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Eishockey

Herzschlag Finale-Eisbären verlieren Spiel 1 in der Overtime

Mit dieser Finalpaarung hatte in den Prognosen vor der Saison kaum jemand gerechnet. Zu einem, dass die Grizzlys aus Wolfsburg es bis in das Finale schaffen würden und zu anderen, den Meistertitel macht die Nord-Gruppe unter sich aus. Die beiden Top-Favoriten aus München und Mannheim hatten vorzeitig die Segel gestrichen. Zuletzt waren es die Adler aus Mannheim, die von den Wolfsburgern vorzeitig in den Urlaub geschickt wurden. Sehr unglücklich, sodass Mannheims Trainer Pavel Gross in einem DPA-Interview kräftig nachwusch.

Sein ehemaliger Verein trat in der Finalserie nun zum fünften Mal in der Saison auf die Eisbären. Die regulären Hauptrundenspiele konnten die Grizzlys aus Wolfsburg alle für sich entscheiden. Im Anfangsdrittel ging es auf und ab, beide hatten das Visier hochgeklappt. Strafzeiten blieben aus, die Schiedsrichter wollten die Entscheidung die Jungs auf dem Eis austragen lassen. Sie hatten eine großzügige Linie.

Die erste Strafzeit kassierten die Eisbären durch Ryan McKiernan und kaum hatte er die Strafe abgesessen, ging der Arm des Unparteiischen erneut für denselben Spieler nach oben. Die zweite Unterzahl hatten die Eisbären fast überstanden da bewiesen die Grizzlys, dass sie das beste Überzahlspiel der Playoffs in die Statistik gebracht haben. Gerrit Fauser brachte den Puck im Tor unter. Das Momentum im Spiel wanderte auf die Seite der Wolfsburger. Kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts kassierte Leo Pföderl zwei Minuten wegen Beinstellens. Mit dem 0:1 Rückstand gingen die Eisbären in die Pause.

Im Schlussdrittel versuchten die Eisbären das Tor zu treffen. Die Chancen häuften sich. Inzwischen hatten auch die Eisbären ihre dritte Überzahlmöglichkeit und endlich fiel der Ausgleich. In der 58. Minute stellte Marcel Noebels auf 1:1. Der vermeintliche Siegtreffer für die Grizzlys fiel knapp vier Minuten vor dem Ende. Doch die Eisbären schlugen zurück. Erstmals ging es in die Overtime. Nur 38 Sekunden vor dem regulären Ende stocherte Zachary Boychuk den Puck über die Linie. Vorsichtshalber wurde alles per Video überprüft. Es gab keine Beanstandung.

Es wurde jetzt alles zur reinen Nervensache und natürlich spielte die verbliebene Kraft nach 60 Minuten eine Rolle. Verdient hatten sich den Sieg beide, nur das geht nicht.

Es wurde die längste Overtime in den Playoffs des Jahres 2021, die Entscheidung fiel zwei Minuten vor dem Ende der ersten Verlängerung. Die Wolfsburger hatten das bessere Ende für sich. Julian Melchiori kurvte und kurvte mit dem Puck und netzte ein und machte den Weg zur Meisterschaft Nummer 8 für die Eisbären länger. Zuvor trafen die Eisbären das Torgestänge. Am Mittwoch, 5. Mai geht es weiter, da stehen die Eisbären wieder mit dem Rücken zur Wand. Das kennen sie ja schon aus Viertel- und dem Halbfinale.

Wolfsburgs Trainer Pat Cortina erwartet für den Mittwoch ein hartes Spiel und der Eisbären-Trainer konnte lediglich sagen, dass seine Mannschaft alles versuchen wird, das Ergebnis zu korrigieren.

Am Montag hat die Mannschaft der Eisbären trainingsfrei und am Dienstag geht es zunächst aufs Eis und nach der Trainingseinheit fährt die Mannschaft nach Wolfsburg.

Hans-Peter Becker

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin) :„Es war ein typisches Playoffs-Spiel, das sehr hart geführt wurde. Das erste Drittel war ausgeglichen, im zweiten Spielabschnitt war Wolfsburg etwas stärker und ist auch in Führung gegangen. Wir haben uns aber zurückgekämpft und das Powerplay-Tor hat uns wieder ins Spiel gebracht. Auch beim erneuten Rückstand haben wir einen Weg gefunden zurückzukommen. In der Verlängerung wurde das Tempo sogar noch einmal erhöht und wir hatten auch unsere Chancen. Beim Gegentor stand die Reihe schon länger auf dem Eis und war etwas müde. Da haben wir den Puck einfach nicht aus dem Drittel bekommen. Uns war von Vornherein bewusst, dass es eine enge Serie wird. Das war aber nur ein Spiel und wir werden am Mittwoch bereit sein.“

Kai Wissmann (Verteidiger Eisbären Berlin): „Natürlich sind wir enttäuscht über die Niederlage. Es ist aber noch nichts verloren. Auch im Viertel- und Halbfinale hatten wir jeweils das erste Spiel der Serie verloren. Wir glauben weiterhin fest an uns und dass wir Wolfsburg in den nächsten beiden Partien bezwingen können. Am Mittwoch müssen wir hart arbeiten, die Zweikämpfe annehmen und diese auch gewinnen. Wir müssen die Pucks zum Tor bringen und dem Torhüter die Sicht nehmen.“

DEL Finale 2021

Spiel 1 (best of three) 02.05.2021 14:30 MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 2:3 OT (0:0, 0:1, 2:1, 0:1)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) –Després, McKiernan; Hördler (C), Wissmann (A); Müller, Ramage (A); Mik –Noebels, Reichel, Pföderl; White, Boychuk, Fiore; Tuomie, Olver,Foucault; Labrie, Zengerle, Streu–Trainer: Serge Aubin

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier (Pickard) –Möser, Bittner; Wurm, Bruggisser; Melchiori, Likens;Adam –Rech, Olimb, Machacek;Furchner, Järvinen, Görtz; Fauser, Festerling, Jormakka; Hungerecker, Raabe, Busch–Trainer: Pat Cortina

Tore:

0:1 –33:05–Fauser(Rech,Olimb) –PP1

1:1 –54:25 –Noebels (Després, White) –PP1

1:2 -57:42 –Festerlin (Jormakka) –EQ

2:2 –59:22 –Boychuk (White, McKiernan) . EQ, EN

2:3 –77:59 –Melchiori (Olimb, Fauser)–EQ

Strafen:

Eisbären Berlin: 4 (0, 6, 0, 0) Minuten – Grizzlys Wolfsburg: 10 (0, 0, 6, 0) Minuten

Schiedsrichter: Aleksi Rantala, Marian Rohatsch (Joep Leermakers, Marius Wölzmüller)

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