Alejandro „Aito“ Garcia Reneses ist neuer Cheftrainer von ALBA BERLIN

 

Eine der renommiertesten europäischen Basketball-Persönlichkeiten kommt nach Berlin: Die spanische Trainerlegende Alejandro „Aito“ Garcia Reneses wird neuer Cheftrainer von ALBA BERLIN. Mit neun spanischen Meisterschaften, fünf spanischen Pokalsiegen, fünf europäischen Titeln sowie dem Gewinn der olympischen Silbermedaille mit Spanien ist Aito einer der erfolgreichsten europäischen Coaches. Zudem wird er als einzigartiger Förderer junger Talente geschätzt: Zahlreiche Top-Stars wie Pau Gasol, Juan Carlos Navarro, Rudy Fernandez, Ricky Rubio oder Kristaps Porzingis hat er entwickelt. Aito unterschrieb gestern Abend einen Zweijahres-Vertrag bei ALBA.

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ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi: „Wir haben uns klar positioniert: Wir wollen gute Spieler weiterentwickeln und gleichzeitig auf hohem Niveau wettbewerbsfähig sein. Dafür ist Aito genau der Richtige. Er wird unserem Programm auf vielen Ebenen wichtige Impulse zur Qualitätssteigerung geben können.“

ALBA-Sportdirektor Himar Ojeda: „Aito verkörpert die perfekte Kombination aus Talentförderung und sportlichem Erfolg. Bei seinen bisherigen Trainerstationen hat er es geschafft, Spieler zu entwickeln und gleichzeitig erfolgreich zu sein. Wir freuen uns sehr, dass Aito diese Arbeit nun bei ALBA fortsetzen wird.“

ALBA-Cheftrainer Alejandro „Aito“ Garcia Reneses: „Ich freue mich auf die Aufgabe, junge deutsche Spieler zu entwickeln. ALBA BERLIN ist ein ambitioniertes Programm mit viel Tradition, Berlin ist eine spannende Stadt. Ich hoffe ich kann dabei helfen, den Club noch besser zu machen.”

Vita Alejandro Garcia Reneses

Geboren wurde Alejandro „Aito“ Garcia Reneses am 20. Dezember 1946 in Spaniens Hauptstadt Madrid. Mit 13 Jahren begann er Basketball zu spielen, war als Point Guard für Estudiantes aktiv, wenig später auch für die Junioren-Nationalmannschaft seines Heimatlandes. Nach fünf Jahren bei Estudiantes schloss er sich dem FC Barcelona an, beendete 27-jährig seine Spielerkarriere und wechselte an die Seitenlinie. Von 1973 bis 1983 coachte er Cotonificio Badalona und übernahm in dieser Zeit auch die Junioren-Auswahl Spaniens. Über Joventut Badalona führte sein Weg 1985 zum ruhmreichen FC Barcelona. Als Headcoach und zwei Jahre als General Manager blieb er bis 2001 in Barcelona und sammelte unzählige Titel in der ACB und auf internationalem Parkett. Neun spanische Meistertitel und vier Pokalsiege schmücken seitdem seine Vita. 1986 konnte er mit Barca zudem den Europapokal der Pokalsieger, 1987 und 1999 den Korac Cup gewinnen.

Von 2003 bis 2008 kehrte er zurück nach Badalona und gewann 2006 den FIBA Cup, 2008 den ULEB Cup und einen weiteren ACB-Pokaltitel. Anschließend trainierte der Spanier drei Spielzeiten Unicaja Malaga, zwei weitere Baloncesto Sevilla und zuletzt bis 2016 Herbalife Gran Canaria. 2015 wurde er dort zum „Coach des Jahres“ im Eurocup gewählt. Erfolgreich war Garcia Reneses auch mit der spanischen Nationalmannschaft. 2008 übernahm er den vakanten Posten des Nationaltrainers und führte sein Land bis ins olympische Finale von Peking, wo sich Spanien erst nach großem Kampf der US-Auswahl geschlagen geben musste.

Nicht nur durch Titel hat sich der heute 70-Jährige einen ausgezeichneten Ruf in Basketball-Europa erworben. In seiner Zeit als Trainer entwickelte er zahlreiche Talente zu international gestandene Profispielern: Pau Gasol, Juan Carlos Navarro, Rudy Fernandez, Pau Ribas, Tomas Satoransky, Kristaps Porzingis – um nur einige wenige zu nennen. So lud Garcia Reneses den damals erst 14-jährigen Ricky Rubio zum Probetraining ein und ermöglichte ihm noch im selben Jahr sein Profi-Debüt mit Badalona. Heute gehört Rubio bei den Minnesota Timberwolves zu den besten Aufbauspielern der NBA.

Zwei Berlinerinnen reisen zur Beachhandball-EM nach Kroatien

Zur Beachhandball-EM 2017 in Kroatien hat der DHB  beiden SpreefüXXe Anna Blödorn und Sabrina Neuendorf in die Nationalmannschaft berufen. Wobei Sabrina Neuendorf schon 2003 beim Beachhandball dabei war. Das SNAPS-Foto der Juni-Ausgabe „Handball in Berlin“ (HiB) beweist ihre Beachhandball-Begeisterung hier schon im Jahr 2003.

Das weckt Erinnerungen, wie erfolgreich der Deutsche und Berliner Frauen-Beachhandball von 2000 bis 2007 waren?

Denn hier stellte Berlin bis zu vier Beachhandball-Nationalspielerinnen, die mit den damaligen Nationalmannschaften bei den Europameisterschaften 2000 (Silber), 2002, 2004 (Bronze), 2006 (Gold) und 2007 (Silber) berufen wurden. Und ebenso bei den World Games 2001 (Silber) und der Weltmeisterschaft 2006 (Silber) in Brasilien sehr erfolgreich waren. Ihre Namen Alexandra Armenat, Katarina Hartenstein, Janin Hetzer und Yvonne Remest. Sie gehörten dem damals mehrfachen Deutschen Beachhandball-Meister sowie Vizemeister Flying Kangaroos Berlin an und waren Spielerinnen von GutsMuths/BTSV sowie Berliner TSC.

Was heißt eigentlich Pause (?) in allen Ligen

Kommentar von Christian Zschiedrich Foto: Sportick

Pause ist keineswegs mit Nichtstun zu verwechseln. Gewiss benötigen die Akteure in Zeiten weniger Belastungen doch das Kräftesammeln, physisch und psychisch. Abschalten, Ausruhen, so sehr es gegönnt ist, kann die Motivation für künftige Taten sein. Wettkampfunterbrechungen und wie differenziert damit umzugehen ist, muss gelernt sein. Ich werde kein Konzept hier aufstellen, was in der Sommerpause alles getan werden muss. Der ein und andere Trainer gibt einigen Spielern sogar Verhaltenspläne mit auf den Weg. Wie gut erholt der ein und andere Spieler die neuen Aufgaben angeht, wird sich bald zeigen. Hat er sich weiterhin vernünftig ernährt und doch etwas bewegt, kommt er übergewichtig aus der Sommerpause, in welcher Verfassung, psychisch und physisch, ist jeder meiner Mitstreiter für die Coachs im Hinblick auf kommende Aufgaben? Mit solchen Überlegungen und Praktiken geht es in die neue Saison.

Wir betrachten erst einmal das Erreichte und fangen nicht wie gewohnt ganz oben an. In die Berlin-Liga aufzusteigen haben die Spandauer Kickers und Hellas Nordwest geschafft. Glückwunsch. Türkiyemspor und Sparta Lichtenberg können es am kommenden letzten Spieltag noch schaffen. Von der Berlin-Liga in die Oberliga gibt es einen Aufsteiger und der heißt SC Staaken. Wir gratulieren. Die VSG Altglienicke haben wir als Aufsteiger von der Oberliga in die Regionalliga bereits beglückwünscht, Optik Rathenow scheiterte leider in der Relegation gegen Germania Halberstadt.  Zu Hause 3:3 und auswärts 3:1 für Halberstadt. Allerdings wird zu Recht starke Kritik am System geübt. Z.B. stürzen sechs (6) Südwest-Regionalligisten in die Fünft-Klassigkeit. FK Pirmasens auch als 14. der 19 Clubs. Dagegen bleibt der SC Paderborn als 18. in Liga 3. Aus der Regionalliga Nordost muss gar kein Verein absteigen. Der Tabellenletzte Neustrelitz bleibt drin. Von den beiden Oberliga-Zweiten darf dagegen nur einer aufsteigen. Mit 70 Punkten und einer tollen Saison bleibt es Optik Rathenow verwehrt. Ich wiederhole: Hier stimmt etwas nicht am System.

Ein Blick zur Jugend: Hertha 03 Zehlendorf triumphierte bei der A-Jugend im Berlin-Pokal. Die A-Jugend des 1.FC Union kehrt in die Bundesliga zurück. Hertha BSC wurde mit 57 Punkten hinter Wolfsburg Vizemeister und baut den gesamten Trainerstab um.

In den oberen Ligen blüht das Bäumchen-wechsle-dich-Spiel. Darauf gehen wir gesondert ein. Hertha scheint mit Selke gut eingekauft zu haben und der Abgang von Brooks nach Wolfsburg könnte verkraftet und kompensiert werden. Union blieb der Aufstieg ins Oberhaus verwehrt, ist aber ebenfalls auf dem Transfermarkt sehr aktiv. Auch auf die Trainingslager kommen wir später zu sprechen. Vor Meisterschaftsbeginn steht zuallererst der DFB-Pokal auf dem Programm. Ein Glückslos überkam dem BFC Dynamo als Berlins Pokalsieger. Es wäre doch gelacht, würden sie Schalke 04 nicht in die Knie zwingen. Schwerer aber auch lösbar hat es Union beim 1.FC Saarbrücken. Und Hertha hat je gewisse Übung in der ersten Runde auszuscheiden. Dennoch müsste ein Europa-League-Teilnehmer auch Hansa Rostock schaffen.

Christian Zschiedrich

B-Jugend: Hinspiel-Remis verspricht Hochspannung

Bob Hanning, Füchse Berlin. Foto: Christian Zschiedrich

Es ist die perfekte Dramaturgie. Sowohl die Füchse Berlin und die SG Kronau/Östringen können eine überragende Saison mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft krönen. Im Hinspiel trennten sich die beiden Bundesliga-Nachwuchsteams in Berlin vor 245 Zuschauern 20:20 (10:11). Die Entscheidung fällt am kommenden Sonntag um 16 Uhr in der Östringer Stadthalle. Das Final-Rückspiel wird wieder von sportdeutschland.tv live im Internet übertragen.

Von Beginn schenkten sich beide Teams nichts. Die Füchse versuchten mit einer offensiven 3:3-Abwehr den Rückraum der Junglöwen zu bändigen. Gästetrainer Daniel Meyer hatte im Vorfeld eher mit einer körperlich robusten 6:0-Abwehr der Gastgeber gerechnet und zeigte vor dieser durchaus auch Respekt: „Die stellt schon ziemlich was dar.“ Aber auch auf die offensive Variante waren seine Schützlinge scheinbar gut eingestellt. Die führten nach 13 Spielminuten mit 7:5 und nutzen die sich bietenden Räume clever aus. Kurz vor der Pause konterten die Süddeutschen den 7:7-Ausgleich mit drei Treffern in Serie wieder zum 10:7, mussten die Füchse aber wieder zum 10:11-Halbzeitstand herankommen.

Die Füchse hatten sich in den fünf Minuten vor der Pause wieder in die Partie zurückgekämpft, blieben aber in den ersten fünf Minuten nach Wiederbeginn selber torlos und sahen sich beim 10:13 abermals einem Drei-Tore-Rückstrand gegenüber. Auch weil die Chancenverwertung seiner Schützlinge Füchse-Coach Fabian Lüdke die Zornesröte auf die Stirn trieb. Doch Gästekeeper Niklas Gierse zeigte einige überragende Paraden. Auch deswegen behaupteten seine Vorderleute bis in die Schlussphase hinein einen knappen zwei-Tore-Vorsprung, ehe Lukas Hopp mit einem Doppelschlag noch den Ausgleich für die Berline herstellte.

Trainerstimmen: Fabia Lüdke (Trainer Füchse Berlin): „Wir werden hart mit uns ins Gericht gehen und schauen, was wir besser machen können. Taktisch werden wir im Rückspiel sicher besser agieren. Zum Glück haben wir mit dem Unentschieden praktisch eine erste Halbzeit herausgespielt. Am Sonntag werden wir mit ebenso viel Kampf, aber sicher auch einer konzentrierteren Leistung antreten. Wir werden alles geben, um den Titel erneut nach Berlin zu holen.“

Daniel Meyer (Trainer SG Kronau/Östringen): „Ich bin sehr glücklich mit der Leistung der Jungs. Ich finde, wir haben das die ganze Zeit hervorragend gelöst und es war am Ende sogar ein bisschen mehr drin als das Unentschieden. Es war eine hervorragende Abwehrleistung mit einem richtig guten Niklas Gierse. Vorne haben wir auch lange Zeit gegen die 3:3-Deckung der Berliner gut gespielt. Die Jungs hoffen natürlich, dass im Rückspiel die Östringer Stadthalle aus allen Nähten platzt.“

Carl Zeiss Jena hat den Aufstieg geschafft

Nach zwei nervenaufreibenden Aufstiegsspielen gegen Viktoria Köln ist der Meister der Regionalliga Nordost, Carl Zeiss Jena in die 3. Liga aufgestiegen. Zwar verlor der FC Carl Zeiss zu Hause vor 13.800 Zuschauern (ausverkauft) mit 0:1, der 3:2-Sieg im Hinspiel war der mehr geschossenen Auswärts-Tore wegen letztendlich ausschlaggebend. So sehr sich der Westmeister um den zweiten Treffer in Jena bemühte, Jena behielt die Nerven und ist nach fünfjähriger Abwesenheit in den Profifußball zurückgekehrt. Mit dem Schlusspfiff brachen alle Dämme, grenzenloser Jubel, der Nordostmeister wurde für den Erfolg gefeiert. Aus der Region gibt es heuer keinen Absteiger, weil die Zweite von RB Leipzig  nicht mehr antritt, dazu der FC Schönberg  sich aus finanziellen Zwängen zurückzieht. Und durch den Aufstieg von Jena gibt es einen zusätzlichen Aufsteiger aus der Oberliga. Südmeister Chemie Leipzig und Newcomer VSG Altglienicke sind regional angekommen. Rathenow und Halberstadt spielen den dritten Aufsteiger in dieser Woche aus.

Die NOFV Oberliga Nord hat ihre 30 Spieltage nun ebenfalls beendet. Lediglich der 1. FC Frankfurt steigt ab. Germania Schöneiche zieht die Mannschaft  zurück. Ein Phänomen der Regionalliga (die leidigen) und ebenso in der Oberliga. Die Platzierungen der Berliner Vereine:

  1. VSG Altglienicke, 3. Lichtenberg 47, 4. FC Hertha 03 Zehlendorf,  6. Tennis Borussia,

  2. CFC Hertha 06.

Das sieht auf dem Papier  ganz gut aus, lässt man die Existenzkämpfe ehemals führender Traditionsvereine mal außen vor. In der Sommerpause kann viel geschehen. Bei Tennis Borussia stellt sich die Frage, ob der Trainerwechsel wirklich was gebracht hat. Die Lila-Weißen basteln – nach verheißungsvollen Neuzugängen – weiter am Kader für die neue Saison.  Zum Saisonende hat TeBe ein unrühmliches Bild abgegeben. Das Hissen einer Regenbogenfahne ist mit den Fans einvernehmlich gelöst worden und bestimmt nicht des Pudels Kern. Was mir zu denken gibt, TeBe schaffte es nicht für die letzte Partie, 0:2 in Wismar verloren, elf Spieler zusammen zu kriegen. Sollte einfach nicht passieren, schadet sportlich und obendrein dem Image.

Christian Zschiedrich

Altglienicke steigt auf und Rathenow muss in die Relegation

Am letzten Spieltage schossen zwei Vereine – Optik Rathenow und CFC Hertha 06 – je sieben Tore. Der direkte Oberliga-Aufsteiger in die Regionalliga Nordost heißt mit 71 Punkten, VSG Altglienicke. Ein 2:2 in Lichtenberg bei 47 im Zoschke Stadion sorgte für dieses Punktekonto. Optik Rathenow (70 Punkte) fehlte mit dem weitaus besseren Torverhältnis 94:33 ein Pünktchen. Trainer Ingo Kahlisch: „Nach dem Abstieg haben wir eine überragende Saison gespielt und das Titelrennen lange offen gehalten.“ Noch besteht in zwei Entscheidungsspielen gegen den Tabellenzweiten der Oberliga Süd Germania Halberstadt  Aufstiegshoffnung. Am Mittwoch hat Rathenow im Stadion Vogelsang, 18.00 Uhr, Heimrecht. In der selben Woche geht es zum Rückspiel am Samstag, 14.00 Uhr, ins Friedensstadion nach Halberstadt.

Glückwunsch an Altglienicke! Der Verein war erst vor einem Jahr aus der Berlin-Liga gekommen und schaffte somit den Durchmarsch in die Regionalliga. 875 Zuschauer sahen das 2:2 bei Lichtenberg 47, dem Tabellendritten. Effektiv zu spielen war die Devise von Trainer Simon Rösner, der jetzt seine DFB-A-Lizenz erwerben möchte und das Coaching für die kommende Saison an Miroslav Jagatic übergibt. Der war zuletzt im Trainerstab der Nationalmannschaft Myanmars tätig. Zu den besten Spielern auf Seiten des Aufsteigers zählten zwei in Berlin überaus bekannte und nicht gerade sehr junge Akteure. Ein Blick auf die Torfolge:

1:0 (28.) Brechler  1:1 (42.) Brunnemann 1:2 (50.) Mattuschka 2:2 (81.) Einsiedel

„Brunne“ und „Tusche“ machten den Aufstieg von Altglienicke perfekt. Nach Einsiedels Ausgleich musste die VSG zwar noch zittern. Die Leitwölfe Torsten Mattuschka und Björn Brunnemann waren gefragt und es war Verlass auf sie.

Christian Zschiedrich

Die Füchse-Fußballer unter den Erwartungen

Fußballer Füchse Berlin. Foto: Christian Zschiedrich
Präsident Dr. Frank Steffel mit seinen Fußballern von Füchse Berlin. Foto: Christian Zschiedrich

Intro Füchse Fußball  Zwar ungefährdet mit 54:75 Toren auf Platz 14 der Berlin-Liga, die letzte Begegnung endete vor 50 Zuschauern 5:4 für den BFC Dynamo II. Beide Mannschaften konnten frei aufspielen, denn der BFC II war bereits als Drittletzter abgestiegen. Neun Tore, Fußballerherz was willst du mehr. Die Heimmannschaft verschenkte fast einen Vier-Tore-Vorsprung. Für die Füchse war es enttäuschend so weit zurück zu liegen. Platz 14 ist für den Traditionsclub, der einst in oberen Gefilden mitreißende Matches bot, keinesfalls erwartungsgemäß und mit Blick auf das Torverhältnis ein Zeichen von Instabilität. Am 33.Spieltag, Sonntag, 11.6., geht’s nach Neukölln zur DJK Schwarz-Weiß(13.). Der  Gastgeber hat nur einen Punkt mehr auf sein Habenkonto. Beide können wieder frei aufspielen. Am letzten Spieltag (34.) treffen im Fuchsbau, Sonntag, 18.6., 15.00 Uhr, zwei Traditionsvereine auf- einander. Blau-Weiß 90 ist auf dem 8.Rang besser platziert, was bei den Füchsen aber nichts heißen soll. Mit Blick voraus soll die Begegnung auch schon auf die kommende Saison gerichtet sein.

Christian Zschiedrich

B-Jugend erkämpft sich ein Unentschieden im Final-Hinspiel der Deutschen Meisterschaft

Intro Füchse Die B-Jugend der Füchse Berlin hat am Sonntag ein Unentschieden im Final-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft errungen. Gegen die SG Kronau/Östringen, die Jugendabteilung der Rhein-Neckar Löwen, stand es am Ende 20

20:20 (10:11). Bester Werfer für Berlin war Lukas Hopp mit 6/3 Toren. Das alles entscheidende Rückspiel startet am kommenden Sonntag um 16:00 Uhr in Kronau – auch dieses wird bei Sportdeutschland.tv wieder im Internet live gestreamt.

Die Jungfüchse starteten durchwachsen in die Partie, haben durch einfache Fehler in der Abwehr dem Gegner zu viele Möglichkeiten gelassen und waren beispielsweise in der 3-3-Deckung zu weit weg von den gegnerischen Kreuzungen. Dadurch entstanden Probleme beim Übergeben/Übernehmen und vor allem Luca Schmid, der für die Löwen fünf Mal einnetzte, kam viel zu häufig zum Zug.

Später fanden die Jungs des Trainergespanns Fabian Lüdke/Martin Berger besser in die Partie, belohnten sich jedoch häufig nicht für ihre Mühen. Erkämpfte Bälle wurden direkt wieder dem Gegner in die Arme gespielt oder freie Würfe scheiterten am gegnerischen Keeper Leon Wacker. Dennoch schafften die Berliner durch Tore von Aaron Krai (Unterarmwurf) und Lukas Hopp (Siebenmeter) den 10:11-Anschluss bis zur Halbzeit.

Hatten die Hausherren vor dem Seitenwechsel etwas Oberwasser, so gaben sie es in Halbzeit Nummer zwei wieder ab. Der über zehn Minuten erspielte Anschluss ging innerhalb einer Minute wieder verloren, indem zwei Bälle leichtfertig verschenkt und die daraus resultierenden Konter kassiert wurden. In der 27. Minute stand es so 10:13. Acht Minuten sollten die Jungs von Trainer Lüdke nicht mehr treffen, selbst sogenannte Hundertprozentige wurden vergeben, zwei Mal frei nach einem Konter vor dem gegnerischen Tor. Einzig die solide Deckung, die mittlerweile sehr offensiv agierte sowie Jan Jochens und Erik Ullrich im Tor verhinderten Schlimmeres.

In der 33. Minute gab es ein regelrechtes Hin und Her, als sowohl Jochens als auch Wacker jeweils zwei Gegenstöße in Folge parierten. Ein jubelnder Schlussmann übertraf den anderen. Auch, wenn die offensive 3-3-Deckung die SG teils hervorragend unter Druck setzte, gelang den Berlinern nicht der nötige taktische Kniff, um das Spiel für sich zu entscheiden oder gar zu dominieren. Einzig durch eine Energieleistung und den unbedingten Willen war es ihnen möglich, das Unentschieden zu forcieren. Am Ende scheiterten sie an vergebenen Chancen und der Tatsache, dass sie es dem Gegner zu einfach gemacht haben. Ärgerlich ist letztendlich zwar jeder Fehlwurf, besonders aber der Siebenmeter-Heber von Lukas Kazimierski, der – nicht mal knapp – hinters Tor segelte.

Unterm Strich war es sicher ein „Punktgewinn“ an diesem Sonntag, liefen die Jungfüchse doch die meiste Zeit einem Rückstand hinterher. 20 Gegentore in einem Spiel sind in Ordnung. Selber nur 20 zu erzielen beweist, dass im Angriff noch Potenzial nach oben ist. Sollte dies abgerufen werden, dann haben die Hauptstädter auch auswärts vor großer Kulisse gute Chancen, den Meisterschaftstitel zu verteidigen. Immerhin müssen sie nicht (wie die A-Jugend zuvor) einen Rückstand mit in die finale Partie nehmen.

„Wir werden hart mit uns ins Gericht gehen und schauen, was wir besser machen können. Taktisch werden wir im Rückspiel sicher besser agieren. Zum Glück haben wir mit dem Unentschieden praktisch eine erste Halbzeit herausgespielt. Am Sonntag werden wir mit ebenso viel Kampf, aber sicher auch einer konzentrierteren Leistung antreten. Wir werden alles geben, um den Titel erneut nach Berlin zu holen“, sagte Trainer Lüdke nach dem Spiel.

 

Der verregnete Sonntag in Berlin für die Turner

Mit diesen einleitenden Worten besuchte Christian Zschiedrich die Sport- und Turn-Enthusiasten auf der Sportmeile am Brandenburger Tor: Berlins bestes Symbol – das Brandenburger Tor! Seit gestern, dem 3. Juni nehmen die Turner unser Berlin ein. 70.000 Teilnehmer und mindestens so viele Begleiter, Freunde und Angehörige. Das sind über 140.000 Touristen in den nächsten sieben Tagen – mit einer bekannt großartigen Abschluss-SHOW im Berliner Olympiastadion. Na ja, man spricht ja zu Recht von der Welt-, Haupt- und Sportstadt Berlin, denn im Ausrichten von Großveranstaltungen – und nicht nur dabei – ist Berlin sportlich erste Sahne.

Valerie Marcinczak, Turnfest Berlin. Foto: Enrico Formowitz

Weshalb Petrus heute nur bedingt mitspielte, wer weiß warum. Es bleibt ein Highlight besonderer Güte, wenn sich so viele aktive Teilnehmer tummeln. Im Rahmen des Deutschen Turnfestes bietet der LSB Berlin die Sportmeile vorm Brandenburger Tor, ein Event mit sage und schreibe 50 Sportvereinen in den verschiedensten Sportarten. Also, lasst uns schauen, was so alles geboten wird. Regen hält doch nicht etwa Sportler von ihrem Vergnügen ab. In der Tat sammelte Sportick genügend Informationen zum Fest, in erster Linie für Sie und für Euch. Alles weitere in unserem TV-Beitrag.

Starker Auftritt der Wasserfreunde im Stadionbad von Hannover

Nikola Dedovic Foto: Wasserfreunde Spandau 04

Der Titelverteidiger aus Berlin zeigte im ersten Finalspiel um die Deutsche Wasserballmeisterschaft im Stadionbad von Hannover vor rund 400 Zuschauern eine ansprechende, konzentrierte Leistung. Der Auftritt des Herausforderers aus Hannover gestaltete sich ganz im Sinne des Artikels der Berliner Morgenpost tags zuvor. Dort hatte Carsten Seehafer, der Trainer von Waspo, die Bemerkung gemacht: „Wir wollen sehr gern Meister werden, müssen es aber nicht“.

W98 Waspo Hannover – Wasserfreunde Spandau 04 5:11 (0:2, 2:2, 2:5, 1:2)Torschützen. M. Marzouki, N. Dedovic 4, R. Saudadier, M. Čuk, L. Gielen 1

Das Team von Petar Kovacevic, das dem Beginn der Finalspiele bereits entgegenfieberte, ließ von Spielbeginn an keine Zweifel an seinen Ambitionen aufkommen. Die Berliner gingen bereits im 1. Viertel mit 2:0 in Führung und gaben diese auch nicht mehr her. Zwischenzeitlich konnten sie das Ergebnis sogar auf 8:2 Tore ausbauen.

Bei aller Freude über die gezeigte Leistung ist dieser Sieg nur das Ergebnis des ersten Finalspieles – aber damit der erste Schritt zur Meisterschaft. Am kommenden Wochenende wird in Berlin die Best-of-Five-Serie fortgesetzt. – Und dann lautet der Spielstand bei Anpfiff zuerst einmal 0:0.

Das Team der Wasserfreunde Spandau 04 ruft alle Wasserballfans in die Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg: “Wir brauchen Eure Unterstützung und zeigen Euch Wasserball der Spitzenklasse!“

Wasserfreunde Spandau 04 vs. W98 Waspo Hannover, 10.06.2017    16:00 Uhr,  11.06.2017    14:00 Uhr