Spreefüxxe mit erstem Sieg

Foto: Thomas Sobotzki – Fotodesign Berlin

Die Spreefüxxe Berlin können ihr erstes Heimspiel der Saison für sich entscheiden. Gegen die H2Ku Herrenberg belohnen sich die Berlinerinnen für eine starke Aufholjagd am Ende mit einem 24:23Erfolg und sichern sich die ersten beiden Punkte der neuen Spielzeit.

Der Start in die Partie war für die Spreefüxxe dabei holprig. Herrenberg übte von Anfang an viel Druck aus und zog das Tempo an. Die Hausherrinnen hingegen wirkten noch nicht ganz auf der Platte. Nach 5 Spielminuten stand es 1:5 und Christian Schücke nahm die Auszeit. Er brachte mit Sabrina Neuendorf und Natalie Schwarz neuen Wind in den Rückraum und zumindest die Abwehr schien sich nun zu stabilisieren. Ganze 5 Minuten kassierte man kein Gegentor, doch vorne erzielte man auch nur eins und so stand es nach wie vor 2:5. Samira Krakat kam nun im rechten Rückraum zum Einsatz und zeigte den erfahrenen Spielerinnen wie man in die Lücke stößt. Ein herausgeholter Siebenmeter und ein eigenes Tor brachte das 4:7. Herrenberg ließ nun etwas nach, wirkte vorne nicht mehr so konstant, doch die Spreefüxxe machten sich das Leben schwer. Das alte Leid der Chancenverwertung und ein ärgerlicher Abspielfehler brachten statt der Pausenführung eine zwei Tore Rückstand (10:12).

Foto: Thomas Sobotzki – Fotodesign Berlin

In der zweiten Hälfte entwickelte sich nun eine packende Partie. Man merkte beiden Teams an, dass sie das Spiel gewinnen wollen. Es wurde zunehmend Härter und beide Mannschaften mussten sich arg mühen einen Treffer zu erzielen. Vor allem Mannschaftskapitän Anna Blödorn übernahm die Verantwortung und erzielte Treffer um Treffer. Doch lange Zeit sollte es einfach nicht die Führung sein. Immer wieder blieben die Herrenbergerinnen einen Treffer vorn. In der 51. Spielminute erzielte dann Anna Blödorn per Strafwurf zum 21:21 bevor Paula Förster einen sehenswerten Konterpass von Torfrau Juliane Meyer zur ersten Berliner Führung einnetzte. Zwei weitere Treffer von Anna Blödorn und die notwenige Entschlossenheit in der Abwehr machten den ersten Heimsieg für die Spreefüxxe perfekt.

Für die Berlinerinnen waren dies zwei unglaublich wichtige Punkte, steht man nun vor drei schweren Auswärtsspielen in Folge. Nächsten Sonnabend tritt man beim SV Werder Bremen an, bevor es dann nach Halle und Zwickau geht.

Spreefüxxe Berlin: Meyer, Faßold; Neuendorf (2), Krakat (1), Kunde, de Beer, Eber (1), Blödorn (10/1), Sposato, Schwarz (6/5), Trumpf, Mrozinksi (1), Förster (3), Grätz, Magg Zeitstrafen: Neuendorf, Eber, Schwarz, Mrozinksi.

SG H2Ku Herrenberg:  Lide, Elbert; Klein (4), Bok, Neubrander, S. (3/2), Foth (5), Neubrander, L., Gebhard (4/1), Putzke (4), Beddies (1), Leppert (2), Tuc Zeitstrafen: Klein, Bok, Gebhard, Leppert (2).

Quelle: Spreefüxxe Berlin

Siegesserie geht weiter: Füchse gewinnen in Hüttenberg und bleiben ungeschlagen

„Das war ein richtig harter Kampf“, blickt Füchse-Trainer Velimir Petkovic auf die vorangegangenen 60 Minuten zurück. Der Favorit tat sich gegen den Aufsteiger und Underdog in der Tat extrem schwer. Die Berliner, die mit zwei Siegen in die Saison gestartet waren, mussten in der stimmungsvollen Osthalle in Gießen ohne Marko Kopljar (Adduktoren) und Steffen Fäth (Zerrung) auskommen. „Natürlich haben wir verletzte Spieler“, sagte Petkovic, „aber das darf keine Ausrede sein. So etwas müssen wir einfach besser kompensieren können.“ Vor allem habe man den ersten Durchgang verschlafen. „Wir haben am Anfang ohne Torwart und ohne Deckung gespielt“, resümierte Petkovic mit durchaus kritischem Unterton.

Vor allem die aggressive 5:1-Deckung stellte sein Team zu Beginn vor Probleme. Kreisanspiele wurden sofort unterbunden, hinzu kam, dass die Berliner viele Bälle im Angriff leichtfertig vergaben. Folglich lag der Favorit mit 8:10 (18.) und später sogar mit 10:13 (23.) zurück.

Petkovic nahm eine Auszeit und brachte fortan Petr Stochl für Silvio Heinevetter sowie Drago Vukovic auf halbrechts für Fabian Wiede – und es wurde besser. Die Füchse kämpften sich ran und gingen mit 16:16 in die Pause. Petar Nenadic stieg bei einem Freiwurf hoch und feuerte das Leder quasi mit der Sirene ins Tornetz.

Nach dem Seitenwechsel war das Spiel vor 1750 Fans weiterhin zerfahren. Die Füchse erarbeiteten sich zwar eine 24:20-Führung (43.) – „doch dann haben einige Spieler angefangen zu zaubern“, sagt Petkovic, „so etwas wird natürlich bestraft.“ Und auch Sportkoordinator Volker Zerbe meinte: „In so einer Phase müssen wir die Konzentration hochhalten.“

Es wurde noch mal richtig eng, Hüttenberg kämpfte und kam sogar bis zwei Minuten vor Schluss auf 27:28 ran. Die starken Petr Stochl und Nenadic waren es letztlich, die einen kühlen Kopf bewahrten und die Berliner zum dritten Saisonsieg führten. „Wir wussten, was uns in Hüttenberg erwartet. Die haben jedes Spiel knapp gestaltet“, sagte Matchwinner Petar Nenadic, „natürlich war der Sieg nicht schön. Aber das zählt nicht. Es zählen heute nur die zwei Punkte.“

Und Velimir Petkovic ergänzte: „Wir haben zwei Punkte geholt und die schwere Aufgabe gelöst. Damit sind wir zufrieden.“

Statistik: Heinevetter, Stochl – Nenadic (9), Wiede (4), Vukovic (1), Struck, Gojun (1), Plaza Jimenez (2), Lindberg (3), Zachrisson (4), Schmidt (2), Simak, Drux (4)
Quelle: Füchse Berlin

Regionalliga, Oberliga, Berlin-Liga auf Hochtouren

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Sportick

In der Regionalliga steht der 7., in der Oberliga der 5. und in der Berlin-Liga der 6. Spieltag an. Mit Blick auf die Berliner Clubs sind in der höchsten Amateurklasse der BFC Dynamo und Viktoria 89 recht ordentlich aus den Startlöchern gekommen, vor allem der BFC Dynamo mit 13 Punkten und damit aktuell auf den 2.Tabellenplatz hervorzuheben, gefolgt von Viktoria 89, 11 Punkte, Platz 3. Beachtlich, Aufsteiger VSG Altglienicke rangiert nur einen Punkt, deren 10, dahinter. Herthas Zweite, müssen wir feststellen, ist nicht gut aus den Puschen gekommen, Platz 15, nur 6 Zähler auf dem Konto, während der Berliner AK, immerhin zwei Zähler mehr, den 11.Platz einnimmt, was allerdings im Poststadion keineswegs befriedigt.

Am nächsten Freitag muss BAK nach Neustrelitz. Die TSG wirkte gegen Dynamo total von den Socken, konzeptionslos und verlor 1:4. Trotz des klaren Sieges für den BFC war Trainer Rene‘ Rydlewicz mit der Leistung seines Teams überhaupt nicht einverstanden. Die Spieler haben sich bestimmt für Sonntag geschont, denn da heißt es, sich beim Tabellenführer Energie Cottbus wieder von der besten Seite zu zeigen. Cottbus startete im Gegensatz zum Vorjahr, sechs Spiele, sechs Siege, 18 Punkte, 22:1 Tore. Dem Papier nach ist die Claus-Dieter Wollitz-Truppe klarer Favorit und konnte das bisher bestätigen.

Viktoria 89, das mit 1:0 beim 1.FC Lok Leipzig gewann, empfängt am Samstag den Tabellen-Neunten Babelsberg 03. Thomas Herbst wird seine Mannschaft gegen die zuvor torlosen Babelsberger (0:0 gegen Nordhausen) einschwören. Hertha BSC verlor im Amateurstadion das Derby gegen Aufsteiger Altglienicke 0:1 und möchte nun in der Oberlausitz gegen Neugersdorf den Ruf ablegen, schlechtester Berliner Vertreter auf einem möglichen Abstiegsplatz zu sein. Der Berliner AK gewann übrigens gegen Oberlausitz Neugersdorf 5:2 und dürfte in Neustrelitz alle drei Punkte für sich verbuchen.

NOFV Oberliga Nord

Lichtenberg 47 scheint sich aus der jahrelangen Mittelmäßigkeit heraus zu kämpfen und steht nach vier gewonnen Spielen an der Spitze. Voraussetzung für die makellose Bilanz von 12 Punkten (12:2 Tore) war der Sieg des Lehmann-Teams gegen 03 in Zehlendorf. Der Siegtreffer (Gawe, 93.)  konnte erst in der Nachspielzeit erzielt werden.  Jetzt sind die 47er am Samstag, 13.30 Uhr,  zu Hause, Howoge-Arena, gegen den 16., Hertha 06, haushoher Favorit, wenn die Charlottenburger bloß nicht unterschätzt werden.  Schwerer hat es Hertha 03 Zehlendorf am Samstag in Rathenow.

Der Aufsteiger SC Staaken feierte seinen ersten Sieg gegen Altlüdersdorf mit einem deutlichen 5:1. Am Samstag müssen sie beim Tabellen-Dritten, dem Brandenburger SC Süd bestehen. Die Südler aus der Stadt Brandenburg landeten letzte Woche einen Sieg (7:0) bei Hertha 06. Was macht Tennis Borussia nach dem Trainerwechsel? Mit Thomas Brdaric holten die Veilchen in Rathenow beim 0:0 einen wichtigen Punkt – bedeutet momentan Tabellenplatz 10, 4 Spiele, 4 Punkte und 4:5 Tore. Am Samstag geht es in die Gießerei-Arena zum FC Greif nach Torgelow, dem derzeitigen Achten in der Tabelle.

Berlin-Liga

Ein altbekannter Verein macht von sich reden und führt die Tabelle (15 Punkte, 20:1 Tore) nach fünf Spielen verlustpunktfrei an: Blau Weiß 90. Ebenfalls ohne Punktverlust SD Croatia. Am Sonntag, 17.30 Uhr, kommt es an der Rathausstraße zum Spitzenduell Erster gegen Zweiter Blau-Weiß 90 gegen SD Croatia. Die Croaten besiegten, alle Achtung, den 1.FC Schöneberg 5:1; mit der Vier-Tore-Differenz, nämlich 4:0 siegte Blau-Weiß 90 beim TSV Rudow. Ganz schwer eine Vorhersage fürs Aufeinandertreffen zu prophezeien.

Tasmania hatte bei Stern 1900 sehr häufig das Nachsehen, heuer siegte Tas 3:1, hat aber bisher nur 9 Punkte (Tab.6.), empfängt am Sonntag den BFC Preussen. Was erstaunte, das Kuriosum bei den Füchsen. Ergebnis TuS Makkabi – Füchse Berlin 6:3. Torwart Kempf erhielt in der 19.Spielminute infolge eines Fouls und wegen Unsportlichkeit die Gelb-Rote Karte. Einen Ersatzkeepeer (weilte in Urlaub) hatten die Füchse nicht dabei, also, ein Feldspieler (Hampel) musste ins Tor. „Ärgerlich“ sagt Trainer Kai Brandt, denn seine Mannschaft führte nach elf Minuten 2:0. Am Sonntag müssen die „Unbeherrschten“ zu Sparta Lichtenberg.

Christian Zschiedrich

Auftaktveranstaltung zur Wiedereröffnung des Stadions Finsterwalder Straße

„Sport ist nicht nur für die persönliche Fitness des Einzelnen wichtig, sondern leistet einen unschätzbaren Wert für die Gesellschaft“, sagt der für Sport zuständige Bezirksstadtrat Tobias Dollase.

Um Sportlerinnen und Sportlern und den vielen Ehrenamtlichen in Sportvereinen mehr Aufmerksamkeit zu geben, findet am Sonntag, den 17. September 2017, ab 11.00 Uhr, das erste „Reinickendorfer Sportgespräch“ im Stadion Finsterwalder Straße statt. Anlass ist die Wiedereröffnung des umfangreich modernisierten und sanierten Stadions.

Unter dem Motto „Ohne Breite keine Spitze“ werden Vertreterinnen und Vertreter des Vereinssports und der Sportverbände über die Förderung des Breiten- und Leistungssports diskutieren. Mit dabei sein werden Klaus Brill, BLV-Vizepräsident und Vorsitzender des SC Tegeler Forst e.V./LG-Nord Berlin, der Generaldirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Michael Lameli, die Nachwuchs–Sportlerin der LG Nord Berlin, Lena Seifert, und die Vizepräsidentin des Landessportbundes, Claudia Zinke. Friedhard Teuffel, Sport-Chef beim Tagesspiegel, übernimmt die Moderation. Zum Auftakt der Veranstaltung wird nach der Begrüßung durch Stadtrat Dollase Dr. Frank Steffel als Mitglied des Sportausschusses des Bundestages über die Leistungsportreform sprechen.

Dollase: „Sport hat in Reinickendorf eine herausragende Bedeutung. Dies wird deutlich durch unsere vielfältige Vereinslandschaft, das enorme ehrenamtliche Engagement, aber auch durch unsere gut ausgestatteten Sportanlagen. Besonders stolz bin ich auf den Ausbau des Leichtathletikstadions in der Finsterwalder Straße, das in seiner Ausstattung im Berliner Norden einzigartig ist. Nach über einjähriger Sanierungszeit wird es dem Schul- und Vereinssport nun wieder zur Verfügung stehen.“

Umfassend saniert und erweitert wurden die Leichtathletikanlagen. Unter anderem entstand eine neue Speerwurfanlage, saniert und erweitert wurden auch die Stabhochsprunganlage sowie die Kugelstoßanlage. Insgesamt wurden knapp 9000 Kubikmeter neuer Tartan Belag verbaut.

Die Wiedereröffnung wird mit einem großen Sportfest des SC Tegeler Forst e. V. gefeiert. Informationen: www.nord-meets-masters.de

Quelle Bezirksamt Reinickendorf

 

 

 

 

 

Offener Brief an Hertha BSC

Chefredakteur Christian Zschiedrich. Foto Sportick

Der Fall – die Fakten: Mein Name ist Christian Zschiedrich, von Beruf Journalist. Ich muss bei Hertha infolge zu kritischer Fragen und Kommentare in Ungnade gefallen sein. Seit 3 Spielzeiten verweigert man mir, trotz gültigen Presseausweises und redaktionellen Aufträgen die Akkreditierung. 25 Jahre lang war ich für die lokale Sportsendung TV Sport in Berlin verantwortlich. Mir wird ein hoher Bekanntheitsgrad bescheinigt. Ich habe stets meine Meinung gesagt und mache hiermit den Stand der Dinge öffentlich. Journalistisch bin ich bis heute aktiv und betreue verantwortlich das Internetportal www.sportick.eu.
Die Ablehnung der Akkreditierung begründet die Hertha-Pressestelle aus meiner Sicht fadenscheinig und nur mündlich, „ich hätte gegen DFL-Bestimmungen verstoßen.“ Nach Rücksprache mit der DFL, mit der ich jahrelang vertraglich kooperierte, war das dort nicht bekannt.

Zeitlich befristet wurde mein Ausschluss von den Spielen nicht. Hertha darf sich rühmen, mich lebenslang – wie einen Schwerverbrecher – zu sperren. Zu Beginn der vergangenen Saison wurde ich lediglich aufgefordert, keinen Antrag auf eine Tages-Akkreditierung mehr zu stellen. Ich hätte gern selbst entschieden, was ich diesbezüglich als ordentlicher Pressevertreter machen und lassen darf. Zu Beginn dieser Saison 2017/18 wurde mein Antrag auf eine Dauer-Akkreditierung ohne Begründung abgelehnt. Also machte ich von der Möglichkeit Gebrauch, gegen Werder Bremen eine Tages-Akkreditierung zu beantragen und reichte den Antrag form- und fristgerecht ein.
Eine Antwort bekam ich, ganz gleich ob negativ oder positiv, nicht. Am Freitag, also 2 Tage vor dem Spiel gegen Werder Bremen erinnerte ich schriftlich an den fälligen Bescheid – es kam nichts. Herthas Pressestelle schießt trotz personellen Wechsels weiterhin Eigentore und pflegt gegenüber meiner Person einen würdelosen Stil. Aus meiner Sicht verstößt Hertha BSC gegen DFL-Bestimmungen, schadet der Meinungsvielfalt und schränkt die Meinungsfreiheit ein.
Pressearbeit kann man behindern oder unterstützen. Über die bei uns gewährte Meinungsfreiheit besteht ansonsten große Übereinstimmung.
Christian Zschiedrich;

Füchse beim Aufsteiger TV Hüttenberg hoffen auf Rückkehrer Elisson

Auch in diesen Tagen sitzt Velimir Petkovic zwischen den Trainings-Einheiten wieder vor seinem Computer und seziert die Spielszenen des kommenden Gegners. „Wir analysieren den TV Hüttenberg ganz genau“, sagt der Trainer der Füchse Berlin vor dem Gastspiel am Sonntag (12.30 Uhr/Sky), „das ist ein ganz starker Aufsteiger“. Nichtsdestotrotz wollen die Berliner in ihrem dritten Saisonspiel die Siegesserie fortsetzen – und dabei können sie auf das Camback von Rückkehrer Elisson hoffen.

In ihrem dritten Ligaspiel treffen die Berliner auf den zweiten Aufsteiger. Zu Beginn schlug das Petkovic-Team die Eulen aus Ludwigshafen-Friesenheim mit 31:24. Es folgte ein furioser 30:26-Sieg im Derby beim SC Magdeburg. Dementsprechend froh ist der Berliner Coach natürlich: „Wir sind mit dem Start zufrieden. Wer Ludwigshafen zum Auftakt zu Hause schlägt und dazu noch in Magdeburg gewinnt, der darf zufrieden sein. Aber ausruhen werden wir uns darauf ganz sicher nicht. Wir fahren mit breiter Brust nach Hüttenberg, aber auch mit dem nötigen Respekt.“

Hüttenberg hat zwar erst einen Punkt nach vier Partien auf dem Konto, die Ergebnisse waren aber wesentlich enger, als es der Blick auf die Tabelle vermuten lässt. Der TV 05/07 verlor gegen Magdeburg (26:33), Leipzig (25:26) und Melsungen (27:28), erkämpfte sich jüngst aber einen Punkt im Derby in Wetzlar (23:23). Petkovic: „Hüttenberg hat richtig gute Spiele gezeigt. Die Niederlagen gegen Leipzig und Melsungen waren knapp, auch gegen Magdeburg hat der TVH das Spiel lange sehr offen gehalten. Gegen Wetzlar haben die Hüttenberger ein großartiges Spiel gemacht.“

Die Füchse, die zusammen mit Spitzenreiter Hannover-Burgdorf das einzige Team der Liga sind, das noch ohne Niederlage ist, werden das Team von Trainer Adalstein Eyjolfsson also ganz sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Am Samstag geht für die Berliner die Reise los. Mit dem Flieger geht es nach Frankfurt, von da aus weiter nach Gießen. Am Sonntag spielen die Füchse dann um 12.30 Uhr in der Sporthalle Gießen-Ost, die 2600 Zuschauer fasst. „Es ist zwar eine kleine Halle“, sagt Petkovic, „dort kann es aber ganz schön laut werden.“

Zum Auswärtsspiel in Mittelhessen kann sich Petkovic auf Rückkehrer freuen. Hans Lindberg, der gegen Magdeburg noch krankheitsbedingt ausfiel, wird wieder spielen.

Außerdem deutet sich ein lang ersehntes Comeback an: Bjarki Elisson, der wegen eines Muskelbündelrisses in der Wade sowohl die Vereins-WM in Doha als auch den Ligastart verpasste, könnte in den Kader zurückkehren. „Ich fühle mich schon wesentlich fitter und werde jetzt von Tag zu Tag schauen, ob es reicht“, sagt der isländische Rechtsaußen. Petkovic ergänzt: „Bjarki läuft rund. Seine Sprints sehen gut aus. Es könnte passen.“

Ebenso fit ist wieder Marko Kopljar. Der kroatische Rückraumspieler war mit Adduktorenproblemen aus dem Magdeburg-Spiel gegangen und gibt grünes Licht.
Quelle: Pressestelle Füchse Berlin

Spreefüxxe verlieren zum Saisonauftakt

Zu viele Passfehler. Foto: Spreefüxxe

Die Spreefüxxe Berlin müssen zum Auftakt in die Zweitligasaison 2017/18 eine verdiente wenn auch am Ende zu deutliche Niederlage bei der HSG Hannover-Badenstedt hinnehmen. Dabei war es erneut die schlechte Chancenverwertung sowie zu viele einfach Passfehler, die den Berlinerinnen das Leben unnötig erschwerten.

Die Partie begann zunächst sehr ausgeglichen. Meist konnte die HSG vorlegen, doch die Spreefüxxe fanden immer eine Antwort. Beim 10:10 nach knapp 20 Spielminuten nahm Trainer Christian Schücke die Auszeit, woraufhin Anna Blödorn die erste Berliner Führung erzielen konnte. Doch Hannover glich erneut aus und konnte sich nach einer unglücklichen Zeitstrafe gegen Natalie Schwarz zur Halbzeit mit zwei Treffern absetzen (16:14).

In der zweiten Hälfte stellte Hannover die Abwehr um, was die Spreefüxxe vor große Probleme stellte. Ganze 9 Minuten dauerte es bis die Berlinerinnen durch einen Siebenmeter von Natalie Schwarz einen Treffer erzielten. Juliane Meyer, die insgesamt fünf Strafwürfe parierte, war es zu verdanken, dass die Spreefüxxe in dieser Phase im Spiel blieben. Dennoch fand man vorne einfach nicht mehr den Faden und verlor sich in Einzelaktionen. Zudem gab es zu viele einfache Ballverluste und klare Torchancen wurden vergeben. Man gab sich dennoch nicht verloren. 10 Minuten vor Ende waren es nach wie vor drei Treffer Abstand und man hatte die Partie noch lange nicht abgeben. Doch dann kam auch noch das Pech dazu und Hannover nutzte die Fehler der Spreefüxxe und erzielte in Unterzahl zwei Treffer. Christian Schücke nahm noch eine Auszeit, doch die Berlinerinnen schafften es nicht mehr den Schneid zu wenden. So stand am Ende eine zu deutliche 29:22-Niederlage gegen clever agierende Hannoveraner zu Buche.

Nächste Woche empfangen die Spreefüxxe dann zum Heimdebüt die H2Ku Herrenberg und wollen vor den eigenen Fans Wiedergutmachung betreiben.

 

Spieldaten

2. Handball-Bundesliga 1. Spieltag

HSG Hannover-Badenstedt vs  Spreefüxxe Berlin 29 : 22

Mannschaftaufstellungen

Spreefüxxe Berlin:
Meyer, Faßold; Krakat, Kunde, de Beer (1), Eber (4), Blödorn (6/1), Sposato, Schwarz (5/4), Trumpf (2), Mrozinksi (4), Förster, Grätz, Magg.
Zeitstrafen: Schwarz, Mrozinski, Förster (2).

Hannover-Badenstedt:
Belgardt, Kremmer; Pollakowski (4/2), Seehausen (6), Düvel (4), Krängel (1), Wills (1), Gerber, Wagenlader (2), Pollex (1), Ahrens (3), Pollmer (7/5).
Zeitstrafen: Wills, Pollex, Ahrens (2).

Quelle: Spreefüxxe Berlin

Nachwuchsarbeit zahlt sich aus: Füchse stellen derzeit 16 Nationalspieler

Dass die Jugendarbeit der Füchse Berlin zu den besten in ganz Deutschland zählt, ist nicht erst seit gestern bekannt. Neun Jugend-Meisterschaften feierten die Berliner in den vergangenen sieben Jahren. Die gute Jugendarbeit macht sich bemerkbar: denn mittlerweile stellt der Bundesligist von der B-Jugend bis zur ersten Mannschaft 16 Nationalspieler!

Der Gewinn der Deutschen Meisterschaft der B-Jugend gegen die Rhein-Neckar Löwen in der abgelaufenen Saison war kein Zufall. Beim Blick auf die vergangen sieben Jahre stellt man fest, dass die B-Jugend ab dem Jahr 2010 ganze fünfmal Deutscher Meister wurde, während die A-Jugend sich starke viermal die beste Mannschaft Deutschlands nennen durfte.

Paul Drux und Fabian Wiede sind wohl die prominentesten Eigengewächse aus dem Fuchsbau, die durch harte Arbeit und konstante Leistung den Sprung in die A-Nationalmannschaft geschafft haben. Daneben stellen die Berliner zurzeit auch die Nationalspieler Silvio Heinevetter, Steffen Fäth und Erik Schmidt.

Der Sprung ins DHB-Team ist auch für viele talentierte Jugendnationalspieler wie zum Beispiel Frederik Simak oder Tim Matthes das Ziel. Die beiden Jungfüchse spielen in der A-Jugend und schnuppern in dieser Saison auch bei den Männern immer mal Luft. Vor kurzem lief das Füchse-Duo bei der Jugendweltmeisterschaft auf. Kevin Struck, der mittlerweile fester Bestandteil des Profikaders ist, läuft zudem für die U21-Nationalmannschaft auf.

Die starke Jugendarbeit der vergangen Jahre macht sich deutlich bemerkbar. Nun gilt es, weitere talentierte Jugendnationalspieler wie Tolga Durmaz, Aaron Krai oder Lukas Hopp aus der A-Jugend optimal zu fördern, um weiter mit möglichst vielen Spielern von den Füchsen in der A-Nationalmannschaft vertreten zu sein.

Auch in der B-Jugend sind die Füchse mit Loris Kotte, Nils Lichtlein, Maurice Reichert, Phillip Reineck und Erik Ullrich mit gleich fünf Nationalspielern sehr gut aufgestellt und gerade nach der letzten meisterlichen Saison wieder auf der Jagd nach dem Titel und Erfahrung.

Insgesamt stellen die Füchse von der B-Jugend bis in die Bundesliga-Mannschaft damit 16 Nationalspieler. „Das ist eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit“, sagt Sportkoordinator Volker Zerbe. Und Geschäftsführer und A-Jugend-Trainer Bob Hanning ergänzt: „Wir wollen genau diesen Weg mit jungen, hungrigen Talenten weitergehen. Dafür stehen wir.“

Quelle: Füchse Berlin

Saison 2017/18 Testspiel ALBA BERLIN gegen UNICS KAZAN 2. Halbzeit

In der 1. Halbzeit lief vieles nicht rund. ALBA steigerte sich. Es war ein Test, wo neues ausprobiert wurde. Bis auf 3 Zähler war ALBA im Testspiel gegen das russische Top-Team Unics Kazan zur Halbzeitpause herangekommen. Es blieb am Ende bei einer Niederlage.

Was ist in der neuen Saison von ALBA Berlin zu erwarten? Das Spiel vor 1000 Zuschauern – Halle ausverkauft – macht Appetit auf mehr. Vor dem Bundesliga-Start könnte es die einzige Vorstellung von ALBA für seine Fans in Berlin bzw. in der näheren Umgebung gewesen sein. Bis zum Saisonstart ist noch Zeit. Weitere Testspiele finden in Spanien statt. ALBA wartet zudem auf die Rückkehr der Nationalspieler von der EM. Lobenswert, die Berliner beschreiten den Weg einer konsequenten Nachwuchsförderung. Die Talente können in den Testspielen gegen hochkarätige Gegner wertvolle Erfahrungen sammeln. Dass während der Vorbereitung auf die neue Saison in Oranienburg gespielt wird, hat bereits eine 10jährige Tradition. Die Höhepunkte der 2. Halbzeit kommentiert Christian Zschiedrich.

Füchse siegen im Derby in Magdeburg

Überragender Mann im Derby Steffen Fäth. Foto: Füchse Berlin

Riesenjubel im Lager der Füchse Berlin: Die Hauptstadthandballer sind grandios in die neue Bundesliga-Saison gestartet und haben auch das schwere Auswärts-Derby beim SC Magdeburg mit 30:26 (13:13) gewonnen. Überragender Mann auf Seiten der Berliner war Rückraumspieler Steffen Fäth. Er erzielte zehn Treffer.

SCM-Trainer Bennet Wiegert musste es neidlos anerkennen: „Steffen Fäth war heute richtig stark.“ Der Nationalspieler der Füchse war der überragende Mann auf der Platte und führte die Berliner zum Auswärtssieg. „Mir ist egal, wie ich gespielt habe“, sagte Fäth hinterher ganz bescheiden. „Wichtig ist, dass wir das Spiel auswärts gewonnen haben.“

Aber nicht nur Fäth, das gesamte Füchse-Team legte einen ganz starken Auftritt hin. Und das, obwohl man vor dem Spiel den Ausfall von Hans Lindberg verkraften musste. Der Routinier und Rechtsaußen musste krankheitsbedingt absagen und drückte in Berlin, von der Couch aus die Daumen. Sein Kollege Mattias Zachrisson sprang ein und lieferte einen Top-Job ab.

Die Füchse kamen gut ins Spiel. Eigengewächs Kevin Struck, der  schon beim Auftakt gegen Ludwigshafen eine starke Leistung zeigte, brachte die Gäste vor 6.472 Fans in Führung. Vom Anpfiff weg zeigte sich, dass auf die Füchse ein ganz harter Brocken wartet. Die Magdeburger spielten mit acht Mannen. Die hitzige Atmosphäre von den Rängen schwappte auf das Parkett über. „Magdeburg ist für seine hitzige Stimmung bekannt“, sagte Trainer Velimir Petkovic, der ebenso auf die eigenen Fans verwies: „Die Unterstützung unserer mitgereisten Anhänger war klasse.“

Füchse Präsident Dr. Frank Steffel Foto: Christian Zschiedrich

In einem umkämpften Derby behielten die Füchse insgesamt einen kühleren Kopf. Zwar scheiterten sowohl Petar Nenadic als auch Fabian Wiede vom Strich am guten Keeper Jannick Green, doch das tat dem Füchse-Spiel keinen Abbruch. Die Hauptstadthandballer gingen im Hexenkessel in Sachsen-Anhalt sogar durch Steffen Fäth erstmals in Führung – 9:8 (17.).

In der Endphase der ersten Halbzeit mussten die Füchse in doppelter Unterzahl spielen, weil Jakov Gojun und Kevin Struck aufgrund von kleinlichen Entscheidungen der Schiedsrichter Zweitstrafen bekamen. Ein Gegentor in dieser Phase kassierten die Berliner nicht – im Gegenteil:  Zachrisson brachte seine Farben sogar mit 13:12 in Führung. Zur Pause stand es 13:13.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie weiter umkämpft und hitzig. Angeführt vom gut aufgelegten Fäth, der an diesem Abend zusammen mit Petar Nenadic für die wichtigen Tore zuständig war, gingen die Berliner in Führung und bauten diese gar auf 17:14 aus (36.). Mittlerweile war Rückkehrer Paul Drux mit im Spiel.

In der Crunch-Time zogen die Füchse, trotz erneuter doppelter Unterzahl, davon und gewannen letztlich verdient mit 30:26. Trainer Velimir Petkovic überglücklich: „Ich bin total stolz auf meine Truppe und überglücklich nach diesem Sieg. Wie wir auch in Unterzahl attackiert haben, das war richtig stark.“

Bob Hanning, Füchse Berlin, Foto: Christian Zschiedrich

Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning war nach dem Auswärtssieg verwundert und zufrieden zugleich: „Ich bin positiv überrascht. Damit habe ich in dieser Form nicht gerechnet. Wir haben sehr clever und verantwortungsbewusst gespielt. Entscheidend war, dass wir die beiden Überzahlsituationen für uns entscheiden konnten.“ Hanning weiter: „Wiede, Drux und Vukovic sind alle noch nicht im Ansatz da, wo wir sie haben wollen. Lindberg und Elisson haben gefehlt. Demnach sind wir total zufrieden.“

Einziger Wermutstropfen: Rückraum-Riese Marko Kopljar ging mit Adduktorenproblemen aus dem Spiel.

Die Füchse sind nach dem Derbysieg in Magdeburg Tabellenzweiter. Das nächste Spiel bestreiten die Berliner am 17. September beim TV Hüttenberg.

Spielfilm: 0:1 (2.), 3:3 (6.), 5:4 (10.), 7:7 (12.), 8:8 (16.), 8:9 (17.), 11:12 (22.), 12:12 (24.), 13:13 (30.), 17:17 (37.), 18:19 (42.), 20:23 (52.), 22:26 (55.), 24:28 (57.), 26:30 (60.)

Statistik: Stochl, Heinevetter – Vukovic, Struck (4,), Nenadic (4), Wiede (1), Gojun (1), Jimenez (1), Zachrisson (6), Fäth (10), Schmidt (2), Kopljar (1), Drux.

Henning Opitz