Der 1. FC Union holt verdient und glücklich einen Punkt im Hamburger Volksparkstadion. Es war beeindruckend was der Gäste-Block am Montagabend veranstalten konnte. Unter den 45.000 Besuchern waren etwa 6.000 Fans der Eisernen, mehr als jeder Zehnte also, was sich auch in der Geräuschkulisse bemerkbar machte. In der 12. Minute gelang Joshua Mees der Führungstreffer und diese Führung hielt bis zur 58. Minute, da gelang Aaron Hunt erst der Treffen zum 1:1 Ausgleich.
Bis zur Halbzeitpause hatten die Gäste aus der Wuhlheide die Partie im Griff und gestatteten dem HSV nur eine einzige Großchance kurz vor dem Pausenpfiff. Der HSV schaffte es nicht, Tempo in seine Angriffsbemühungen zu bringen. In der zweiten Halbzeit drängten die Hamburger energisch auf den Ausgleich. Der fiel dann in der 58. Minute durch Hunt, allerdings unter tätiger Mithilfe der Union-Abwehr. Ken Reichel bekam einen Ball nicht so richtig geklärt. Ohne Frage, der Ausgleich war verdient. In der 65. Minute hatten die Hamburger das Spiel gedreht und wieder unter Mithilfe der Abwehr. Es war der andere Außenverteidiger, Kapitän Christopher Trimmel der das Spielobjekt nicht aus der Gefahrenzone bekam und Lewis Holtby war der Nutznießer im Nachschuß zur 2:1 Führung. Während Hamburgs Trainer Hannes Wolf seine Defensive verstärkte, brachte Urs Fischer mit Akaki Gogia für Marcel Hartel, der mit über 11 km Laufleistung bis zur 77. Minute eine gute Leistung gebracht hatte und gelb-rot gefährdet war, ins Spiel.
Der Ausgleich fiel in der ersten Minute der Nachspielzeit durch Suleiman Abdullahi, der irgendwie den Braten bei einer undurchsichtigen Situation im Hamburger Strafraum gerochen hatte und den Ball über die Linie drückte. Die Hamburger hatten es kurz zuvor versäumt, den Sack zu zumachen. Der Südkoreaner Hee-Chan Hwang ließ in der 90. Minute das mögliche 3:1 liegen und im Gegenzug fiel der Ausgleich.
Der 1. FC Union schaffte es den HSV im Schach zu halten. Der Punkt könnte im Kampf um den dritten Platz noch sehr bedeutend werden. Nach Lage der Dinge wird es schwierig werden, den 1. FC Köln und den HSV von den direkten Aufstiegsplätzen zu verdrängen.
Für den 1. FC Union geht es am Samstag, den 1.12. weiter, zum Heimspiel in der „Alten Försterei“ wird dann die Darmstadt 98 erwartet. Der HSV muss beim Schlusslicht in Ingolstadt antreten. Der Ex-Erstligist hat sich unterdessen von Alexander Nouri getrennt und zunächst U-19 Trainer Roberto Pätzold zum Chef ernannt. Schon bemerkenswert, den Nouri war er seit dem 24. September im Amt.
Hans-Peter Becker
2. Fußball-Bundesliga 14. Spieltag
Hamburger Sportverein:
Pollersbeck – Sakai, Lacroix, van Drongelen, Douglas Santos – Hunt (75. Bates), Mangala (86. Moritz), Holtby – Narey (79. Arp), Hwang, Jatta
- FC Union Berlin:
Gikiewicz – Trimmel, Friedrich, Hübner, Reichel – Prömel, Schmiedebach, Hartel (77. Gogia) – Abdullahi, Polter (63. Andersson), Mees (46. Hedlund)
Schiedsrichter: Frank Willenborg, Guido Kleve, Marcel Pelgrim, Florian Lechner
Zuschauer: 45 584
Tore: 0:1 Mees (12.), 1:1 Hunt (58.), 2:1 Holtby (65.), 2:2 Abdullahi (90.)
