Nun rollt auch in der RL und OL der Ball wieder. Allerdings nicht einheitlich. Wegen Unbespielbarkeit (bzw. Schonung) der Plätze fielen zwei OL-Spiele aus: Tennis Borussia – Hertha 06 und Strausberg – Hertha 03. Wie kamen ansonsten die Vereine aus der Winterpause? Altglienicke musste nach Rathenow und es gibt einen neuen Tabellenführer, denn Rathenow gewann glatt 3:0. Altglienicke konnte den erhofften Schritt gegen den Verfolger Optik Rathenow sich Richtung Regionalliga entscheidend abzusetzen nicht verwirklichen, was ganz im Sinne der kompletten Oberliga ist. Ein Punkt weniger und ein Spiel weniger verspricht für enorme Spannung. Ebenso eine Bauchlandung vollzog der Malchower SV zu Hause 2:5 gegen Germania Schöneiche. Am Sonnabend kommt es zum Aufeinandertreffen der VSG Altglienicke gegen den Malchower SV. Und bereits am Freitag empfängt TeBe das in Malchow so stark auftrumpfende Team von Germania Schöneiche. Lichtenberg 47, Tabellendritter, gab sich gegen den 1.FC Frankfurt keine Blöße, siegte 2:1 und hat nun ebenfalls am Samstag gleich wieder ein Heimspiel größeren Kalibers gegen Tabellenführer Optik Rathenow. Gerne führen wir aus Berliner Brille zwei Heimspiele am Sonntag an: Hertha 03 (Tab.7.) gegen Schwerin(5.) und Hertha 06(9.) – Victoria Seelow(4.) in der Sömmeringstraße. In der RL …
fanden nur vier Spiele statt, fünf fielen aus. Aus Berliner Sicht spielte nur BAK 07 und gewann 1:0 in Meuselwitz. BFC Dynamo – Hertha BSC II, Viktoria 89 – Energie Cottbus und auch Babelsberg 03 – Carl Zeiss Jena fielen den Platzverhältnissen zum Opfer. Und bei der Witterungslage garantiert keiner für das Zustandekommen an diesem Wochenende. Die Terminnot wird immer größer. Bisher sind es bereits 23 Spielausfälle in der RL. Der Verband hat den Vereinen grünes Licht gegeben, sich untereinander auf Nachholtermine zu einigen. Und heute schon ist abzusehen, was sich infolge der absurden Qualifikation im Mai tun wird. Ein Hauen und Stechen ist vorprogrammiert. Drei Partien werden Jahr für Jahr, wie unbefriedigend und sinnentstellt, ausgelost. Auf dem Programm des 22.Spieltages stehen: Energie Cottbus – BFC Dynamo, BAK 07 – Auerbach, Luckenwalde – Viktoria 89, Hertha BSC II – ZFC Meuselwitz.
Christian Zschiedrich

der regulären Spielzeit aufgrund der Chancen aus der ersten Halbzeit gewinnen können. Ausgerechnet Kapitän Ibisevic hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Er ließ zwei Großchancen ungenutzt und wurde für Schieber (60.) ausgewechselt. Hertha ging durch Kalou‘s Treffer (27.) verdient in Führung. Borussia kam wie umgewandelt zum zweiten Durchgang aus der Kabine und belohnte sich durch Reus (47.) mit dem Ausgleich. Hertha rettete sich aufopferungsvoll kämpfend und mit Glück in die Verlängerung. Trainer Tuchel hatte bereits von den vier Wechseloptionen im Pokal Gebrauch gemacht, als sich Dembele‘ verletzte. Es hatte zunächst den Anschein, dass Hertha in Überzahl weiterspielen kann. Doch Dembele‘ kam zurück. Dafür erhielt Sokrates (119.) die Gelb-Rote Karte. Die Entscheidung per Elfmeterschießen sei, so wird es immer wieder behauptet, sei ein Lotteriespiel. Ich bin da anderer Meinung. Es ist nicht nur Glück, sondern Können gepaart mit Nervenkraft, dazu eingeübte Automatismen. Mitunter versagen sichere Schützen. Hat Pal Dardai ein mögliches Elfmeterschießen überhaupt trainieren lassen? Die Dortmunder trafen eben öfter. Das Schicksal nahm mit Lustenberger‘s Lattentreffer seinen Lauf und Salomon Kalou, war vom Punkt wohl zu selbstsicher. Er jagte die Kugel übers Tor.
Nur das vierte Viertel gaben die Wasserfreunde Spandau 04 in Uerdingen mit 3:4 an die Gastgeber ab. Mit einer souveränen Leistung in den ersten drei Vierteln (4:1, 4:0, 6:1) sicherten sich die Berliner deutlich mit 17:6 den so wichtigen Sieg und Selbstvertrauen für künftige Aufgaben. Trainer Petar Kovacevic forderte eine deutliche Reaktion. Das setzten die Spandauer nun auch in den ersten drei Vierteln endlich um. Mannschaftskapitän Marko Stamm war krankheitsbedingt nicht mit nach Uerdingen gereist und wird auch beim Champions-League-Spiel am kommenden Mittwoch, 08. 02. 2017, 18:00 Uhr, im ungarischen Szolnok fehlen. Trainer Kovacevic: „Wir müssen weiter hart arbeiten, um unser Selbstvertrauen wieder zu stärken und unseren eigenen Ansprüchen zu genügen“. Schließlich gilt es auch den Deutschen Meistertitel zu verteidigen. Die Favoritenrolle kann auf nationaler Ebene – nicht wie jahrelang gewohnt – den Berlinern zugeschrieben werden. Im Pokal sind die Berliner im Halbfinale gegen Waspo Hannover nach einer 4:9 Niederlage bereits ausgeschieden. Jeder einzelne Spieler müsse nun Kampfbereitschaft und großen Einsatz zeigen. Der Anfang wurde in Uerdingen gemacht. Centerspieler Mateo Cuk, fünffacher Torschütze, wurde zum „Spieler des Tages“ gewählt. Die anderen Torschützen waren M. Marzouki 3, N. Dedovic, M. Oeler, R. Saudadier 2 sowie T. Preuß, L. Gielen und M. Jüngling je 1 Tor.

Schauderhaft war das Wetter im Berliner Olympiastadion. Nasskalt, Temperaturen knapp über null, die Kälte kroch einem sofort unter die Jacke. Laut Ansage waren 33.425 zahlende Zuschauer gekommen, um sich ein Spiel anzusehen, das genauso genießbar war wie das Wetter. Der erste Angriffsversuch der Hertha war gleich von Erfolg gekrönt. Salomon Kalou gewann seinen gefühlt einzigen Zweikampf im Spiel, Flachpass von der linken Seite in Richtung Elfmeterpunkt, Vedad Ibisevic versucht an den Ball zu kommen, irritiert dadurch den Verteidiger, aber Genki Haraguchi steht goldrichtig und platziert den Ball in der rechten Torecke. Es war das schnellste Tor in dieser Saison, die erste Spielminute war gerade so vergangen. Über die restliche Spielzeit senkte sich mehr und mehr der Nebel des Grauens. Es fehlte zu viel, bei beiden Teams, um dieses Spiel als würdig für die 1. Bundesliga zu bezeichnen. Als kleine Entschuldigung lassen wir die schwierigen Platzverhältnisse gelten. Ingolstadt hatte am Ende nicht die individuelle Klasse, um aus der schwachen Vorstellung der „alten Dame“ Kapital schlagen zu können. Ansonsten ist jeder weitere Gedanke über dieses Spiel verschwendete Zeit. 3 Punkte sind im Kasten, Herthas Mühe wurde belohnt. Für Frank Zander, Sänger der Hertha-Hymne, war es ein schönes Geschenk. Feierte er doch am Spieltag seinen 75. Geburtstag.