ALBA erwartet Galatasaray Istanbul

Aito Garcia Reneses Cheftrainer ALBA BERLIN. Foto: ALBA BERLIN

Nachdem sich ALBA BERLIN mit einem Sieg in Ludwigsburg den zweiten Platz in der Bundesliga zurückgeholt hat, richtet das Team seinen Fokus wieder auf den europäischen 7DAYS EuroCup. Dort steht am Mittwoch (10. Januar, 20:45 Uhr, Mercedes-Benz Arena) in der Runde der 16 besten Teams ein richtungsweisendes Heimspiel gegen Galatasaray Istanbul auf dem Programm. Die Türken, bei denen die Ex-Albatrosse Alex Renfroe und Jordan Taylor Regie führen, haben wie ALBA in der Vorwoche ihre Auftaktpartie in der Gruppe E verloren und müssen wie die Berliner gewinnen, um in der Tabelle den Anschluss an die anderen beiden Gruppengegner (Gran Canaria und Darüssafaka) zu wahren. Nur zwei Teams aus der Gruppe erreichen die Playoffs. Aito Garcia Reneses (Cheftrainer ALBA BERLIN): „Dieses Spiel ist sehr wichtig für unsere Chancen auf ein Weiterkommen in die nächste Runde. Galatasaray hat einen neuen Coach, was vielleicht die Motivation des Teams nochmal erhöht. Wir haben auf unsere Niederlage gegen Gran Canaria mit einem tollen Sieg gegen Ludwigsburg reagiert. Aber das ist alles Vergangenheit und wir müssen unseren Fokus jetzt voll auf den EuroCup richten.“

Luke Sikma (Forward ALBA BERLIN): „Mit 0:2 Siegen in die TOP16 zu starten, würde uns in eine sehr schwierige Lage bringen. Wir haben in Gran Canaria nicht so gespielt wie wir wollten und müssen jetzt zu unserem Spiel zurückfinden. Glücklicherweise können wir unseren Heimvorteil dazu nutzen. Galatasaray hat viel Erfahrung und Talent und in dieser Gruppe brauchen sie den Sieg genauso wie wir. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir einen Heimsieg feiern können.“ Wie ernst die Situation bei Galatasaray eingeschätzt wird, wurde in der Vorwoche deutlich, als die Vereinsführung nach der 65:84-Auftaktniederlage gegen Darüssafaka ihren Headcoach Erman Kunter vor die Tür setzte. Die Nervosität bei den Rotgelben rührt daher, dass der EuroCup-Champion von 2016 und letztjährige Europaligist mit dem Saisonziel angetreten ist, sich erneut als EuroCup-Gewinner für die EuroLeague zu qualifizieren. Die Suche nach einem neuen Cheftrainer läuft noch.

Angeführt wird Galatasaray von zwei US-Spielmachern, die vor noch gar nicht langer Zeit das ALBA-Trikot trugen und somit am Mittwoch an ihre frühere Wirkungsstätte zurückkehren. Alex Renfroe gehörte 2014/15 der ALBA-Mannschaft an, die in der EuroLeague mit dem neunten Platz die bisher beste Platzierung eines deutschen Teams in dieser „Königsklasse“ erzielte. Jordan Taylor wurde 2015/16 mit ALBA in München Deutscher Pokalsieger.ls Topscorer haben sich bei Galatasaray in dieser Saison die beiden US-Amerikaner Dwight Hardy und Scotty Hopson herauskristallisiert. Für noch mehr Gefahr von der Flügelposition sorgt der fürs TOP16 nachverpflichtete US-Weltenbummler Henry Walker, der (vor einer Namensänderung noch als Bill Walker) von 2008 bis 2013 fünf Jahre für Detroit, Boston und New York in der NBA spielte. Zehn Jahre EuroLeague-Erfahrung (neun davon pikanterweise mit dem Erzrivalen Fenerbahce) bringt der frühere slowenische und türkische Nationalspieler Emir Preldzic mit. Power Forward DaJuan Summers erreichte mit Gran Canaria (unter Coach Aito) das EuroCup-Finale und Center Richard Hendrix führte 2013 als Finals MVP Lokomotiv Kuban Krasnodar zum Gewinn des EuroCups.

Kader Galatasaray Odeabank Istanbul (Statistik 7DAYS EuroCup 2017/18) Nr. Name Pos Alter cm Nat. Min/Sp Pkt/Sp Rb/Sp 1 Dwight Hardy 2 31 188 USA 29,2 13,6 1,3 2 Jordan Taylor 1 28 185 USA 15,0 6,0 1,9 4 Mehmet Yagmur 1 30 188 TUR 11,5 2,0 0,6 5 Henry Walker 3 30 198 USA 14,6 7,0 3,0 7 Richard Hendrix 5 31 206 USA 21,1 10,4 7,1 11 Ege Arar 4/5 21 208 TUR 13,3 3,7 2,8 12 Alex Renfroe 1 31 191 USA 27,6 9,8 3,5 32 Scotty Hopson 2/3 28 201 USA 22,9 11,5 3,6 35 DaJuan Summers 4 29 203 USA 22,9 9,7 2,9 52 Erol Sekeroglu 5 19 203 TUR 53 Abdulkadir Cakir 1 17 191 TUR 55 Emir Preldzic 3/4 30 206 TR/SLO 22,7 5,1 3,1 61 Göksenin Köksal 2 27 196 TUR 18,2 6,3 1,1 63 Serkan Aydin 2/3 17 200 TUR 1,4 2,5 0,0

Assistant Coach: Recep Sen (leitet die Mannschaft, bis ein neuer Headcoach gefunden ist)

Galatasaray: Resultate der letzten vier Wochen
12.12. Galatasaray – Buducnost Podgorica (EuroCup) 82:61 (S) Hardy 22, Hopson 14
16.12. Besiktas Istanbul – Galatasaray (BSL) 80:78 (N) Hopson 16, Hardy 13
19.12. Lietkabelis Panevezys – Galatasaray (EuroCup) 77:84 (S) Köksal 17, Renfroe 15
23.12. Galatasaray – Sakarya Büyüksehir (BSL) 75:77 (N) Hopson 15, Arar 14
27.12. Galatasaray – Hapoel Jerusalem (EuroCup) 87:68 (S) Hendrix 14, Summers 13
30.12. Istanbul BBSK – Galatasaray (BSL) 74:67 (N) Preldzic 12, Hendrix 11
03.01. Galatasaray – Darüssafaka Istanbul (EuroCup) 65:84 (N) Hardy 15, Summers 11
07.01. Banvit Bandirma – Galatasaray (BSL)  72:91 (N) Preldzic 15, Renfroe 15

ALBA-Bilanz gegen Galatasaray: 3:1 Siege
EuroCup 2009/10: ALBA – Galatasaray 87:77
EuroCup 2009/10: Galatasaray – ALBA 93:79
EuroLeague 2014/15: Galatasaray – ALBA 65:75
EuroLeague 2014/15: ALBA – Galatasaray 75
Pokal-Quali: ALBA empfängt am 21.1. Ludwigsburg in der Max-Schmeling-Halle

Am Sonntag, 21. Januar, spielt ALBA BERLIN um 15 Uhr in der Max-Schmeling-Halle gegen die MHP Riesen Ludwigsburg um den Einzug ins easyCredit TOP FOUR. Das ergab die Auslosung am Sonntag. In den weiteren Begegnungen der Pokalqualifikation muss Bamberg zum FC Bayern und Bayreuth ist in Bonn oder Frankfurt gefordert (entscheidendes Spiel dafür kommenden Donnerstag). Für den Pokal qualifiziert sind die besten sechs Teams der Hinrunde plus TOP-FOUR-Gastgeber Ulm. Das ursprünglich für den 20. Januar angesetzte Auswärtsspiel in Erfurt bei den Rockets musste für das Pokalspiel verschoben werden. Neuer Termin ist Donnerstag, der 29. März.

Quelle: ALBA BERLIN Basketballteam

 

 

Kader für den Start der Handball-Europameisterschaft 2018

 

Nach dem zweiten Länderspiel gegen Island (30:21) hat Bundestrainer Christian Prokop 16 Spieler benannt, mit denen die deutsche Handball-Nationalmannschaft am kommenden Samstag gegen Montenegro (ab 17 Uhr live im ZDF) in die EHF EURO 2018 starten wird. Marian Michalczik, Rune Dahmke, Finn Lemke und Fabian Wiede aus dem 20-köpfigen Kader der Vorbereitung befinden sich zunächst im Wartestand. „Wir haben uns für 16 Spieler entschieden, nicht gegen vier. Das waren harte Entscheidungen”, sagte Prokop am Sonntagnachmittag in Neu-Ulm. „In Stuttgart konnten wir mit den 20 aktuell besten deutschen Handballern arbeiten, die uns das in jeder Trainingseinheit und in den beiden Länderspielen gegen Island bewiesen haben. Wir haben sehr gute Möglichkeiten, um auch im Laufe des Turniers reagieren zu können. Die EM ist lang, so dass wir mehrere Optionen brauchen werden. Bei aller Enttäuschung der aktuell nicht nominierten Spieler ist es wichtig, dass der Teamgedanke im Vordergrund bleibt.” Formal muss Prokop den maximal 16 Spieler umfassenden Kader für die EHF EURO 2018 am Freitag, 12. Januar, bei der technischen Besprechung in Zagreb festlegen. Während des Turniers sind maximal sechs Wechsel mit Spielern aus dem bereits am 5. Dezember gemeldeten erweiterten 28er-Kaders möglich – je zwei in Vor-, Haupt- und Finalrunde.
Nach zwei freien Tagen treffen sich die Bad Boys am späten Mittwochnachmittag in Berlin, trainieren dort am Abend und fliegen tags darauf in die kroatische Hauptstadt Zagreb. Vorrundengegner sind neben Montenegro noch der WM-Dritte Slowenien (15. Januar) und Mazedonien (17. Januar). Die ersten drei Teams jeder der vier Vorrundengruppe erreichen die Hauptrunde, die untereinander erzielten Ergebnisse werden weiter gewertet. Mögliche Gegner in der zweiten Turnierphase, deren Schauplatz Varazdin sein wird, sind Tschechien, Ungarn, Spanien und Olympiasieger Dänemark.

Der DHB-Kader für die EHF EURO 2018:
Tor: Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), Andreas Wolff (THW Kiel)
Linksaußen: Uwe Gensheimer (Paris St. Germain HB/FRA)
Rückraum links: Maximilian Janke (SC DHfK Leipzig), Julius Kühn (MT Melsungen), Paul Drux (Füchse Berlin)
Rückraum Mitte: Steffen Fäth (Füchse Berlin), Philipp Weber (SC DHfK Leipzig)
Rückraum rechts: Kai Häfner (TSV Hannover Burgdorf), Steffen Weinhold (THW Kiel)
Rechtsaußen: Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Tobias Reichmann (MT Melsungen)
Kreis: Jannik Kohlbacher (HSG Wetzlar), Patrick Wiencek (THW Kiel), Hendrik Pekeler (Rhein-Neckar Löwen), Bastian Roschek (SC DHfK Leipzig)
Weitere Spieler des erweiterten 28er-Kaders:
Johannes Bitter (TVB 1898 Stuttgart), Carsten Lichtlein (VfL Gummersbach), Rune Dahmke (THW Kiel), Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen), Finn Lemke (MT Melsungen), Marian Michalczik (TSV GWD Minden), Niclas Pieczkowski* (SC DHfK Leipzig), Tim Kneule (Frisch Auf Göppingen), Fabian Wiede (Füchse Berlin), Franz Semper (SC DHfK Leipzig), Tim Hornke (TBV Lemgo), Erik Schmidt (Füchse Berlin)  *derzeit verletzt.

Quelle:  Deutscher Handballbund e.V. – Presse

Was auch 2017 erreicht wurde, hoffnungsvoll auf ins Neue Jahr

Ein Kommentar vor Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

Das gilt auch für Berlins Fußballvereine, so unterschiedlich der Leistungsstand mit ins Jahr 2018 genommen werden muss. Hertha BSC z.B. war in den letzten Jahren in der Hinrunde stets besser als in der zweiten Hälfte. Doch das gilt nicht mehr. Das kann und wird hoffentlich diesmal anders sein. Bei 18 Vereinen heißt die Halbzeitmarke 17 Spiele (gegen sich selbst kann nicht gespielt werden). In der 2. Bundesliga hatte die Rückrunde bereits begonnen. Das stehen bereits 18 Spiele zu Buche. Das Aufstiegsziel des 1.FC Union konnte 2017 als Tabellensechster mit 26 Punkten nicht untermauert werden. Prompt musste Trainer Jens Keller gehen. Gegen Dynamo Dresden 0:1 und gegen Ingolstadt 1:2 wurde es mit dem „Neuen“ Andre‘ Hofschneider mit Geschenken an Gegner leider nicht besser. In den letzten Jahren spielte Union überwiegend eine bessere Rück- als Hinrunde. Die Hoffnung stirbt stets zuletzt. Zwei Bundesligavereine in der Eliteliga würde unserer Haupt- und Weltstadt gut zu Gesicht stehen. In beiden Ligen gibt es je zwei Absteiger und Platz Nr. 16 ist der Relegationsplatz. Aber warum denn immer nach unten schauen (liebe Hertha). In Liga Eins geht es oben um die Deutsche Meisterschaft und ums internationale Geschäft. In Liga Zwei gibt es 2 Aufsteiger und der 3. spielt in der Relegation. Unions Rückstand auf den 2.Platz sind 7 Punkte – machbar bei der 3-Punkte-Regelung. Es ist also noch alles drin. Ob Auf- oder Abstieg das gilt für alle Berliner Vertreter in allen Klassen. In der 3.Liga gibt es keinen aus Berlin. Im Oberhaus kann Hertha BSC natürlich auch nach oben schauen – schauen(!) ja. Mein Diskussionspartner aber wendet prompt ein: „Willst du mich verscheißern!“ Zum Glück hatte Hertha 24 Punkte, Tabellenzehnter) in den letzten beiden Spielen, (3:1 gegen Hannover und 3:2 gegen RB Leipzig) mit viel Dusel gewonnen. Nicht auszudenken, wenn …  Denn die Mannschaften unter Hertha haben sich (sogar Köln)  nicht aufgegeben. Es ist wohl realistischer vorsichtshalber nach unten statt nach oben zu schauen, so deprimierend es für Berliner auch sein mag. Stets nur Mittelmaß zu sein und obendrein äußerst schwache Angriffsleistungen zu bieten, kann keinem befriedigen. Und wie sieht es in der Regional- und Oberliga aus?

Alles spricht oben für den Alleingang und Wiederaufstieg von Energie Cottbus, 50 Punkte und ein Super-Torverhältnis 47:5 bei einem 16-Punkte-Vorsprung vor dem Zweiten BFC Dynamo. Auf Platz 6,7 und 8 folgen Berliner. Viktoria 89 (27 P.), Berliner AK (26 P.) und Hertha II (25 P.). Aufsteiger VSG Altglienicke möchte die Klasse halten. Mit 22 Punkten besteht auf Relegationsplatz 14 Zuversicht.

In der Oberliga setzte sich Optik Rathenow auch an der Spitze mit 9 Zählern Vorsprung (42 P.) vor Lichtenberg 47 (36 P.) ab. Punktgleich ist Tennis Borussia (3.) mit ebenfalls 36 Punkten. Die Borussen-Anhänger nahmen nach dem Trainerwechsel die positive Trendwende und Aufholjagd ihrer Mannschaft wahr. Wahrscheinlich aber ist, in diesem Jahr wird es wohl nicht zum Aufstieg reichen. FC Hertha 03 (32P.) Fünfter, Aufsteiger SC Staaken (beachtliche 27 P.) spielt eine gute, total ungefährdete Rolle. Unterm Strich rangiert nur Hertha 06 (15., 14 P.)) Aber der Abstand zum 1.FC Frankfurt beträgt nur einen Punkt. Wer jedoch wird aus der Berlin-Liga aufsteigen. Meine Vorhersage: Blau-Weiß 90.

Christian Zschiedrich

Der Winterfahrplan der Füchse

Nach dem Match am 26. Dezember gegen den SC Magdeburg haben sich die Füchse in die Winterpause verabschiedet. Aber nicht alle: für die Nationalspieler geht es Schlag auf Schlag mit der anstehenden EM in Kroatien weiter. So sieht der Winterfahrplan aus. Kaum Zeit zum Durchschnaufen für Silvio Heinevetter und Co. Zusammen mit Paul Drux, Fabian Wiede und Steffen Fäth wird „Heine“ an der EHF EURO 2018 in Kroatien (12. bis 28. Januar) teilnehmen. Erik Schmidt gehört zum erweiterten Kader und darf sich auch Chancen auf eine EM-Teilnahme ausrechnen. Die Vorbereitung auf die EM beginnt für die deutschen Nationalspieler schon am 28. Dezember mit einem zweitägigen Kurzlehrgang in Kamen-Kaiserau. Am 2. Januar kommt das DHB-Team in Stuttgart zusammen und bestreitet zwei Länderspiele gegen Island (Freitag, 5. Januar, 18 Uhr in Stuttgart und live in der ARD sowie Samstag, 7. Januar, 14 Uhr in Neu-Ulm und live via www.handball-deutschland.tv).

Nach zwei freien Tagen werden sich die Bad Boys am 10. Januar in Berlin treffen und tags darauf nach Zagreb fliegen. Deutschland startet dort am 13. Januar gegen Montenegro ins Turnier. Weitere Gegner der Vorrundengruppe C werden Slowenien (15. Januar) und Mazedonien (17. Januar) sein. Die ersten drei Teams jeder der vier Gruppen erreichen die Hauptrunde. Zudem im Einsatz bei der EM sind wohl Bjarki Elisson (mit Island), Mattias Zachrisson (mit Schweden), Petar Nenadic (mit Serbien/wechselt nach Veszprém) sowie die Kroaten Marko Kopljar, Stipe Mandalinic und Jakov Gojun. In der Gruppe A spielen alle sechs Füchse mit ihren Ländern überraschenderweise gegeneinander. Hans Lindberg wird mit Dänemark auf Tschechien, Ungarn und Spanien treffen.

Während sich die Nationalspieler in Kroatien auf das Turnier vorbereiten, bitten Trainer Velimir Petkovic und Sportkoordinator Volker Zerbe die Füchse am 11. Januar zum offiziellen Trainingsstart. „Wir wollen auf einem guten Niveau trainieren und den Grundstein für die weitere Saison legen“, sagt Zerbe. Das Training wird im Januar wird aus diesem Grund aus den zurückgebliebenen Bundesliga-Profis plus Teilen der A-Jugend und der zweiten Mannschaft absolviert. „Den Jugendspielern wollen wir die Möglichkeit geben, sich bei den Profis optimal weiterzuentwickeln.“ Am 21. Januar bestreiten die Füchse ein Trainingsturnier in Dessau, für den 28. Januar ist ein Testspiel in Jena gegen Leipzig geplant.

Füchse bestreiten zwangsläufig umstämdehalber im EHF-Cup ihr Heimspiel im Februar gegen St. Raphael in Potsdam, weichen für ihr EHF-Cup-Match gegen St. Raphael in die MBS Arena nach Potsdam aus. Grund ist die Hallenhockey-WM. In der Zeit vom 5. bis 11. Februar wird in der Max-Schmeling-Halle, der Heimspielstätte der Füchse, die WM 2018 im Hallenhockey ausgetragen. Am Mittwoch, 7. Februar, spielen die Füchse allerdings um 19.30 Uhr gegen St. Raphael – und weichen nun deshalb in die MBS Arena nach Potsdam aus. „Wir haben die Gelegenheit sofort ergriffen und freuen uns, dass wir im neuen Jahr ein Spiel in Potsdam austragen dürfen. Wir haben in Potsdam viele treue Fans und wollen ihnen damit etwas zurückgeben“, sagt Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. Für die Füchse ist die 2055 Zuschauer fassende MBS-Arena in der Brandenburgs Hauptstadt kein unbekannter Ort, schließlich spielen die Berliner im Sommer zur Saisoneröffnung fast schon regelmäßig in Potsdam gegen den dort ansässigen Drittligisten VfL.

„Die Füchse Berlin haben ja die MBS Arena praktisch miteröffnet“, sagt Andrea Klemund, Geschäftsführer der Luftschiffhafen Potsdam GmbH, „und deshalb freut es mich besonders, dass es uns gemeinsam mit Bob Hanning endlich mal gelungen ist, ein Pflichtspiel der Füchse in die MBS Arena zu holen.“ Die Füchse Berlin eröffneten am 18. Januar 2012 gemeinsam mit dem VfL Potsdam den Spielbetrieb der MBS Arena und sind seitdem in jedem Jahr zur Eröffnung der Handballsaison in der MBS Arena zu Gast. „Natürlich ist die MBS Arena für ein Punktspiel der Füchse Berlin eigentlich zu klein aber da geht mein Dank noch einmal an Bob Hanning, der sich ausdrücklich dafür eingesetzt hat, dieses Spiel in die handballbegeisterte Stadt Potsdam zu geben. Die Potsdamer Fans werden es ihm danken!“

Quelle: Füchse Berlin

ALBA empfängt Braunschweig im letzten Spiel des Jahres

Die Mannschaft am ALBA Berlin. Foto: ALBA Berlin

Nach dem siegreichen Abschluss der Euro-Cup-Punktrunde mit einem 86:68-Sieg gegen Bilbao will ALBA BERLIN das Jahr 2017 auch mit einem Heimerfolg in der easyCredit BBL ausklingen lassen. Heute Abend (29. Dezember, 18 Uhr, Mercedes-Benz Arena) empfängt der Tabellenzweite im letzten Spiel vor dem Jahreswechsel die Basketball Löwen Braunschweig. Aito Garcia Reneses (Cheftrainer ALBA BERLIN): „Es ist nicht das erste Mal, dass wir 48 Stunden nach einem EuroCup-Spiel schon wieder in der Bundesliga spielen und wir wissen aus Erfahrung, was für eine große Herausforderung das ist – gerade, wenn so viele Spieler verletzt oder angeschlagen sind wie das bei uns gerade der Fall ist. Wir müssen alles versuchen, um nicht nur in physischer, sondern auch in taktischer und mentaler Hinsicht für dieses Spiel bereit zu sein.“ ALBA BERLIN muss in den kommenden Spielen auf Bogdan Radosavljevic und Spencer Butterfield verzichten. Radosavljevic ist gegen Jena (beim ungefärdeten 100:67-Sieg) mit dem linken Fuß umgeknickt und muss mit einer Bänderverletzung drei bis vier Wochen pausieren. Zusätzlich fällt Spencer Butterfield mehrere Wochen aus, da er eine Reizung am rechten Fuß auskurieren muss.

Akeem Vargas (Guard ALBA BERLIN): „Nachdem klar war, dass Sieg oder Niederlage gegen Bilbao keinen Einfluss mehr auf die Abschlusstabelle im EuroCup haben würde, haben wir uns vorgenommen, das Spiel am Mittwoch zu nutzen, um den Rhythmus zu halten und die Ausfälle von Spencer Butterfield und Bogdan Radosavljevic zu kompensieren. Ich denke wir haben das seht gut gemacht. Für einen schönen Jahresabschluss brauchen wir jetzt aber noch einen Sieg gegen Braunschweig.“ Unter dem ehemaligen Bundestrainer Frank Menz – ein gebürtiger Berliner, der als Spieler in der Saison 1992/93 sogar kurz für ALBA BERLIN spielte – haben sich die im Vorjahr nur knapp dem Abstieg entronnenen Braunschweiger in dieser Saison schon nach 15 Spieltagen mit sechs Siegen bereits ein ordentliches Punktepolster erspielt. Im Vorjahr hatten sechs Siege den Basketball Löwen schon zum Klassenerhalt gereicht. Maßgeblichen Anteil an der bisher erfolgreichen Hinrunde hat der im Sommer aus Göttingen nach Braunschweig gewechselte Scott Eatherton. Der sehr bewegliche US-Center ist mit im Schnitt 17,7 Punkten und 8,7 Rebounds der statistisch beste Spieler in der easyCredit BBL.

Einen Volltreffer haben die Braunschweiger im Sommer auch mit der Verpflichtung des US-Guards DeAndre Lansdowne gelandet. Das nur 1,88 Meter große bullige Kraftpaket ist vor allem mit seiner Vielseitigkeit an beiden Enden des Spielfelds neben Eatherton der Schlüsselspieler der Niedersachsen und steht entsprechend im Schnitt 32 Minuten auf dem Parkett. An seiner Seite ergänzen sich im Backcourt Thomas Klepeisz als gefährlicher Dreierschütze und der Litauer Zygimantas Janavicius als Point Guard mit viel Spielübersicht. Auch der junge Bazoumana Kone bringt sein Talent immer stärker zur Geltung. Schon zum zweiten Mal in dieser Saison spielt der serbische Allrounder Nemanja Jaramaz gegen ALBA, der Anfang Dezember aus Erfurt nach Braunschweig gewechselt ist.

TOP16 beginnt auf Gran Canaria / erstes Heimspiel am 10.1. gegen Galatasaray. ALBA-Coach Aito und sein Team haben die EuroCup-Vorrunde am Mittwoch mit 6:4 Siegen auf dem dritten Tabellenplatz in ihrer Sechsergruppe erfolgreich abgeschlossen. Am 2. Januar starten sie nun in die Runde der besten 16 Mannschaften des Wettbewerbs, wo sie es mit den drei anspruchsvollen Gegnern Darüssafaka Istanbul, Galatasaray Istanbul und Herbalife Gran Canaria zu tun bekommen.

Nach dem Auftakt der Runde am 2. Januar auf Gran Canaria findet das erste Heimspiel in der Mercedes-Benz Arena am Mittwoch, 10. Januar um 20:45 Uhr gegen Galatasaray Istanbul statt. Die beiden weiteren Heimtermine sind Mittwoch, der 24. Januar (Darüssafaka) sowie Dienstag, der 30. Januar (Gran Canaria). Für alle drei Begegnungen hat der Ticketvorverkauf bereits begonnen. Der Gästefanblock bei allen drei Spielen ist der Block 219. Karten sind unter www.albaberlin.de/tickets oder an der Tickethotline 0 18 06 / 57 00 11 erhältlich. Wer alle drei Spiele besuchen und dabei zehn Prozent sparen möchte, hat die Möglichkeit, ein TOP16-Paket zu buchen. Alle Infos unter www.albaberlin.de/top16paket.

Favorit und hochkarätigster Gegner in der Vierergruppe E, aus der die beiden ersten Teams die nächste Runde erreichen, ist das von Star-Coach David Blatt geführte Darüssafaka Istanbul. Der türkische Topclub von General Manager Mithat Demirel hat die Vorrundengruppe A souverän auf dem ersten Platz abgeschlossen und zählt zu den heißen Titelanwärtern in dieser EuroCup-Saison. Ebenfalls aus Istanbul und kaum schwächer einzuschätzen ist ALBAs zweiter Gegner: Galatasaray Istanbul hat sich als Zweiter der Gruppe B qualifiziert und beschert den ALBA-Fans ein Wiedersehen mit den beiden ehemaligen Albatrossen Alex Renfroe und Jordan Taylor. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld in der Berliner TOP16-Gruppe vom aktuellen Tabellensechsten der spanischen ACB, Herbalife Gran Canaria. Das Ex-Team von Cheftrainer Aito, Sportdirektor Himar Ojeda und Assistenztrainer Israel Gonzalez, hat die Gruppe D zwar nur als Vierter abgeschlossen, hätte aber am letzten Spieltag auch noch Tabellenerster werden können, wenn es den 128:129 verlorenen Verlängerungskrimi gegen Asvel (drei Overtimes) gewonnen hätte.

TOP16-Spielplan (alle Tipoffzeiten nach deutscher Zeit, CET)
Di. 2.1. 21:00 Uhr: Herbalife Gran Canaria – ALBA BERLIN
Mi. 10.1. 20:45 Uhr: ALBA BERLIN – Galatasaray Istanbul
Mi. 17.1. 19:15 Uhr: Darüssafaka Istanbul – ALBA BERLIN
Mi. 24.1. 20:15 Uhr: ALBA BERLIN – Darüssafaka Istanbul
Di. 30.1. 20:00 Uhr: ALBA BERLIN – Herbalife Gran Canaria
Mi. 7.2. 19:15 Uhr: Galatasaray Istanbul – ALBA BERLIN

Christian Zschiedrich / Quelle ALBA Berlin

 

Füchse holen Eigengewächs Oliver Milde aus Bad Schwartau zurück

Bob Hanning Foto: Christian Zschiedrich

Die Füchse Berlin holen einen alten Bekannten zurück: Rückraumspieler Oliver Milde wird ab Januar für den aktuellen Bundesliga-Zweiten auflaufen. Der 24-Jährige kommt vom Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau. : „Ein Traum geht in Erfüllung“. Füchse Geschäftsführer Bob Hanning: „Ich freue mich sehr, dass Oliver zu uns nach Hause kommt. Wir sind sehr froh, dass er unseren Kader ab dem neuen Jahr verstärken wird. Oliver wird uns auf Anhieb helfen können. Dieser Transfer zeigt, dass wir zu unseren alten Spielern stets einen guten Kontakt pflegen“, Milde kehrt ab Januar 2018 an seine alte Wirkungsstätte zurück. Der gebürtige Berliner spielte zwischen 2010 und 2014 bereits bei den Füchsen und wurde zusammen mit Fabian Wiede und Paul Drux zwei Mal Deutscher A-Jugend-Meister. Später lief der 1,93 Meter große Handballer in der 3. Liga für die zweite Mannschaft der Füchse auf. Milde spielte in der Saison 2013/2014 aufgrund eines Zweitspielrechts zudem für den HC Empor Rostock.

Der Neuzugang ist glücklich: „Meine ganze Familie wohnt in Berlin. Ich komme also in meine Heimat zurück. Ich hätte um ehrlich zu sein nicht mehr damit gerechnet, irgendwann wieder zurückzukommen. Das ist ein schönes Gefühl. Für mich geht mit dem Wechsel ein Traum in Erfüllung. Ich werde das halbe Jahr so richtig genießen.“ Und weiter: „Mit den Füchsen habe ich in der Jugend tolle Erfolge gefeiert. Das war eine großartige Zeit. Zuletzt habe ich die Spiele der Füchse auch im TV verfolgt. Die Füchse spielen eine ganz starke Saison. Ich möchte helfen, dass diese erfolgreiche Saison so weitergeht.“ Milde, der heute in Coburg sein letztes Zweitliga-Spiel für den VfL Lübeck-Schwartau bestreitet, hat bei den Füchsen einen Vertrag bis Saisonende unterschrieben. Der linke Rückraumspieler, der in der laufenden Zweitliga-Saison 89 Treffer erzielte, wird Mitte Januar zum offiziellen Trainingsstart zu den Hauptstädtern stoßen. Bob Hanning abschließend: „Unser Dank gilt dem VfL Lübeck-Schwartau, der diesen Wechsel trotz der aktuellen Lage möglich gemacht hat.“ Der VfL ist momentan Tabellendritter in der zweiten Liga und spielt um den Aufstieg ins deutsche Oberhaus.

Quelle: Füchse Berlin

Die Füchse Berlin sind in die Erfolgsspur zurückgekehrt

BL-Handball-Mannschaft der Füchse Berlin. Foto: Füchse Berlin

Der 27:23-Sieg in Erlangen lässt die Füchse „zufrieden und in Ruhe Weihnachten feiern“. Eine Woche nach dem Debakel bei den Rhein-Neckar Löwen haben die Berliner die erhoffte Reaktion gezeigt und das Gastspiel beim HC Erlangen mit 27:23 (15:10) gewonnen. Zufrieden stiegen die Füchse-Handballer am späten Donnerstagabend in den Teambus, der sie zurück in die Hauptstadt bringen sollte. Zuvor hatten die Spieler um den starken Keeper Silvio Heinevetter ein phasenweise gutes Auswärtsspiel in Erlangen gezeigt und die richtige Reaktion auf die 23:37-Niederlage vor sieben Tagen bei den Löwen gegeben. Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning zufrieden: „Nach einem schwierigen Auftakt haben wir immer besser ins Spiel gefunden und hatten gute Lösungen parat. Es war letztlich ein souveräner Sieg, der uns völlig zufrieden und in Ruhe Weihnachten feiern lässt.“

Die überwiegend in schwarz gekleideten 5132 Zuschauer (die Erlanger riefen ihre traditionelle „Black Night“ aus) sorgten für einen tollen Rahmen. Anfangs gestaltete sich die Partie in der Arena Nürnberger Versicherungen noch offen. Erlangen führte nach 16 Minuten mit 7:6. Doch dann übernahmen die Füchse das Zepter, standen in der Deckung extrem sattelfest und zogen folglich mit gnadenlosem Tempohandball davon. Heinevetter im Füchse-Tor hielt Ball um Ball und warf sofort lange Tempogegenstoß-Pässe punktgenau in die Hände der pfeilschnellen Außenspieler Elisson und Zachrisson. Ein herausragender 8:0-Lauf brachte die Füchse mit 14:7 (27.) in Führung. Zur Pause stand es 15:10.

Wie schon in der Anfangsphase der ersten Hälfte erwischten die Füchse nach dem Seitenwechsel aber zunächst den schlechteren Start, ließen Erlangen durch den bärenstarken Nico Büdel nach 41 Minuten auf drei Treffer rankommen (18:15). Die Füchse, die von zahlreichen Fans vor Ort in Süddeutschland unterstützt wurden, fingen sich aber wieder und stellten nach 55 Minuten den alten Fünf-Tore-Vorsprung her (25:20). Mit dem 14. Saisonsieg hat sich das Team von Trainer Velimir Petkovic als Tabellenzweiter hinter den Löwen, die zeitgleich gegen Flensburg-Handewitt gewannen, in die Weihnachtstage verabschiedet. Am 26. Dezember erwarten die Berliner im letzten Spiel des Jahres den SC Magdeburg im heimischen Fuchsbau (15 Uhr). Die Partie, die gleichzeitig auch das Abschiedsspiel von Petar Nenadic sein wird, ist so gut wie ausverkauft.

Hanning: „In fünf Tagen geht es mit dem letzten Spiel des Jahres weiter. Wir freuen uns auf ein Riesen-Spiel zum Abschluss gegen Magdeburg. Den zweiten Platz wollen wir natürlich sehr gerne behaupten und auf diesem überwintern.“ Statistik: Heinevetter, Stochl – Wiede (4), Elisson (5), Vukovic, Struck, Mandalinic, Gojun (1), Nenadic (7), Lindberg (5/1), Zachrisson (2), Fäth (4), Urios, Schmidt (2), Kopljar, Drux (3).

Quelle Füchse Berlin

Champions-League: Wasserfreunde Spandau 04 erfolgreich gegen ZF Eger

Foto: Wasserfreunde Spandau 04

Mit 10:9 (3:4,4:3,2:0,1:2) Tore durch B. Reibel 3, M. Stamm, T. Negrean 2, N. Dedovic, L. Gielen, S. Pjesivac je 1. Spandau beendet das Jahr 2017 absolut erfolgreich. „Wird das Letzte das Beste?“, so war die Pressemitteilung der Wasserfreunde vor dem finalen Spiel des Jahres 2017 am 20. Dezember in der Schöneberger Schwimmhalle gegen Ungarns Starensemble von ZF Eger überschrieben. Vor knapp zwei Jahren hatten die Berliner gegen Eger in der Champions-League mit 8:15 verloren. Das Spandauer Team hat seitdem sein Leistungsniveau entschieden gesteigert. Das belegt dieses Ergebnis deutlich: 10:9 gewann der Außenseiter gegen den mit Welt-, Europameistern und Olympiasiegern aus Ungarn und Serbien geschmückten Favoriten, der in der Vorsaison im CL-Halbfinale stand.

Nicht nur das Resultat, sondern auch die Art und Weise, wie es zustande kam, spricht für den Gastgeber. In den vier Anfangsminuten war das Berliner Team in der Defensive noch nicht hellwach und geriet mit 0:3 in Rückstand. Doch die Männer um Kapitän Marko Stamm kamen dann in spektakulärer Weise zurück. „Da hat die Mannschaft wirklich Charakter gezeigt und richtig guten Wasserball gespielt“, befand ein emotional aufgewühlter 04-Präsident und Bundestrainer Hagen Stamm. Ab Mitte des zweiten Viertels setzte das Team mit Keeper Laszlo Baksa an der Spitze die Order von Coach Petar Kovacevic ohne Wenn und Aber um, dass die Partie in der Abwehr entschieden werde. Marko Stamm erklärt, Kovacevic ist „ein absoluter Glücksgriff für Spandau.“ 13:40 Minuten blieb Eger ohne Treffer, Spandau zog auf 10:7 davon und ließ sich auch am Ende gegen sich immer verzweifelter wehrende Ungarn nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Vier Siege in fünf CL-Spielen, das gab es noch nie für die Wasserfreunde.

„Die Ausgangslage für uns ist gut, wir haben sie uns mit harter Arbeit und mit Leidenschaft erarbeitet. Aber es sind auch erst fünf von 14 Partien gespielt“, warnt Kovacevic. Nach dem zähen Saisonanfang habe sich die Mannschaft gut zusammengefunden. Die neuen Spieler, wie Tiberiu Negrean, Stefan Pjesivac, Dennis Strelezkij und Ben Reibel, wurden zunehmend besser integriert. Ben Reibel bewies mit seinem selbstbewussten Drei-Tore-Auftritt gegen Eger seine Kompetenz. „Wir hatten auch vor zwei Jahren schon einmal ein Team mit einem vergleichbaren Potenzial zusammen. Doch damals fiel die Mannschaft bei brisanten Situationen schnell auseinander. Vielleicht ist das der entscheidende Schritt. Das Team findet jetzt immer öfter Antworten, die uns ermöglichen, das Spiel aktiv zu gestalten.“

Auch in der DWL geben die Wasserfreunde aktuell ein ähnlich erfreuliches Bild ab. Nur vier Tage vor dem letzten Spiel des Jahres gegen Eger gewannen die Hauptstädter souverän mit 10:7 beim selbsternannten Titelanwärter Waspo Hannover. Die Spandauer Erfolge finden in Europas Wasserball-Öffentlichkeit bereits Beachtung. Auf der Website der LEN stand nach dem Eger-Spiel zu lesen, „The Berliners ‚upgraded‘ themselves to serious F8 contenders“ und „became the nemesis of the Hungarians“ (nach dem 10:9 am 29.11. gegen Titelverteidiger Szolnok) –  „something perhaps not even the Germans hoped before the start of the season“. Doch das Spandauer Team und seine Fans haben die Hoffnung und den Willen zu weiteren Erfolgen.

Peter Röhle

ALBA freut sich auf Weihnachtsheimspiel gegen Jena

Die Mannschaft am ALBAmobil. Foto: ALBA Berlin

Großes ALBA-Weihnachtsfest am Samstag in der Mercedes-Benz Arena. Im Rahmen des Heimspiels am 23. Dezember (18 Uhr) gegen Science City Jena warten zahlreiche Weihnachts-Aktionen auf die Besucher: Die Albatrosse spielen u.a. erstmals in XMAS-Trikots, einer Sonderedition von adidas in T-Shirt-Form mit weihnachtlichem Aufdruck. Jeder Besucher, der im Weihnachtsmann-Outfit kommt, erhält zudem freien Eintritt und einen Gratis-Glühwein. Auf dem Parkett werden die Albatrosse dagegen nichts zu verschenken haben. Vielmehr gilt es, mit einem Heimsieg den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen und der Pokal-Qualifikation näher zu kommen. Im Duell der jüngsten BBL-Mannschaft (ALBA: 22,5 Jahre) gegen die älteste (Jena: 27,6 Jahre; Quelle: BBL) kommt es zum Wiedersehen mit den Ex-ALBA-Stars Jenkins, McElroy, Allen und Mazeika. Bogdan Radosavljevic (Center ALBA BERLIN): „In der letzten Saison mussten wir uns zu Hause Jena geschlagen geben. Doch was im letzten Jahr war, zählt heute nicht mehr. Jetzt sind wir in der Saison 2017/18 und alles ist anders. Ich bin jetzt Vater, wir haben einen tollen neuen Trainer, viele sehr gute neue Spieler und spielen gemeinsam einen soliden Basketball. Klar, Jena ist auch in diesem Jahr eine gute und vor allem sehr erfahrene Mannschaft, aber sie werden es gegen uns schwerer haben als im letzten Jahr.“ Auch in dieser Saison bilden die ehemaligen ALBA-Stars Julius Jenkins und Immanuel McElroy das Rückgrat der Thüringer. Mit dem US-Center Derrick Allen und dem litauischen Guard Martynas Mazeika hat Trainer Björn Harmsen sogar noch zwei weitere erfahrenen Ex-Berliner nach Jena geholt, ergänzt durch den bei ALBA groß gewordenen Oliver Clay.

Als Saisonziel nennt der 35-jährige Headcoach Björn Harmsen, der seit vielen Jahren in der Stadt der Wissenschaft zu Hause ist und dort das mit Abstand älteste Team der easyCredit BBL (Durchschnittsalter 27,6 Jahre) anführt, auch in dieser Saison den Klassenerhalt. Nach 13 Spieltagen ist Jena diesbezüglich mit 5:8 Siegen auf einem guten Weg. Interessant: Jena bekommt es am Samstag mit dem jüngsten BBL-Team zu tun, die Albatrosse sind im Schnitt nur 22,5 Jahre jung. Neben Derrick Allen und Martynas Mazeika verstärken Jena zur neuen Saison der schon im Vorjahr in Gießen sehr korbgefährliche US-Spielmacher Skyler Bowlin und der vom Zweitligisten Trier nach Jena gewechselte defensivstarke US-Forward Brandon Spearman. Viel Vertrauen schenkt der Trainer auch dem aus Würzburg gekommene A2-Nationalspieler Max Ugrai, der mit seinen 22 Jahren auf der Position vier das hohe Durchschnittsalter der ersten Fünf senkt.

Jeder Besucher, der am Samstag als Weihnachtsmann verkleidet an der Arena erscheint, erhält freien Eintritt an Abendkasse 8 und einen Glühwein aufs Haus am Glühweinstand in der Main Lobby. Voraussetzung sind mindestens eine Weihnachtsmann-Jacke und eine Weihnachtsmann-Mütze. Pünktlich zum Weihnachtsspiel werfen sich auch die ALBA-Profis festlich in Schale und laufen erstmals in einem neu designten Weihnachtstrikot in T-Shirt-Form auf. Die limitierte Sonderedition des Ärmel-Trikots von adidas ist an diesem Abend auch an unserem Weihnachtsstand in der Main Lobby käuflich zu erwerben. Dancers und Albambinis tanzen weihnachtlich
Auch die ALBA Dancers und die Youngsters von den Albambinis haben sich extra für dieses Spiel etwas Weihnachtliches einfallen lassen. Beide Tanz-Teams werden einen Tag vor Heiligabend zu Weihnachtssongs tanzen und weihnachtliche Kostüme tragen.
Quelle: ALBA Berlin

Science City Jena: Resultate der letzten vier Wochen
03.12. Jena – Bayern München (easyCredit BBL) 78:85 (N) Jenkins 24, Reyes-Napoles 11
09.12. Brose Bamberg – Jena (easyCredit BBL) 80:71 (N) Jenkins 23, Bowlin 16
17.12. Jena – Tigers Tübingen (easyCredit BBL) 74:69 (S) Allen 15, Spearman 13
ALBA-Bilanz gegen Jena 3:1
17.11.2007: ALBA BERLIN – Science City Jena 80:64
27.03.2008: Science City Jena – ALBA BERLIN 64:89
30.09.2016: Science City Jena – ALBA BERLIN 73:77
15.02.2017: ALBA BERLIN – Science City Jena 73:74

DWL: Waspo Hannover 98 – Wasserfreunde Spandau 04 einfach besser

Wasserfreunde Spandau 04 voll auf Angriff

7:10 (3:3, 0:2, 1:3, 3:2). Beim ersten Aufeinandertreffen beider aktuellen Spitzenteams der Deutschen Wasserball-Liga in Hannover, konnten die Berliner nach einem ausgeglichenem ersten Viertel im weiteren Verlauf des Spiels die entscheidenden Akzente setzen und die Punkte mit nach Hause an die Havel nehmen. Zu Beginn des Spiels gelang es dem Team von Trainer Petar Kovacevic nicht, die Überzahlsituationen in Tore zu verwandeln. Viermal in Folge wurden die Chancen vergeben. Waspo hingegen traf im ersten Spielabschnitt in Überzahl und zweimal auch durch Strafwurf. Ein dritter Strafwurf wurde von dem wieder hervorragend aufgelegten Laszlo Baksa gehalten. Die Berliner, die in diesem Spiel niemals in Rückstand gerieten, setzen sich dann im 2. Viertel mit 5:3 ab und konnten ihren Vorsprung im letzten Spielabschnitt sogar auf 10:5 erhöhen. Aufgrund der gut aufgestellten Berliner Abwehr gelang es Waspo zu keiner Zeit des Spiels, aus dem Normalangriff gefährlich zu sein und auf diesem Wege Tore zu erlangen. Nur Darko Brguljan gelang es im letzten Spielviertel einmal, mit einer individuellen Aktion ein Tor zu erzielen.

Spieler des Tages wurden der über 2 Meter große Verteidiger der Wasserfreunde aus den Niederlanden, Lucas Gielen, der zusätzlich zu seiner hervorragenden Abwehrleistung auch noch 3 Tore erzielte. Torschützen. L. Gielen 3, N. Dedovic, D. Strelezkij 2, S. Pjesivac, M. Stamm, B. Reibel 1. Auch wenn die Freude über diesen Sieg durchaus groß ist, kann sich der Deutsche Meister nicht darauf ausruhen. Bereits am kommenden Mittwoch muss das Team letztmalig in diesem Jahr zu einem Match antreten. ZF Eger aus Ungarn ist der Gegner der Berliner im 5. Champions-League-Spiel der laufenden Saison. Spandau braucht dabei die Unterstützung aller Fans, um den aktuellen 2. Gruppen-Platz erfolgreich verteidigen zu können. Das Spiel wird um 19:30 Uhr am 20.12.2017 in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg angepfiffen.

Peter Röhle