Herthas Zweite auf nach Cottbus

Jetzt sind es  noch 5 Spiele und der Vorsprung von Carl Zeiss Jena hat sich am 29. Spieltag in der Regionalliga Nordost um zwei Zähler auf 9 Punkte verbessert. Jena gewann das Heimspiel gegen FC Oberlausitz 3:1, während Energie Cottbus im Poststadion bei BAK 07 über ein 1:1 Remis nicht hinaus kam. Bei allem Ehrgeiz des Claus Dieter Wollitz, für mich ist das Ding gelaufen, zumal Tabellenführer Jena mit 68 Punkten, das bessere Torverhältnis hat. Außerdem hat Cottbus die Begegnung am 30. Spieltag gegen Hertha BSC II noch lange nicht gewonnen. Hertha (6.) siegte in Babelsberg 3:1 und hat nunmehr 44 Punkte. BAK 07 – Energie Cottbus, 848 Zuschauer. 0:1 (53.) Stein, 1:1 (83.) Stephan.

Im Berlin-Derby BFC Dynamo – FC Viktoria 1889 gewann der BFC nach vier Pleiten in Folge vor 487 Zuschauer im Jahnstadion mit 1:0 durch einen in der 19. Minute von Rockenbach da Silva verwandelten Foulelfmeter. Dynamo hat als Tabellenzwölfter 36 Punkte. Viktoria hat trotz der Niederlage 10 Punkte mehr, ist mit 46 Punkten Tabellenfünfter. Beide Vereine haben sich für das Berliner Pokalfinale am Donnerstag, 25.5.2017 im Jahnstadion qualifiziert. Viktoria siegte 4:0 über die Oberliga-Kicker von VSG Altglienicke, dem aktuellen Tabellenführer der Oberliga mit Ex-Unioner Torsten Mattuschka. Karim Benyamina gelang dabei ein Doppelpack, zurück zur Meisterrunde.

Die Begegnung Carl Zeiss Jena gegen FC Oberlausitz 3:1 besuchten 3.619 Zuschauer. Da herrscht Aufstiegseuphorie. Die nächste Aufgabe scheint lösbar zu sein. Der Traditionsclub Lok Leipzig (11.) ist als Aufsteiger nicht zu unterschätzen. Im Mittelfeld der Tabelle ist Lok mit 37 Punkten jenseits von Gut und Böse. Dynamo und Viktoria haben am Sonntag Heimspiele. Dynamo spielt gegen Babelsberg 03 (7.) und Viktoria gegen Meuselwitz (13.).

Christian Zschiedrich

Union hui – Hertha pfui

Es ist die achte Auswärtspleite in Folge, die zehnte in der Saison. Das wäre vielleicht noch nicht einmal so schlimm, wäre Hertha mit wehenden Fahnen untergegangen, wären diese Niederlagen nicht alle total verdient. Fast regelmäßig indiskutable Leistungen und überwiegend verschlafenen ersten Hälften, so wie in Mainz ohne einen Torschuss im ersten Durchgang. Das ist mehr als schwach und für Europa einfach zu wenig. Zum Glück patzten die Konkurrenten am Wochenende ebenfalls. Die Mannschaften von Platz 6 bis 10 verloren allesamt. Die Fußballwoche stellt in diesem Zusammenhang unter dem Mantel des Versagens der Hertha die Frage nach dem  „hässlichen Auswärtsgesicht“. Auf der Zielgeraden  sind somit in den verbleibenden zwei Auswärtsspielen in Bremen und Darmstadt Siege Pflicht. Die Heimspiele gegen Wolfsburg, Leipzig und Leverkusen könnte den Fans das andere, das bessere Gesicht der alten Dame offenbaren.

Die Eisernen aus Köpenick haben dagegen den Spieß des Versagens wieder umdrehen können. Durch Tore von Kreilach (14.), Polter (85.) und Hosiner (88.) gewann der 1.FC Union vor 21.379 Zuschauer bei einem Gegentor durch Gaus (68.) 3:1 gegen den 1.FC Kaiserslautern, der damit in ärgste Abstiegsgefahr gerät. Allerdings steht ein Hammerspiel am Montag, 24.04., 20.15 Uhr, beim Tabellenführer VfB Stuttgart zum 30.Spieltag an. Doch die Eisernen freuen sich auf die Auswärts-Begegnung. Das ist die richtige Einstellung. Könnte durchaus sein, dass es in Liga Zwei bald keinen Berliner Vertreter mehr gibt. In Liga Drei gibt es seit Jahren ja keinen Verein aus unserer Stadt. Kommen wir im Überblich also zur Regionalliga Nordost:

Nach 28 Spieltagen (also noch 6) führt nach wie vor Carl Zeiss Jena (65 P.) mit sieben Zähler Vorsprung vor Energie Cottbus (58 P.). Beide gewannen ihre Spiele: Cottbus 6:1 über Neustrelitz, Carl Zeiss Jena 4:2 in Nordhausen. Nordhausen wurde als eine schwere Hürde angesehen. Wenn es noch eine Veränderung geben sollte, dann nur zwischen den beiden Vereinen. Die anderen sind zu weit abgeschlagen. Und der BFC Dynamo, jetzt 14., fällt und fällt immer weiter, verlor 0:3 beim FC Schönberg 95. Dagegen schlug Viktoria(5.) Babelsberg(6.)vor 491 Zuschauer 2:1 und rückt dem BAK 07 bis auf einen Punkt gewaltig auf die Pelle. Denn BAK 07 verlor das Berlin-Derby im Amateurstadion vor nur 217 Zuschauern gegen Hertha BSC II mit 0:2. BAK = 47 und Viktoria 89 = 46  Punkte. Und der BAK spielt am Mittwoch, 18.00 Uhr, im Poststadion gegen Energie Cottbus. Um 19.00 Uhr trifft der BFC Dynamo im Jahnstadion auf Viktoria 89.

Christian Zschiedrich

VSG Altglienicke vor Optik Rathenow

Die Tabelle der NOFV Oberliga Nord ist mit 16 Vereinen ziemlich begradigt. Alle Mannschaften haben bis auf Hertha 06 und FC Strausberg 23 Spiele ausgetragen. Strausberg ist mit 16 Punkten auf Platz 15 stark abstiegsgefährdet. Der Tabellenletzte 1.FC Frankfurt ist mit nur 8 Punkten weit abgeschlagen, also nicht mehr zu retten. Aufsteiger Brieselang, 19 Punkte und Germania Schöneiche, 22 Punkte, stehen auf den Relegationsplätzen 13 und 14. Noch nicht ganz gesichert ist Hertha 06 (11.) mit 28 Punkten. Das Berlin-Derby Hertha 06 – Hertha 03 endete 1:3. Die Zehlendorfer sind mit 37 Punkten Tabellenfünfter. Punktgleich rangiert TeBe Berlin aufgrund des besseren Torverhältnisses auf Platz 4. Die Borussen gewannen ihr Heimspiel über Rostock II 4:0. Der Abstand zu Tabellenplatz 3 ist beträchtlich, beträgt elf Punkte. An dritter Stelle steht Lichtenberg 47 mit 48 Punkten. Die Mannen von Uwe Lehmann gewannen 1:0 über Victoria Seelow (7.). Deutlicher machte es Optik Rathenow (2.) mit 3:0 zu Hause über FCM Schwerin. Die VSG Altglienicke führt mit 54 Punkten (3 besser als Rathenow) die Tabelle an. Gegen den Tabellenletzten 1.FC Frankfurt  siegte die VSG im Heimspiel 4:2. Und das sieben Spiele vor Ultimo.

Grafik: Sportick

Der 24. Spieltag:

FC Hertha 03 – Germania Schöneiche, Anker Wismar – Lichtenberg 47, FCM Schwerin – Malchower SV, SV Brieselang – VSG Altglienicke, FC Strausberg – Tennis Borussia, Altlüdersdorf – Hertha 06 Charlottenburg, H. Rostock II – Victoria Seelow, 1.FC Frankfurt – Optik Rathenow.

Christian Zschiedrich

BR Volleys: Trotz Niederlage ist noch gar nichts verloren

Foto Headlight Pictures - Sportfotografie - Andreas Bock
Foto Headlight Pictures – Sportfotografie – Andreas Bock

Entscheidung fällt im dritten Spiel in Berlin! Am Ostersonntag mussten die Berliner in Frankfurt eine 1:3-Niederlage (21:25, 23:25, 25:23, 23:25) einstecken. Es geht also in der Playoff-Halbfinalserie zwischen den BR Volleys und den United Volleys Rhein-Main im heimischen Volleyballtempel am Donnerstag, 20.04.2017, 19.30 Uhr, in das entscheidende dritte „Do or die“-Spiel. National der Kracher schlechthin. Die Berlinern begannen unkonzentriert. Ihnen waren die kräftezehrenden Wochen anzumerken. International gewannen sie ja letztendlich sensationell gegen die Dynamos in Moskau.

Die erfolgreiche Startformation aus dem ersten erfolgreichen Duell gegen die Frankfurter bildete auch in der Fraport Arena das Gerüst: Kapitän Robert Kromm, Aleksandar Okolic, Ruben Schott, Graham Vigrass, Paul Carroll, Tsimafei Zhukouski und Luke Perry. In schöner Regelmäßigkeit sahen die Zuschauer in Frankfurt spektakuläre Blockpunkte auf beiden Seiten (7:8). Bei 13:13 gerieten Kromm und Co. gehörig unter Zugzwang. In der Folge gelang es nicht mehr, entscheidend Druck auf den Annahmeriegel auszuüben, sodass Moritz Reichert den Uniteds drei Satzbälle erschmetterte (21:24). Carroll schlug ins Aus und Durchgang eins endete für den Gastgeber (21:25).

Außenangreifer Schott, war sowohl in Annahme als auch Angriff besonders gefordert. Mit großem Einsatz von Libero Perry und der Willensstärke von Kromm sammelten die Berliner wichtige Breakpunkte (11:8). Das geballte Selbstvertrauen der Gäste zeigte sich im knallharten Angriff von Schott zum 19:15. Warum bloß gab der amtierende Deutsche Meister das Spiel noch aus der Hand? Cheftrainer Roberto Serniotti bewies zudem diesmal kein glückliches  Händchen bei seinen Einwechslungen. Erst patzte Steven Marshall in der Annahme (22:24), dann geriet der Aufschlag von Wouter ter Maat zu lang (22:25).

Ein Zuspieler-Wechsel, Sebastian Kühner kam für Zhukouski, sollte fortan die Wende bringen. Auch wenn längst nicht alles flüssig lief, konnte sich der Hauptstadtclub auf einen starken Ruben Schott verlassen, der aus nahezu jeder Lage punktete (5:5, 11:11). Kühner brachte nicht nur neuen Elan ins Berliner Spiel, sondern endlich auch Druck im Service (14:11). Drei Carroll-Asse bescherten den BR Volleys einen scheinbar komfortablen Vorsprung (20:14). Doch wieder gingen die Berliner unverständlich fahrlässig mit ihrer Führung um und wieder führte Dünnes die Uniteds heran (22:22).  Mit 25:23 verkürzten die Mannen um Roberto Serniotti  auf 1:2.

Satzbeginn vier, die ersten drei Punkte gehörten wieder United. Kühner per As und Carroll per Block glichen zum 7:7 aus. Bei 11:14 war abermals die 3-Punkte-Führung der Gastgeber hergestellt und der bärenstarke Jan Klobucar in den Reihen von United sorgte für das 11:14. Mit dem dritten verwandelten Matchball erzwangen Dünnes & Co. das entscheidende dritte Spiel in der Max-Schmeling-Halle. Roberto Serniotti erklärte die Niederlage so:  „Zuerst müssen wir festhalten, dass Frankfurt heute richtig stark und fast fehlerlos gespielt hat. Wir hatten zwar auch unsere Möglichkeiten, konnten diese dann in den entscheidenden Momenten aber nicht nutzen. Natürlich war das Team körperlich etwas müde, aber deshalb haben wir nicht verloren. Die Doppelbelastung mit den vielen Reisen, den unregelmäßigen Trainingszeiten und dem mentalen Stress  spielt aber dennoch eine Rolle. Nun müssen wir eben am Donnerstag vor heimischem Publikum den Finaleinzug perfekt machen. Zuhause werden wir wieder anders auftreten und mit vielen Zuschauern im Rücken bin ich optimistisch, dass wir diese Serie für uns entscheiden“.
Christian Zschiedrich

Füchse Berlin schlagen SG Flensburg-Handewitt

Was für ein Kampf – Standing Ovation von 9000 Zuschauern. In einer bis zur letzten Sekunde spannenden Partie besiegten die Füchse Berlin die SG Flensburg Handewitt mit 34:32 (16:17). Die Männer von der Förde hatten in der 20. Minute schon mit 10:5 geführt; doch dann drehten die Füchse den Spieß um und gestalteten die letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit mit 11:7 für sich, so dass es zur Halbzeit 16:17 stand.

Kaum war die zweite Halbzeit eröffnet folgte das 17:17 der Hausherren. Die nahmen dann das Heft in die Hand und führten bis zur 40. Minute 21:19. Gleich darauf konterte Flensburg, glich Mitte der Halbzeit zum 24:24 aus und holte sich kurz danach mit 26:24 die Führung zurück. In den Folgeminuten hieß es 26:27, 27:29, 28:29 und 29:30.

In der 57. Minute kam dann der Ausgleich und die Halle stand Kopf, denn die 9000 hielt es nicht mehr auf den Sitzen, wie es 31:30 sowie 32:30 für die Füchse stand und Flensburg dann auf 32:31 verkürzte. Noch waren 90 Sekunden zu spielen und der Krimi ging weiter. Die Halle tobte, wie die Füchse ihr 33:31 erzielen, Flensburg auf 33:32 verkürzt und durch ein 7-Meter gegen Flensburg der Endstand zum 34:32 folgt.

Klar, dass sich die Berliner in den Armen lagen. Hatten sie doch nach den zwei knappen Niederlagen in dieser Saison , einmal im Pokal und beim Punktspiel auswärts, endlich mal die Nase vorn. Und das gegen den aktuellen Tabellenführer. Der wiederum ärgerte sich über die zwei verlorenen Punkte, weil er nach der gestrigen Niederlage von Kiel in Lemgo seine Tabellenführung hätte weiter ausbauen können.

Henning Opitz

 

Quo vadis Berliner Frauenhandball: Berliner TSC steigt aus! Was tun die Spreefüxxe?

HVB

1917 – also vor 100   Jahren – fanden in Berlin die ersten Handballspiele in Deutschland statt. Und zwar von Frauen. Seit dem gab es zahlreiche Deutsche Meistertitel. Zuletzt in den 80er Jahren. Und bis zur Jahrtausendwende auch Nationalspielerinnen. Und zwar deutlich mehr als bei den Männern. Dann hat sich das gewandelt. Der Männerhandball und dessen Nachwuchs bestimmen das Geschehen.

Die Gründe waren, dass sich ab Mitte der 90er Jahre die Frauen des der Berliner TSC, TSV Guts Muths / BTSV 1850, Anfang 2000 der SV Berliner VB 49 und zuletzt die Spreefüxxe   mangels Finanzen und Sponsoren aus der Bundesliga zurückzogen und es damit auch keine Berliner Nationalspielerinnen mehr gibt. Doch nun kommt eine neue Hiobsmeldung!

Denn der Berliner TSC wird nicht für die 3.Liga 2017/18 melden und sich somit nach Jahrzehnten aus dem leistungsorientierten Frauenhandball verabschieden, trotz dem er sich gerade mit dem Erfolg in Salzuflen den Klassenerhalt gesichert hat. Da versteht man auch die plötzliche Bekanntgabe des Vereins im Februar, den Vertrag mit Trainer Carlo Gregarek nicht mehr zu verlängern.

Jetzt ruht der Berliner Spitzenhandball nur noch auf den Schultern der Spreefüxxe Berlin. Die führen, nach ihrem freiwilligen und mangels Sponsorengeldern Verzicht aus der Bundesliga vor 12 Monaten, souverän die Tabelle der 3. Liga an und stehen somit vor dem Aufstieg in die 2. Liga. Bleibt zu hoffen, dass sie diesen Aufstieg nun auch wahrnehmen und nicht auf den verzichten. Letzteres wäre für den Berliner Frauenhandball ein weiterer Rückschlag.

Henning Opitz

Sensationell gewannen die BR Volleys auch in Moskau

Foto Headlight Pictures - Sportfotografie - Andreas Bock
Foto Headlight Pictures – Sportfotografie – Andreas Bock

Mit 3:2 (37:35, 22:25, 21:25, 25:15, 15:8) bezwangen die Berliner ein zweites Mal Dynamo Moskau auch  im Rückspiel in Russland und ziehen damit erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in das Final Four der CEV Championsleague in Rom ein.  Am 29. April treffen Robert Kromm & Co. voraussichtlich auf den Titelverteidiger Zenit Kazan. Wie im Hinspiel im Berliner Volleyballtempel war nach dem 2:2 Satzstand der Tiebreak vonnöten, um die sensationelle Entscheidung vollbringen zu können. Allerdings führten die Berliner in Moskau diesmal nach drei Sätzen mit 2:1 und die Weltklasse-Mannschaft der Dynamos musste im vierten Satz alles aufbieten, um den Ausgleich zu erreichen. Doch die BR Volleys benötigten sage und schreibe acht Matchbälle, um die Sensation 15:8 perfekt zu machen. Der enorme Siegeswille, die Konzentration und Nervenstärke, vor allem die Geschlossenheit in der Block-Feld-Abwehr waren der Garant für den Erfolg.

Foto Headlight Pictures - Sportfotografie - Andreas Bock
Foto Headlight Pictures – Sportfotografie – Andreas Bock

Die siegreiche Formation aus dem Hinspiel sollte es auch in Russland richten. Robert Kromm, Ruben Schott, Graham Vigrass, Aleksandar Okolic, Paul Carroll, Tsimafei Zhukouski und Luke Perry begannen extrem konzentriert. Beide absolut gleichwertigen Mannschaften schenkten sich nichts, zeigten immer wieder schnellen Volleyball über die dominanten Mittelblocker im ersten Satz das 19:19. Die Russen kamen zu zwei von den Berlinern abgewehrten Satzbällen. Wie eng und umkämpft die Aktionen sich darboten, nun wehrten die Moskauer gleich zehn Chancen der Berliner ab. Mit seinem dritten Block allein im ersten Satz erlöste Vigrass die Berliner mit 37:35 zur 1:0-Führung nach 45 (!) Minuten Spielzeit. Während Dynamo nun felsenfest in der Annahme stand, hielten Kromm und Co. mit der besseren Blockarbeit dagegen. Satz Nr.2 ging an die Gastgeber.

Foto Headlight Pictures - Sportfotografie - Andreas Bock
Foto Headlight Pictures – Sportfotografie – Andreas Bock

In Durchgang drei konnten die BR Volleys sich dann wieder voll und ganz auf Diagonalangreifer Paul Carroll verlassen, der nahezu fehlerlos Punkt um Punkt sammelte. Dazu gesellten sich erst ein Ass und ein Hinterfeldangriff von Kromm, dann ein Block von Okolic. Mit 21:25 brachten die Berliner die Führung ins Ziel zum Satzgewinn. Ein stolzer Manager Kaweh Niroomand ordnete diesen Erfolg ganz oben ein: „Ich bin sprachlos – und das passiert selten. Das ist die größte sportliche Leistung unseres Vereins, ein geschichtsträchtiger Erfolg. Ruben Schott, der in dieser Königsklassen-Saison ein weiteres Mal über sich hinauswuchs, war im Anschluss sichtlich bewegt: „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Dass wir uns diesen Traum jetzt erfüllt haben, ist unfassbar. Mein Körper zittert noch immer und wir sind alle überglücklich. Der erste Satz hat uns gezeigt, dass wir mithalten und sogar dominant sein können – auch auswärts. Wir haben immer an uns geglaubt. Ab dem vierten Satz spielten wir wie im Rausch. Am Schluss habe ich nicht mehr auf die Punkte geguckt und nur den Fokus auf jeden einzelnen Ball gelegt. Und wir haben uns belohnt!“

Christian Zschiedrich

Das Top-Trio der Oberliga gewann seine Spiele

Die VSG Altglienicke, Optik Rathenow und Lichtenberg 47 liefern sich weiterhin einen spannenden Dreikampf. Da die VSG Altglienicke wochentags das Nachholspiel bei Germania Schöneiche 2:0 gewann, ist Altglienicke wieder Erster. Die Ergebnisse vom Wochenende: FC Strausberg – Optik Rathenow 0:3, Mecklenburg Schwerin – VSG Altglienicke 1:2, SV Altlüdersdorf – Lichtenberg 47 0:5. Die Torfabrik Lichtenberg und die Serie unter Trainer Uwe Lehmann sind beeindruckend. In sieben Spielen sechs Siege und ein Remis, dazu 25 Tore, dennoch fehlen nach dem 22. Spieltag sechs Punkte zur Spitze. Aber was sind sechs Punkte seit der Dreier-Regel in acht ausstehenden Partien, da darf sich das Spitzentrio weiterhin keine Blöße geben. Optik Rathenow liegt – seit 19 ungeschlagenen Spielen – drei Zähler gegenüber VSG Altglienicke zurück.

Nicht nur die drei Erstplatzierten haben gewonnen, sämtliche Berliner Vertreter in der Oberliga gewannen. Wann hat es das schon mal gegeben. FC Hertha 03 – Anker Wismar 4:2, Victoria Seelow – Tennis Borussia 1:3. Sorry, CFC Hertha 06 spielte in Brieselang 2:2. Am Mittwoch kommt es zum Berlin-Derby der beiden Herthas. Hat nichts mit BSC zu tun, sondern Hertha 06 (10.) in der Sömmeringstraße, 19.00 Uhr, gegen die Zehlendorfer Hertha 03 (6.). Den Blick nach vorn richten auch die drei Aufstiegskandidaten. Im Stadion Altglienicke heißt es am Donnerstag, Erster gegen Letzter (1.FC Frankfurt). Lichtenberg empfängt am Karfreitag, 13.00 Uhr, Victoria Seelow (Howoge Arena „Hans Zoschke“) und am Oster-Samstag, 14.00 Uhr, hat Optik Rathenow im Stadion Vogelsang Heimrecht gegen Mecklenburg Schwerin. Am Oster-Samstag spielt diesmal auch Tennis Borussia – Hansa Rostock II, 14.00 Uhr, Mommsenstadion.

Christian Zschiedrich

FC Viktoria 1889 macht Furore

Noch ist nicht aller Tage Abend. In der Regionalliga Nordost sind es noch 7 Spiele, in der NOFV Oberliga Nord sogar deren 8. Energie Cottbus ließ beim 1:1 in Fürstenwalde wieder Federn, während Carl Zeiss Jena 3:0 über Luckenwalde siegte. Bei der Form beider Mannschaften und 7 Punkten Vorsprung für Jena (dazu das bessere Torverhältnis), scheint jetzt alles für Carl Zeiss zu laufen. Der Meister der Regionalliga Nordost steigt nicht automatisch auf. In Deutschland streiten dann 5 Meister der Regionalliga um 3 Aufstiegsplätze. Die unbeliebten Aufstiegsspiele zur 3. Liga wurden jetzt terminiert. Gespielt wird am 28. und 31. Mai, Nordost Meister – West Meister, Südwest (A) – Meister Nord, Bayern – Südwest (B).  Jena hat sich also mit dem Meister des Westens, derzeit Viktoria Köln, zu duellieren.

Der BAK 07 verlor 0:1 in Babelsberg. Was ist nur mit BFC Dynamo los? Zu Hause setzte es eine 1:6-Klatsche gegen RB Leipzig II. Herthas Zweite gewann 2:1 in Neustrelitz und FC Viktoria 1889, jetzt 43 Punkte, gewann sowohl das Nachholspiel 3:1 in Neustrelitz und zu Hause 4:0 über den FC Schönberg 95. Hervorgehoben werden muss das Erstarken der Südberliner im Stadion Lichterfelde. Kompliment. Am kommenden Spieltag steht das Derby beim BAK 07 an. Freude und Hoffnung beim Tabellenletzten TSG Neustrelitz. Infolge einschneidender Maßnahmen: RB Leipzig II (3.) und Schönberg 95 (14.) ziehen zum Saisonende ihre Mannschaft zurück. Damit stehen sie als Absteiger fest. Jeglichem Leistungsgedanken zum Trotz, es wird wohl diesmal keinen Absteiger geben (3 waren vorgesehen)  Aus der 3. Liga steigt wohl kein Nordost-Verein ab und Hansa Rostock (13. – in Liga 3 so gut wie gerettet) hat nicht fristgemäß für die Regionalliga gemeldet.

Christian Zschiedrich

Hertha kann doch noch gewinnen

Grafik: Sportick

Allerdings stellte sich der FC Augsburg wie ein Absteiger Nr.1 mutlos und harmlos vor. Die Gäste waren wirklich in allen Belangen das schwächste Bundesliga-Team – aktuell Schießbude genannt – was in dieser Saison in Berlin aufgetreten ist. Nach 33 Minuten tauchten sie das erste Mal im gegnerischen Strafraum auf. Bei herrlichstem Fußballwetter kamen am Sonntag-Nachmittag – es geht ja schließlich um Europa – 43.451 Zuschauer. Die Befürchtungen, dass Hertha nach drei Niederlagen in Folge, wie in der letzten Saison, in der Rückrunde absackt, bestätigte sich also nicht. Dennoch Herthas Aufbauspiel war mir zu lahm und bedächtig. Ich war drauf und dran zu schreiben, warum schießt ihr so wenig aus der zweiten Reihe. Ihr beraubt euch sogenannter zweiter Bälle, wenn der Torwart einen Schuss nicht festhalten kann oder vom Gegner abgefälscht wird. Es lief gerade Minute 12, ein nicht weit genug abgewehrter Ball kam genau auf Stocker, der fackelte nicht lange, zog mittig außerhalb des Strafraums ab, John Brooks hielt die Glatze hin. Natürlich wollte Stocker direkt aufs Tor ballern. Was soll’s, es stand 1:0. Das 2:0 durch Stocker, war nach guter Vorarbeit einfacher zu erzielen. Ibisevic setzte sich in imponierender Manier gegen zwei Augsburger durch, legte den Ball auf Kalou in die Gasse, dessen flache Eingabe brauchte Stocker nur noch einzuschieben. Ein herauskombiniertes Tor mit viel Übersicht. Was zu loben ist, muss auch gelobt werden. Was danach kam, riss kaum einen im weiten Rund vom Hocker. Was nicht heißt, dass Augsburg nun alles auf eine Karte setzte. Rune Jarstein bekam so gut wie Nichts zu halten; er hätte auch in seinem Heimatland Urlaub machen können. Zehn Schüsse aufs Augsburger Tor ist mir gegen die Schießbude der Liga einfach zu wenig. Ende gut alles gut. Köln hat – aus Berliner Sicht zum Glück – 2:3 gegen Gladbach verloren. Hertha jetzt auf Tabellenplatz 5 hat 43 Punkte bei 6 ausstehenden Spielen. Mainz (A), Wolfsburg (H), Bremen (A), RB Leipzig (H), Darmstadt (A) und das letzte Spiel der Saison am 20.Mai Leverkusen (H). Darida ist wegen der 5.Gelben Karte gesperrt

Christian Zschiedrich