Eisbärenlegende Stefan Ustorf

Foto: Hans-Peter Becker
Foto: Stefan Wenske

Es war eine nette Erinnerung an vergangene Eisbärenzeiten. Stefan Ustorf bekam seine Bannerzeremonie. Die Nummer 14 wird kein anderer Spieler der Eisbären mehr tragen. Für die Eisbären bestritt er 426 DEL-Spiele, seine Bilanz 111Tore und 229 Vorlagen, die daraus resultierenden 340 Scorerpunkte bedeuten Platz acht in der ewigen, vereinseigenen Wertung. An 6 der 7 Meistertitel in der DEL Geschichte der Eisbären war er direkt beteiligt. Der Rahmen für die Ehrung passte, die Halle am Ostbahnhof war ausverkauft. Erstaunlich war das Schuhwerk von Ehefrau Jodie, die mit sehr gewagten Absätzen die Eisfläche an der Seite ihres Mannes betrat. Stefan Ustorf ist der fünfte Spieler, dessen Nummer nicht mehr vergeben wird und bei Spielen unter dem Hallendach hängt. Der erste Spieler, dem diese Ehre zuteil wurde war Mark Beaufait (2011), es folgten Sven Felski und Steve Walker (2014). Im vergangenen Jahr wurde Dennis Pederson auf diese Weise geehrt. In kurzen Videobotschaften kamen sie alle zu Wort. Zugegen war auch Peter Ustorf, der Vater von Stefan. Er blieb unter den Zuschauern. In der Saison 1997/98 spielte der damals 23jährige Stefan Ustorf für den bei den Eisbärenfans unbeliebten Ortsrivalen Berlin Capitals und Trainer war (bis Dezember 1997) sein Vater. In seiner Ansprache erinnerte Stefan Ustorf auch daran, dass seine Verpflichtung mit Beginn der Saison 2004/05 nicht gerade Jubelstürme bei den Anhängern der Eisbären ausgelöst hatte. Er konnte überzeugen und wurde ihr „Hooligan“. So gingen am 28. Dezember 2016 nochmals die „Ustorf Hooligan“ Rufe durch die Halle.

Hans-Peter Becker

Eisbären retten einen Punkt

Foto: Stefan Wenske

Die Bannerzeremonie für Stefan Ustorf war ergreifend für jeden Eisbärenfan. Das ist die Geschichte des Eishockeyspielers Stefan Ustorf. Im Anschluss gab es ein Eishockeyspiel, vor ausverkauftem Haus unter den Augen des sportlichen Leiters der Eisbären, eben jenes Stefan Ustorfs. Zu Gast war der Tabellenletzte die Krefeld Pinguine. Berlin war in der aktuellen Saison ein gutes Pflaster für die Mannschaft vom Niederrhein. Am 9. Oktober waren sie ebenso als Tabellenletzter angereist und traten mit 3 Punkten die Heimreise an. Es wurden dieses Mal 2 Punkte, die Eisbären kassierten erneut eine Heimniederlage. Nach 60 effektiven Spielminuten stand es 2:2. Daniel Pietta, der Topscorer der Pinguine sorgte in der 15. Minute für den ersten Treffer der Partie. Die Schiedsrichter hatten eine Strafe gegen die Eisbären angezeigt. Die Krefelder blieben in Puckbesitz

Foto: Stefan Wenske

und wechselten ihren Goalie gegen einen zusätzlichen Feldspieler, das hatte Erfolg. Die Eisbären hatten im gesamten 1. Drittel mehr Torschüsse, versuchten Druck zu machen, es gelang nicht viel. In der 18. Spielminute hatte Kapitän Andre Rankel die Möglichkeit auszugleichen. Sein schwach ausgeführter Penalty landetet im Fanghandschuh von Patrick Galbraith. Es stand ja überhaupt die Frage, wie wurde die herbe 1:7 Auswärtsniederlage, erlitten am 2. Weihnachtstag in Ingolstadt, weggesteckt. Darin Olver, zusammen mit Nicolas Petersen, mit 12 Toren erfolgreichster Schütze der Berliner, war nicht einsatzfähig. Dafür konnte Daniel Fischbuch wieder spielen. Vier Sturmreihen und drei Verteidiger-Pärchen standen Uwe Krupp zur Verfügung. Hinter der Bande der Krefelder stand der Rückkehrer Rick Adduono. Er soll das fast unmögliche für Krefeld noch versuchen zu schaffen. Das Sehnsuchtsziel heißt Platz 10 und wenigstens ein Playoff-Spiel im Königpalast. An den katastrophalen Ausmaßen, was den bisherigen Saisonverlauf betrifft, hat sich für Krefeld nicht viel geändert. Abwehr-schwach und leider bisher im Angriff nicht viel besser, dabei mit einem namhaften Kader ausgestattet und trotzdem läuft es nicht. Diese Frage gilt es zu beantworteten. Dagegen sehen die Probleme in der Hauptstadt fast bescheiden aus. Im Mittelabschnitt hatten die Eisbären erneut optische Vorteile, gleichzeitig wuchs mit zunehmender Spieldauer die Verunsicherung. Es gelang immer weniger. Das Publikum reagierte angesichts der Aktionen auf dem Eis mit Spott und Ironie. Da wurde Kaffee und Kuchen gefordert oder Freibier für alle. Als der letzte Spielabschnitt begann, hatte sich auf der Anzeigetafel nicht weiter bewegt. Bei Krefeld stand die Null. Sie stand bis zur 48. Spielminute. Endlich fiel der Ausgleich, Jamie Macqueen erzielte seinen Saison-Treffer Nummer 6. Der Center der 3. Sturmreihe wurde mustergültig freigespielt, der vorbereitende Pass kam von Florian Busch und es folgte eine sehenswerte Vollendung mit der Rückhand durch den Spieler, der in der vergangenen Saison mit Kassel Meister in der DEL II wurde. Davor spielte er in Crimmitschau und bei beiden wurde er der jeweils beste Torschütze. Die Krefelder, die wie im Oktober, äußert geschickt zu Werke gingen, schlugen in der 56. Minute zurück. Erfolgreich war die Parade-Reihe um Center Daniel Pietta. Torschütze war Dragan Umicevic, er trug sich – wie im Oktober – erneut in die Torschützenliste ein. Assistiert wurde der Treffer von Marcel Müller und Kyle Klubertanz. Die 1. Reihe der Krefelder, die können, wie Eisbären-Verteidiger Constantin Braun nach dem Spiel bemerkte, bei entsprechender Spielfreude noch ganze andere Truppen auseinandernehmen. Es war eine Menge Glück bei diesem Treffer dabei. Umicevic traf zunächst mit seinem Schuss den Schlittschuh eines Verteidigers und konnte dann seinen eigenen Abpraller verwerten. Genauso viel Glück hatten etwas später die Eisbären. Die Schluss-Sirene rückte bedrohlich nahe. 65 Sekunden waren noch auf der Uhr da zog Micky DuPont aus dem Rückraum ab und kam irgendwie durch, der Puck landete im Tor. Julian Talbot und Nicolas Petersen bekamen Scorerpunkte für diesen Treffer angeschrieben. Es gab eine Verlängerung zur Ermittlung des Zusatzpunktes. Den holten sich die Krefelder. Nach 61 Sekunden in der Overtime konnte Micky DuPont Marcel Müller nur noch mit einem Stockschlag am Torschuss hindern. Es gab erneut Penalty und der wurde verwandelt. Das Spiel war aus und Krefeld fuhr mit immerhin 2 Punkten nach Hause. Das Tabellenende konnten sie nicht verlassen, mit nunmehr 31 Punkten bleiben sie das schlechteste Team. Die Eisbären konnten wenigstens einen Punkt retten. Bisher stehen 48 Punkte zu Buche, das ist aktuell Tabellenplatz 8 und bedeutet Pre-Playoffs. Weiter geht es am Freitag in München, beim souveränen Tabellenführer. Zwar beginnt jedes Spiel beim Stande von 0:0. Angesichts des momentanen Zustandes der Eisbären wäre es ein Wunder, wenn in München was zählbares herausspringen sollte. Wunder gibt es immer wieder.

Hans-Peter Becker

 

Stimmen

Constantin Braun (Verteidiger Eisbären Berlin)

„Den Ausschlag hat ein getroffener gegen einen nicht getroffenen Penalty gegeben. Krefeld ist zwar auf Tabellenplatz 14, sie sind eigentlich besser. Beim Ausgleich ist es uns erstmals bei einer 6 zu 5 Überzahl Situation ein Tor gelungen. Was die Gesänge der Fans betrifft, auf dem Eis bin ich im Tunnel und bekomme nicht soviel mit, ansonsten herrscht in Deutschland Meinungsfreiheit.“

 

Rick Adduono (Trainer Krefeld Pinguine)

„Unser Torwart hat unter Druck großartig gehalten. Die Punkte sind wichtig für das Erreichen eines Playoff Platzes. Die Mannschaft hat gut zusammengespielt. In Berlin zu gewinnen ist immer toll.“

 

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin)

„Wir hatten viel Scheibenbesitz, Torchancen rausgespielt, wir betreiben großen Aufwand, sind aber nicht in der Lage uns dafür zu belohnen. Ich finde wir haben ein gutes Spiel gespielt und wenig zugelassen. Das Spiel heute war charakteristisch für den Lauf den wir gerade haben, wie hart wir arbeiten müssen, um 2 Tore zu erzielen.“

 

Spieldaten

Ort MB Arena Berlin

28.12.2016 19:30 Uhr

Zuschauer ausverkauft

Schiedsrichter Schimm, Willi – Daniels, Eric – Höfer, Marcus – Merten, Jonas

Endstand 2:3 nach Overtime

0:1/0:0/2:1/0:1

 

Eisbären Berlin

Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin

1. Reihe Busch, Florian – Wilson, Kyle – Petersen, Nick Rankel, – Braun, Konstantin – Gervais, Bruno

2. Reihe Rankel, André – Talbot, Julian – Machacek, Spencer – Roach, Alexander – DuPont, Micky

3. Reihe MacQueen, Jamie – Adam, Maximilian – Tallackson, Barry – Baxmann, Jens – Wissmann, Kay

4. Reihe Braun, Laurin – Fischbuch, Daniel – Ziegler, Sven – Jahnke, Charlie

Trainer Uwe Krupp

 

Krefeld Pinguine

Tor Galbraith, Patrick – Treutle, Niklas

1. Reihe Umicevic, Dragan – Pietta, Daniel – Müller, Marcel – St. Pierre, Nicolas – Klubertanz, Kyle

2. Reihe Collins, Mike – Rosa, Marco – Vasiljews, Herberts – Hambly, Timothy – Faber, Maximilian

3. Reihe Schymainski, Martin – Koziol, Lukas – Little, Mike – Vainonen, Mikko, Sonnenburg, Kyle

4. Reihe Mieszkowski, Mike – Ness, Martin – Orendorz, Kevin

Trainer Rick Adduono

In eigener Sache im alten Jahr 2016

Zwischen Weihnachten und Neujahr findet weniger Wettkampfsport insbesondere in allen Fußball-Klassen statt. In der sogenannten Winterpause gönnt der Terminplan sogar den Fußball-Profis etwas Erholung, bis im Trainingslager die Rückrunden-vorbereitung beginnt. Erst am 20. Januar 2017 geht es mit einer Begegnung am Freitagabend im Meisterschaftsprogramm wieder los, SC Freiburg – FC Bayern München. Unsere Hertha ist erst am Sonntag, 22.01.2017, wieder dran, mit dem Auswärtsspiel bei Bayer 04 in Leverkusen. Als ewig positiv denkender Mensch bin ich voller Optimismus, dass Hertha diesmal eine bessere Rückrunde als in der vergangenen Saison spielen wird.  Was heißt Rückrunde? In Leverkusen wird die letzte Begegnung der Hinrunde, der 17. Spieltag, ausgetragen. Als Tabellendritter mit 30 Punkten zu überwintern, das ist doch einfach super. Der 1. FC Union ist in Liga Zwei mit 28 Punkten Fünfter. Allerdings ist hier der 17. Spieltag bereits gelaufen. Deshalb geht es erst am Sonntag, 05. Februar 2017 (ausgerechnet) in Dresden wieder los. Hier ist ebenfalls ganz realistisch zu bemerken, für die Eisernen ist in dieser Saison noch alles drin, sogar der Aufstieg (zur Freude von Hertha). Was macht ein Journalist in meinem Alter zu dieser Zeit. Ich räume auf. Neulich waren mir die Unterlagen meiner Trainertätigkeit beim Spandauer Sportverein zum Vorschein  gekommen. Jetzt halte ich die Fußball-Woche vom 4. Juli 1988 in der Hand und finde darin ein Meisterschaftsbild mit Trainer Fritz Mauruschat und seinen beiden Söhnen Armin und Horst.  Armin hatte in jener Saison eine schwere Meniskus-OP zu überstehen. Ich zählte zu dem jüngsten Jahrgang, kam als einziger aus der B-Jugend und bekam bescheinigt, die Spielmacherrolle von Armin ausgefüllt zu haben. Die Saison schloss ich zudem als bester Torschütze ab. Letztendlich gewannen wir nicht nur die Berliner Meisterschaft, sondern das Double mit dem zusätzlichen Pokalsieg.  War es vielleicht ein großer Fehler? In der Saison darauf verließ ich TeBe. Warum und weshalb, darüber schrieb ich ausführlich in meinem Buch, als Pendler zwischen Ost und West. Ich spielte fortan in Leipzig.

Christian Zschiedrich

Eisbären – mit Leidenschaft 3 Punkte geholt

Foto: Hans-Peter Becker

Zum zweiten Mal im Dezember empfingen die Eisbären die Grizzlys Wolfsburg zum Kampf um die dringend benötigten Punkte. Der Heilige Abend stand unmittelbar bevor, die Ferien hatten begonnen und die Eisbären wollten gern ihren Fans einen Sieg auf den Gabentisch legen. Die Wolfsburger hatten was dagegen und übernahmen gleich die Initiative. Beide Mannschaften tragen sich mit Verletzungsproblemen. Die Wolfsburger hatten sogar einen Spieler weniger im Spieltags-Kader als die Eisbären. Erstmals im Einsatz war Neuverpflichtung Alexander Roach. Der Verteidiger spielte zusammen mit Micky DuPont in der ersten Verteidigungsreihe und übernahm den defensiven Part. Erstaunlich, obwohl er erst eine Trainingseinheit mit seinem neuen Team absolviert hatte, kam er erstaunlich gut zurecht. Auch die Umstellung auf die größere Eisfläche in Europa stellte kein Problem da. „Hockey ist Hockey“, war sein Kommentar dazu nach dem Spiel. Die Eisbären brauchten fast 6 Minuten, um den ersten Torschuss anzubringen. Er traf gleich ins schwarze. Spencer Machacek platzierte den Puck im Tor. Damit holten die Eisbären das berühmte Momentum auf ihre Seite. Nach zwei gespielten Dritteln hatten sie mehr Torschüsse als die Gäste. Sie zwangen Sebastian Vogl im Grizzly-Tor zu 23 Paraden, konnten ihn aber nicht überwinden. Das gelang den Gästen kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts. Gerrit Fauser nutzte die Chance. Die Eisbären holten sich die Führung zurück. In der 43. Minute verwertete Micky DuPont seinen

Der Neue, Nummer 4 Alexander Roach Foto: Hans-Peter Becker

eigenen Nachschuss und Wolfsburgs Goalie war erneut überwunden. In den verbleibenden Minuten hatten die Eisbären Chancen den berühmten Sack zu zumachen und die Gäste hätten ausgleichen können. Ab der 55. Minute bekamen die Wolfsburger nochmals eine Powerplay Möglichkeit, insgesamt hatten sie nur ganze zwei im gesamten Spiel. Nick Petersen musste wegen „einstecken des Pucks“ in die Kühlbox. Vorausgegangen waren zwei Situationen, wo es Strafen für Wolfsburg hätte geben müssen. Darüber war Petersen so erbost, dass er den Puck aufnahm und in Richtung Gegenspieler warf. Mit Glück und Geschick überstanden die Eisbären die kritische Situation. Die Schlusssirene sorgte für euphorische Weihnachtsstimmung. 3 ganz wichtige Punkte liegen erst einmal unter dem Gabentisch, bevor die Eisbären – ganz ungewohnt – am 2. Weihnachtsfeiertag auswärts in Ingolstadt antreten müssen. Ein Heimspiel steht im Jahre 2016 noch auf dem Plan, am 28. Dezember sind die Krefeld Pinguine zu Gast.

Hans-Peter Becker

 

Spieldaten

Ort MB Arena Berlin

23.12.2016 19:30 Uhr

Zuschauer 11.110

Schiedsrichter Brüggemann, Lars – Haupt, Bastian – Gemeinhardt, Thomas – Merten, Jonas

 

Eisbären Berlin

Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin

1. Reihe Rankel, André – Talbot, Julian – Machacek, Spencer – Roach, Alexander – DuPont, Micky

2. Reihe Busch, Florian – Olver, Darin – Petersen, Nick – Baxmann, Jens – Wissmann, Kay

3. Reihe MacQueen, Jamie – Wilson, Kyle – Tallackson, Barry – Braun, Konstantin – Gervais, Bruno

4. Reihe Braun, Laurin – Ziegler, Sven – Adam, Maximilian

Trainer Uwe Krupp

 

Grizzlys Wolfsburg

Tor Vogl, Sebastian – Brückmann, Felix

1. Reihe Furchner, Sebastian – Haskins, Tyler – Fauser, Gerrit – Dehner, Jeremy – Sharrow, Jimmy

2. Reihe Pfohl, Fabio – Voakes, Mark – Aubin, Brent – Krupp, Björn – Sharrow, Jimmy

3. Reihe Karachun, Alexander – Dixon, Stephan – Weiß, Alexander – Seifert, Patrick – Dehner, Jeremy

4. Reihe Mulock, Tyson – Diebelka, Lubor

Trainer Pavel Gross

„Beide Gegentore sind nach dem selben Muster gefallen. Zunächst wehrt Vogl den Puck ab und der Stürmer kann seinen eigenen Nachschuss verwerten, das darf nicht sein.“

Alle Jahre wieder…

Das Jahr 2016 ist fast vorüber. Jetzt freuen wir uns auf Weihnachten. Gönnen Sie sich ein paar besinnliche Stunden. Das Team von Sportick wünscht ein frohes Fest im Kreise ihrer Lieben. Dazu natürlich einen liebevollen, einfühlsamen und (auch an Herz) reichen Weihnachtsmann. Natürlich einen feuchtfröhlichen, vor allem guten Rutsch ins Neue Jahr. Bleiben sie gesund! Selbstverständlich sind wir im kommenden Jahr wieder für Sie unterwegs, immer auf der Suche nach Berichtenswertem vom Sport in Berlin. Das wie gewohnt unserer Art entsprechend, stets nach dem Warum und Wieso fragend und wenn es sein muss, kritisch die Hintergründe zu beleuchten. Wie unser Nußknacker die Nüsse, so knacken und analysieren wir das sportliche Geschehen, ohne uns für dumm verkaufen zu lassen. Das heißt, wir trauen uns weiter an unliebsame Themen heran und hinterfragen die Zusammenhänge. Ja, wir ticken für den Sport und lehnen uns in unserer Eigenart, um mehr als nur die Berichterstattung zu bieten, gern aus dem Fenster, ohne uns dabei zu verbiegen. Bis auf eine einzige Ausnahme bedanken wir uns für die absolut gute Zusammenarbeit. Also, machts gut Ihr lieben Sportler und Sportinteressierten.

Christian Zschiedrich

Hans-Peter Becker

Christian Zschiedrich gewinnt Weihnachtspokal des VDS

Christian Zschiedrich (mit Pokal) und Peter Herrman bei der Siegerehrung.(Foto: Sportick)

Der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) veranstaltete am 20. Dezember sein jährlich stattfindendes Skat-Turnier um den Weihnachtspokal. Ort des Geschehens war das Sport-Casino des SC Siemensstadt. Die Organisation lag in den bewährten Händen von Stefan Frase (RBB). Er selbst gewann den Hauptpreis, eine Weihnachtsgans im Jahre 2012. Ein Jahr später gebührte Heinz Hilb der Turniersieg. In diesem Jahr erklomm Heinz Hilb wieder das Podium. Es reichte für die Bronzemedaille. Peter Herrmann, der im Jahre 2015 den Turniersieg errang wurde Zweiter. 2016 heißt der Turniersieger Christian Zschiedrich, der neben dem Pokal auch einen Weihnachtsbraten mit nach Hause nehmen konnte. Glückwunsch und guten Appetit.

Hans-Peter Becker

Erste Saison-Niederlage für die BR Volleys

Foto: Eckhard Herfet

Vor 6.632 Zuschauern lieferten sich die BR Volleys und der VfB Friedrichshafen am Sonntag in der Max-Schmeling-Halle einen spannenden Schlagabtausch, ein nervenaufreibendes Spektakel. Coach Roberto Serniotti setzte zunächst auf die selbe Formation des Champions-League-Auftakts, startete mit Kapitän Robert Kromm und Steven Marshall im Außenangriff, den beiden Mittelblockern Aleksandar Okolic, Graham Vigrass, mit Sebastian Kühner als Zuspieler, Wouter ter Maat auf der Diagonalposition sowie Libero Luke Perry. Die Hausherren starteten furios. Mit starken Aufschlägen von Kühner und drei Monsterblöcken in Serie gingen die Berliner bis zur ersten technischen Auszeit in Führung (8:4) und hielten Friedrichshafen dank konstantem Service, stabiler Abwehr und variablen Angriffen in der Anfangsphase in jedem Satz auf Abstand ( Zwischenstände jeweils 12:8, 16:11, 18:12). Das aber reichte nicht gegen die sich mehr und mehr steigernden Gäste. Über 20:15, dann 21:19, war der VfB bei 22:21 bis auf einen Zähler dran. Dennoch, Kromm & Co holten sich die ersten Satzbälle (24:22), doch Friedrichshafen glich zum 24:24 aus. Vier weitere Male hatten die Berliner die Chance zum Satzgewinn, vier weitere Male machten ihnen die Friedrichshafener einen Strich durch die Rechnung. Im entscheidenden Moment behielt das Team von Trainer Vital Heynen die Nerven und brachte schließlich im dritten Anlauf per Block von Georg Klein den Durchgang ins Ziel (32:30). Insgesamt neun Mal, in allen Spielabschnitten hatten die Hauptstädter selbst die Chance zum Satzgewinn (30:32, 25:27, 27:29). Am Ende abgeklärter nutzten die Friedrichshafener ihre Möglichkeiten und verwandelten den alles entscheidenden Matchball durch Armin Mustedanovic (29:27).

Christian Zschiedrich

Keine Konstanz – Eisbären verlieren gegen Nürnberg

Foto: Stefan Wenske

„Ohne Halle wär hier gar nichts los“, so hörte sich ein Sprechchor der Eisbärenfans auf den Stehplätzen an. Was könnte damit gemeint gewesen sein ? Nur 9.690 Zuschauer wollten am Sonntagabend das Spiel in der DEL zwischen den Eisbären Berlin und den Ice-Tigers aus Nürnberg sehen. Es lag am Termin – Sonntagabend, dazu verkaufsoffener 4. Advent – und daran, dass die Eisbären einige Probleme haben. Die Saison droht erneut in die Kategorie „Übergang, wir hoffen auf die nächste“ abzurutschen. Gegen die aktuellen Spitzenteams, Platz 1 bis 6 der Tabelle, reicht es nicht. Nach 60 effektiven Spielminuten mussten sich die Eisbären den Nürnbergern (aktueller Tabellenzweiter) mit 1:3 geschlagen geben. Eisbären-Trainer Uwe Krupp brachte es unumwunden auf den Punkt: „Ja, wer das Spiel gesehen hat, es war für 40 Minuten eine deutliche Angelegenheit, Nürnberg war uns überlegen. Erst im letzten Drittel haben wir besser gearbeitet.“ Die Hausherren der MB Arena konnten nur fünf Verteidiger aufbieten. Kai Wissmann ging geschwächt durch eine Erkältung in das Spiel. Ab dem 2. Drittel konnte er nicht mehr eingesetzt werden. Den ersten Treffer im Spiel markierten die Gäste. In der 9. Minute verwertete David Steckel seinen eigenen Abpraller. Leonard Pfördel erhöhte in 25. Minute auf 2:0 aus Sicht der Ice-Tigers. Die Eisbären waren zwar bemüht, es gelang nicht viel. Selbst Powerplay-Chancen verstrichen wirkungslos. Die Hoffnung kam wenigstens ein bisschen zurück. Nach exakt 28 Spielminuten packte Verteidiger Constantin Braun den Hammer aus. Sein Schuss fand durch die Beine von Jochen Reimer den Weg in das Tor. Anschließend ging es munter weiter,

Foto: Stefan Wenske

nur ein weiterer Treffer fiel nicht. Die Führung der Nürnberger hielt bis in die Schlussminute. Die Eisbären nahmen eine Auszeit. Co. Trainer Marian Bazany gab die letzten Anweisungen vor dem Versuch, wenigstens einen Punkt zu retten. Es trafen die Nürnberger in Person von Steven Reinprecht ins verwaiste Eisbärentor. Der Deckel war drauf und der Sieg der Nürnberger ging in Ordnung. Der Schütze des einzigen Tores für die Eisbären, besagter Constantin Braun hatte lieber auf sein Tor verzichtet, wenn die Punkte in Berlin geblieben wären. Es fehlt bei den Eisbären an Konstanz. Im Moment wird ein Weg gesucht, wie sie wieder erlangt werden kann. Bis Weihnachten sind noch 6 Punkte zu vergeben. Am kommenden Mittwoch spielen die Eisbären in Schwenningen, bevor es am Tag vor Heiligabend zu einem erneuten Duell mit den Grizzlys aus Wolfsburg kommt.

Hans-Peter Becker

 

 

 

Spieldaten

EHC Eisbären Berlin vs Thomas Szabo Ice-Tigers Nürnberg 1:3 (0:1/1:1/0:1)

Ort MB Arena Berlin

 

18.12.2016 19:00 Uhr

Zuschauer 9.690

Schiedsrichter Aumüller, Roland – Schütz, Markus – Saleweski, Kevin – Westhaus, Volker

 

Eisbären Berlin

Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin

1. Reihe Rankel, André – Wilson, Kyle – Petersen, Nick – Braun, Constantin – Gervais, Bruno

2. Reihe Busch, Florian – Olver, Darin – Tallackson, Barry – Baxmann, Jens – Wissman, Kai

3. Reihe MacQueen, Jamie – Talbot, Julian – Machacek, Spencer – , Adam, Maximilian – DuPont, Micki

4. Reihe Braun, Laurin – Fischbuch, Daniel – Ziegler, Sven

Trainer Uwe Krupp

 

Thomas Sabo Ice Tigers

Tor Reimer, Jochen – Jenike, Andreas

1. Reihe Möchel, Marius – Steckel, David – Pföderl, Leonard – Syvret, Daniel – Jurcina, Milan

2. Reihe Ehliz, Yasin – Reinprecht, Steven – Reimer, Patrick – Festerling, Brett – Blacker, Jesse

3. Reihe Kozek, Andrew – Dupius, Philippe – Segal, Brandon – Martinovic, Sasa – Teubert, Colten

4. Reihe Prust, Brandon – Buzas, Patrick – Pfleger, Marco

Trainer Rob Wilson

„Wir wollten die Eisbären unter Druck setzen, wir wussten, dass sie personelle Probleme haben. Daher wollten wir vor allem die jungen Verteidiger unter Druck setzen, dass ist uns gut gelungen. Ein Tor mehr hätten wir schießen müssen, dass haben wir nicht geschafft. Ansonsten sind wir zufrieden. Insgesamt war es ein schweres Auswärtsspiel.“

Wasserfreunde erreichen das Halbfinale

Die Erfolge des Rekordmeisters Wasserfreunde Spandau 04 tun Berlin gut. Foto: Sportick

Im Viertelfinale besiegten die Wasserfreunde Spandau 04 in Plauen Blau Weiß Bochum deutlich mit 23:9 (3:1, 8:0, 6:5 und 6:3). Der Deutsche Meister konnte seine  Überlegenheit allerdings nur in den ersten beiden Vierteln, vor allem im zweiten Viertel des Spiels, zeigen. Acht Gegentore im dritten und vierten Viertel stimmen den Berliner Coach Petar Kovacevic nicht glücklich. Der Anspruch eines Deutschen Meisters sollte es sein, die Konzentration ein ganzes Spiel lang hoch zu halten. So  soll es am kommenden Mittwoch, ab 19.30 Uhr, im dritten Championsleague-Spiel sein. Die Berliner empfangen den ungarischen Vertreter OSC Budapest in der Schöneberger Schwimmhalle. Hier erwartet der Trainer hundert Prozent Einsatz und Konzentration seiner Spieler, über die gesamte Spieldauer. Nur so wird es möglich sein, gegen die Ungarn zu bestehen: „Es ist an der Zeit, dass wir unser tatsächliches Können unserem Publikum und unseren Fans zeigen.“ Die Begegnungen für die nächste Runde im Pokalwettbewerb wurde bereits ausgelost.Die Wasserfreunde treffen im neuen Jahr, am 27. Januar, auf den aktuellen Tabellenführer der Bundesliga W98 Waspo Hannover.

Christian Zschiedrich

Erste Saison-Niederlage für die BR Volleys

Foto: Eckhard Herfet

Vor 6.632 Zuschauern lieferten sich die BR Volleys und der VfB Friedrichshafen am Sonntag in der Max-Schmeling-Halle einen spannenden Schlagabtausch, ein nervenaufreibendes Spektakel. Coach Roberto Serniotti setzte zunächst auf die selbe Formation des Champions-League-Auftakts, startete mit Kapitän Robert Kromm und Steven Marshall im Außenangriff, den beiden Mittelblockern Aleksandar Okolic, Graham Vigrass, mit Sebastian Kühner als Zuspieler, Wouter ter Maat auf der Diagonalposition sowie Libero Luke Perry. Die Hausherren starteten furios. Mit starken Aufschlägen von Kühner und drei Monsterblöcken in Serie gingen die Berliner bis zur ersten technischen Auszeit in Führung (8:4) und hielten Friedrichshafen dank konstantem Service, stabiler Abwehr und variablen Angriffen in der Anfangsphase in jedem Satz auf Abstand ( Zwischenstände jeweils 12:8, 16:11, 18:12). Das aber reichte nicht gegen die sich mehr und mehr steigernden Gäste. Über 20:15, dann 21:19, war der VfB bei 22:21 bis auf einen Zähler dran. Dennoch, Kromm & Co holten sich die ersten Satzbälle (24:22), doch Friedrichshafen glich zum 24:24 aus. Vier weitere Male hatten die Berliner die Chance zum Satzgewinn, vier weitere Male machten ihnen die Friedrichshafener einen Strich durch die Rechnung. Im entscheidenden Moment behielt das Team von Trainer Vital Heynen die Nerven und brachte schließlich im dritten Anlauf per Block von Georg Klein den Durchgang ins Ziel (32:30). Insgesamt neun Mal, in allen Spielabschnitten hatten die Hauptstädter selbst die Chance zum Satzgewinn (30:32, 25:27, 27:29). Am Ende abgeklärter nutzten die Friedrichshafener ihre Möglichkeiten und verwandelten den alles entscheidenden Matchball durch Armin Mustedanovic (29:27).

Christian Zschiedrich