LSB-Präsidium verabschiedet Sportstätten-Positionspapier

Das Präsidium des Landessportbundes Berlin hat auf seiner jüngsten Sitzung das Positionspapier„Sportinfrastruktur und Sportstätten in der wachsenden Stadt weiterentwickeln“ Bestandteil des Positionspapiers sind fünf Punkte:

  1. Forderung nach einem „Stadtentwicklungsplan Sport”
  2. Erhaltung und Aufstockung des Sportstättensanierungsprogramms
  3. Umbau des Jahn-Sportsparks in eine barrierefreie Sportanlage
  4. Erarbeitung eines Masterplans für den Olympiapark mit Olympiastadion
  5. Zukunftsorientierte Diskussion um ein Fußballstadion für Hertha BSC

 LSB-Vizepräsident Thomas Härtel erklärt: „Wir wollen unseren Athleten/-innen und unseren Vereinen in den Amateur- und Bundesligen optimale Voraussetzungen bieten. Eine sportlich und wirtschaftlich angemessene Basis für einen fairen Wettbewerb auf nationaler und internationaler Ebene soll gewährleistet werden. Sportliche Vielfalt heißt auch den Breiten- und Gesundheitssport zu sichern, zu fördern und weiterzuentwickeln. Sport ist ein wichtiger Teil der Daseinsvorsorge für alle Menschen in einer wachsenden Stadt.“

Regionalligist Altglienicke und Oberligist Tennis Borussia rüsten auf

Das muss hinblickend positiver Veränderungen auch sein. TeBe zählte zu Beginn der Saison mit Altglienicke zu den Favoriten.  Was Altglienicke gelungen ist, der Aufstieg in die Regionalliga, möchte TeBe in der kommenden Saison mit einem neuen Anlauf auch glücken. Großes Fiasko beim letzten Saisonspiel in Wismar. TeBe spielte mit 10 Mann; Tw Varrelmann sogar im Sturm. Altglienicke setzte mit den bekannten Björn Brunnenmann und Torsten Mattuschka auf Erfahrung und Routine zweier 36jähriger. Das Konzept ging auf. Bester Berliner RL-Vertreter ist Viktoria 89, 56 Punkte Tabellenvierter, Heim-Zuschauerschnitt 644. Natürlich nehmen wir noch alle führenden Berliner Clubs unter die Lupe .Als Nachfolger von Trainer Ersan Parlatan kehrt Ex-Profi Thomas Herbst nach 2 ½ Jahren an seine alte Wirkungsstätte Viktoria 89 zurück.  Bei TeBe lief es sportlich gar nicht so. Ein Zeichen der nicht erfüllten Erwartungen ist der Trainerwechsel. Seit dem 3.3.2017 gab’s auch im Vorstand Veränderungen. Wäre nicht Jens Redlich, der jetzige Vorstandsvorsitzende, mit Geld eingesprungen, Tennis Borussia stand wieder einmal vor der nächsten Insolvenz – die letzte schien noch gar nicht überwunden zu sein.. Heißt sowohl sportlich als auch finanziell lief die verkorkste Saison Hand in Hand. Umso verwunderter ist der enorme Zugewinn an Spielern. Hoffentlich mausert sich ein weiterer Geldgeber. Und bei Altglienicke ist man klug genug zu wissen, dass die Regionalliga zu halten eine Herausforderung ist, berücksichtigt man das Alter der Leistungsträger. Bisher sprechen sechs vielversprechende Neuverpflichtungen Bände:

Lukas Bache (20) vom BFC Dynamo

Igli Cami (19) von Energie Cottbus

Rene‘ Pütt (26) TSG Neustrelitz

Steven Marx (19) BSV Guben

Kevin Stephan (26) BAK 07

Kevin Kahlert (27) BAK 07

Tennis Borussia bestätigte bisher zehn Neuzugänge, wohlbemerkt bisher. Es sollen weitere kommen. Bis zur großen Saisoneröffnung am 02.09.17 ist ja noch lange hin. Zum neuen Kader hinzu gesellt sich Ex-Profi (u.a. Hertha BSC) Marco Sejna als neuer Torwarttrainer, dazu die Neuen:

Stephan Flauder (31) von BAK 07

Thiago Rockenbach (32) BFC Dynamo

Felix Robrecht (23) Hertha 03 Zehlendorf

Kevin Kruschke (25) SV Rödinghausen

Dragan Erkic (24) Optik Rathenow

Sabit Alimanovic (29) VSG Altglienicke

Nils Göwecke (25) BFC Dynamo

Leonard Tseke (28) VSG Altglienicke

Higinio Martin May Mecha (27) TuS Makkabi

Tino Schmunck (26) BFC Dynamo

Und ein Ende der Fahnenstange ist nicht absehbar. Interessant dabei, wer bleibt (?) oder gibt es einen Komplett-Austausch der ersten Mannschaft, dem Tabellensechsten der vergangenen Saison. Dem Traditionsclub ist Erfolg gegönnt.

Christian Zschiedrich

Grafik: Sportick

Die Berlin-Liga, die Landes-, Bezirksligen und Kreisklassen haben das Saisonende erreicht

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Sportick

Zum Abschluss gab’s noch einige Höhepunkte, Freuden und Tränen. In der obersten Berliner Liga, der Berlin-Liga standen ja Auf- und Absteiger bereits fest. Dennoch verwundert der zweistellige Sieg (10:2) des Nordberliner SC gegen den BSV Hürtürkel.  Beim Match der Traditionsclubs Füchse Berlin – Blau-Weiß 90, 2:3, hatten die Gäste vor 125 Zuschauer das Ende für sich gebucht. Zum Abschluss erwarteten Insider endlich eine Niederlage von Meister SC Staaken bei Stern 1900, doch Staaken siegte 3:2, beendete die Saison ohne Niederlage. Ein verblüffender Rekord setzt Maßstäbe für die Berlin-Liga. Im offenen Doppeldecker Bus ging‘s über den Kurfürstendamm zur Tribüne am Bahnhof Staaken und da wurde mit allen Staakener Anhängern so richtig gefeiert. Eintracht Mahlsdorf, Nichtaufsteiger als Vizemeister mit 78 Punkten, gewann auch auswärts. Bekanntlich verlässt Trainer Torsten Boer den Verein; die Mannschaft schenkte ihm zum Abschluss einen 4:1-Sieg beim 1.FC Wilmersdorf.  Im verspäteten Zieleinlauf setzte SD Croatia mit 7:0 gegen den TSV Rudow einer insgesamt großartigen Saison den Stempel auf und schnappte sich den dritten Platz. Noch einmal zur Vollständigkeit: Der SC Staaken steigt als einziger Club auf! BSV Hürtürkel, der 1.FC Wilmersdorf und BFC Dynamo II steigen in die Landesliga ab. Aus der 1.Abteilung der Landesliga steigen die SpVgg. Hellas NW und der 1.FC Schöneberg auf. Aus der 2.Abteilung sind es Sparta Lichtenberg und die Spandauer Kickers. Na dann auf eine neue spannende Saison. Nachzutragen ist, weshalb die Zweite von Eintracht Mahlsdorf als souveräner Meister der 1.Abteilung Landesliga nicht aufsteigt. In der Berlin-Liga spielt bereits die erste Mannschaft von Eintracht Mahlsdorf und zwei Mannschaften von ein und demselben Verein können nun mal nicht in einer Liga spielen. Was anderes wäre gewesen, wenn der Tabellenzweite auch aufgestiegen wäre. Beinahe hätte es ja auch geklappt.

Christian Zschiedrich

ALBA schärft Jugendprogramm / Dulibic wird neuer NBBL-Trainer

NBBL-Trainer Josef Dulibic. Foto: Alba Berlin

ALBA schärft sein Jugend-Leistungsprogramm: Josef Dulibic wird neuer Cheftrainer des NBBL-Teams (U19). Der 37-jährige Kroate, der in Deutschland aufgewachsen ist und fließend Deutsch spricht, hat 13 Jahre lang im renommierten Programm von Cibona Zagreb Talente entwickelt und war Assistenztrainer der Jugend-Nationalmannschaften Kroatiens. Gemeinsam mit ALBA-Cheftrainer Aito, dem JBBL-Trainerstab um Vladimir Bogojevic sowie den Coaches von Lok Bernau René Schilling und Sebastian Trzcionka wird Dulibic die Entwicklung der Talente des ALBA-Jugendprogramms vorantreiben. Nicht mehr Teil des Jugendprogramms sind der bisherige NBBL-Trainer Konstantin Lwowsky, der nach Chemnitz wechselt, sowie der bisherige Regionalliga-Trainer Patrick Femerling, dessen Regionalliga-Kader mit dem Kader der NBBL zusammengelegt wurde.

Henning Harnisch, ALBA-Vizepräsident und Leiter des Jugendprogramms: „Mit der deutschen Meisterschaft in der JBBL und dem Erreichen des Final Four in der NBBL waren wir in dieser Saison sehr erfolgreich. Wir wollen aber noch stärker an der Durchlässigkeit zum Profiteam arbeiten. Dafür haben wir unser Jugend-Leistungsprogramm gestrafft und gleichzeitig geschärft, denn unser erklärtes Ziel ist, Talente aus unserem Programm zu Spielern unseres Profiteams zu entwickeln. Wir danken Konstantin Lwowsky und Patrick Femerling für ihr großes Engagement im ALBA-Jugendprogramm und wünschen ihnen viel Erfolg für die Zukunft.“

ALBA-Sportdirektor Himar Ojeda: „Josef Dulibic ist ein erwiesener Experte auf dem Gebiet der Spielerentwicklung und damit nicht nur eine Bereicherung für unser NBBL-Team, sondern für unser gesamtes Jugend-Leistungsprogramm. Neben seiner Trainer-Tätigkeit in der U19 wird er sehr eng mit Cheftrainer Aito, den beiden Bernau-Coaches sowie dem JBBL-Trainerteam zusammenarbeiten. Außerdem wird er verstärkt individuell mit unseren größten Talenten sowie ausgewählten Spielern aus dem Profiteam arbeiten.“

NBBL-Cheftrainer Josef Dulibic: „Die NBBL-Mannschaft bei ALBA zu coachen, ist eine neue Herausforderung für mich, auf dich ich mich sehr freue. Meine neuen Kollegen hier habe ich als sehr kompetente Coaches kennengelernt, die mit großer Begeisterung und viel Enthusiasmus arbeiten. Ich habe schon alle Spieler aus unserem Leistungspool ausführlich unter die Lupe genommen und festgestellt, dass viel Talent vorhanden ist. Mein Ziel ist es, möglichst viele dieser Spieler an das Profiteam von ALBA BERLIN heranzuführen. Die Voraussetzungen dafür sind ausgezeichnet in diesem Programm.“

Vita Josef Dulibic

Josef Dulibic wurde am 22. Januar 1980 in München geboren und spielte bis zu seinem 18. Lebensjahr Basketball für MTSV Schwabing. Nach dem Abitur in Deutschland begann er ein Studium als Basketballtrainer an einer Sport-Hochschule in Zagreb. Zur Saison 2002/2003 stieß er zum kroatischen Traditionsclub Cibona Zagreb, wo er 13 Jahre lange sehr erfolgreich im Jugendprogramm arbeitete. Er wurde mit seinen Teams kroatischer U12-, U14- und U16-Meister und bereitete Spielern wie Marko Arapovic oder Nik Slavica den Weg für ihre Profikarriere. Seit 2011 ist er zusätzlich auch als Assistenztrainer für die kroatische U16-, U17-, U18- und U19-Nationalmannschaften tätig gewesen, wo er mit Ausnahmetalenten wie Dario Saric oder Mario Hezonja gearbeitet hat. In der vergangenen Saison 2016/2017 arbeitete Dulibic bei HKK Brotnjo in Citluk in Bosnien und Herzegowina als Cheftrainer des Herrenteams (zweite Liga) sowie der U18-Mannschaft.

Welcher Berliner Verein hat 36 Deutsche Meistertitel seit 1979

Richtig, es sind die Wasserfreunde Spandau 04! Im vierten Playoff-Finale gewannen die Spandauer 12:8 (4:1, 4:3, 2:3, 2:1) bei Waspo Hannover. Titelverteidigung mit dem entscheidenden dritten Sieg für den deutschen Rekordmeister gelungen. Seit 1979 sind es 36 x die Deutsche Meisterschaft. Das ist für Berlin einmalig. Manager Peter Röhle: „Wir haben Waspo von Anfang an den Schneid abgekauft“. Erfolgreichster Werfer der Berliner ist der Franzose Mehdi Marzouki mit vier Treffern. Die weiteren Tore: Dedovic, Restovic, Cuk (je zwei), je eins Stamm und Oeler. Spandau 04 bestimmte eindeutig den Spielrhythmus, auch als Gastgeber Hannover auf 11:8 herankam. Die Wasserfreunde gaben sich keine Blöße. 45 Sekunden vor dem Ende machte Moritz Oelers Tor alles klar. Wir gratulieren zu der außergewöhnlich guten Leistung.

Christian Zschiedrich

Alejandro „Aito“ Garcia Reneses ist neuer Cheftrainer von ALBA BERLIN

 

Eine der renommiertesten europäischen Basketball-Persönlichkeiten kommt nach Berlin: Die spanische Trainerlegende Alejandro „Aito“ Garcia Reneses wird neuer Cheftrainer von ALBA BERLIN. Mit neun spanischen Meisterschaften, fünf spanischen Pokalsiegen, fünf europäischen Titeln sowie dem Gewinn der olympischen Silbermedaille mit Spanien ist Aito einer der erfolgreichsten europäischen Coaches. Zudem wird er als einzigartiger Förderer junger Talente geschätzt: Zahlreiche Top-Stars wie Pau Gasol, Juan Carlos Navarro, Rudy Fernandez, Ricky Rubio oder Kristaps Porzingis hat er entwickelt. Aito unterschrieb gestern Abend einen Zweijahres-Vertrag bei ALBA.

Stimmen

ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi: „Wir haben uns klar positioniert: Wir wollen gute Spieler weiterentwickeln und gleichzeitig auf hohem Niveau wettbewerbsfähig sein. Dafür ist Aito genau der Richtige. Er wird unserem Programm auf vielen Ebenen wichtige Impulse zur Qualitätssteigerung geben können.“

ALBA-Sportdirektor Himar Ojeda: „Aito verkörpert die perfekte Kombination aus Talentförderung und sportlichem Erfolg. Bei seinen bisherigen Trainerstationen hat er es geschafft, Spieler zu entwickeln und gleichzeitig erfolgreich zu sein. Wir freuen uns sehr, dass Aito diese Arbeit nun bei ALBA fortsetzen wird.“

ALBA-Cheftrainer Alejandro „Aito“ Garcia Reneses: „Ich freue mich auf die Aufgabe, junge deutsche Spieler zu entwickeln. ALBA BERLIN ist ein ambitioniertes Programm mit viel Tradition, Berlin ist eine spannende Stadt. Ich hoffe ich kann dabei helfen, den Club noch besser zu machen.”

Vita Alejandro Garcia Reneses

Geboren wurde Alejandro „Aito“ Garcia Reneses am 20. Dezember 1946 in Spaniens Hauptstadt Madrid. Mit 13 Jahren begann er Basketball zu spielen, war als Point Guard für Estudiantes aktiv, wenig später auch für die Junioren-Nationalmannschaft seines Heimatlandes. Nach fünf Jahren bei Estudiantes schloss er sich dem FC Barcelona an, beendete 27-jährig seine Spielerkarriere und wechselte an die Seitenlinie. Von 1973 bis 1983 coachte er Cotonificio Badalona und übernahm in dieser Zeit auch die Junioren-Auswahl Spaniens. Über Joventut Badalona führte sein Weg 1985 zum ruhmreichen FC Barcelona. Als Headcoach und zwei Jahre als General Manager blieb er bis 2001 in Barcelona und sammelte unzählige Titel in der ACB und auf internationalem Parkett. Neun spanische Meistertitel und vier Pokalsiege schmücken seitdem seine Vita. 1986 konnte er mit Barca zudem den Europapokal der Pokalsieger, 1987 und 1999 den Korac Cup gewinnen.

Von 2003 bis 2008 kehrte er zurück nach Badalona und gewann 2006 den FIBA Cup, 2008 den ULEB Cup und einen weiteren ACB-Pokaltitel. Anschließend trainierte der Spanier drei Spielzeiten Unicaja Malaga, zwei weitere Baloncesto Sevilla und zuletzt bis 2016 Herbalife Gran Canaria. 2015 wurde er dort zum „Coach des Jahres“ im Eurocup gewählt. Erfolgreich war Garcia Reneses auch mit der spanischen Nationalmannschaft. 2008 übernahm er den vakanten Posten des Nationaltrainers und führte sein Land bis ins olympische Finale von Peking, wo sich Spanien erst nach großem Kampf der US-Auswahl geschlagen geben musste.

Nicht nur durch Titel hat sich der heute 70-Jährige einen ausgezeichneten Ruf in Basketball-Europa erworben. In seiner Zeit als Trainer entwickelte er zahlreiche Talente zu international gestandene Profispielern: Pau Gasol, Juan Carlos Navarro, Rudy Fernandez, Pau Ribas, Tomas Satoransky, Kristaps Porzingis – um nur einige wenige zu nennen. So lud Garcia Reneses den damals erst 14-jährigen Ricky Rubio zum Probetraining ein und ermöglichte ihm noch im selben Jahr sein Profi-Debüt mit Badalona. Heute gehört Rubio bei den Minnesota Timberwolves zu den besten Aufbauspielern der NBA.

Zwei Berlinerinnen reisen zur Beachhandball-EM nach Kroatien

Zur Beachhandball-EM 2017 in Kroatien hat der DHB  beiden SpreefüXXe Anna Blödorn und Sabrina Neuendorf in die Nationalmannschaft berufen. Wobei Sabrina Neuendorf schon 2003 beim Beachhandball dabei war. Das SNAPS-Foto der Juni-Ausgabe „Handball in Berlin“ (HiB) beweist ihre Beachhandball-Begeisterung hier schon im Jahr 2003.

Das weckt Erinnerungen, wie erfolgreich der Deutsche und Berliner Frauen-Beachhandball von 2000 bis 2007 waren?

Denn hier stellte Berlin bis zu vier Beachhandball-Nationalspielerinnen, die mit den damaligen Nationalmannschaften bei den Europameisterschaften 2000 (Silber), 2002, 2004 (Bronze), 2006 (Gold) und 2007 (Silber) berufen wurden. Und ebenso bei den World Games 2001 (Silber) und der Weltmeisterschaft 2006 (Silber) in Brasilien sehr erfolgreich waren. Ihre Namen Alexandra Armenat, Katarina Hartenstein, Janin Hetzer und Yvonne Remest. Sie gehörten dem damals mehrfachen Deutschen Beachhandball-Meister sowie Vizemeister Flying Kangaroos Berlin an und waren Spielerinnen von GutsMuths/BTSV sowie Berliner TSC.

Was heißt eigentlich Pause (?) in allen Ligen

Kommentar von Christian Zschiedrich Foto: Sportick

Pause ist keineswegs mit Nichtstun zu verwechseln. Gewiss benötigen die Akteure in Zeiten weniger Belastungen doch das Kräftesammeln, physisch und psychisch. Abschalten, Ausruhen, so sehr es gegönnt ist, kann die Motivation für künftige Taten sein. Wettkampfunterbrechungen und wie differenziert damit umzugehen ist, muss gelernt sein. Ich werde kein Konzept hier aufstellen, was in der Sommerpause alles getan werden muss. Der ein und andere Trainer gibt einigen Spielern sogar Verhaltenspläne mit auf den Weg. Wie gut erholt der ein und andere Spieler die neuen Aufgaben angeht, wird sich bald zeigen. Hat er sich weiterhin vernünftig ernährt und doch etwas bewegt, kommt er übergewichtig aus der Sommerpause, in welcher Verfassung, psychisch und physisch, ist jeder meiner Mitstreiter für die Coachs im Hinblick auf kommende Aufgaben? Mit solchen Überlegungen und Praktiken geht es in die neue Saison.

Wir betrachten erst einmal das Erreichte und fangen nicht wie gewohnt ganz oben an. In die Berlin-Liga aufzusteigen haben die Spandauer Kickers und Hellas Nordwest geschafft. Glückwunsch. Türkiyemspor und Sparta Lichtenberg können es am kommenden letzten Spieltag noch schaffen. Von der Berlin-Liga in die Oberliga gibt es einen Aufsteiger und der heißt SC Staaken. Wir gratulieren. Die VSG Altglienicke haben wir als Aufsteiger von der Oberliga in die Regionalliga bereits beglückwünscht, Optik Rathenow scheiterte leider in der Relegation gegen Germania Halberstadt.  Zu Hause 3:3 und auswärts 3:1 für Halberstadt. Allerdings wird zu Recht starke Kritik am System geübt. Z.B. stürzen sechs (6) Südwest-Regionalligisten in die Fünft-Klassigkeit. FK Pirmasens auch als 14. der 19 Clubs. Dagegen bleibt der SC Paderborn als 18. in Liga 3. Aus der Regionalliga Nordost muss gar kein Verein absteigen. Der Tabellenletzte Neustrelitz bleibt drin. Von den beiden Oberliga-Zweiten darf dagegen nur einer aufsteigen. Mit 70 Punkten und einer tollen Saison bleibt es Optik Rathenow verwehrt. Ich wiederhole: Hier stimmt etwas nicht am System.

Ein Blick zur Jugend: Hertha 03 Zehlendorf triumphierte bei der A-Jugend im Berlin-Pokal. Die A-Jugend des 1.FC Union kehrt in die Bundesliga zurück. Hertha BSC wurde mit 57 Punkten hinter Wolfsburg Vizemeister und baut den gesamten Trainerstab um.

In den oberen Ligen blüht das Bäumchen-wechsle-dich-Spiel. Darauf gehen wir gesondert ein. Hertha scheint mit Selke gut eingekauft zu haben und der Abgang von Brooks nach Wolfsburg könnte verkraftet und kompensiert werden. Union blieb der Aufstieg ins Oberhaus verwehrt, ist aber ebenfalls auf dem Transfermarkt sehr aktiv. Auch auf die Trainingslager kommen wir später zu sprechen. Vor Meisterschaftsbeginn steht zuallererst der DFB-Pokal auf dem Programm. Ein Glückslos überkam dem BFC Dynamo als Berlins Pokalsieger. Es wäre doch gelacht, würden sie Schalke 04 nicht in die Knie zwingen. Schwerer aber auch lösbar hat es Union beim 1.FC Saarbrücken. Und Hertha hat je gewisse Übung in der ersten Runde auszuscheiden. Dennoch müsste ein Europa-League-Teilnehmer auch Hansa Rostock schaffen.

Christian Zschiedrich

Wieder entscheidet der letzte Wurf – Füchse Berlin erneut Deutscher Meister der B-Jugend

Foto DHB

Wie bei den A-Jungen wurde auch das Finale um die Deutsche Meisterschaft der B-Jungen von einem einzigen Wurf entschieden. In einem dramatischen Final-Rückspiel hatten die Füchse Berlin das bessere Ende für sich und erkämpften sich bei der SG Kronau/Östringen ein 21:21 (12:10) und somit den kleinen, aber entscheidenden Vorteil. Nach dem 20:20 im Hinspiel entschied das eine mehr erzielte Auswärtstor die Meisterschaft zu Gunsten der Füchse Berlin.

Die Stadthalle in Östringen bot den perfekten Rahmen für das alles entscheidende Duell der beiden besten Jugendteams dieses Jahrgangs. 900 Zuschauer verwandelten die Stadthalle Östringen in einen brodelnden Hexenkessel. Der Wichtigkeit und dem Niveau angemessen, oblag die Spielleitung dem DHB-Elitekader-Gespann Christoph Immel und Ronald Klein, die die umkämpfte Partie souverän über die Bühne brachten.

Dass sich beide Mannschaften auf Augenhöhe begegneten, unterstreicht der Spielverlauf. Die beiden offensiv ausgerichteten Abwehrreihen dominierten das Spielgeschehen. Die Angreifer taten sich auf beiden Seiten schwer. Über die Stationen 2:2, 3:2, 3:3 und 4:4 erspielten sich die Hauptstädter zunächst einen kleinen Vorteil und schoben sich beim 6:4 (13. Spielminute) erstmals mit zwei Treffern nach vorne. Doch die Gelbhemden um Trainer Daniel Meyer bissen sich zurück und dem robusten Kreisläufer Lukas Wichmann gelang zum 6:6-Ausgleich.

In der Folge übernahmen die Füchse wieder das Kommando und konnten sich zwei Minuten vor dem Seitenwechsel sogar erstmals mit drei Treffern in Front werfen und gingen mit dem 12:10-Vorspung in die Kabinen. Die knappe Führung behauptete das Team der Trainer Bob Hanning und Fabian Lüdke in den ersten Minuten nach Wiederbeginn, verlor dann aber kurzzeitig den Faden. Die Meyer-Sieben nutzte das zu einem 4:0-Lauf. Maßgeblich daran beteiligt war der baumlange Rückraumlinke der Junglöwen, Theo Surblys. Der sollte in der dramatischen Schlussphase noch eine von zwei tragenden Rollen übernehmen.

Die Füchse behielten trotz der zwischenzeitlichen Torflaute kühlen Kopf. „Wir haben die Krisenmomente überlebt“, kommentierte Hanning diese und spätere Phasen, in denen sich seine Schützlinge nicht aus der Bahn werfen ließen. Denn nach dem 16:16 durch den fünffachen Torschützen Lukas Hopp, legten die Gastgeber immer einen Treffer vor. Übrigens hatten die Berliner in dieser Szene auch das nötige Quäntchen Glück. Denn Hopps Wurfversuch wurde vom Abwehrblock unhaltbar für den stark haltenden Niklas Gierse abgefälscht.

Auf der Gegenseite hielt Erik Ulrich ebenfalls überragend und bewahrte seine Farben vor höheren Rückständen. Beim 18:19 aus Füchse-Sicht parierte der Schlussmann noch spektakulär gegen den frei vor ihm auftauchenden Lukas Wichmann, doch gegen den Nachwurf von Yessine Meddeb war der Keeper machtlos.

Das Final-Rückspiel steuerte auf die dramatische Schlussphase hin, in der beide Teams die Möglichkeiten zu einer Vorentscheidung hatten. 30 Sekunden vor Ende kamen die Süddeutschen noch einmal in Ballbesitz. Doch die Berliner Abwehr schien zu wissen, welche Taktik Meyer in seiner letzten Auszeit ausgegeben hatte. Denn beim finalen Wurfversuch Surblys waren die Füchse-Verteidiger und Schlussmann Ullrich auf dem Posten. Der Rest war Jubel auf der einen und Enttäuschung auf der anderen Seite.

Stimmen zum Spiel:

Daniel Meyer (Trainer SG Kronau/Östringen): „Das ist natürlich das bitterste, was passieren kann. Wir haben in der ganzen Saison nicht verloren und sind nicht Deutscher Meister. Ich hoffe, dass wir das in einigen Wochen als Gewinn der Silbermedaille begreifen und nicht als Final-Niederlage. Beide Abwehrreihen haben das Spiel dominiert. Beide Mannschaften waren sehr stabil, haben es aber durch leichte Fehler verpasst, das Spiel zu entscheiden. Der Rahmen heute war absolut bombastisch. Das war Werbung für unsere Sportart. Es hat einfach nur Spaß gemacht, mit den Jungs hier heute auf der Platte zu stehen.“

Bob Hanning (Trainer Füchse Berlin): „Eine absolute Doublette zu unserem A-Jugendfinale, das wir ja durch einen vergebenen Wurf nach der Schlusssirene verloren haben. Heute haben wir Krisenmomente überlebt. Der Ausgang ist vielleicht ein wenig glücklich für uns. Aber es war ein großer Fight von beiden Mannschaften. Bei aller Emotionalität war es ein überragender Umgang der jungen Menschen untereinander. Das Schiedsrichter-Gespann hat eine super Leistung geboten.“

Baseball – 2 Siege für die Sluggers

Die Berlin Sluggers haben bei ihren zweiten Heimauftritt in der aktuellen Saison in der 2. Baseball-Bundesliga Nordost Aufsteiger Braunschweig Spot Up 89ers besiegen können. Bei bestem Baseballwetter wurden den Zuschauern zwei spannende Spiele geboten. Spiel 1 endete 11:7 und Spiel 2 mit 6:4 für die Mannschaft aus dem Süden Berlins, beheimatet im Paul-Rusch-Stadion am Kölner Damm.

Im zweiten Spiel führten die Sluggers bereits mit 3:0 nach drei Innings. Die Gäste gaben sich, wie in Spiel 1, nicht so schnell geschlagen und konnten im fünften Inning zum 3:3 ausgleichen. Bereits ein Inning später stellten die Sluggers wieder einen 3 Punkte Vorsprung her. Im siebten und letzten Inning gestatteten sie den Braunschweigern nur noch einen Punkt. Gegen 19:30 Uhr war es geschafft und die Saisonsiege Nummer 7 und 8 unter Dach und Fach. Im gesamten Spiel 2 stand Pitcher Parsa Bergengrün auf dem Mound.

Mit bisher lediglich 2 Niederlagen führen die Sluggers zusammen mit Erstligaabsteiger Hannover Regents die Tabelle an. Die sehr ambitioniert in die Saison gegangenen Berlin Flamingos unterlagen auswärts in Hannover mit 2:4 und 0:4 sind aktuell Tabellendritter mit 5 Siegen nach 10 absolvierten Spielen. Die Sluggers sind mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden und liegen über den Erwartungen. Am 25. Juni geht es weiter, die Hannover Regents werden zu Gast sein. Das Spitzenspiel zwischen zwei Mannschaften, die nicht unbedingt den Aufstieg im Visier haben.

Hans-Peter Becker

Parsa Bergengrün holte den Sieg in Spiel 2 . Foto: Hans-Peter Becker