
Hertha BSC kommt in Augsburg in der Nachspielzeit zu einem überaus glücklichen und schmeichelhaften 1:1. Der Punkt allerdings ist ja so wichtig. Mit nur 17 Punkte wären die Berliner bereits in der Hinrunde gewaltig in Bedrängnis gekommen. Inzwischen hängen die Trauben in Augsburg hoch. Cajuby trifft (74.) – nach Eckball von Max – wuchtig unter die Querlatte zum 1:0. Augsburg ist, nach anfänglichen Saison-Startschwierigkeiten, gefestigt, lässt aber zu viele Großchancen liegen. So etwas rächt sich oft im Fußball. Die Spielweise seines Hertha-Teams behagt dem Trainer Pal Dardai überhaupt nicht. Es finden zu wenig Aktionen nach vorn statt. Hertha reagiert nur. Die Offensivarbeit wirkt harmlos. Das bemängelte der Coach unmittelbar nach Spielschluss. Der Doppelwechsel – Dardai früh (58.) Esswein für Lecki und Lazaro für Ibisevic – bleibt ohne sichtbare Verbesserung. Der Standard bei 90 + 1 lässt Hertha jubeln. Eine Ecke für Hertha, der Torwart Jarstein ist mit vorne. Einen zunächst abgewehrten zweiten Ball bringt Esswein zurück in den Strafraum, Stark legt per Kopf ab, Kalou, eingewechselt in der 79. Minute für Mittelstädt, trifft von drei Augsburgern umgeben, aus kürzester Distanz zum 1:1. Soviel Dusel hat man nicht immer. Mal schau’ n, was das Gekicke gegen Hannover (13.12.) und in Leipzig (17.12.) im alten Jahr noch bringt.
Christian Zschiedrich
