Meisterschaftsauftakt der Handball-Füchse Berlin

Am Sonntag, 3.9., 15.00 Uhr, geht’s auch bei den Bundesliga-Handballern der Herren wieder im Meisterschaftsprogramm los. Die Füchse beginnen mit einem Heimspiel. Ludwigshafen kommt nach Berlin.  Rekordmeister THW Kiel baut sein Team um, die SG Flensburg-Handewitt hat einen neuen Trainer und die Rhein-Neckar Löwen müssen ihren Coach mit der dänischen Nationalmannschaft teilen. Die Füchse haben ihre Verträge mit Manager Bob Hanning bis 2023, dem Sportkoordinator Volker Zerbe bis 2022 und den Spielern Paul Drux (22), Fabian Wiede (23), Christoph Reißky (23) und Kevin Struck (20) alle bis 2022 verlängert.

Dr. Frank Steffel. Foto: Christian Zschiedrich

Präsident Dr. Frank Steffel spricht mit viel Zuversicht für die nächsten sechs Jahre: „Ich bin froh, dass die Alleinherrschaft von THW Kiel vorbei ist. Die Spitze ist näher zusammengerückt und das tut dem Handballsport in Deutschland gut.“ Zu gern hätten die Füchse bei der Klub-Weltmeisterschaft den Titel-Hattrick gegen Barcelona nach 2015 und 2016 nun auch 2017 heimgebracht. Leider wurde bekanntlich im Finale 25:29 verloren. Als Trost lasst euch sagen, gegen Barcelona haben auch Fußballer schon verloren.

Bob Hanning, Füchse Berlin, Foto: Christian Zschiedrich

Für den Handball in Berlin, seid ihr auf dem richtigen Weg und unbeschadet aus der Wüste zurück. Jetzt heißt es Konzentration auf die Aufgaben daheim. Gegen Nordhorn-Lingen wäre es im DHB-Pokal beinahe schief gegangen. 27:27 nach regulärer Spielzeit und 34:31 nach Verlängerung für die Füchse, die 2014 den DHB-Pokal gewannen. Im Achtelfinale, so bescherte das Los, muss erneut gegen Flensburg und in Flensburg gespielt werden. Ein Hammerlos. Wir erinnern uns ungern, das Petkovic-Team schied 2016 in Flensburg mit 34:36 aus. Bitte keine Wiederholung, wenn am 17. Und 18. Oktober die Runde der letzten Sechzehn ausgetragen wird. Volker Zerbe sagt: „Wenn wir unsere Kräfte bündeln, haben wir auch in Flensburg eine Chance auf das Weiterkommen.“

Übrigens nach dem sonntäglichen Meisterschaftsauftakt gegen Ludwigshafen heißt es gleich vier Tage später, Donnerstag, 7.9., 19.00 Uhr, beim SC Magdeburg Siegermentalität abzurufen.

Christian Zschiedrich

NOFV Oberliga – Fehlstart von Tennis Borussia Berlin

Glaubten wir noch an einen Ausrutscher der Veilchen in der Oberliga am letzten Wochenende, Brandenburg Süd – TeBe 3:1, die Punktverluste setzten sich am 3. Spieltag fort. Lichtenberg 47 sagte sich: 1:0 ist auch gewonnen, schickte Lilaweißen  mit drei Punkten (ein Sieg und zwei Niederlagen) auf Rang 12 der Tabelle und am 4. Spieltag kommt Tabellenführer Optik Rathenow, Freitag, 8.9., 19.30 Uhr ins Mommsenstadion. Eine weitere Niederlage würde den Aufstiegshoffnungen der Borussen einen Dämpfer verpassen. Der Fehlstart passt überhaupt nicht zu den, etwa zu hohen(?), Ansprüchen. Rathenow hat wie Lichtenberg die ersten drei Spiele souverän gewonnen, neun Punkte und mit 14:1 Toren das weitaus bessere Torverhältnis. In der vergangenen Saison reichte es immerhin für Tabellenplatz zwei. Eine Story mit Seltenheitswert: TeBe’ s Offensivspieler Erkic war nach Spielschluss nicht zu bremsen, er suchte die Nähe des Schiedsrichtergespanns. Spielleiter Daniel Köppen sah sich aufgrund der Gesten und Worte veranlasst, ihm nach Spielschluss eine gelbe und damit die Ampelkarte zu zeigen. Er hatte während des Spiels wegen Meckerns bereits Gelb gesehen. Gegen Optik Rathenow wird er fehlen.

Aufsteiger SC Staaken, in der vergangenen Saison in der Berlin-Liga unbesiegt, zahlte in der Oberliga, in Wismar weiter Lehrgeld, verlor in allerletzter Minute mit 2:3, drei Spiele, drei Niederlagen, 0 Punkte. Das liegt, so macht es in Staaken die Runde, an „fehlender Reife“. Die bringt Hertha 03 Zehlendorf als Tabellendritter ein. Ein Remis und zwei Siege, 7 Punkte, nach dem 1:1 beim Brandenburger SC Süd. Am Sonntag, 10.9. heißt die Begegnung CFC Hertha 06 – Brandenburg Süd. Nach ihrer 0:2-Niederlage in Altlüdersdorf belegen die 06er mit vier Punkten und dem Torverhältnis von 4:4, Platz 8. Ebenfalls um 14.00 Uhr heißt das sonntägliche Derby FC Hertha 03 – Lichtenberg 47, Zweiter gegen Dritter. Weshalb sind die nächsten Meisterschaftsspiele erst in zwei Wochen? Die 2. Runde im Berliner Pilsner Pokal steht an.

Christian Zschiedrich

Auch Herthas Zweite verliert

Die Niederlage der Ersten in Dortmund war standesgemäß und verdient. Dortmund war am Samstagnachmittag eine Nummer zu groß. Nach wie vor kränkelt das Offensivspiel der Hertha. Dem Nachwuchs erging es nicht besser. Völlig verdient gewann Viktoria 89 im Stadion Lichterfelde das Derby der Regionalliga gegen Herthas zweite Mannschaft. Und das ziemlich klar mit 4:1. Nach fünf Spielen steht Hertha auf Platz 13, mit sechs Punkten.

Einlauf der Gladiatoren im Stadion Lichterfelde. Foto: Sportick

Ein erfreuliches Bild bietet sich  in der Spitzengruppe: Viktoria schiebt sich auf Rang 4, mit zwei Punkten weniger als BFC Dynamo (Rang 2)  und Lok Leipzig, beide mit je 10 Punkten. Souverän bisher Klaus-Dieter (Pele) Wollitz mit Energie Cottbus. Fünf gewonnene Spiele, 15 Punkte, Tabellenführer mit 5 Punkten Vorsprung auf den Zweiten. Allerdings verloren die Cottbusser in der Nachspielzeit ihren Leistungsträger Kruse wegen einer Gelb-Roten Karte beim Spiel gegen Meuselwitz. Beim nächsten Spiel am Sonntag, 10.9. in Halberstadt fehlt er auf jeden Fall.

Erfreuliches vom BFC Dynamo, der Auswärtssieg, 3:1, in Halberstadt, beschert dem Team von Rene Rydlewicz den zweiten Platz. Am Freitag, dem 8.9. steht das Heimspiel gegen die TSG Neustrelitz an. Hoch interessant natürlich am Tag darauf, Samstag, 9.9., die Partie Dritter gegen Vierter, 1.FC Lok Leipzig gegen Viktoria 89. Nicht zu vergessen ist die Partie im Amateurstadion am Freitag, 8.9., es wartet das nächste Derby Hertha BSC II – VSG Altglienicke. Aufsteiger

Die Tribüne im Stadion Lichterfelde. Foto: Sportick

VSG gewann sein erstes Spiel in der Regionalliga gegen den Berliner AK mit 1:0. Das goldene Tor erzielte Kahlert in Minute 20. Der BAK war eigentlich spielbestimmend, so kann es gehen, nur fünf Punkte nach fünf Spielen, das ist nur Platz 14 – das könnte am Ende ein Abstiegsrang sein, je nachdem, wer aus Liga 3 absteigen muss. Aufsteiger Altglienicke steht mit nunmehr sieben Punkten auf den 11. Tabellenplatz. Die Saison verspricht einiges an Spannung.

Christian Zschiedrich

Russland neuer Europameister im Blindenfußball

Frank Toebs berichtet für Sportick vom Finale der Blinden-EM, Foto: Sportick

Der Turnierfavorit England konnte sich durch einen 2:0-Sieg gegen Frankreich den 3. Platz sichern. Gegen Spanien benötigte Russland anschließend im Finale vor etwa 1800 Zuschauern am Sonnabend dagegen ein Entscheidungsschießen,  das die Mannschaft mit 5:4 für sich gewinnen konnte. Damit sind die Russen neuer Europameister 2017. Sie lösen die Türkei ab,
deren 5. Rang sie ebenfalls noch für das WM-Turnier in Spanien 2018 qualifiziert. Der Qualitätsunterschied der besten fünf Mannschaften zum Rest der Teilnehmer war im Halbfinale
und besonders im Endspiel noch einmal offensichtlich geworden.
Die besseren Mannschaften mit einstudierten Spielabläufen passten sich nämlich auch oft Bälle auf Zuruf zu, während sonst vor allem durch Einzelspiel oder Standards der Torerfolg gesucht wurde.

Der Blindenfußball hat in Berlin und ganz Deutschland bestimmt viele neue Anhänger unter bisher nur  wenig
informierten Zuschauern gefunden. Per Livestream konnte man die Spiele sogar weltweit verfolgen. Für den 5. Platz und die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Spanien hätte es für die Gastgeber sogar beinahe gereicht. Denn erst im Entscheidungsschießen musste man sich dem bisherigen Europameister beugen. Ein schöner Erfolg.

Frank Toebs

Deutsche Mannschaft verpasst Sprung zur WM 2018

Frank Toebs berichtet für Sportick von der EM Foto: Frank Toebs

Vollzeitspieler setzen sich bei EM durch. Der ganz große Wurf gelang der deutschen Fußballnationalmannschaft der Blinden bei der EM im eigenen Lande nicht. Nach erneut spannenden 40 Minuten musste am Freitagabend vor etwa 1200 Zuschauern ein Sechsmeterschießen über den fünften Platz im Turnier entscheiden. Die deftige 0:3-Niederlage gegen England in der Vorrunde war erkennbar gut verdaut. Nach der regulären Spielzeit in der Partie gegen den amtierenden Europameister Türkei hatte es dann unerwartet 0:0 gestanden. Im Entscheidungsschießen setzten sich aber die Türken durch. Damit verpasste das Team von Head Coach Ulrich Pfisterer leider auch die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Spanien im nächsten Jahr, für die der 5. Platz berechtigt hätte. „Wir sind von den Strukturen her schon auf einem sehr guten Weg. Die Vollzeitmannschaften, zu denen neben England auch die vom türkischen Fußballverband unterstützte Mannschaft unseres heutigen Gegners gehört, haben einfach noch einen Tick Vorsprung“, sagte er. Wenn man aber die Resonanz und das Interesse selbst an Live-Übertragungen aus dem Ausland, sogar aus Japan, anschaue, bestehe Hoffnung auf weitere Steigerung der deutschen Spieler in der nun populäreren Sportart.
Zumindest scheint auch die Völkerverständigung bei den Teilnehmern besser zu funktionieren als in der großen Politik. Unter den Augen des türkische Attachés in Berlin kam es am Anhalter Bahnhof zu regelrechten Verbrüderungsszenen nach der Entscheidung. Besonders der wendige Stürmer mit der Nummer 9, Ali Can Pektas aus Gießen, dessen Eltern aus der Türkei stammen, wurde von den gegnerischen Anhängern und Spielern geherzt, als sei er einer der ihren.

Frank Toebs

BFC Dynamo und VSG Altglienicke in der Regionalliga

Erst 1:0 geführt, 1:2 gegen VSG Altglienicke verloren Foto: Sportick

Der Artikel „….genügend Stoff zur Diskussion“ enthielt bereits den Hinweis: Über den etwas überraschenden Sieg der VSG Altglienicke beim BFC.  Immerhin 1.415 Zuschauer im Jahn-Sportpark waren live dabei. Vor dem 4. Spieltag hatte der Aufsteiger Altglienicke aus drei Begegnungen erst einen Punkt gesammelt, Dynamo deren vier. Die Mannen von BFC-Trainer Rene Rydlewicz waren wohl haushoher Favorit, im Heimspiel bot das Team im DFB-Pokal gegen Schalke 04 sehenswerten Fußball.

Wer gegen einen Bundesligisten streckenweise mithalten konnte und insgesamt eine ansprechende Leistung zeigte, der wird, drei Klassen tiefer, gegen einen Aufsteiger zeigen können, wer Herr im Hause ist. Erwartungsgemäß ging der BFC nach 37 Minuten mit 1:0 per Kopfball von Kamm Al-Azzawe aus fünf Metern in Führung. Die Köpfe waren auf Sieg programmiert und die Körper ebenso. Doch fortan bemängelte Trainer Rydlewicz die Körpersprache seiner Spieler. Von Leidenschaft keine Spur. Chancen ja, docvh kein entschlossener Abschluss. Von wegen nachlegen…

Noch vor Halbzeitpause glich Torsten Mattuschka – einst Profi beim Erzrivalen 1.FC Union – aus, schlenzte den Ball aus 14 Metern zum 1:1 (43.) ins Dynamo-Gehäuse. So wurden die Seiten gewechselt. Im zweiten Durchgang waren noch keine fünf Minuten gespielt, als per Kopf, ungehindert aus sechs Metern, Christian Preiß (55.) der Siegtreffer (Flanke Kevin Stephan) für Altglienicke gelang. Aus den Reihen der VSG trugen übrigens mit Christian Preiß und dem erfahrenen Björn Brunnemann einst das weinrote Trikot des BFC Dynamo. VSG-Keeper Marcus Rickert, zuvor bei Viktoria 89 und dem VfL Osnabrück unter Vertrag, hielt seinen Kasten bis Schlusspfiff sauber, hätte jedoch nach Ansicht der Dynamos auf Grund eines übertriebenen Einsatzes gegen Steinborn des Feldes verwiesen werden müssen. Schiedsrichter Pawlowski gab nur einen Eckball, Glück für den Aufsteiger. Der BFC hatte genug Chancen, um diese unerwartete Niederlage abzuwenden.

Gut erholt von dieser Niederlage präsentierte sich der BFC 3 Tage später beim Nachholspiel im Stadion Lichterfelde. Beim Lokalrivalen FC Viktoria 1899 wurde mit 3:1 gewonnen. Vor 1.095 Zuschauern brachte Ergirdi die Himmelblauen in der 8. Minute mit 1:0 in Führung, die der BFC nur eine Minute später durch Cepni egalisieren konnte. Die Führung für den BFC besorgte Steinborn in der 42. Minute und alles klar machte schließlich der für Steinborn in der 78. Minute eingewechselte Breitfeld mit seinem Treffer zum 3:1 Endstand in der 87. Minute. Die Tabelle ist damit wieder egalisiert, alle Mannschaften haben jetzt 4 Spiele ausgetragen. Der am besten platzierteste  Verein ist aktuell der BFC Dynamo auf Platz 4 (7 Punkte), es folgt Hertha BSC II Platz 7 und 6 Punkte, Viktoria ist 10. mit 5 Punkten, ebensoviele Zähler hat der BAK auf Platz 12, aktuell am schlechtesten platziert von den Berliner Vertretern ist Aufsteiger Altglienicke auf Platz 14 und 4 Punkten auf der Habenseite.

Bei 5 Berliner Vertretern in dieser Spielklasse bleiben die Derbys nicht aus. Am bevorstehenden 5. Spieltag gibt es gleich wieder deren zwei, am kommenden Samstag empfängt der VSG Altglienicke den BAK, ab 13:30 im Jahn-Sportpark, bekanntermaßen teilen sie sich ja diese Spielstätte mit dem BFC Dynamo. Victoria hat zur selben Zeit die Möglichkeit im heimischen Stadion in Lichterfelde die Niederlage gegen den BFC wieder gut zu machen. Der Gegner heißt allerdings Hertha BSC II.

Christian Zschiedrich

ALBA-Profis unter dem Potsdamer Platz

Foto: ALBA Group / Ricarda Spiegel

Pünktlich zum Start der Vorbereitung auf die neue Saison unternahmen die Albatrosse heute ihren traditionellen Ausflug in die Recyclingwelt. Auf Einladung des Hauptsponsors und Namensgebers ALBA Group, eines der führenden Unternehmen für Recycling und Rohstoffversorgung weltweit, ging es mit dem Bus zum Potsdamer Platz und das dortige Ver- und Entsorgungszentrum (VEZ) „unter Tage“, das von ALBA betrieben wird.

Dort konnten sich die Spieler davon überzeugen, wie neben der Warenversorgung auch die Abfälle des gesamten Daimler-Areals mit 34 Restaurants/Cafés, 2 Kinos, 2 Theatern sowie 91 Einzelhandelsgeschäften und bis zu 100.000 Besuchern pro Tag gemanagt werden – 15 Meter unter der Erde. Dr. Axel Schweitzer, Vorstandsvorsitzender der ALBA Group und Vereinspräsident von ALBA BERLIN, begleitete die Mannschaft und zeigte den Spielern und Trainern, wie modern Abfallmanagement und Recycling heutzutage funktionieren.

Die Partnerschaft zwischen dem Recyclingspezialisten ALBA Group und dem Bundesligateam von ALBA BERLIN besteht seit 26 Jahren. Für die Medienvertreter, die das Team im Mannschaftsbus begleitet haben, war der Ausflug auch eine Gelegenheit, mit dem neuen Cheftrainer Aito Garcia Reneses, der seit Mitte August das Training der Albatrosse leitet, ausführlich zu sprechen. (SJ)

Foto: ALBA Group/Ricarda Spiegel

Guard-Talent Peno kommt vom FC Barcelona

Der serbische U20-Nationalspieler Stefan Peno wechselt vom FC Barcelona zu ALBA BERLIN. Er gilt als eines der vielversprechendsten Spielmacher-Talente im europäischen Basketball. Der 1,95 Meter große und jüngst 20 Jahre alt gewordene Serbe mit guyanischen Wurzeln spielte in der vergangenen Saison in der ACB, der EuroLeague und der zweiten spanischen Liga. Peno hat in Berlin einen Vertrag über drei Jahre unterschrieben, der eine Option enthält, nach einem Jahr nach Barcelona zurückzukehren.

ALBA-Sportdirektor Himar Ojeda: „Stefan Peno ist ein sehr interessanter und talentierter Spieler, dessen Entwicklung ich schon seit vielen Jahren verfolge. Er verfügt über ein gutes Ballhandling und er mag es, zu passen und seine Mitspieler in Szene zu setzen. Dazu bringt er für einen Point Guard eine sehr gute Körpergröße mit. In seinem jungen Alter verfügt er natürlich auch noch über viel Entwicklungspotenzial, was gut zu unserer Philosophie passt. Mit seiner Verpflichtung ist unsere Planung auf den ausländischen Positionen abgeschlossen. Ob oder wie wir den zwölften Platz im Kader besetzen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.“

Stefan Peno: „Wenn einer der traditionsreichsten Clubs in Europa und eine Trainerlegende wie Aito dich in ihrem Team haben wollen, fällt die Entscheidung nicht schwer. Ich weiß um die hohen Erwartungen an Spieler bei ALBA BERLIN und werde mein Bestes geben, um diesen Ansprüchen mit meinem Team gerecht zu werden.“

Vita Stefan Peno

Stefan Peno kam am 3. August 1997 als Sohn eines serbischen Vaters und einer guyanischen Mutter in Belgrad zur Welt. Er erhielt seine Basketballausbildung bei KK Beokos und später bei OKK Belgrad, bis er 2011 im Alter von 14 Jahren nach Spanien ins Nachwuchsprogramm des ruhmreichen FC Barcelona wechselte. In der Spielzeit 2013/2014 gab er sein Debüt in der zweiten Mannschaft der Katalanen in Spaniens zweiter Liga LEB Gold. Eine Saison später feierte er im Alter von nur 17 Jahren seinen Einstand in der ACB. Er ist damit der drittjüngste Debütant in der langen Geschichte des FC Barcelona. Im Oktober 2016 bestritt er gegen Unics Kazan sein erstes Euroleague-Spiel und durfte sich in der Spielzeit insgesamt zehn Mal in Europas höchster Spielklasse beweisen. In der ACB erhielt er in dieser Saison 14 Einsätze.

Peno spielte für alle Jugend-Nationalmannschaften seines Heimatlandes Serbien und wurden im Jahr 2014 für den erweiterten Kader der Seniorenauswahl nominiert. Mit den Jugendnationalteams gewann er Bronze bei der U16-EM 2012, Silber bei der U16-EM 2013 (Auszeichnung als Turnier-MVP), Silber bei der U18-EM 2014 sowie Bronze bei der U17-WM 2014. Zuletzt spielte er für die serbische U20-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft auf Kreta, wo sein Team den fünften Platz erreichte. Peno legte dabei durchschnittlich 8,9 Punkte, 5,0 Assists und 4,6 Rebounds auf. Er wurde außerdem zu den renommierten Talentsichtungs-Events „Jordan Brand Classic“ (Brooklyn 2013) und „Nike Hoop Summit“ (Portland 2015) eingeladen.

Quelle: ALBA Berlin

Internationale kids tour 2017 feiert Jubiläum

Foto: BRV Berliner Radsport Verband

Fahrer aus 15 Nationen am Start.  Immer wieder größter Beliebtheit erfreut sich die Internationale kids tour, die 1993 in Berlin aus der Taufe gehoben wurde und nunmehr bereits zum 25. Mal in der Zeit vom 25. bis zum 27. August 2017 vom Berliner Radsport Verband e.V. (BRV) veranstaltet wird. Erneut gehen große Starterfelder ins Rennen, wobei bei der Klasse U 13 in 29 Mannschaften 116 Fahrer und in der Klasse U 15 in 37 Mannschaften sogar 148 Fahrer am Start stehen werden. Neben vielen deutschen Teams aus fast allen Landesverbänden werden aus dem Ausland Fahrer aus Slowenien, Estland, Schweden, Österreich, Belgien, Dänemark, Niederlande, Lettland, Luxemburg, Bulgarien, Frankreich, Polen, Ungarn und Litauen dabei sein, die dieses Event in diesen Altersklassen zu einem europaweit erneut einmaligen Erlebnis werden lassen.

Aus der Starterliste der Klasse U 13 werden mit Sicherheit wieder einige ausländische Talente in den Blickpunkt geraten, die bislang hierzulande noch nicht bekannt sind. Allein die Tatsache, dass mit Sandi Papez als Sportlicher Leiter des slowenischen Teams KK Adria Mobil und mit Raivis Belohvosciks als Sportlicher Leiter des Teams Belo Cycling Project aus Lettland zwei ehemalige Profis tätig sind, läßt vermuten, dass hier das eine oder andere Talent – analog den Jahren zuvor – mit Siegchancen dabei ist. Im Team Rheinland-Pfalz ist mit Jannis Rapp ein Fahrer dabei, der in diesem Jahr schon 12 Siege herausgefahren hat und auch Richard Leu, Tilla Geisler und Eric Domann vom Landesverband Brandenburg haben sich in diesem Jahr schon mehrfach in die Siegerlisten eintragen können.

Die Starterliste der U 15 ziert ein Name, der im Vorjahr die kids tour mit einem Sieg bei der U 13 abschloss: Toms Ustups aus Lettland vom Cannibal Team war der überragende junge Fahrer, der seinen Gegnern keine Siegchance ließ. Auch der Zweitplatzierte des Vorjahres Frank Ragilo aus Estland steht in diesem Jahr wieder gemeinsam mit Toms Ustups in einer Mannschaft, die mit Sicherheit eine führende Rolle übernehmen dürfte. Die jeweilige Stärke der weiteren ausländischen Mannschaften ist zwar schwer einzuschätzen, jedoch sollte zum Beispiel der Slowene Jaka Spoljar, im letzten Jahr Siebenter in der Altersklasse U 15, erneut eine führende Rolle spielen können. Stark einzuschätzen dürfte auch der Landesverband Thüringen sein, der sieggewohnte Fahrer wie Corneel Mäder und Oliver Schneider in seinen Reihen hat. Der Landesverband Brandenburg mit Malte Maschke, Nicolas Zippan oder auch Paul Wirbeleit ist ebenso wenig zu unterschätzen wie Max-David Briese und Benet Metz von der Renngemeinschaft Hamburg/Mecklenburg-Vorpommern, die zusammen in diesem Jahr schon 22 Siege verbuchen konnten.

Inwieweit die Berliner Fahrer um Henning Sage, Robin Ruhe oder Tim Schulz ein Wörtchen mitsprechen können, ist schwer abzuschätzen, jedoch geben ihre diesjährigen Leistungen durchaus zur Hoffnung Anlaß. Eine gute Rolle sollten auch die Teams aus Nordrhein-Westfalen und vor allem Rheinland-Pfalz spielen, die mit dem 13-fachen Saisonsieger Enzo Decker, Connor Lapot, Max Märkl und Philip Straßer ein bombenstarkes Team an den Start bringen.

Wie wichtig diese Tour für den Radsport ist, zeigen die Siegerlisten aus vergangenen Jahren auf. So stehen dort klangvolle Namen wie der Italiener Oscar Gatto oder die Deutschen Lucas Liss und Maximilian Schachmann, aber vor allem John Degenkolb mit seinen Siegen in den Jahren 2001 (U 13) und 2003 (U 15) nimmt dabei noch eine besondere Rolle ein. In den vergangenen Jahren hat er die kids tour schon finanziell unterstützt und nun ist es ihm zum Jubiläum eine besondere Ehre, nochmals ein Zeichen zu setzen. Aufgrund seiner emotionalen Verbundenheit zur kids tour (O-Ton John Degenkolb) bietet er über Ebay eines seiner eigentlich unverkäuflichen weißen Tour-Trikots seines Teams Trek-Segafredo zur Versteigerung an, wobei es sich um einen kompletten Satz mit einem Kurzarm-Trikot, ein Langarm-Trikot, eine Bib-Short, Socken und aus Sicherheitsgründen den passenden Helm handelt, alle Teile in Größe M und natürlich ungetragen. Als weitere Zugabe legt John Degenkolb, der gerade bei der Vuelta in Spanien unterwegs ist, seine Original-Startnummer 33 der diesjährigen Tour de France bei. Er hofft auf eine möglichst große Summe aus der Versteigerung, die er dann der Internationalen kids tour, die für ihn ein wirklich einmaliges Kinderrennen ist, zur Verfügung stellen will.

Die Tour beginnt am Freitag, 25. August 2017, um 14.00 Uhr mit den Einzelzeitfahren im Ortsteil Lehnitz/Oranienburg am Mühlenbecker Weg 9 und wird am Samstag um 10.00 Uhr an gleicher Stelle mit einem Mannschaftszeitfahren fortgesetzt. Am Nachmittag um 15.00 Uhr folgt die 3. Etappe mit den Straßenrennen Rund um Willmersdorf-Schönfeld-Weesow-Willmersdorf mit Start und Ziel im Gewerbegebiet Willmersdorf 2 (Werneuchen) und den Abschluß bildet dann der Sonntag ab 10.00 Uhr mit den Rundstreckenrennen in Marzahn-Hellersdorf mit Start und Ziel Landsberger Chaussee Ecke Teupitzer Straße, so dass die Klassen U 13 dann 66,9 km und U 15 insgesamt 105,3 km zurückgelegt haben werden. Am Sonntag finden im Rahmenprogramm noch ein kids-Jedermann-Rennen und ein Laufrad-Wettbewerb für die Kleinsten statt.

Es bleibt zu hoffen, dass diese Rundfahrt auch in den nächsten Jahren durchgeführt werden kann. Die Auflagen werden von Jahr zu Jahr schwieriger, die Baustellen in Berlin immer mehr, so dass man den Eindruck gewinnen kann, dass für den Radsport in der Hauptstadt kein Platz mehr ist. Der sogenannten Sportstadt steht es nicht gut zu Gesicht, wenn die jahrelang auf dem Kurfürstendamm endende kids tour dort nicht mehr stattfinden kann. Gerade für das diesjährige Jubiläum hätte der Kurfürstendamm am Schlusstag ein Muß sein sollen, aber andere Events sind offensichtlich finanziell lukrativer. Der ehemals westliche Teil Berlins, der diese Rundfahrt erst ins Leben gerufen hat, spielt nun keine Rolle mehr, was aus Sicht der  einstigen Initiatoren mehr als bedauerlich ist.

Dennoch ein großes Dankeschön an Oranienburg, Werneuchen und Marzahn-Hellersdorf, die mit ihrem Engagement dieses Jahr das einzigartige  Radsportereignis aufrechterhalten und uns auch in Zukunft hoffentlich tatkräftig unterstützen werden.

Bernd Mülle

Fußball – genügend Stoff zur Diskussion

Chefredakteur Christian Zschiedrich Foto: Sportick

Hertha BSC gewährt Sportick nach wie vor keine Presse-Akkreditierung. Rein sportlich läuft es unter Pal Dardai, der Start ist geglückt. Der DFB-Präsident begnadigte Hansa Rostock – in Sachen Führungsstil und Öffentlichkeitsarbeit fällt Hertha in alte Gewohnheiten zurück. War es denn in den letzten Jahren überhaupt schon einmal anders?
Der 1.FC Union verpasste in der 90. Minute den 3.Sieg in Nürnberg. Zwei Punkte gingen um Haaresbreite verloren. Dennoch, der Start – bei diesem Auftakt-Programm – war gut. Die Eisernen (4:3 Tore) verbleiben mit 7 Punkten in der Spitzengruppe, gemeinsam mit Darmstadt, Fortuna Düsseldorf, dem 1.FC Nürnberg und Sandhausen. Einsam an der Spitze, man höre und staune, ist Arminia Bielefeld, letzte Saison um den Klassenerhalt gezittert und jetzt 3 Spiele und drei Siege, als Einziger. Am vergangenen Montagabend wurde der VfL Bochum mit 2:0 bezwungen. Am nächsten Sonntag empfangen die Eisernen die Bielefelder und werden alles versuchen, die Siegesserie der Arminen zu brechen. Im Pokal wurde den Köpenickern leider ein schweres Auswärtsspiel in Leverkusen zugelost. Bayer verlor zwar 1:3 gegen Bayern in München, doch die neuformierte Bayer-Elf gefiel mir von der Spielart und Torgefährlichkeit her viel besser als in den letzten Jahren. Da heißt es besonders eisern zu sein. Union hat zwar keine Chance, aber die sollten sie nutzen.
Mehr Glück hatte die Hertha, zumindest was das Heimspiel anbelangt. Der 1.FC Köln läuft also Gefahr nach der Auftaktniederlage im rheinischen Derby, Gladbach siegte 1:0, heuer keinen so guten Start zu erwischen.

Hertha ist weit weniger chancenlos, muss am Samstag zum Meisterschaftsspiel nach Dortmund. Der (hoffentlich) neue Goalgetter Mathew Leckie stieg mit Ingolstadt ab und galt dort zwar nicht als Chancentod, in 30 Bundesliga-Einsätzen gelang ihm kein einziger Treffer, umso besser, dass bei Hertha wieder der Knoten platzte. Wir sagen weiter so! In Berlin entschied er die Partie gegen den VfB Stuttgart mit seinen beiden Treffern (1:0, 46. – 2:0, 62.) vor 44.751 Zuschauer.

Erwähnenswert der Absturz von Ingolstadt in Liga Zwei. 3 Spiele, 3 Niederlagen, 2:6 Tore. Den schnellsten Trainerwechsel gab es bei Erzgebirge Aue. In Ingolstadt läuten die Alarm-Glocken. In der Regionalliga führt der FSV Zwickau momentan die Tabelle von hinten an, nach 5 Spielen, 2:9 Tore und erst 2 Punkte in Liga Drei.

In der Regionalliga Nordost führt mit 4 Siegen, 12 Punkten und 16:1 Tore Energie Cottbus. Ein bemerkenswertes Ergebnis gab es am Sonntag, im Jahnsportpark unterlag der BFC Dynamo dem Aufsteiger aus der Oberliga, der VSG Altgliniecke mit 1:2. Weitere Derbys stehen bevor: am kommenden Mittwoch, das Nachholspiel  Viktoria 89 – BFC Dynamo, am Sonntag empfängt  Altglienicke – Berliner AK 07 und Viktoria 89 – Hertha BSC II.

Beschäftigen könnte uns Schiedsrichter Manuel Gräfe und sein Disput mit dem DFB. Er kritisierte Krug und Fandel wegen Vetternwirtschaft. Zu oft sei es nicht nach Leistung, sondern nach Gusto gegangen. Er wunderte sich über den Aufstieg seines Schiedsrichterkollegen Felix Zwayer, der immerhin in den Hoyzer-Skandal verwickelt war. Lutz Michael Fröhlich, Chef der Schiedsrichter im DFB äußerte sich dazu in einer Pressemeldung: „Bei allem Verständnis zu einer öffentlichen Meinungsäußerung geht es entschieden zu weit, wenn ein Schiedsrichter einen Kollegen öffentlich und in dieser Form attackiert“.
Christian Zschiedrich