Auswärts zu Gast in Braunschweig

48 Stunden nach dem erfolgreichen Auftakt im EuroCup-TOP16 wollen die Basketballer von ALBA BERLIN auch in der easyCredit BBL am Samstag (5. Januar, 18 Uhr, live auf Telekom Sport) mit einem Auswärtssieg bei den Basketball Löwen Braunschweig erfolgreich ins neue Jahr 2019 starten. Ein Sieg gegen die derzeitige Überraschungsmannschaft aus Niedersachsen wäre vor allem wichtig, um wieder mit dem derzeitigen Tabellenzweiten und Gegner der nächsten Woche, den EWE Baskets Oldenburg, punktgleich zu ziehen.

Stimme
Aito Garcia Reneses (Headcoach ALBA): „Braunschweig ist aktuell ein höchst unbequemer Gegner. Die Mannschaft spielt mit hoher Intensität und sie tut das sehr diszipliniert. Mit Scott Eatherton und DeAndre Lansdowne haben sie zwei herausragende Spieler, die das Team tragen. In eigener Halle haben sie seit Oktober nicht mehr verloren und werden auch gegen uns entsprechend selbstbewusst auftreten.“

Infos
Die Basketball Löwen Braunschweig haben sich in den letzten zweieinhalb Jahren unter Trainer Frank Menz – ein gebürtiger Berliner, der als Spieler 1992/93 ein „Albatros der ersten Stunde“ war – von einem notorischen Abstiegskandidaten zu einem „Team der Stunde“ gemausert, das nach zuletzt acht Siegen aus neun Spielen auf dem achten Tabellenplatz rangiert.

Entsprechend groß ist die Vorfreude in Braunschweig auf das Spiel gegen ALBA. Nachdem die Basketball Löwen die große Volkswagenhalle wegen des geringen Zuschauerinteresses im Vorjahr noch mit einem neuen Hallen-Setup künstlich auf 3.600 Plätze verkleinert hatten, ist der Andrang über die begeisternden Leistungen der Mannschaft zuletzt von Woche zu Woche größer geworden. Für das „Spitzenspiel“ gegen ALBA werdend deshalb jetzt sogar zwischenzeitlich stillgelegte Blöcke in der Arena wieder geöffnet.

Hinter den Braunschweiger Erfolgen steht eine mit sichtlich guter Teamchemie stimmig zusammengestellte und besonders in der Verteidigung sehr homogen harmonierende Mannschaft, aus der US-Center Scott Eatherton (mit im Schnitt 17 Punkten und zehn Rebounds zweiteffektivster Spieler der Liga) und der US-amerikanische Combo Guard DeAndre Lansdowne (mit 17,5 Punkten/Spiel drittbester Scorer der BBL) herausragen.

Als Spielmacher fungieren im auch mit interessanten Nachwuchstalenten wie Center Lars Lagerpusch gespickten Braunschweiger Team der defensivstarke US-Amerikaner Joe Rahon und der für seine Treffsicherheit aus der Distanz gefürchtete österreichische Nationalspieler Thomas Klepeisz. Weitere Leistungsträger sind die US-Forwards Brayon Blake und Shaquille Hines sowie der deutsche A2-Nationalspieler Christian Sengfelder.

ALBA-Bilanz gegen Braunschweig
61 Siege – 11 Niederlagen (in Braunschweig 28:8)
BBL: 50-8 / Playoff: 7-2 / Pokal 4-1
Höchster Sieg: 112:75 am 7. November 1999 in Braunschweig (Bundesliga)
Höchste Niederlage: 66:76 am 29. Oktober 2004 in Braunschweig (Bundesliga)

Quelle:ALBA Berlin

Zwei Punkte zum Jahresauftakt

Die Eisbären Berlin sind mit zwei Punkten in das neue Eishockeyjahr gestartet. Sie empfingen am 35. Spieltag die Iserlohn Roosters. Es war für Eisbären Kapitän Andre Rankel Spiel Nummer 800 in der DEL, alle absolviert für den Club aus Berlin-Hohenschönhausen. Er ging nach dem ersten Spieldrittel mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. Im Pauseninterview urteilte er: „..zu wenig Schlittschuh gelaufen und mit zu wenig Körper gespielt.“ Nach den ersten zwanzig effektiven Spielminuten stand es 1:1. Louis Marc Aubry hatte die Eisbären in der 12. Minute in Führung gebracht, doch die Gäste schlugen schnell zurück und glichen durch Dylan Yeo eine später bereits aus.

Während Andre Rankel zum 800 Mal in der DEL auf dem Eis stand, gab Eric Mik, geboren am 28. Februar 2000 seinen Einstand in der Liga. Der Verteidiger, der in dieser Saison 21 Spiele in der U20 Nachwuchsliga absolviert hat, außerdem 2 Spiele in der DEL 2 bei den Lausitzer Füchsen bekam insgesamt knapp zwei Minuten Eiszeit. Andre Rankel, der wie sein junger Mannschaftkollege einst aus dem Nachwuchs der Preußen zu den Eisbären wechselte, meinte nach dem Spiel, ihm selbst sei anfangs auch so ergangen. „Ich saß auch viele Spiele da und hab einfach nur zugeguckt.“

Mit Beginn des 2. Drittels spielten die Eisbären nur noch mit drei Reihen, Charlie Jahnke, Vincent Hessler und Eric Mik sahen zu. Das passiert Nachwuchsspielern häufiger. Eisbären-Trainer Stephane Richer stellte zusätzlich die Reihen um. Den Platz von Rankel in der ersten Sturmreihe nahm Brendan Ranford ein. Der Kapitän bildete mit Daniel Fischbuch als Center und Martin Buchwieser eine Sturmreihe, dafür ereilte Collin Smith das Schicksal eines Nachwuchsspielers. Ab Mitte des 2. Drittel sah er von der Bank zu.

Der Mittelabschnitt war ausgeglichen. Die Eisbären gingen durch Jonas Müller mit 2:1 in Führung, dann drehten die Gäste mit einem Doppelschlag in der 29. und 30. Minute das Spiel (Torschützen Jordan Smotherman und Justin Florek). Diesmal hatten die Eisbären eine schnelle Antwort parat. In der 31. Minute stellte Micky DuPont das Ergebnis wieder pari. Anschließend bemühten sich beide vergeblich um die Entscheidung in der regulären Spielzeit. Drei Punkte hätten beide dringend nötig gehabt.

Das Spiel war nicht hochklassig, es wurde verbissen gekämpft und beide Torhüter boten eine solide Leistung. Bei den Eisbären bekam Kevin Poulin wieder eine Pause. Die Verantwortung lag bei Maximilian Franzreb. Die Entscheidung fiel erst im Penaltyschiessen. Lediglich Jamie MacQueen war erfolgreich. Mit einem tollen move düpierte er Niko Hovinen und sicherte so den Zusatzpunkt für die Eisbären. Der aktuelle Top-Scorer der Liga, der seit dieser Saison für Iserlohn spielende Jonathan Matsumoto scheiterte mit dem letzten Penalty an Franzreb.

Die Eisbären spielen am Freitag, 4.1.2019 – erneut zu Hause – gegen die Straubing Tigers. Erneut ein wichtiges Spiel im Kampf um den noch nicht ganz unerreichbaren Platz 6 der Tabelle.
Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey-Liga DEL
35. Spieltag MB-Arena Berlin 02.01.2019 19:30 Uhr
EHC Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 4:3 n.P. (1:1/2:2/0:0/0:0)
Zuschauer: 9.791

Torfolge:
1:0 12.Min. Louis-Marc Aubry (Marcel Noebels/Sean Backman) EQ
1:1 13.Min. Dylan Yeo (Marko Friedrich/Daine Todd) EQ
2:1 27.Min. Jonas Müller (Brendan Ranford/James Sheppard) EQ
2:2 29.Min. Jordan Smotherman (Anthony Camara) EQ
2:3 30.Min. Justin Florek (Alexander Dotzler/Jonathan Matsumoto)
3:3 31.Min. Micky DuPont (Sean Backman/Louis-Marc Aubry) EQ

Penalty
Sean Backman kein Tor
Evan Trupp kein Tor
Andre Rankel kein Tor
Anthony Camara kein Tor
Jamie MacQueen Tor
Jonathan Matsumoto kein Tor

Strafen
Eisbären 10
Iserlohn 8

EuroCup mit Heimspiel gegen Monaco

Nach drei Siegen im BBL Pokal und in der Bundesliga richten die Basketballer von ALBA BERLIN ihren Fokus im ersten Spiel nach dem Jahreswechsel wieder auf den Europapokal. Das Team von Coach Aito empfängt am Donnerstag (3. Januar, 18:30 Uhr) zum Auftakt der TOP16-Runde im 7DAYSEuroCup den französischen Vizemeister und Pokalsieger AS Monaco in der Mercedes-Benz Arena. Die Franzosen um die Ex-Albatrosse Elmedin Kikanovic und Gerald Robinson haben sich in der Vorrunde als Gewinner der Gruppe A für das TOP16 qualifiziert, ALBA als Zweiter der Gruppe B.

Stimmen

Aito Garcia Reneses (Headcoach ALBA): „Monaco scheint ein schwer einzuschätzender Gegner zu sein, weil sie in der französischen Liga nicht so gut dastehen, im EuroCup hingegen sogar als Gruppenerster das TOP16 erreicht haben. Dort sind jetzt sind einige ihrer verletzten Spieler wieder dabei und außerdem haben sie ihren Kader noch mit neuen Spielern verstärkt. Deshalb richten  wir uns auf eine große Herausforderung ein. So oder so stehen wir in der Pflicht, dieses erste Heimspiel im TOP16 mit der Hilfe unserer Fans zu gewinnen, denn andernfalls könnte das Erreichen der Playoffs schon kompliziert werden.“

Martin Hermannsson (Guard ALBA): „Monaco hat viele Spieler im Team, die richtig korbgefährlich sind. Deshalb wird die Verteidigung für uns der Schlüssel sein. In unseren letzten Spielen war unsere Verteidigung nicht so, wie wir sie haben wollen, aber wir haben in den letzten Tagen viel daran gearbeitet. Hoffentlich wird uns das am Donnerstag zum Sieg verhelfen, denn im TOP16 musst du möglichst deine Heimspiele gewinnen.“

Infos

Die Basketballer aus dem nur 38.000 Einwohner zählenden Steuerparadies wurden 2013 vom ukrainischen Banker Sergey Dyadechko aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt und marschierten in nur zwei Jahren aus der dritten in die erste französische Liga, wo sie dreimal in Folge die Punktrunde gewannen und Pokalsieger wurden. Lediglich der Meistertitel blieb den Monegassen bisher versagt. Im Vorjahr scheiterten sie mit dem letzten Wurf im fünften Finalspiel gegen Le Mans.

Auf europäischer Ebene unterstreicht der Wechsel aus der FIBA Champions League, wo Monaco im Vorjahr das Finale erreichte, in den EuroCup Monacos EuroLeague-Ambitionen. Mit dem Slowenen Saso Filiposki steht seit dem Sommer zudem ein renommierter Top-Trainer an der Seitenlinie, dessen Handschrift schon in der Vorrunde sichtbar wurde: Monaco stellte mit mur 75,7 gegnerischen Punkten die zweitbeste Verteidigung im EuroCup.

In Monacos Aufgebot stechen ALBA-Fans natürlich sofort die Namen der beiden Ex-Albatrosse Elmedin Kikanovic und Gerald Robinson ins Auge, die vor zwei Jahren zusammen aus Berlin nach Monaco wechselten. Wie seinerzeit in Berlin ist der bosnische Nationalcenter auch in Monaco Topscorer seiner Mannschaft. Robinson, der im Vorjahr Monacos Topscorer war, muss seit ein paar Wochen verletzt zuschauen. Ob er schon am Donnerstag sein Comeback geben kann, ist offen.

Weitere Leistungsträger Monacos sind die beiden schnellen und sehr korbgefährlichen US-Point Guards Derek Needham und Lazeric Jones, die Nationalspieler Paul Lacombe (ein defensivstarker Allrounder) und Yakuba Outtara (ein gefährlicher Schütze), der ukrainische Dreierspezialist Sergii Glaydr und der athletische US-Power Forward Jarrod Jones. Für das TOP16 hat Monaco zudem Kikanovic den defensivstarken US-Center Eric Buckner an die Seite gestellt.

LBA trifft zum ersten Mal auf den AS Monaco. Die Monegassen sind der zwölfte Gegner ALBAs aus der französischen Liga. ALBAs Bilanz gegen französische Gegner im Europapokal steht bei 28:16 Siegen.

Quelle: ALBA Berlin

Der Aufschlag machte den Unterschied

© Foto: Eckhard Herfet

Mit einem 3:0-Auswärtssieg (25:18, 25:15, 25:20) konnten die Berlin Recycling Volleys am Samstagabend das Jahr 2018 erfolgreich beenden. In der Tübinger Paul Horn-Arena hatten die Hauptstädter gegen den TV Rottenburg jeweils zum Satzende mehr zuzusetzen und sammelten drei wichtige Bundesliga-Punkte ein. Nun hat der Deutsche Meister zwei Wochen Spielpause, bis man am 11. Januar 2019 die Volleyball Bisons Bühl zum Jahresauftakt in der Max-Schmeling-Halle begrüßt.

Nach ihrem beherzten Auftritt gegen Lüneburg fanden sich Sebastian Kühner, Georg Klein, Moritz Reichert und Kyle Russell im „Tollhaus der Liga“ in der Starting-Six von Cedric Enard wieder. Dazu durften Adam White und Nicolas Le Goff ebenso ans Netz wie Libero Dustin Watten. Das Gastspiel am Neckar verlief für die BR Volleys im ersten Satz zäh. Erst provozierte White mit seinem Aufschlag Fehler bei den Gastgebern (4:2), dann gelang Kühner Gleiches (9:5), doch die Annahme strahlte noch nicht die erhoffte Souveränität aus. Der Rottenburger Zuspieler Jannis Hopt brachte seine Männer zurück (9:9) und so bat Enard zur Auszeit. Erst nachdem Kühners direkter Versuch geblockt wurde (16:15), schärften die Gäste ihre Sinne. Der Kapitän antwortete selbst per Block und durfte Le Goffs Ass bejubeln (19:15). Mit nun verbesserter Annahme- und Abwehrarbeit konnten Reichert und Russell den ersten Satzgewinn perfekt machen (25:18).

Auch im zweiten Durchgang benötigten die Männer in orange ihre Anlaufzeit, um Fahrt aufzunehmen. Beim Stand von 3:5 nahm Enard eine Auszeit und zwei Russell-Angriffe brachten das Team wieder in die Spur (7:7). Die Rottenburger Annahme konnte dem Aufschlagdruck der Hauptstädter nur phasenweise standhalten. Die nächste Schwächephase nutzte wieder Kühner (10:7). Die BR Volleys hatten nun endgültig die Kontrolle übernommen und konnten mit ihrem Service immer wieder direkt punkten oder die Angriffe im Anschluss nutzen (18:12). So platzierte auch der zum Aufschlag eingewechselte Youngster Linus Weber ein Ass in des Gegners Hälfte (22:13). Klein mogelte den Ball zur 2:0-Satzführung durch den Block (25:15).

Nach der zehnminütigen Pause stemmte sich der TVR noch einmal gegen die drohende Niederlage. Die erste Druckphase der Gastgeber überstanden die Berliner (6:6) und konnten mit Whites Netzroller-Aufschlag das wichtige Break für sich verbuchen (10:8). Das Sideout-Spiel der Enard-Schützlinge war nun stabil (16:13). Russell mauserte sich bei einer sehr ausgeglichenen Punkteverteilung innerhalb der Mannschaft erneut zum Topscorer (11 Punkte). Die letzten Glanzpunkte bis zum Matchgewinn: Kühners getippter Ball ins Rottenburger Feld (21:17), ein Doppelblock von White/Le Goff (23:19) und Klein, der sich den letzten Punkt am Netz fischte (25:20).

Kapitän und MVP Sebastian Kühner zeigte sich anschließend zufrieden: „Unser Ziel war es, gegen ihre nicht immer sattelfeste Annahme hohen Druck im Service auszuüben. Das ist uns sowohl mit den Sprung- als auch Floataufschlägen gelungen. Auch im engeren dritten Satz haben wir unseren Job letztlich souverän gemacht.“ Sein Resümee zum Jahresabschluss fällt ebenfalls positiv aus: „Die letzten zwei Spiele waren gut für die Seele. Nun können wir uns körperlich und mental erholen, um im neuen Jahr anzugreifen. Wir haben bisher viele Punkte liegenlassen, aber da die Liga sich so ausgeglichen darstellt, sind wir nicht außer Reichweite. In der Rückrunde wollen wir wieder an die Spitze heranrücken!“ Zuvor dürfen Mannschaft und Fans, die das Team auch in Tübingen wieder begeistert antrieben, mit drei Punkten im Rücken ins neue Jahr rutschen. Dann greift man gemeinsam daheim gegen die Volleyball Bisons Bühl (11. Jan um 19.30 Uhr) aufs Neue an.
Christof Bernier