Herzschlag Finale-Eisbären verlieren Spiel 1 in der Overtime

Mit dieser Finalpaarung hatte in den Prognosen vor der Saison kaum jemand gerechnet. Zu einem, dass die Grizzlys aus Wolfsburg es bis in das Finale schaffen würden und zu anderen, den Meistertitel macht die Nord-Gruppe unter sich aus. Die beiden Top-Favoriten aus München und Mannheim hatten vorzeitig die Segel gestrichen. Zuletzt waren es die Adler aus Mannheim, die von den Wolfsburgern vorzeitig in den Urlaub geschickt wurden. Sehr unglücklich, sodass Mannheims Trainer Pavel Gross in einem DPA-Interview kräftig nachwusch.

Sein ehemaliger Verein trat in der Finalserie nun zum fünften Mal in der Saison auf die Eisbären. Die regulären Hauptrundenspiele konnten die Grizzlys aus Wolfsburg alle für sich entscheiden. Im Anfangsdrittel ging es auf und ab, beide hatten das Visier hochgeklappt. Strafzeiten blieben aus, die Schiedsrichter wollten die Entscheidung die Jungs auf dem Eis austragen lassen. Sie hatten eine großzügige Linie.

Die erste Strafzeit kassierten die Eisbären durch Ryan McKiernan und kaum hatte er die Strafe abgesessen, ging der Arm des Unparteiischen erneut für denselben Spieler nach oben. Die zweite Unterzahl hatten die Eisbären fast überstanden da bewiesen die Grizzlys, dass sie das beste Überzahlspiel der Playoffs in die Statistik gebracht haben. Gerrit Fauser brachte den Puck im Tor unter. Das Momentum im Spiel wanderte auf die Seite der Wolfsburger. Kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts kassierte Leo Pföderl zwei Minuten wegen Beinstellens. Mit dem 0:1 Rückstand gingen die Eisbären in die Pause.

Im Schlussdrittel versuchten die Eisbären das Tor zu treffen. Die Chancen häuften sich. Inzwischen hatten auch die Eisbären ihre dritte Überzahlmöglichkeit und endlich fiel der Ausgleich. In der 58. Minute stellte Marcel Noebels auf 1:1. Der vermeintliche Siegtreffer für die Grizzlys fiel knapp vier Minuten vor dem Ende. Doch die Eisbären schlugen zurück. Erstmals ging es in die Overtime. Nur 38 Sekunden vor dem regulären Ende stocherte Zachary Boychuk den Puck über die Linie. Vorsichtshalber wurde alles per Video überprüft. Es gab keine Beanstandung.

Es wurde jetzt alles zur reinen Nervensache und natürlich spielte die verbliebene Kraft nach 60 Minuten eine Rolle. Verdient hatten sich den Sieg beide, nur das geht nicht.

Es wurde die längste Overtime in den Playoffs des Jahres 2021, die Entscheidung fiel zwei Minuten vor dem Ende der ersten Verlängerung. Die Wolfsburger hatten das bessere Ende für sich. Julian Melchiori kurvte und kurvte mit dem Puck und netzte ein und machte den Weg zur Meisterschaft Nummer 8 für die Eisbären länger. Zuvor trafen die Eisbären das Torgestänge. Am Mittwoch, 5. Mai geht es weiter, da stehen die Eisbären wieder mit dem Rücken zur Wand. Das kennen sie ja schon aus Viertel- und dem Halbfinale.

Wolfsburgs Trainer Pat Cortina erwartet für den Mittwoch ein hartes Spiel und der Eisbären-Trainer konnte lediglich sagen, dass seine Mannschaft alles versuchen wird, das Ergebnis zu korrigieren.

Am Montag hat die Mannschaft der Eisbären trainingsfrei und am Dienstag geht es zunächst aufs Eis und nach der Trainingseinheit fährt die Mannschaft nach Wolfsburg.

Hans-Peter Becker

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin) :„Es war ein typisches Playoffs-Spiel, das sehr hart geführt wurde. Das erste Drittel war ausgeglichen, im zweiten Spielabschnitt war Wolfsburg etwas stärker und ist auch in Führung gegangen. Wir haben uns aber zurückgekämpft und das Powerplay-Tor hat uns wieder ins Spiel gebracht. Auch beim erneuten Rückstand haben wir einen Weg gefunden zurückzukommen. In der Verlängerung wurde das Tempo sogar noch einmal erhöht und wir hatten auch unsere Chancen. Beim Gegentor stand die Reihe schon länger auf dem Eis und war etwas müde. Da haben wir den Puck einfach nicht aus dem Drittel bekommen. Uns war von Vornherein bewusst, dass es eine enge Serie wird. Das war aber nur ein Spiel und wir werden am Mittwoch bereit sein.“

Kai Wissmann (Verteidiger Eisbären Berlin): „Natürlich sind wir enttäuscht über die Niederlage. Es ist aber noch nichts verloren. Auch im Viertel- und Halbfinale hatten wir jeweils das erste Spiel der Serie verloren. Wir glauben weiterhin fest an uns und dass wir Wolfsburg in den nächsten beiden Partien bezwingen können. Am Mittwoch müssen wir hart arbeiten, die Zweikämpfe annehmen und diese auch gewinnen. Wir müssen die Pucks zum Tor bringen und dem Torhüter die Sicht nehmen.“

DEL Finale 2021

Spiel 1 (best of three) 02.05.2021 14:30 MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 2:3 OT (0:0, 0:1, 2:1, 0:1)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) –Després, McKiernan; Hördler (C), Wissmann (A); Müller, Ramage (A); Mik –Noebels, Reichel, Pföderl; White, Boychuk, Fiore; Tuomie, Olver,Foucault; Labrie, Zengerle, Streu–Trainer: Serge Aubin

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier (Pickard) –Möser, Bittner; Wurm, Bruggisser; Melchiori, Likens;Adam –Rech, Olimb, Machacek;Furchner, Järvinen, Görtz; Fauser, Festerling, Jormakka; Hungerecker, Raabe, Busch–Trainer: Pat Cortina

Tore:

0:1 –33:05–Fauser(Rech,Olimb) –PP1

1:1 –54:25 –Noebels (Després, White) –PP1

1:2 -57:42 –Festerlin (Jormakka) –EQ

2:2 –59:22 –Boychuk (White, McKiernan) . EQ, EN

2:3 –77:59 –Melchiori (Olimb, Fauser)–EQ

Strafen:

Eisbären Berlin: 4 (0, 6, 0, 0) Minuten – Grizzlys Wolfsburg: 10 (0, 0, 6, 0) Minuten

Schiedsrichter: Aleksi Rantala, Marian Rohatsch (Joep Leermakers, Marius Wölzmüller)

Playoff Warm-Up

Es war das ewig junge Duell zwischen den Adlern Mannheim und den Eisbären Berlin am vorletzten Spieltag der Hauptrunde der Corona-Saison 2020/21. Beide hatten sich dank der bis dahin erzielten Ergebnisse in eine komfortable Situation gebracht. Der jeweilige Spitzenplatz war ihnen vor dem Spiel nicht mehr zu nehmen. Was lag da näher, als den einen oder anderen zu schonen und dafür den Nachwuchs DEL-Luft schnuppern zu lassen. So saß Gion Ulmer als Backup Goalie auf der Bank und Korbinian Geibel durfte als Verteidiger in der vierten Reihe ran. Im Anfangsdrittel hatte er eine knappe Minute Eiszeit bei zwei Wechseln. Es blieb torlos.

Dafür ging es im Mittelabschnitt los. Ganz schnell lagen die Eisbären mit 0:2 hinten. Erst landete ein von Sinan Akdag abgefeuerter Schuss, als Abfälscher im Tor und der Verteidiger gab nur wenig später erneut die Vorlage für einen Mannheimer Treffer. Es sah nach einer klaren Angelegenheit für die Gäste aus. Die Eisbären konnten in der 36. Minute zurückschlagen. Darin Olver gelang der Anschlusstreffer. Mit einem 1:2 Rückstand gingen die Eisbären in das Schlussdrittel.

Darin Olver erzielte das einzige Tor für die Eisbären Foto:© Hans-Peter Becker

Im Schlussdrittel gewannen zunächst die Adler die Oberhand und in der 47. Minute ihre zwei Tore Führung zurück. Das erste Powerplay-Tor im Spiel, der Torschütze war David Wolf. Als der Hallensprecher die letzten zwei Spielminuten ankündigte, stand es immer noch 3:1 für die Gäste. Für eine empty-net Situation blieb keine Zeit, weil den Eisbären ein Wechselfehler unterlief und sie die Schlussminuten in Unterzahl absolvieren mussten.

Die Mannheimer revanchierten sich für die Heimniederlage. Sollte es in dieser Saison zu einem erneuten Aufeinandertreffen kommen, es wäre das Finale der Deutschen Meisterschaft. Mal sehen, ob das was werden kann. Am Sonntag, 18.04. müssen die Eisbären zum letzten Spiel der Hauptrunde nach Augsburg reisen. Ein weiteres Spiel, wo es für beide um nichts mehr geht.

Pavel Gross, der Mannheimer Trainer sah ein interessantes Eishockeyspiel. Es war über weite Strecken ausgeglichen. Wir wussten, dass wir von Anbeginn an sehr wach sein mussten. Der Eisbären Trainer sah ein gutes erstes Drittel und lobte die Leistung von Korbinian Geibel, der es immerhin auf 3:36 Minuten Eiszeit brachte.

Hans-Peter Becker

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin):„Es war ein interessantes Spiel. Mit dem Startdrittel bin ich zufrieden. Wir sind gut ins Spiel gekommen und die Partie war ausgeglichen. Im zweiten Spielabschnitt haben uns die beiden schnellen Gegentore ein bisschen zu schaffen gemacht. Ich bin aber zufrieden, dass wir uns zurückgekämpft und auch zum Ende des Spiels gut gespielt haben. Wir hatten im Schlussdrittel viele Chancen, die wir leider nicht verwerten konnten. Mit Korbinian Geibels Leistung im ersten DEL-Spiel bin ich sehr zufrieden.“

Simon Després (Verteidiger Eisbären Berlin):„Unser Einsatz hat mir heute gefallen. Wir hatten einige Chancen, wenn die ein oder andere davon reingeht, kann das Spiel in eine ganz andere Richtung gehen. Die Partie hatte schon was von Playoffs. Es wurden viele Schüsse geblockt und jeder hat alles gegeben. Korbinian Geibel hat ein sehr gutes erstes DEL-Spiel gespielt. Ich bin stolz auf ihn. “

Parker Tuomie (Stürmer Eisbären Berlin): „Wir wollen natürlich jedes Spiel gewinnen. Aber es war heute trotzdem ein guter Test für uns vor den Playoffs. Mannheim hat eine starke Partie abgeliefert. Sie haben ihre Chancen genutzt und deswegen verdient gewonnen. An unserem Powerplay können wir noch etwas arbeiten, aber das Unterzahlspiel der Mannheimer war auch sehr gut. Wir hatten einige gute Chancen und Pfostenschüsse. Wenn die reingehen, kann es ein anderes Spiel werden. Wir werden in den Playoffs durchstarten.“

DEL 41. Spieltag 16.04.2021 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Adler Mannheim 3:1 (0:0/1:2/3:1/)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Ancicka (Ulmer)–Mik, Wissmann (A); Müller, McKiernan; Després, Ramage (A); Geibel–Olver, Streu, Tuomie; Noebels, Reichel, Foucault; Labrie (C), Kinder, Dietz; White, Boychuk, Fiore –Trainer: Serge Aubin

Adler Mannheim: Endras (Brückmann) –Katic, Schira; Akdag, Reul(A); Krupp, Larkin; Wirth –Elias, Loibl, Huhtala(A); Eisenschmid, Smith(C), Shinnimin; Bast, Collins, Krämmer; Wolf, Desjardins, Plachta –Trainer: Pavel Gross

Torfolge:

0:1– 21:55 – Larkin (Akdag, Desjardins) – EQ

0:2 – 2 2:13 – Shinnimin (Akdag, Smith) – EQ

1:2 – 35:02 –Olver (Ramage, Tuomie) – EQ

1:3 – 46:02 –Wolf (Katic, Desjardins) – PP1

Strafen:

Eisbären Berlin: 14(4, 4, 6) Minuten – Adler Mannheim: 14 (6, 8, 0) Minuten

Schiedsrichter:

Sirko Hunnius, Markus Schütz (Maksim Cepik, Jonas Merten)

Heimklatsche für die Eisbären

Die Halle am Ostbahnhof war ausverkauft. Es lockte das ewig junge Duell mit dem Erzrivalen aus Mannheim. Der 40. Spieltag markiert für die Eisbären einen Tiefpunkt. Die ersatzgeschwächten Berliner, es fehlten neun Stammkräfte, traten mit sechs Nachwuchskräften auf dem Eis an. Schnell wurde klar, dass der Kader auf verlorenem Posten stand. Die Adler erzielten sieben Tore, während die Eisbären leer ausgingen. Als hätten sie sportlich nicht bereits genug Probleme, die treuen Fans kämpfen um den Erhalt ihres Fantreffs. So gab es den üblichen Support erst nach 41 Spielminuten. Da führten die Adler bereits mit 4:0.

Lediglich in den ersten zehn Spielminuten konnten die Eisbären halbwegs mithalten. Beinahe wäre Cedric Schimenz der Führungstreffer für die Eisbären geglückt. Nach dem 1. Drittel lagen die Eisbären mit 0:2 hinten. Im Mittelabschnitt legten die Mannheimer zwei weitere Treffer nach. In der 38. Spielminute verlor Louis-Marc Aubry die Nerven und musste nach einem Stockschlag gegen den Mannheimer Torwart duschen gehen.

Im letzten Drittel kam von den Rängen wieder die übliche Stimmung. Es war Galgenhumor, es wirkte bizarr angesichts der weiteren drei Gegentore, die die Eisbären noch kassierten. In der Pressekonferenz nach dem Spiel äußerte Mannheims Trainer Pavel Gross, dass uns die Situation in Berlin natürlich nicht verborgen geblieben ist. Mit der Anfangsphase des Spiels war er nicht zufrieden. Sein Kollege auf der anderen Seite Stephane Richer war enttäuscht von den älteren Spielern. Allzu viel gab es nicht zu sagen, angesichts des vorangegangenen Desasters. Sehr prosaisch drückte sich der Geschäftsführer der Eisbären Peter John Lee im Programmheft zu diesem Spiel aus. „Ich habe Euch beim ersten Heimspiel des Jahres eingeladen, auf den Flug EBB 2019 mitzukommen…..wir haben nun mit dem Ausfall einiger technischer Systeme zu kämpfen und kommen überhaupt nicht voran.“

Am morgigen Sonntag, 20.01. geht es erneut zu den Grizzlys nach Wolfsburg.

Hans-Peter Becker

Eisbärensieg nach Riesenspiel in Mannheim

Die Eisbären Berlin kamen am vergangenen Freitag, 30.11. gegen die Kölner Haie in eigener Halle mit 0:4 unter die Räder. Es war ein Spiel zum Vergessen, glatt durchgefallen, es gab so gar nichts was hätte Hoffnung geben können für den schweren Gang nur knapp 48 Stunden später beim Tabellenführer Adler Mannheim. Die Mannheimer hatten ihr Freitagspiel ebenfalls verloren, allerdings erst in der overtime. Dem Mannheimer Trainer Pavel Gross wird das an einstiger Wirkungsstätte überhaupt nicht gefallen haben. Für beide Teams war also Wiedergutmachung angesagt. Man ist sich zudem in herzlicher Abneigung zugetan.

Das erster Drittel enthielt alles, was von diesem Spiel erhofft wurde. Hohes Tempo und viele Torchancen, das erste Tor fiel für die Adler in der 10. Minute durch Brendan Mikkelson. Die Eisbären überstanden vier Minuten in Unterzahl und Kevin Poulin konnte sich bereits im Anfangsdrittel mit 14 Saves auszeichnen. Louis-Marc Aubry musste einen harten Check von Denis Reul einstecken und konnte das Drittel nicht zu Ende spielen. Nach der Drittelpause musste er in der Kabine bleiben, für ihn war das Spiel beendet.

Der Ausgleich fiel gleich zu Beginn des Mittelabschnitts, sie nahmen eine Überzahl mit über die Drittelpause und schlugen zu. Sean Backman holte sich den Puck, den Mannheim Goalie nach vorn abprallen ließ.  Im Mittelabschnitt gelang den Eisbären bei einem weiteren Power Play die Führung durch Jamie MacQueen in der 39. Minute. Kurz zuvor war ein Treffer der Eisbären zu Recht wegen einer Torwartbehinderung nicht gegeben worden.

Der Schlussabschnitt begann furios. Vom Eröffnungsbully weg stellten die Adler die Partie wieder pari. Der Torschütze nach nur acht Sekunden Spielzeit war Thomas Larkin, der mit seinem Schuss Poulin keine Chance der Abwehr ließ. Die Adler waren mächtig am Drücker, unterbrochen durch ein Überzahlspiel der Eisbären zwischen der 46. und 48. Minute. Dieses Überzahlspiel konnten die Eisbären nicht nutzen. In den verbleibenden zehn Spielminuten konnten die Gäste aus Berlin das Spiel wieder offener gestalten. Wer macht den entscheidenen Fehler, wohin neigt sich das Matchglück an diesem ersten Adventssonntag ?

Knapp drei Minuten vor dem Ende musste Danny Richmond auf die Strafbank, eine Situation wie gemalt für die Adler. Zunächst verhinderte eine Riesentat von Poulin einen Treffer der Adler. Kurz vor dem Ende des Ablaufs der Strafzeit waren die Eisbären nah dran das Spiel zu entscheiden. Es klappte 19 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit. Florian Busch setzte einen Schlagschuss in das Tor, es war der game winner. Unfaßbar, was Kevin Poulin alles hielt.

Hans-Peter Becker

Ein unmöglicher Sieg

Nach sechzig effektiven Spielminuten hatten die Eisbären die Partie des 9. Spieltages gegen die Adler Mannheim mit 4:1 für sich entschieden. Wer nicht in der Arena dabei war oder den Livestream verfolgt hatte, würde das Ergebnis als normal einordnen. Es war seit Gründung der DEL das 128 Aufeinandertreffen und den Eisbären gelangen 38 Siege gegen den „Lieblingsgegner“ innerhalb der regulären Spielzeit, dazu kommen 12 Siege entweder nach Verlängerung oder Penalty.

Nach den 1. Drittel stand es torlos. Zu verdanken war das einem überragenden Kevin Poulin, einer guten Abwehrleistung und dass die Mannheimer einmal nur das Torgestänge trafen. Poulin war der Turm in der Abwehrschlacht. Allein im 1. Drittel entschärfte  18 Schüsse, die Eisbären brachten es auf 6. Es gehörte sehr viel Phantasie dazu, in der ersten Drittelpause an einen Sieg der Eisbären zu glauben.

Im Sport sind Überraschungen nie ausgeschlossen. Im Mittelabschnitt ging es zunächst so weiter, wie aus dem Anfangsdrittel gewohnt. Es war Schwerstarbeit in der Abwehr zu verrichten, Poulin flogen weiter die Pucks um die Ohren und der Führungstreffer für die Adler schien nur eine Frage der Zeit zu sein. In der 31. Minute änderte sich alles. Abseits des Geschehens leistete sich Brent Raedeke ein böses Foul an Eisbär Daniel Fischbuch, der erst nach einer Behandlungspause weiterspielen konnte. Seit dieser Saison gibt es dafür eine neue Regel, bisher war solch ein Vergehen unter Behinderung geführt worden. Raedeke checkte Fischbuch ohne dass er den Puck führte. Die daraus resultierende fünfminütige Überzahl nutzten die Eisbären für zwei Tore. (34. Min. 1:0 James Sheppard und 35. Min. 2:0 durch Micky DuPont). Diesen Schock mussten die Mannheimer erst einmal verarbeiten.

Im Schlussabschnitt setzten die Gäste alles auf eine Karte und hatten in der 45. Minute Erfolg. Matthias Plachta überwand mit einem ansatzlos aus dem Handgelenk abgefeuerten Schuss den Eisbären-Goalie. Es war ein offener Schuss, platziert, am Fanghandschuh vorbei. Der Sturmlauf der Adler ging weiter. Die Eisbärenabwehr hielt und Poulin hatte weitere gute Saves. Die Eisbären versuchten es mit Kontern. In der 48. Minute schickte Sheppard mit einem genialen Pass Jamie MacQueen auf die Reise und der überwand Dennis Endras im Mannheimer Tor. Das 3:1 fiel genau zum richtigen Zeitpunkt und nur eine Minute später machten die Eisbären alles klar. Brandon Ranford netzte ein zum Endstand von 4:1.

Nach dem Spiel sagte Clement Jordion: „Es gibt Spiele, wo du denkst gewinnen zu müssen und verlierst, heute war es umgekehrt.“ Der neue Adler Trainer Pavel Gross hatte einige Mühe, das Geschehene zu verarbeiten. Eine Frage nach dem Foul von Raedeke wollte er nicht beantworten. Bei den Eisbären stimmte der Einsatz und das Sahnehäubchen war die Leistung von Goalie Kevin Poulin (49 Saves im Spiel), unter Beobachtung von seinem Vorgänger Petri Vehanen. Unter großem Jubel hatte er den Ehrenbully vollzogen. Zum Spiel traten die Eisbären in pinken Trikots an, es war der Auftakt zur Pink in the Ring Aktion. Bereits zum neunten Mal findet diese Aktion zur Unterstützung von krebskranken Mensch statt.

Hans-Peter Becker

Freakspiel sichert den Einzug ins Halbfinale

„Gut für die Zuschauer“, mit dieser Bemerkung ging Co-Trainer Clement Jodoin in der Mixed-Zone an den wartenden Journalisten vorbei. Die Eisbären hatten gerade den vierten Sieg in der Viertelfinal-Serie gegen die Grizzlys Wolfsburg geholt. Für diesen Sieg mussten sie nachsitzen. Es waren 2 Minuten und 13 Sekunden in der ersten Overtime gespielt, da landete der Puck in den Maschen. Rihards Bukarts war der Torschütze, vorsichtshalber gingen die Schiedsrichter zum Videobeweis und spannten die 13.928 Zuschauer in der MB-Arena am Berliner Ostbahnhof auf die Folter. Der rechte Arm des Schiedsrichters zeigte in Richtung Mittelkreis und damit war es amtlich, für die Wolfsburger begann der Urlaub und die Eisbären beginnen am kommenden Gründonnerstag ihre Halbfinalserie.

Das Spiel 5 war selbst für Playoff-Verhältnisse nicht alltäglich. Es fielen sage und schreibe 13 Tore. Ein Blick auf die Torfolge:
0:1 Mulock, Tyson (Foucault, Kris, Dehner, Jeremy) , PP1, 10:28
1:1 Buchwieser, Martin (Fischbuch, Daniel, Jahnke, Charlie) , EQ, 18:08
1:2 Bina, Robbi (Aubin, Brent, Furchner, Sebastian) , EQ, 19:48
1:3 Mulock, Tyson (Höhenleitner, Christoph) , EQ, 23:15
2:3 Petersen, Nick (DuPont, Micki, Hördler, Frank) , PP1, 27:07
3:3 Buchwieser, Martin (Müller, Jonas, Sheppard, James) , EQ, 29:28
4:3 Noebels, Marcel (Richmond, Daniel, Aubry, Louis-Marc) , 4-4, 35:00
5:3 Aubry, Louis-Marc (Baxmann, Jens) , EQ, 49:52
5:4 Foucault, Kris (Höhenleitner, Christoph) , EQ, 56:45
5:5 Riefers, Philip (Karachun, Alexander, Allen, Conor) , EQ, 57:03
6:5 Noebels, Marcel (Müller, Jonas, Rankel, André) , EQ, 58:19
6:6 Foucault, Kris (Furchner, Sebastian) , EQ, 58:33
7:6 Bukarts, Rihards (MacQueen, Jamie) , EQ, 62:13

Die Eisbären lagen nach 24 Minuten mit 1:3 hinten, drehten das Spiel und führten 10 Minuten vor Schluss mit 5:3. Innerhalb von 18 Sekunden stellten die Wolfsburger auf 5:5. Als Marcel Noebels in der 59. Minute auf 6:5 stellte schien die Sache entschieden, nur 13 Sekunden brauchten die Wolfsburger zum 6:6 Ausgleich, verrückter ging es nicht. Wie konnte das passieren, zumal die Wolfsburger erneut Probleme hatten, ihre Spielreihen zu füllen. In den letzten 10 Spielminuten wirkten sie stehend k o. Trotzdem retteten sie sich in die Verlängerung.

„Es ist wichtig, dass du auch mal so ein Spiel gewinnst, ein Spiel wo viele Tore fallen. Wir wußten, dass Wolfsburg in der Lage ist, immer wieder zurückzukommen.“ Speziell die Schlußphase werden die Eisbären auswerten. In einem Spiel, wo so viele Tore fallen, werden auf beiden Seiten Fehler gemacht. So fiel die Auswertung von Eisbären Trainer Uwe Krupp aus.

Einige Spieler fehlten wieder auf Seiten den Eisbären, Blake Parlett, Florian Busch, Constantin Braun und Vincent Hessler fehlen schon länger, neu dazugekommen sind Seven Ziegler – er erlitt eine Gehirnerschütterung beim Spiel 4 in Wolfsburg – und Thomas Oppenheimer (grippaler Infekt). Der Einzug in das Halbfinale nach 5 von 7 möglichen Spielen beschert den Profis der Eisbären ein freies Wochenende. Ab Montag beginnt dann die Vorbereitung auf die Halbfinalserie, der Gegner wird dann Mannheim oder Nürnberg sein.

Mit der Niederlage der Wolfsburger, geht dort die Ära des Trainers Pavel Gross zu Ende. Seit 2008 war er dort tätig, zunächst als Co-Trainer und seit der Saison 2010/11 war er unterbrochen der Chef hinter der Bande, im Geschäft des deutschen Profi-Eishockey eher eine Seltenheit. In der kommenden Saison übernimmt er das Traineramt bei den Adlern Mannheim. Als Spieler wurde er dort 3mal Meister. Er wünschte seinem Kollegen Uwe Krupp und den Eisbären, dass ihre Playoff-Reise eine sehr lange werden möge.

Hans-Peter Becker

Kantersieg in Spiel 3 des Viertelfinales

„Ich gratuliere  Uwe und den Eisbären zum Sieg und am Mittwoch geht es weiter.“ Mehr als diesen Satz wollte der Wolfsburger Trainer Pavel Gross nicht sagen, es wurde auch nichts nachgefragt. Wie im ersten Finalspiel stand seine Mannschaft in der MB-Arena auf verlorenem Posten. Es standen ihm nur 3 komplette Spielreihen zur Verfügung, lediglich Torsten Ankert konnte die Verteidiger entlasten. Die Eisbären stellten genauso viele Verteidiger, hatten aber den Vorteil, drei Stürmer mehr  aufbieten zu können.

Das Spiel war nach dem 1. Drittel vorentschieden, da führten die Eisbären 3:0 und nach dem Mitteldrittel stand es 5:0 und das war die Entschiedung. Das Endergebnis lautete 8:1 in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof. Das Schlussdrittel war dann mehr ein warm-up für das 4. Viertelfinal-Spiel. Die Eisbären ließen ihr Leistungsvermögen sprechen, alles andere lief ins Leere. Das am Freitag verlorene Spiel in Wolfsburg war gekennzeichnet durch viele Nicklichkeiten und die Eisbären hatten sich nach Aussage von Kapitän Andre Rankel, alles andre als schlau angestellt. Die Wolfsburger konnten gewinnen und den Serienstand auf 1:1 stellen.

Es wurde am Sonntagnachmittag von den Eisbären ein gutes Eishockeyspiel geboten, schöne Tore, allerdings wenig Spannung. Den Fans der Eisbären war es recht, die mitgereisten Fans der Wolfsburger konnten einem leid tun, angesichts der Einseitigkeit dieses Spiels. Egal ob klarer oder knapper Sieg, es ist „nur“ ein Sieg. Die Serie steht jetzt bei 2:1, 2 Siege werden von den Eisbären noch benötigt. Am kommenden Mittwoch geht es in Wolfsburg weiter und am Freitag wird wieder in Berlin gespielt. Vorausgesetzt, den Eisbären gelingt in Wolfsburg ein Sieg, dann könnten sie am Freitag die Serie zu machen und wären für das Halbfinale qualifiziert.

Torfolge
1:0 Baxmann, Jens (Fischbuch, Daniel) , EQ, 06:16
2:0 Sheppard, James (Petersen, Nick) , EQ, 10:44
3:0 Richmond, Daniel (Noebels, Marcel) , EQ, 13:03
4:0 Noebels, Marcel, EQ, 29:05
5:0 Rankel, André, EQ, 33:59
5:1 Allen, Conor (Philip Riefers) , EQ, 43:39
6:1 Bukarts, Rihards (Petersen, Nick) , EQ, 44:04
7:1 Sheppard, James (Oppenheimer, Thomas, Petersen, Nick) , PP2, 48:54
8:1 Petersen, Nick, EQ, 56:37

Gegenüber dem Spiel in Wolfsburg hielten sich die Strafminuten in Grenzen. Im 1. Drittel mussten die Eisbären 2 Unterzahl-Situationen überstehen. Da führten sie bereits mit 3:0.

Eisbären Berlin: 10 (4, 4, 2)
Grizzlys Wolfsburg: 10 (0, 2, 8)

15:59 Baxmann, Jens; 2 min. – Halten
18:13 DuPont, Micki; 2 min. – Übertriebene Härte
25:33 Aubin, Brent; 2 min. – Stockschlag
25:33 Sheppard, James; 2 min. – Übertriebene Härte
31:36 Oppenheimer, Thomas; 2 min. – Stockschlag
44:30 Richmond, Daniel; 2 min. – Haken
47:57 Mulock, Tyson; 2 min. – Halten
48:20 Likens, Jeffrey; 2 min. – Beinstellen
53:28 Krupp, Björn; 2 min. – Unkorrekter Körperangriff
56:48 Aubin, Brent; 2 min. – Stockschlag

Mannschaftaufstellungen

EHC Eisbären Berlin

1. Reihe Rankel, André – Aubry, Louis-Marc – Noebels, Marcel – Richmond, Daniel – DuPont, Micki
2. Reihe Backman, Sean – Sheppard, James – Petersen, Nick – Baxmann, Jens – Wissmann, Kai
3. Reihe MacQueen, Jamie – Olver, Mark – Oppenheimer, Thomas – Müller, Jonas – Hördler, Frank
4. Reihe Ziegler, Sven – Buchwieser, Martin – Fischbuch, Daniel – Bukarts, Rihards
Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin
Trainer Uwe Krupp
Grizzlys Wolfsburg
1. Reihe Karachun, Alexander – Dixon, Stephen – Höhenleitner, Christoph – Wurm, Armin – Likens, Jeffrey
2. Reihe Furchner, Sebastian – Pfohl, Fabio – Aubin, Brent – Krupp, Björn – Sharrow, Jimmy
3. Reihe Weiß, Alexander – Mulock, Tyson – Riefers, Philip – Allen, Conor – Dehner, Jeremy
4. Reihe Ankert, Torsten
Tor Kuhn, Gerald – Brückmann, Felix
Trainer Pavel Gross

Geglückter Start in die Playoffs

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Die Eisbären sind mit einem Sieg in die Playoffs gestartet. Am Mittwochabend wurden im ersten Spiel der „best of seven“ Serie die Grizzlys Wolfsburg mit 4:1 geschlagen. Von Anfang an ließen die Eisbären keinen Zweifel aufkommen, dass sie gewinnen wollten. Gerald Kuhn im Wolfsburger Tor war gleich gut beschäftigt. Bei Wolfsburgern fehlten wichtige Spieler. Pavel Gross hat da ein paar Probleme mehr als sein Kollege bei den Eisbären. Hier stehen Blake Parlett, Florian Busch und Constantin Braun auf der Verletztenliste, Nachwuchsmann Vincent Hessler hatte eine Schulter-OP.

Das erste Drittel verlief torlos. Der Bann wurde erst in der 27. Minute durch Louis-Marc Aubry gebrochen und nur 2 Minuten später erhöhte Marc Olver auf ein zwischenzeitliches 2:0. In der 33. Minute nutzten die Wolfsburger ein Power Play schafften durch Stephen Dixon den Anschluss-Treffer. Beide Torhüter präsentierten sich in Playoff-Form und ließen bis zur Drittelsirene keine weiteren Tore zu. Im Schlussabschnitt machten die Eisbären vor 10.641 Zuschauern den Sack zu. Wurde in der 46. Minute nach Videobeweis entschieden, dass der Puck die Linie nicht vollständig überquert hatte, so war es eine Minute später soweit. Viel Betrieb vor dem Wolfsburger Tor und erneut war es Aubry der sich in die Liste der Torschützen eintrug. In der 57. Minute setzte Jamison MacQueen den Schlusspunkt und sorgte für den 4:1 Endstand.

Der Sieg für die Eisbären war verdient, das befand auch Wolfsburgs Trainer Pavel Gross in der Pressekonferenz nach dem Spiel. Am Freitag geht es dann mit dem 2. Spiel in Wolfsburg weiter. Wer zuerst 4 Siege einfahren kann, ist im Halbfinale.

DEL Viertelfinale Playoff Modus Best of Seven Spiel 1
14.03.2018 MB Arena Berlin 19:30 Uhr
EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg

Endstand 4:1
Torfolge

1:0 Aubry, Louis-Marc (Rankel, André, Hördler, Frank) , EQ, 26:23
2:0 Olver, Mark (Oppenheimer, Thomas, Backman, Sean) , EQ, 28:08
2:1 Dixon, Stephen (Pfohl, Fabio) , PP1, 32:27
3:1 Aubry, Louis-Marc (Wissmann, Kai, Noebels, Marcel) , EQ, 46:32
4:1 MacQueen, Jamie (Richmond, Daniel, Olver, Mark) , EQ, 56:11

Strafen
Eisbären Berlin: 6 (2, 2, 2)
Grizzlys Wolfsburg: 6 (2, 2, 2)

16:36 Baxmann, Jens; 2 min. – Beinstellen
19:21 Riefers, Philip; 2 min. – Haken
31:35 Hördler, Frank; 2 min. – Behinderung
35:54 Wurm, Armin; 2 min. – Haken
40:13 Oppenheimer, Thomas; 2 min. – Spielverzögerung
43:35 Karachun, Alexander; 2 min. – Beinstellen

Mannschaftaufstellung Eisbären Berlin
1. Reihe MacQueen, Jamie – Olver, Mark – Oppenheimer, Thomas – Richmond, Daniel – DuPont, Micki
2. Reihe Rankel, André – Aubry, Louis-Marc – Noebels, Marcel – Baxmann, Jens – Wissmann, Kai
3. Reihe Backman, Sean – Sheppard, James – Petersen, Nick – Müller, Jonas – Hördler, Frank
4. Reihe Bukarts, Rihards – Buchwieser, Martin – Fischbuch, Daniel – Ziegler, Sven
Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin
Trainer Uwe Krupp

Mannschaftaufstellung Grizzlys Wolfsburg
1.Reihe Weiß, Alexander – Mulock, Tyson – Riefers, Philip – Sharrow, Jimmy – Krupp, Björn
2. Reihe Karachun, Alexander – Dixon, Stephen – Höhenleitner, Christoph – Wurm, Armin – Likens, Jeffrey
3. Reihe Furchner, Sebastian – Pfohl, Fabio – Aubin, Brent – Dehner, Jeremy – Allen, Conor
4. Reihe Foucault, Kris – Kreps, Kamil – Ankert, Torsten
Tor Kuhn, Gerald – Brückmann, Felix
Trainer Pavel Gross

Zittern in der Schlussphase – Sieg am Dienstagabend

Ein Eishockeyspiel dauert 60 effektive Spielminuten, das wurde den Profis der Eisbären am 45. Spieltag deutlich demonstriert. Die Spieluhr stoppte bei 57:12, der Grund, Danny Richmond hatte für die Eisbären das 3:0 erzielt und die noch verbleibende Spielzeit betrug nicht einmal mehr 3 Minuten. Die Oper ist eigentlich zu Ende, nicht so am Dienstagabend. Vorbei ist es erst wenn es vorbei ist. Nach dem Tor von Danny Richmond gab es einen Penalty für die Wolfsburger. den Stephen Dixon verwandelte. Nun gut, 2 Tore Vorsprung und 2:36 Minuten bis zur Schlussirene waren mehr als machbar. Gerrit Fauser verkürzte für die Grizzlys auf 2:3 und zu spielen waren 99 Sekunden. Das Unfaßbare schien zu geschehen, nur 24 Sekunden nach dem 2:3 war der Puck erneut im Eisbären-Tor. Die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis und gaben den Treffer nicht, es soll eine Behinderung des Torwartes gegeben haben. Große Erregung bei Pavel Gross, schließlich musste er sich der Entscheidung fügen und es reichte, Endstand dieses Spiel war ein 3:2 Sieg für die Eisbären, die es fast geschafft hätten, einen 3 Tore Vorsprung in den letzten 3 Minuten zu verspielen.

Bis zu dieser turbulenten Schlussphase sahen die 10.417 Zuschauer ein eher zähes Spiel, dass die Hausherren kontrollierten. C sorgte in der 16. Minute für das 1:0. Im Mittelabschnitt tat sich nichts. Es dauerte bis zur 52. Minute bis Louis-Marc Aubry auf 2:0 erhöhte. Für diesen Treffer wurde ebenso der Videobeweis bemüht, nach Ansicht der Bilder entschieden die Schiedsrichter, dass alles regelkonform verlief.

Mit diesem Sieg haben die Eisbären bereits den Einzug in das Viertelfinale geschafft, bis zum Ende der Hauptrunde sind es noch 7 Spiele. Jetzt geht es darum, eine möglichst gute Platzierung zu erreichen, Heimrecht ist wichtig in den Play offs. Das nächste Spiel ist da bereits sehr wichtig. Die Eisbären treffen als aktueller Tabellendritter in Nürnberg auf den Tabellenzweiten. Der Abstand zum Vize-Platz beträgt 4 Punkte. Das nächste Heimspiel findet anschließend erneut unter der Woche statt, am Mittwoch, 31. Januar werden die Augsburger Panther erwartet.

DEL 45. Spieltag EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg
23.01.2018 19:30 Uhr Ort: MB-Arena Berlin

Ergebnis: 3:2
Torfolge
1:0 MacQueen, Jamie (Baxmann, Jens, Oppenheimer, Thomas) PP1, 15:12
2:0 Aubry, Louis-Marc (Rankel, André, Richmond, Daniel) EQ, 52:06
3:0 Richmond, Daniel, EQ, 57:12
3:1 Dixon, Stephen, PS 57:24
3:2 Fauser, Gerrit (Kreps,Kamil, Voakes, Mark) EQ, 58:21

Strafen
Eisbären Berlin: 4 (0, 2, 2)
Grizzlys Wolfsburg: 12 (6, 6, 0)

01:03 Riefers, Philip; 2 min. – Beinstellen
10:49 Pfohl, Fabio; 2 min. – Bankstrafe
14:09 Dixon, Stephen; 2 min. – Stockschlag
30:27 Weiß, Alexander; 2 min. – Beinstellen
32:58 MacQueen, Jamie; 2 min. – Übertriebene Härte
33:34 Weiß, Alexander; 2 min. – Behinderung
38:56 Sharrow, Jimmy; 2 min. – Beinstellen
59:23 Olver, Mark; 2 min. – Stockschlag

Mannschaftaufstellung Eisbären Berlin
1. Reihe Noebels, Marcel – Aubry, Louis-Marc – Rankel, André – Parlett, Blake – Baxmann, Jens
2. Reihe Oppenheimer, Thomas – Olver, Mark – MacQueen, Jamie – DuPont, Micki – Müller, Jonas
3. Reihe Petersen, Nick – Sheppard, James – Backman, Sean – Wissmann, Kai – Hördler, Frank
4. Reihe Fischbuch, Daniel – Braun, Constantin – Buchwieser, Martin – Richmond, Daniel
Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin
Trainer: Uwe Krupp