Pal Dardai: „Die Spielkultur war nicht in Ordnung“

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Sportick

Hertha BSC kommt in Augsburg in der Nachspielzeit zu einem überaus glücklichen und schmeichelhaften 1:1. Der Punkt allerdings ist ja so wichtig. Mit nur 17 Punkte wären die Berliner bereits in der Hinrunde gewaltig in Bedrängnis gekommen. Inzwischen hängen die Trauben in Augsburg hoch. Cajuby trifft (74.) – nach Eckball von Max – wuchtig unter die Querlatte zum 1:0. Augsburg ist, nach anfänglichen Saison-Startschwierigkeiten, gefestigt, lässt aber zu viele Großchancen liegen. So etwas rächt sich oft im Fußball. Die Spielweise seines Hertha-Teams behagt dem Trainer Pal Dardai überhaupt nicht. Es finden zu wenig Aktionen nach vorn statt. Hertha reagiert nur. Die Offensivarbeit wirkt harmlos. Das bemängelte der Coach unmittelbar nach Spielschluss. Der Doppelwechsel – Dardai früh (58.) Esswein für Lecki und Lazaro für Ibisevic – bleibt ohne sichtbare Verbesserung. Der Standard bei 90 + 1 lässt Hertha jubeln. Eine Ecke für Hertha, der Torwart Jarstein ist mit vorne. Einen zunächst abgewehrten zweiten Ball bringt Esswein zurück in den Strafraum, Stark legt per Kopf ab, Kalou, eingewechselt in der 79. Minute für Mittelstädt, trifft von drei Augsburgern umgeben, aus kürzester Distanz zum 1:1. Soviel Dusel hat man nicht immer. Mal schau’ n, was das Gekicke gegen Hannover (13.12.) und in Leipzig (17.12.) im alten Jahr noch  bringt.

Christian Zschiedrich

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Christian Zschiedrich

Er kann von sich mit Fug und Recht behaupten, immer ein Leben für und durch den Sport geführt zu haben. Er spielte Fußball, nicht mal untalentiert, brachte es dabei zu einigen Ehren, studierte Sport in Leipzig, arbeitete als Sportlehrer und trainierte Fußballmannschaften. Zwischendurch erwarb er beim DFB seine Trainerlizenz. Nach und nach entdeckte er dabei sein Herz für den Sportjournalismus, schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und hob in Berlin eine eigene Sportsendung im Lokal-TV aus der Taufe. Über 2.000 Sendungen wurden unter seiner Leitung produziert. An`s Aufhören verschwendet er keinen Gedanken, schließlich bietet das Internet viele neue Möglichkeiten.

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