich in allen Belangen, ob Technik, Taktik und Kondition! Das Mentale und die fehlende Struktur  muss  noch härter kritisiert werden. Keiner im Team, der  zur Orientierung geschweige denn zum Aufbruch blies. Gedanklich im Dauerschlaf, keine erfolgreiche Zweikampfführung, welch erbärmliche Körpersprache, keine Aggressivität, katastrophale Deckungsarbeit, aber auch alle ließen sich regelrecht vorführen. Das war doch nicht die deutsche Nationalmannschaft. Das zu rechtfertigen fiel hinterher allen ausgesprochen schwer. Trainer Jogi Löw sprach von einem rabenschwarzen Tag und Bastian Schweinsteiger antwortete: So hoch darf einfach nicht verloren werden, ein historisches Debakel!  Es ist 90 Jahre her. 1931 war ich noch nicht geboren. Um dem vielleicht etwas Gutem abzugewinnen: War es noch zur rechten Zeit die lehrreiche Quittung für absolut falsche Entscheidungen der Verantwortlichen?

Bei aller Nachwuchsförderung und gewünschter, rechtzeitiger Verjüngung, lieber Sportdirektor, lieber Chefcoach, das muss doch in der Tat besser geschehen und nicht auf Kosten vielleicht unliebsam gewordener Leistungsträger. Es war für mich so wohltuend nach der Klatsche im Studio Bastian Schweinsteiger und Matthias Opdenhövel zu hören. Sie sprachen ebenfalls die Fakten an, auch als Manuel Neuer meinte: Das muss doch nicht jetzt sein, wann dann ? Opdenhövel: Gerade jetzt!  Er fragte den im Gesicht gezeichneten Jogi Löw: Haben Sie jetzt überhaupt noch Lust? Basti Schweinsteiger hat ja so recht, ihm aufs Butterbrot zu schmieren: Ist doch egal wie alt ein Spieler ist, die Besten müssen spielen und vor allem, wenn die Leistung stimmt!

Was Mats Hummels, Jerom Boateng und Thomas Müller noch leistungsmäßig drauf haben, bewundere ich genauso, wie das was sie in der Vergangenheit vollbracht haben. Gegen die 0:6-Pleite wird das hoffentlich auch den DFB-Verantwortlichen klar. Da wechselt doch Jogi Löw bei Halbzeit 0:3 den Leverkusener Tah für Süle ins Abwehrzentrum ein, der allerdings in Leverkusen in letzter Zeit kaum noch gespielt hat. Vielleicht sollte es eine Strafe für Gündogan und Gnabry sein. Erst verliert Gnabry beim 0:2 (33.) am langen Toreck auf der Fünfmeterlinie blamabel (sprang unterm Ball durch) das Kopfballduell gegen Ferran Torres; beim 0:3 (38.) kam Gündogan (wie so oft) zu spät und duckte sich förmlich beim Kopfballtor von Rodrigo.

Deutschland wurde nach den letzten beiden Siegen zwar nicht in den Himmel gehoben, jedoch recht ordentlich gelobt. Die Aufstellung des Angriffs mit drei sehr schnellen Spielern war vielversprechend. Manuel Neuer in seinem Rekordspiel, löste zahlenmäßig Sepp Meier ab, war bei den Toren machtlos. Die Taktik mit Viererkette, erst einmal abzuwarten war verständlich, es reichte ja ein Unentschieden. Konter müssten doch eigentlich möglich sein. Denkste. Der erste und einzige Torschuss kam durch Gnabry (Pfosten) erst in der 77. Minute zustande.

Als ich vor dem Spiel die Aufstellung vernahm, wieder Toni Kross neben Goretzka im Mittelfeld, da  glaubte ich an eine gute Leistung. Von wegen geistige Fitness… Stattdessen wurde Spanien ein Elfmeter verwehrt und ein Abseitstor aberkannt. Deutschlands Stürmer waren viel in der Verteidigung zu finden und durften sich bei Eckbällen der Spanier vom Glück begünstigt fühlen. Das frühe folgerichtige 0:1 (17.) durch Morata hielten viele mit Daumen drücken noch für ausgleichbar. Es kam jedoch ganz Dicke. Ehrlicherweise sollte darauf hingewiesen werden, dass den Chancen und dem Spiel nach Spanien hätte noch viel höher gewinnen müssen.

Die weitere Trefferquote: 0:4 (55.) Ferran Torres, 0:5 (71.) Ferran Tores, 0:6 (89.) Qyarzabal. Bis März tut sich höhnisch formuliert nun gar nichts. Macht bloß nicht so weiter! Die EM beschert uns Gegner mit solchem Kaliber. Es wäre zu vermessen, hier Ratschläge zu geben. Es muss nicht nur die Niederlage analysiert werden. Nutzt die Zeit bis März zur Nominierung der Besten. Mehr scherzhaft sei gefordert, Bastian Schweinsteiger zum Comeback zu bewegen.

Michael Ballack meint, Jogi Löw sei ein bisschen stur. Vielleicht kommt man mit Sturheit meistens weiter, doch Fußball-Deutschland würde in diesem Fall wesentlich mehr Kulanz und Einsicht schätzen. Kann sich ein Bundestrainer dagegen verwahren, die Besten zu ignorieren? Ich meine, Löw könnte daran scheitern! Es werden sich genügend Stimmen für eine Forderung finden, bei allen Verdiensten, Jogi trete ganz schnell ab!

Christian Zschiedrich

Niederlagen für die Clubs aus der Hauptstadt

Es war nicht die Stunde der Berliner Profi-Clubs, dieser 13. Spieltag der Saison 2019/20. Im Freitagspiel verloren die Eisernen mit 1:2 auf Schalke, dabei sah es lange nach einem Punktgewinn aus. Ein individueller Fehler von Innenverteidiger Neven Subotic leitete den Siegtreffer für die Schalker ein. Das Matchglück hatte die Eisernen verlassen. Beim Ausgleichstreffer war der Schiedsrichter auf ihrer Seite, der wohl mehr auf eine Schwalbe hereinfiel und auf Foulstrafstoß entschied. Ansonsten lieferte der Aufsteiger eine gute Leistung ab, musste sich letzlich der Leistungssteigerung des Gegners in Halbzeit Zwei sowie der größeren individuellen Klasse der Schalker geschlagen geben.

Keine 24 Stunden später startete die Alte Dame mit neuem Trainerstab in das Heimspiel gegen Borussia Dortmund. Die Problemzonen wurden sofort sichtbar. Motiviert und nervös nahmen die Spieler in Blau und Weiß die Partie auf. Bereits in der Anfangsphase bekamen sie einen brutalen Doppelschlag verpasst. Die Abwehr wackelte weiter, das waren Gegetreffer 26 und 27 und erst 13 Spiele absolviert. Nach nur 17. Minuten lagen sie 0:2 hinten und Jürgen Klinsmann war das sonst so freundliche Gesicht eingefroren. Dass die Hertha anschließend nicht auseinander fiel, sondern kämpfte war das einzig positive an diesem Spiel. Die Belohnung folgte in der 34. Minute, mit dem Anschlusstreffer durch Vladimir Darida. Kurz vor der Pause flog Dortmunds Mats Hummels mit Gelb-Rot vom Platz. Aus den über 45 Minuten Überzahl konnten die Herthaner nichts machen. Ein Tor von Davie Selke fand nach Videobeweis keine Anerkennung.

Vor Jürgen Klinsmann und seinem Team liegt jetzt eine Menge Arbeit. Auf der Tribüne saß Lars Windhorst und wird sich seinen Teil gedacht haben. Das bemerkenswerteste an diesem Spiel war ein Interview mit dem Manager Michael Preetz. Er wurde gefragt, ob sich jetzt seine Rolle im Verein verändern wird. Verärgert ließ er den Reporter wissen, “ ..einem Acki Watzke würden sie solch eine Frage wohl nicht stellen…“.

Hertha, mit größeren Ambitionen in die Saison gestartet, hat erst 11 Punkte und ist auf den Relegationsplatz abgerutscht. Fortuna Düsseldorf ist durch ein bemerkenswertes 1:1 bei der TSG Hoffenheim auch noch vorbeigezogen. Da werden böse Erinnerungen wach an die Saison 2009/10.

Hans-Peter Becker

Der Wille und die Moral stimmten gegen Schweden

Kommentar Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

An eine theoretische Chance bei einem Unentschieden zu glauben, da rechnete ich eher – bei einem 1:1 nach regulären 90 Minuten – mit dem Ausscheiden bei der WM für unsere Nationalmannschaft. Meine Stimmung war, wie bei vielen Fußballenthusiasten, am Tiefpunkt. Spätestens beim Feldverweis für Boateng (82.) Gelb-Rot. Hummels Ausfall (Probleme mit dem Halswirbel) war für mich kein gutes Zeichen und als Rudy nach einer halben Stunde mit Nasenbeinbruch gegen Gündogan getauscht werden musste, hoffte ich weiter auf einen Sieg. Die verbleibende Zeit sollte reichen.

An Jogi Löws Aufstellung hatte ich nichts zu meckern. Ich hätte gegen Mexiko von Anfang an mit Reus und ohne Özil spielen lassen. Khedira fiel mir nur bei Ballverlusten auf. Ein Spieler mit dieser negativen Körpersprache gehört auf kein Fußballfeld.

Unmittelbar nach Rudys Verletzung erzielte Toivonen das 1:0 (32.) für die Schweden. Vorausgegangen war ein Fehlpass durch Toni Kroos. Es folgte eine Schockstarre, das Team erinnerten sich an die Leistung gegen Mexiko.

Zum zweiten Durchgang brachte Löw für Draxler den erfahrenen Gomez. Deutschland stürmte vor – oft über Timo Werner – entschlossener und effektiver. Der Ausgleich fiel durch Reus bereits in der 48. Minute. Die Führung schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Der amtierende Weltmeister gewann mehr Zweikämpfe gegen die abwehrstarken und körperlich robusten Schweden – Zweikampf Quote nach Spielende, 59 zu 41 Prozent. Schweden schien allmählich die Puste auszugehen. Sie spielte von Anfang an destruktiv und immer wieder auf Zeit. Die Ballbesitz-Statistik 76 % zu 24 % spricht Bände. Von Abschlussschwäche kann nicht wohl nicht die Rede sein. Bei zwingenden Torszenen fehlte das Glück. Als Boateng in der 82. Minute die Gelb-Rote Karte sah, brach für ganz Fußball-Deutschland die Welt zusammen. Als Löw Verteidiger Hector (87.) auswechselte, meinte ich, dass Süle‘s Minuten gekommen sind. Denkste. Kompliment an Löw, er brachte für den Verteidiger einen Stürmer, den jungen Brandt.

Die Endphase war dramatisch und nichts für schwache Nerven, 5 Minuten Nachspielzeit. Das 2:1 fiel durch einen indirekten Freistoß. Ein Kunstschuss durch Kroos ins lange Eck, welch eine Befreiung bis zum Schlusspfiff blieben nur Sekunden. Gute Nerven Herr Kroos ! Der nicht mehr für möglich gehaltene Sieg sollte einen Schub für den weiteren Turnierverlauf bedeuten. Deutschland hat das Weiterkommen wieder mehr in der eigenen Hand.

Mexiko hat mit zwei Siegen, 2:0 gegen  Südkorea und dem 1:0 über Deutschland, bereits 6 Punkte. Im letzten Spiel trifft Schweden auf Mexiko. Sollte Schweden gewinnen und Deutschland schlägt ebenfalls im ausstehenden Match Südkorea, dann haben alle drei jeweils sechs Punkte. Jetzt könnte es kompliziert werden. Schauen wir kurz ins Reglement. Zur Ermittlung der Tabellenplatzierung werden der Reihenfolge nach folgende Kriterien zu grunde gelegt:

  1. Punktzahl aus allen Gruppenspielen
  2. Tordifferenz aus allen Gruppenspielen
  3. Anzahl der erzielten Tore aus allen Gruppenspielen

Es könnte sogar eine Konstellation eintreten, wo selbst nach allen drei Kriterien die Platzierungen nicht ermittelt werden können. Es würden dann fünf weitere Kriterien angeführt:

  1. die Anzahl der Punkte aus dem direkten Vergleich
  2. die Tordifferenz aus dem direkten Vergleich
  3. die Anzahl der Tore aus dem direkten Vergleich
  4. Fair Play Wertung ermittelt anhand der der Anzahl Gelber und Roter Karten in allen Gruppenspielen
  5. das Los

Deutschland ist auch ohne Boateng, eventuell wieder mit Hummels, klarer Favorit gegen Südkorea. Die Koreaner möchten sich wohl nicht mit null Punkten von der Weltmeisterschaft aus Russland verabschieden, sind ehrgeizig genug und werden im wahrscheinlich für sie letzten Spiel bis zum Umfallen kämpfen. Zumal sie ja über eine Minichance, im Falle eines hohen Sieges über Deutschland, bei gleichzeitiger Niederlage der Schweden, verfügen. Der letzte Spieltag in der Vorrunden-Gruppe F wird spannend.

Christian Zschiedrich

Dämpfer zur rechten Zeit

Kommentar: Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

Was auf Jogi Löw und der Nationalmannschaft nach der Auftaktniederlage niederprasselt, haben sie sich selbst eingebrockt. Ich habe kein Mitleid. Die Gangart und die Körpersprache hat vieles verraten; dazu entschied sich der Bundestrainer für die falsche Aufstellung. Bei wem stimmte die Körpersprache am wenigsten (?) – mit Abstand bei Özil, gefolgt vom ausgewechselten Khedira. Dass die linke Seite überhaupt nicht abgedeckt wurde überraschte mich ebenso wie die riesigen Löcher im Mittelfeld. Das hatte zur Folge, den schnellen Mexikanern musste ständig hinterher gerannt werden. Keine Spur von abgestimmter Geschlossenheit. So kann man nicht einmal in Freundschaft spielen. Mats Hummels kritisierte völlig zurecht: „Wenn sieben, acht Mann offensiv nach vorne spielen, kann man nach hinten nicht vernünftig verteidigen“. Und, wenn wir von nötiger Geschlossenheit reden, dann ist es mir überhaupt nicht egal, wenn ein Team die Gelegenheit beim Singen der Nationalhymne nicht nutzt, sich geschlossen einzustimmen, vor allem dann nicht, wenn weiterhin ein  Auftritt in Lethargie folgt. Ja welches Gefühl vermittelt Özil dem Betrachter? Ein Kenner der Materie ist Lothar Matthäus.  Sein Urteil: Özils Körpersprache ist negativ! Er ist ohne Freude im Spiel. Ich habe das Gefühl, dass er sich im DFB-Trikot nicht wohlfühlt!“ Lieber Jogi, darauf können wir ab sofort verzichten. Ihr habt taktische Probleme zuhauf zu lösen, die menschlichen Probleme dürfen einfach nicht sein. Ich bin auf die Körpersprache und den kämpferischen Einsatz gegen Schweden gespannt und ich schaue bei der Nationalhymne schon genau hin, wer bei der Sache ist und überhaupt mitspielen und alles geben will.

Christian Zschiedrich

Enttäuschender WM Auftakt – Deutschland verliert gegen Mexiko

Kommentar: Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

Was von Mexiko im Auftaktmatch zu erwarten war, das, so teilte es vorher Jogi Löw mit, sei bekannt und „wir haben Lösungen dagegen“. Nein, das hattet ihr nicht! Die erste Halbzeit war für die Fans eine Zumutung. Aus dem Grunde möchte ich sachlich bleiben. Doch bei aller Sachlichkeit fällt das Angesprochene – der vielen Fehler wegen – nicht etwa milde aus. Auffällig war, dass sich Kimmich vorn immer wieder festrannte und die anderen „Stürmer“ und „Offensivspieler“ dem Gegner Zweikämpfe schenkten und bei der bekannten Umschalt- und Konterstärke der Mexikaner letztendlich die Innenverteidiger immer wieder in letzter Not retten mussten. Mats Hummels und Jerome Boateng fühlten sich allein gelassen. Das Mittelfeld wurde nicht etwa von Sami Khedira und Toni Kroos sondern von den Mexikanern dominant beherrscht. Erschreckend, wie viele Räume den Mexikanern geboten wurden. Mir war z. B. gar nicht aufgefallen, dass Deutschland mit Khedira spielte. Bei der Enge vorn gab es einfach kein Durchkommen. Das ständige Rückwärtsspielen war beim Anspruch eines Weltmeisters peinlich und blamabel. Keiner der Aufgebotenen zeigte einmal, wo der Ball hin sollte und hin gehört – ins Tor der Mexikaner.  Es war keine Zielstrebigkeit, keine Aggressivität, eine Darbietung in Freundschaft. Beim  0:1 (35.), Chicharito bediente Lozano, der vernaschte Özil wie einen Kreisklassenspieler und konnte ungehindert abziehen. Im Spiel der Deutschen wurde zu wenig geschossen. „Schüsse“ aus der zweiten Reihe fühlten sich wie Rückgaben an und wer da von Jogi Löw nominiert, um ein Fußballspiel zu bestreitten und keinen einzigen Torschuss abgegeben hat, sollte endlich vom hohen Ross runter kommen.   Es stellt sich nämlich die Frage, wer gegen die bekannt abwehrstarken Schweden  ein Tor erzielen kann?

Christian Zschiedrich