Englische Woche Teil 2 – Union in Sandhausen

Die Ergebnisse stimmen (noch) nicht beim 1. FC Union. Gegen Braunschweig war eine Steigerung zu erkennen, nach dem Abpfiff war es still im Stadion. Eine Mischung aus Unmut, dass das Ergebnis wieder nicht stimmte und Anerkennung über die gezeigte Leistungssteigerung. Teil zwei der englischen Woche folgt am Dienstag. Zu spielen ist bei einem gefährlichen Gegner. Der SV Sandhausen steht aktuell in der Tabelle vor den Eisernen, mit den 11 Punkten nach 6 Spielen ist man mehr als zufrieden bei Sandhausener Dünen. Die Sandhauseber sind mit einem Sieg im Duell Pfalz gegen die Kurpfalz gestartet. Wenn auch sehr glücklich, wurde der 1. FC Kaiserslautern mit 1 : 0 bezwungen. Bei Sandhausen sind bewährte Stammkräfte nicht einsatzfähig. Der langjährige Kapitän Stefan Kulovits ist verletzt, ebenso wie Andrew Wooten und Stürmer Neuzugang Mirco Born.

Beim 1. FC Union sind Marc Torrejon und Kenny Redondo nicht einsatzfähig, ein Fragezeichen steht hinter Toni Leistner und Steven Skrzybski. In einer englischen Woche leidet oft die Frische, Jens Keller wird sich überlegen, im Kader zu rotieren. Eine Pause ist wohl für den einen oder anderen Stammspieler angebracht. Der SV Sandhausen wird gegen Union auf sein Umkehrspiel setzen. Nur 5 Gegentore haben die Sandhäuser in 6 Ligaspielen kassiert, das ist der beste Wert der Liga. In der letzten Saison haben die Eisernen im Hardtwald-Stadion mit 1 : 0 gewonnen, daran werden sie sich gern erinnern und auf eine Wiederholung hoffen. Für die reisewütigen unter den Union-Fans stellt ein Spiel am Dienstagabend, Anpfiff 18:30 Uhr eine Herausforderung dar, 2 Tage Urlaub und ein Fahrweg von 638 Km, wer die Strecke mit dem Auto bewältigen will. Geschätzt wollen sich etwa 500 Anhänger der Rot-Weißen auf den Weg machen. Sie hoffen darauf, dass in der Provinz – Sandhausen ist mit 14.500 Einwohnern der kleinste Zweitligastandort – endlich der Knoten platzen wird. Das Stadion fasst ca. 15.000 Zuschauer, in der vergangenen Saison hatten sie einen Schnitt von 6.200. Gegen Union dürfen die Dauerkarteninhaber des SV Sandhausen einen weiteren Besucher kostenfrei mit in das Stadion nehmen.

Hans-Peter Becker

Eisbären siegen weiter

Über Berlin schien die Sonne, spätsommerliches Wetter verlockte mehr dazu einen Ausflug unternehmen, als den Kufensportlern in der Arena am Ostbahnhof zuzusehen. Nur, muss man sagen, 8.923 Zuschauer passierten die Eingänge. Der 4. Spieltag führte die Straubing Tigers nach Berlin. Es war das insgesamt 49 Aufeinandertreffen der Beiden. Die Straubinger nehmen erst seit der Spielzeit 2006/07 an der DEL teil. Sie haben einen der kleinsten Etats der Liga, jede Teilnahme an den Play-offs ist ein großer Erfolg. So heißt es fleißig Punkte sammeln, egal wie und wo. In der vergangenen Spielzeit standen sich beide zuletzt in den Pre-Playoffs gegenüber. Die Eisbären erreichten nach einem Overtime-Sieg in Straubing das Viertelfinale.

Beide begannen konzentriert und es entwickelte sich ein rasantes Eishockey-Spiel mit vielen Torchancen. Das Anfangsdrittel war ausgeglichen, beide Torhüter wurden trotz einiger Möglichkeiten nicht überwunden. Die Eisbären hatten mehr vom Spiel, das lag an den drei Strafzeiten, die Straubing kassierte. Die Eisbären hatten in den ersten 20 effektiven Spielminuten nur eine Unterzahlsituation zu überstehen. Straubing hat Spieler, die in Unterzahl über einen guten Schuss verfügen und ihr Power Play sah sich gut an, wenn es auch erfolglos blieb. Letztendlich wurde Petri Vehanen nur warmgeschossen.

Im Mittelabschnitt gingen die Gäste in Führung. Es war ein Konter, Steven Zalewski konnte sich gegen Micky DuPont durchsetzen, perfektes Anspiel und Jeremy Williams haut das Ding unter das Dach. Lange konnten sich die Gäste nicht an ihrer Führung erfreuen. Die Eisbären drehten innerhalb von 2 Minuten das Spiel. Thomas Oppenheimer kam frisch von der Strafbank, die Eisbären waren in Überzahl und bestraften einen Fehler der Abwehr. Mark Olver gab die Vorlage. Fast wäre Oppenheimer mit dem nächsten Angriff erneut ein Tor gelungen, doch Dimitri Pätzold war auf dem Posten. Die Führung fiel durch Mark Olver, nach einer schönen Vorarbeit von Daniel Fischbuch. Olver konnte Pätzold noch umkurven und den Puck in das Tor schieben. Weitere Tore fielen nicht mehr bis zur letzten Drittelpause. Es blieb intensiv und wurde teilweise handgreiflich. Unmittelbar vor der Drittelpause gerieten Eisbär Jonas Müller und Kyle Mackinnon aneinander. Es waren noch 24 Sekunden auf der Uhr, das um sich weitere Strafzeiten zu verdienen. Vehanen wurde gecheckt und revanchierte sich nach Art des Eishockey Torwart mit seiner Kelle, die den Übeltäter traf. Es wurde länger beraten. Vehanen bekam 2 Minuten, die Kai Wissmann für ihn auf der Strafbank verbüßte. Der Ablauf der Spieluhr erlöste zunächst die Eisbären, die durch die Strafe für Vehanen, eine 3 zu 5 Unterzahl zu überstehen hatten.

Mit der Unterzahlsituation begann der Schlussabschnitt, 90 Sekunden 3 gegen 5. Es wurde turbulent, der Puck ging nicht rein. Als alles überstanden schien, leistete sich Danny Richmond ein Beinstellen und da die Straubinger im Puckbesitz waren, nahmen sie schnell den Torwart vom Eis. Es versuchten jetzt 6 Angreifer gegen 3 Verteidiger zum Erfolg zu kommen. Das Eisbären-Tor blieb verschlossen. Erst hat man Glück und dann kommt noch Können dazu, als die Strafzeiten überstanden waren, leitete Micky DuPont einen Angriff ein, den er selbst vollendete. Ein satter Schlagschuss schlug ein, Pätzold griff daneben. Es war in der 44. Minute und das Tor war ein Wirkungstreffer. Es blieb bei dem Vorsprung und die Eisbären sicherten sich 3 weitere Punkte. Es war ein Spiel der besseren Sorte, was auf jeden Fall mehr Zuschauer verdient hätte. Das nächste Spiel ist wieder ein Heimspiel, am kommenden Freitag geben die Kölner Haie ihre Visitenkarte ab.
Hans-Peter Becker

DEL 4. Spieltag 17.09.2017
EHC Eisbären Berlin – Straubing Tigers
Ergebnis: 3 : 1 (0:0/2:1/1:0)

Ort: MB Arena
Zuschauer: 8.923

Eisbären Berlin
1. Reihe Noebels, Marcel – Aubry, Louis-Marc – Petersen, Nick – Hördler, Frank – Wissmann, Kai
2. Reihe Rankel, André – Olver, Mark – Fischbuch, Daniel – Richmond, Daniel – Parlett, Blake
3. Reihe MacQueen, Jamie – Sheppard, James – Backman, Sean – Müller, Jonas – DuPont, Micki
4. Reihe Buchwieser, Martin – Busch, Florian – Oppenheimer, Thomas – Baxmann, Jens
Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin
Trainer Uwe Krupp

Straubing Tigers
1. Reihe Connolly, Mike – Mackinion, Kyle – Hedden, Mike – Renner, Max – Yeo, Dylan
2. Reihe Williams, Jeremy – Zalewski, Steven – Zalewski, Michael – Madaisky, Austin – Klassen, Samuel
3. Reihe Röthke, René – Brandl, Thomas – Koper, Levko – Edwards, Maury – Dotzler, Alexander
4. Reihe Oblinger, Alexander – Loibl, Stefan – Schönberger, Sandro – Jobke, Colton
Tor Pätzold, Dimitri – Vogl, Sebastian
Trainer Bill Stewart

Torfolge
0:1 Williams, Jeremy (Zalewski, Steven) , EQ, 24:20
1:1 Oppenheimer, Thomas (Noebels, Marcel, Aubry, Louis-Marc) , PP1, 28:18
2:1 Olver, Mark (Fischbuch, Daniel, Rankel, André) , EQ, 30:16
3:1 DuPont, Micki (Busch, Florian, Oppenheimer, Thomas) , EQ, 43:49

Strafen
Eisbären Berlin: 16 (2, 10, 4)
Straubing Tigers: 18 (6, 6, 6)

01:25 Klassen,Samuel; 2 min. – Stockcheck
05:09 DuPont, Micki; 2 min. – Übertriebene Härte
17:19 Williams, Jeremy; 2 min. – Haken
19:28 Williams, Jeremy; 2 min. – Halten
26:05 Oppenheimer, Thomas; 2 min. – Hoher Stock
26:42 Connolly, Mike; 2 min. – Stockschlag
32:32 Fischbuch, Daniel; 2 min. – Behinderung
35:07 Connolly, Mike; 2 min. – Hoher Stock
39:35 Mackinnon, Kyle; 2 min. – Stockschlag
39:35 Olver, Mark; 2 min. – Übertriebene Härte
39:35 Müller, Jonas; 2 min. – Übertriebene Härte
39:50 Vehanen, Petri; 2 min. – Stockschlag
41:12 Richmond, Daniel; 2 min. – Beinstellen
47:20 Jobke, Colton; 2 min. – Kniecheck
50:51 Madaisky, Austin; 2 min. – Behinderung
57:29 Yeo, Dylan; 2 min. – Behinderung
59:58 Rankel, André; 2 min. – Beinstellen

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen

Torsten Lieberknechts Formulierung vom Eichhörnchen kennzeichnet nicht nur den bisherigen Saisonverlauf seiner Mannschaft, es trifft auch auf den 1. FC Union zu. Es wurde wieder nichts mit dem zweiten Heimsieg der Saison. Am Freitagabend stand nach dem Abpfiff ein 1 : 1 auf der Anzeigetafel. Ein Ergebniss, mit dem die Gäste aus Braunschweig mehr zufrieden sein können als die Eisernen. Unmittelbar nach dem Spiel stand Unions Trainer Jens Keller die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Ein Tor war zu wenig. Simon Hedlund brachte Union in Führung, der Paß in die Spitze durch Sebastian Polter, dann ein perfekter Laufweg und der rot-weiße Jubel. Es gelang nicht nachzuwaschen, ein mögliches 2 : 0 wäre die Entscheidung gewesen. Stattdessen wieder das Gegentor. Lediglich bisher ein Spiel ohne Gegentor – am 1. Spieltag 1 : 0 Sieg in Ingolstadt – steht zu Buche. Dieser Wert ist verbesserungswürdig. Das Tor für Braunschweig fiel in der 62. Minute, Christoffer Nyman wollte seinem schwedischen Landsmann nicht nachstehen und drückte den Ball über die Linie. Chancen auf den Sieg gab es auf beiden Seiten. So zirkelte Marcel Hartel in der 72. Minute den Ball ans Lattenkreuz. Die Einwechselung von Steven Skrzybski brachte keinen Erfolg.

Man kann es so formulieren: Die Eisernen treten auf der Stelle, gemessen an den ambitionierten Zielen. Wo liegen die Problemzonen ? Im defensiven Mittelfeld, beim Spielaufbau, stimmt oft die Abstimmung nicht. Daraus resultieren unnötige Ballverluste. Es wartet eine Menge Arbeit auf das Trainerteam. Die nächste Aufgabe wartet beim SV Sandhausen, bereits am kommenden Dienstag, eine englische Woche steht bevor. Viel Zeit zum trainieren bleibt nicht.
Hans-Peter Becker

Eisbären besser als die Grizzlys

Das Bärenduell in Bildern

Die Eisbären wollten den Schwung vom Auswärtssieg am 2. Spieltag in Bremerhaven mitnehmen in das Heimspielwochenende. Teil 1 gegen die Grizzlys aus Wolfsburg gestaltete sich schwerer als erwartet. Die Gäste gingen bereits nach 54. Sekunden in Führung. Brent Aubin war der Torschütze. Bei diesem Treffer sah Petri Vehanen nicht glücklich aus. Er ließ den Puck fallen und es war passiert. Diesem Rückstand liefen sie bis zur 44. Minute hinterher. Es war spannend vor 9.431 Zuschauern am Freitagabend in der Arena am Ostbahnhof. Tore wollten im Mittelabschnitt nicht fallen. Es gab gute Möglichkeiten auf beiden Seiten und die Torhüter hatten Schwerstarbeit zu leisten. Bis zur besagten 44. Minute hielt Vehanen die Eisbären im Spiel. Unter anderem entschärfte er bis dahin 3 Alleingänge der Niedersachsen. Die Wolfsburger, der amtierende Vizemeister, hatten sich einiges vorgenommen, die Startbilanz mit zwei Niederlagen sollte verbessert werden. Dieses Unterfangen mißlang, weil die Eisbären sich steigerten und Kapitän Andre Rankel zweimal traf. Der Ausgleich fiel in Überzahl, Nick Petersen legte perfekt auf und Gerald Kuhn im Wolfsburger Gehäuse war endlich bezwungen. Es wurde gleich nachgelegt, wieder war es der Eisbären-Kapitän, der vollendete. Die Vorlage kam von Thomas Oppenheimer. Mit seinem Tor brachte er nicht nur den Sieg und drei weitere Punkte auf die Habenseite, der Siegtreffer zum 2 : 1 stellte sein persönliches Punktekonto auf 450 (218 Tore und 232 Vorlagen).
Für die Eisbären geht es am Sonntag erneut mit einem Heimspiel weiter. Ab 14:00 Uhr wird gegen die Straubing Tigers gespielt.
Hans-Peter Becker

DEL Saison 2017/18 3. Spieltag
EHC Eisbären – Grizzlys Wolfsburg 2:1(0:1/0:0/2:0)
MB Arena Berlin
Zuschauer: 9.431
Strafen: Eisbären Berlin: 29 (27, 0, 2)
Grizzlys Wolfsburg: 18 (4, 12, 2)
Torfolge:
0:1 Aubin, Brent (Weiß, Alexander, Voakes, Mark) , EQ, 00:54
1:1 Rankel, André (Petersen, Nick, Richmond, Daniel) , PP1, 43:58
2:1 Rankel, André (Oppenheimer, Thomas, Hördler, Frank) , EQ, 45:46

Mannschaftaufstellungen
Eisbären Berlin

1. Reihe Petersen, Nick – Aubry, Louis-Marc – Noebels, Marcel – Wissmann, Kai – Hördler, Frank
2. Reihe Oppenheimer, Thomas – Busch, Florian – Buchwieser, Martin – Parlett, Blake – Richmond, Daniel
3. Reihe Fischbuch, Daniel – Olver, Mark – Rankel, André – DuPont, Micki – Müller, Jonas
4. Reihe Backman, Sean – Sheppard, James – MacQueen, Jamie – Baxmann, Jens
Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin

Grizzlys Wolfsburg
1. Reihe Höhenleitner, Christoph – Dixon, Stephen – Foucault, Kris – Krupp, Björn – Ankert, Torsten
2. Reihe Pfohl, Fabio – Mulock, Tyson – Karachun, Alexander – Wurm, Armin – Likens, Jeffrey
3. Reihe Furchner, Sebastian – Fauser, Gerrit – Riefers, Philip – Dehner, Jeremy – Roach, Alex
4. Weiß, Alexander – Voakes, Mark – Aubin, Brent
Tor Kuhn, Gerald – Brückmann, Felix

Die Eisernen erwarten Eintracht Braunschweig – kein Duell der Enttäuschten

Ruhe bewahren heißt das Motto in der Wuhlheide. Es ist im Moment Kopfsache, in Nürnberg und Düsseldorf wurden jeweils in der Schlussphase wertvolle Punkte ein gebüßt. Im Training wurde vermehrt auf die Dinge geachtet, um solche Situationen künftig zu vermeiden. Am Freitagabend ist Eintracht Braunschweig zu Gast. Beide sind mit ähnlichen Ambitionen in die Saison gestartet, haben den Aufstieg, der Eine mehr der Andere etwas weniger, im Hinterkopf. Es läuft noch nicht ganz rund. Während es bei den Eisernen fast Tradition ist, schwer in die Puschen zu kommen, sind die Braunschweiger in den zurückliegenden zwei Spielzeiten gut die Saison gestartet. Vor dem anstehenden 6. Spieltag sind die Braunschweiger von Trainer Torsten Lieberknecht zwar noch ungeschlagen, haben aber im Gegensatz zu den Unionern erst einen Sieg erringen können. Sie kommen als die Remis-Könige nach Berlin.

Trotz der unglücklichen Niederlage zuletzt in Düsseldorf, gehen die Gastgeber im Stadion „Alte Försterei“ als Favorit in das Spiel. Doch Vorsicht, während es bei den Braunschweigern mit dem Toreschiessen haperte, hatte Union – ganz gegenteilig – Probleme beim Verhindern von Toren. Das dürfte eine interessante Konstellation ergeben. Bei den Eiseren wird Innenverteidiger und Neuzugang Marc Torrejon weiter fehlen. Für ihn dürfte, wie in Düsseldorf, Fabian Schönheim spielen. Wieder einsatzfähig dagegen ist Steven Skrzybski. Sollte er zu 100% fit sein wird er in der Startelf stehen. Akaki Gogia, der in Düsseldorf keinen sehr glücklichen Auftritt hatte, wird nach Lage der Dinge wieder auf die Bank zurück müssen. Ein Härtefall wird erneut die Entscheidung zwischen Stephan Fürstner  oder Marcel Hartel in der Startelf sein. Für Jens Keller ist es wichtig und das wird die gesamte Saison bestimmen, für bestimmte Situationen Qualität von der Bank nachlegen zu können. Das wird der entscheidenden Fakt sein, der darüber entscheidet, wer am Ende die beiden direkten Aufstiegsplätze belegen wird.

Von einem richtungsweisenden Spiel will Jens Keller dagegen, bereits am 6. Spieltag noch nichts wissen. „Schauen sie sich die letzte Saison an, da war Braunschweig erstmal weit weg von uns, trotzdem haben wir sie eingeholt. Von diesem Spieltag hängt nichts ab, er ist trotzdem wichtig, es wäre nicht schlecht, einen Sieg einzufahren.“ Ein schönes Schlusswort, der Heimbereich ist ausverkauft und es werden mindestens 1.500 Fans aus dem nicht so fernen Braunschweig erwartet.

Hans-Peter Becker

Erste Saisonniederlage für die Eisernen

Die Düsseldorfer Arena war im aktuellen Kalenderjahr kein gutes Pflaster für den 1. FC Union. Im Auswärtsspiel der letzten Saison im April büßten sie in der 90. Minute den Sieg ein, als Özkan Yildirim per Kopf den glücklichen Ausgleich für die Fortuna besorgte. Ein paar Monate später traf es die Eisernen noch ärger. Nach Rückstand hatten sie das Spiel gedreht, dann den Ausgleich hinnehmen müssen und als wenigstens ein Punkt als Lohn für die Steigerung in der 2. Halbzeit unter Dach und Fach zu sein schien, wurden sie kalt erwischt. Die 90 Minuten waren gerade abgelaufen, Union im Vorwärtsgang, verloren den Ball und Florian Neuhaus, vor der Saison von München 60 gekommen, marschierte in Richtung Tor von Jakub Busk und ließ einen beherzten Schuss los. Jakob Busk war dran, doch es reichte nicht, den Ball um den Pfosten zu lenken. Fast in Zeitlupe rollte er über die gefährliche Linie. Schade, wie schon in Nürnberg kassierten sie einen entscheidenden Gegentreffer mit dem Schlusspfiff vor Augen. Die Düsseldorfer konnten ihr Glück kaum fassen. Das Spiel war ein Wechselbad der Gefühle. Die erste Halbzeit gehörte der Fortuna. Union hatte große Probleme beim Spielaufbau. Vor der 4er Abwehrkette operierte Stephan Fürstner als zentraler  6er, Damir Kreilach und Felix Kroos operierten auf den Aussenbahnen im Mittelfeld, davor waren 3 Stürmer aufgeboten. Fürstner, die erste Anspielstation, nach Balleroberung vor dem eigenen Strafraum hatte einen gebrauchten Tag. Skrzybski Ersatz Akaki Gogia wirkte übermotiviert, hätte in der 51. Minute nach dem zweiten gelbwürdigen Foul auch vom Platz fliegen können. Er wurde wie Fürstner, ausgewechselt. Für Fürstner kam Marcel Hartel und für Gogia durfte Uchida ran. In der Schlussphase des Spiels, mit der Einwechselung von Uchida (75.) stellte Jens Keller von 4-3-3 auf 4-4-2 um. In dieser Phase ging Union in Führung und büßte sie wieder ein. Keller wollte gewinnen und brachte Hosiner für Hedlund. Leider kam es anders. Aus einem möglichen angeschmutzten Sieg wurde noch eine unglückliche Niederlage. Es ist wie jedes Jahr, Union kommt schwer in die Gänge. Der Sommer ist vorbei, es kommt der Herbst, dann die Weihnachtspause und zitieren wir zur Beruhigung mal den Fußball-Philosophen Ulli Honeß, den der „Weihnachtsmann war noch nie der Osterhase.“

Hans-Peter Becker

Sieg in Bremerhaven

Na bitte, die Eisbären vermeiden den kompletten Fehlstart und gewinnen ihr erstes Auswärtsspiel der neuen Saison klar und deutlich mit 7 : 2. Uwe Krupp änderte nichts an der Aufstellung der Spielreihen. Den Torreigen eröffnete Jamie MacQueen bereits nach 42 Sekunden. Diesen Auftakt nach Maß konnte in der 26. Minute Louis-Marc Aubry mit einem weiteren Tor für die Eisbären ausbauen. Im Tor für Bremerhaven stand mit dem Tschechen Thomas Pöpperle ein in Berlin nicht ganz Unbekannter. 2006 erkämpfte er als Eisbär den zweiten Meistertitel. Zwischenzeitlich kamen die Fischtown Pinguins auf 1 : 2 heran. Die Berliner ließen sich aber nicht beirren und bauten im letzten Drittel durch Tore von Martin Buchwieser und Sean Backman auf 4 : 1 aus. Brenzlig wurde es noch einmal als Wade Bergmann für Bremerhaven auf 2 : 4 verkürzen konnte. Die Antwort der Eisbären folgte nur 2 Minuten später, als Thomas Oppenheimer traf. Mit dem 5 : 2 in der 54. Minute war mehr, als nur die Vorentscheidung gefallen. In der Schlussminute machten schließlich Daniel Fischbuch und Sean Backman mit seinem zweiten Treffer alles klar.

DEL 2. Spieltag
Fischtown Pinguins Bremerhaven – EHC Eisbären Berlin
Ergebniss 2 : 7

Torfolge
0:1 MacQueen, Jamie (Petersen, Nick, Aubry, Louis-Marc) , EQ, 00:42
0:2 Aubry, Louis-Marc (Petersen, Nick, Noebels, Marcel) , EQ, 26:17
1:2 Moore, Mike (Nehring, Chad, Lavallee, Kevin) , EQ, 29:13
1:3 Buchwieser, Martin (Richmond, Daniel, Busch, Florian) , EQ, 42:52
1:4 Backman, Sean (Sheppard, James) , EQ, 43:38
2:4 Bergman, Wade (Mauermann, Ross, Hooton, Brock) , PP1, 52:41
2:5 Oppenheimer, Thomas (Busch, Florian, Buchwieser, Martin) , EQ, 54:16
2:6 Fischbuch, Daniel (Hördler, Frank) , PP1, 59:02
2:7 Backman, Sean (Wissmann, Kai) , EQ, 59:30

Aufstellung Eisbären Berlin
1. Reihe Noebels, Marcel – Aubry, Louis-Marc – Petersen, Nick – Hördler, Frank – Wissmann, Kai
2. Reihe Backman, Sean – Sheppard, James – MacQueen, Jamie – Richmond, Daniel – Parlett, Blake
3. Reihe Rankel, André – Olver, Mark – Fischbuch, Daniel – Müller, Jonas – DuPont, Micki
4. Reihe Buchwieser, Martin – Busch, Florian – Oppenheimer, Thomas – Baxmann, Jens
Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin

Auftakt missglückt – Niederlage gegen Nürnberg

Erster Spieltag der neuen Eishockey-Saison, der Auftaktgegner für die Eisbären Berlin hieß Nürnberg Ice Tigers. Das 1. Drittel gehörte den Eisbären. Sie gingen in der 4. Spielminute durch ein schlitzohriges Tor von Kapitän Andre Rankel in Führung. Sein Schuss in den Slot wäre vermutlich parallel zur Torlinie verlaufen, wenn nicht der Schlittschuh vom Nürnberger Verteidiger Thomas Gilbert den Puck ins Tor gelenkt hätte. Wenn Du so blöd stehst, dann nützt dir auch die Erfahrung von 655 NHL Spielen nichts. An sein erstes DEL Spiel auf der größeren Eisfläche wird er nur aus einen Grund keine so schlechten Erinnerungen haben, weil die Eisbären nur das Anfangsdrittel gewinnen konnten. In der 12. Minute sahen die 10.884 Zuschauer einen der eher seltenen Treffer von Verteidiger Jens Baxmann. Es war sein 615 DEL Spiel, alle für die Eisbären und Treffer Nummer 40 seiner Karriere. In der ersten Drittelpause sah es gut aus, es deutete viel auf einen gelungenen Start hin.

Im Mittelabschnitt wendete sich das Blatt. Die 2 Tore Führung der Eisbären wirkte wie Gift, die Konzentration ging verloren. Die Eisbären hatten zunächst Glück, Riesensafes von Petri Vehanen und drei Schüsse ans Gehäuse verhinderten Tore für die Nürnberger. Sie wurden immer stärker und in der 34. und 38. Minute war es soweit. Zunächst eiferte Nürnbergs Kapitän Patrick Reimer seinem Berliner Amtskollegen nach und besorgte den ersten Saisontreffer für sein Team. Nach genauer Sichtung der Bilder gab er die Vorlage, Steven Reinprecht besorgte das erste Nürnberger Saisontor. Brandon Segal stellte den Ausgleich. Der Spielfaden war weg, die Konzentration der Eisbären ebenso. Im Schlussabschnitt fingen sie sich wieder, aber das Scheibenglück kehrte nicht zurück. Beste Chancen blieben ungenutzt. Es gab wenig Strafzeiten, lediglich die Nürnberger Strafbanktür öffnete sich 2 Mal. Kapital konnten sie daraus nicht schlagen, eine halbe Minute 5 gegen 3 verstrich fruchtlos. Die Tore erzielten die Gäste.

Im Schlussabschnitt waren die Ice-Tigers effektiver und Petri Vehanen musste zwei weitere Male den Puck passieren lassen. In der 45. Minute zog Philippe Dupuis aus spitzem Winkel ab und irgendwie rutschte bei Vehanen der Puck durch. Jetzt hatten die Gäste das Spiel gedreht. Die Eisbären hatten, außer viel Kampfgeist, nicht mehr viel zu bieten. Ihnen unterliefen zu viele Fehler im Spielaufbau. Als in der 51. Minute, so ein Puckverlust zum Tor Nummer 4 für die Nürnberger führte, ahnten die Zuschauer in der Arena, dass das wohl mehr als die Vorentscheidung war. Vehanen sah erneut nicht gut, er wurde vom Torschützen Dane Fox, getunnelt. Da konnte er nur noch vor Wut seine Torwartkelle auf das Eis stampfen. Dan Fox, einer der insgesamt 8 Neuzugänge bei den Nürnbergern, verpaßte in seinem ersten DEL-Spiel dem erfahrenen Vehanen die Torwart-Höchststrafe. Fox spielte in der vergangenen Saison für die Missouri Mavericks in der ECHL.

Sie versuchten es, die Eisbären, in den verbleibenden 9 Minuten das Spiel zu retten. Es gelang nichts mehr. Die körperlich sehr robusten Gäste verteidigten clever ihren Vorsprung bis zur Schlusssirene.

Die Eisbären treten am Sonntag in Bremerhaven an und werden alles dafür tun, um einen kompletten Fehlstart zu vermeiden.
Hans-Peter Becker

 

Stimmen

Rob Wilson (Trainer Nürnberg Ice-Tigers)
„Im Meeting zur Vorbereitung auf das Spiel haben darauf hingewiesen, dass die Eisbären vor allem in der Anfangsphase viel Druck machen werden. So ist es auch gekommen. Im 2. Drittel konnten wir uns besser anpassen und haben unsere Chancen genutzt. Der Schlüssel zum Sieg war, das wir die beiden Strafzeiten, darunter eine 3 zu 5 Unterzahl überstanden haben.“

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin)
„Gratulation an Rob und seine Mannschaft, der Sieg war verdient. Im 1. Drittel haben wir es gut gemacht, hatten viel Enrgie und haben uns Torchancen erspielt. Die Führung war etwas glücklich. Im 2. Drittel sind wir zu früh vom Gas gegangen und hat sich gerächt. Die Treffer gegen die Torlatte und 2 mal Pfosten waren zwar ein gewisser wake up call, zu diesem Zeitpunkt hat Nürnberg körperbetonter gespielt und war besser in den Zweikämpfen. Im letzten Drittel waren wir wieder besser, aber Torwart Jenike war da. Ich sehe es genauso wie Rob, der Schlüsselmoment war, dass wir in Überzahl keinen Treffer erzielt haben, leider nur den Pfosten getroffen haben. Hätten wir da getroffen, vielleicht wäre es anders ausgegangen. Wir haben heute eine Lektion erteilt bekommen, zum Glück zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Saison. Es war das erste Spiel der Saison, das nächste Spiel auswärts wird schwer, solche Unachtsamkeiten wie heute dürfen nicht passieren.“

Andre Rankel (Kapitän Eisbären Berlin)
„Wir haben uns das heute anders vorgestellt, wollten mit 3 Punkten starten, das ist uns leider nicht gelungen. Im 2. Drittel wollten wir zuviel und sind in Konter gelaufen. Im 1. Drittel haben wir gezeigt, wie wir spielen wollen.“

 

DEL – Saison 2017/18 1. Spieltag
Ort: MB-Arena Berlin 08.09.2017 19:30 Uhr
Schiedsrichter: Andre Schneider/Rainer Köttsdorfer/Maksim Cepik/Jonas Merten

Aufstellungen

Eisbären Berlin
1. Reihe Fischbuch, Daniel – Olver, Mark – Rankel, André – Parlett, Blake – Richmond, Daniel
2. Reihe Oppenheimer, Thomas – Busch, Florian – Buchwieser, Martin – Wissmann, Kai – Hördler, Frank
3. Reihe Backman, Sean – Sheppard, James – MacQueen, Jamie – DuPont, Micki – Müller, Jonas
4. Reihe Petersen, Nick – Aubry, Louis-Marc – Noebels, Marcel – Baxmann, Jens
Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin

Nürnberg Ice Tigers
1. Reihe Reimer, Patrick – Reinprecht, Steven – Ehliz, Yasin – Aronson, Taylor – Festerling, Brett
2. Reihe Segal, Brandon – Dupuis, Philippe – Fox, Dane – Gilbert, Tom – Mebus, Oliver
3. Reihe Pföderl, Leonhard – Buzas, Patrick – Pfleger, Marco – Jurcina, Milan – Köppchen, Patrick
4. Reihe Pohl, Petr – Möchel, Marius – Weber, Marcus – Torp, Nichlas
Tor Jenike, Andreas – Treutle, Niklas

Tore
1:0 Rankel, André (Fischbuch, Daniel, Olver, Mark) , EQ, 03:19
2:0 Baxmann, Jens (Petersen, Nick, Noebels, Marcel) , EQ, 11:08
2:1 Reinprecht, Steven (Reimer, Patrick, Ehliz, Yasin) , EQ, 33:57
2:2 Segal, Brandon (Ehliz, Yasin, Reinprecht, Steven) , EQ, 37:59
2:3 Dupuis, Philippe (Aronson, Taylor) , EQ, 44:45
2:4 Fox, Dane (Segal, Brandon) , EQ, 49:49

Strafen
Eisbären Berlin: 0 (0, 0, 0)
Thomas Sabo Ice Tigers: 4 (0, 4, 0)
26:32 Ehliz, Yasin; 2 min. – Halten
28:01 Dupuis, Philippe; 2 min. – Behinderung

Verflixte 13 – die Eisernen müssen nach Düsseldorf

Gegen die Düsseldorfer Fortuna haben die Eisernen schon oft um Punkte gekämpft. Vor dem Spiel am kommenden Sonntag, die Fortunen empfangen als Spitzenreiter die Wuhlheider, wird an ein Spiel erinnert, 13 Jahre zuvor, auf den Tag genau am 10. September 2004. Der 1. FC Union war aus der 2. Liga abgestiegen und musste in der damals drittklassigen Regionalliga in Düsseldorf ran. Es war der Testlauf für die gerade fertiggestellte schicke neue Arena, hervorgegangen aus dem alten Rhein-Stadion. Vor 38.000 Zuschauern erwiesen sich die Unioner als brave Gäste und verließen geschlagen mit 0 : 2 die damals noch LTU genannte Arena. In den 13 Jahren ist eine Menge passiert. Beide wechselten die Ligen, trafen erneut in der Regionalliga, der neugeschaffenen 3. Liga und der 2. Liga aufeinander. Es treffen sich zwei alte Bekannte, insgesamt wird es das 15 Zweitligaspiel.

Beide haben Ausfälle wichtiger Akteure zu beklagen. Bei den Eisernen wird Innenverteidiger Marc Torrejon wegen muskulärer Probleme auf jeden Fall fehlen. Nur geringe Hoffnungen gibt es, was einen Einsatz von Steven Skrzybski betrifft. Der Offensivspieler plagt sich seit einiger mit einer Reizung der Achillessehne herum. In der Innenverteidigung dürfte Fabian Schönheim neben Toni Leistner erste Wahl sein, während im offensiven Mittelfeld Akaki Gogia Skrzybski ersetzen könnte.

Es wird erwartet, dass Jens Keller seine Unioner in einem defensiveren 4-3-3, mit Stephan Fürstner auf der 6er Position antreten lässt. Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel bevorzugte zuletzt in der Abwehr eine 3er und in der Verteidigung eine 5er Kette. Ob das gegen die recht angriffsstarken Unioner so sein wird, daran hatte auf entsprechende Nachfrage Jens Keller seine Zweifel. In den bisherigen Saisonspielen traten die Düsseldorfer sehr offensiv auf. „Vielleicht können wir das für uns nutzen“, meinte Unions Trainer. Es könnte, wie im letzten Jahr hitzig und aggressiv werden. Bei den Düsseldorfern wird Stammtorhüter Michael Rensing wegen einer angebrochenen Rippe nicht spielen können. Als gleichwertiger Ersatz steht der erstligaerfahrene, von Werder Bremen gewechselte, Raphael Wolf bereit.

Eine verflixte 13 sollte es nicht werden, einen Punkt nach 90 Minuten zu holen, in der jetzt Esprit heißenden Arena als Minimalziel, gern darf es mehr sein. Auf lautstarke Unterstützung müssen die Spieler aus der Wuhlheide nicht verzichten, fast 1.000 Karten für den Gästeblock wurden bereits in Berlin verkauft und selbst wer ohne Karte anreist kann mit Einlass rechnen. Nach Angaben von Pressesprecher Christian Arbeit werden etwa 1.500 Schlachtenbummler im Gästeblock erwartet, wenn Schiedsrichter Arne Aarnink aus Nordhorn die Mannschaften auf das Feld führen wird. Der Anpfiff ist am Sonntag für 13:30 Uhr geplant.

Hans-Peter Becker

Interview mit Marco Baldi

Sportick Chefredakteur Christian Zschiedrich im Gespräch mit ALBA Geschäftsführer Marco Baldi Foto: Christian Zschiedrich

Nach dem Testspiel von ALBA Berlins am 03.09.2017 in Oranienburg gegen den russischen Vertreter, Euroleague-Teilnehmer 2016, Unics Kazan versuchte Christian Zschiedrich vom langjährigen Macher (seit 27 Jahren) bei ALBA Berlin, Marco Baldi über die Leistungsstärke der Mannschaft unter Cheftrainer Aito Garcia Reneses zu erfahren. Interessant was Marco Baldi zur neuen Saison sagt.