DEL Saison 2025/26
47. Spieltag
01.03.2026 14:00 Uhr Uber-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – Fischtown Pinguins Bremerhaven 1:3 (1:2/0:1/0:0)
Im Märzen der Bauer die Rößlein einspannt…., den Eisbären bot sich am ersten Tag im März des Jahres 2026 eine Gelegenheit die laufende Saison weiter zu retten. Ein Punkt trennte beide Mannschaften vor dem Spiel. Der aktuelle Tabellensechste Bremerhaven wollte alles daransetzen diesen Platz zu verteidigen. Die Eisbären hatten sich vorgenommen, mit einem Sieg, möglichst mit drei Punkten, an den Bremerhavener vorbeizuziehen. Bei einer Niederlage der Eisbären würde sich die Ausgangslage für den amtierenden Meister weiter verschlechtern und die Teilnahme an den Pre-Playoffs drohen.

Vor dem Spiel fand die Bannerzeremonie für einen weiteren ewigen Eisbären statt. Florian Busch, am 2. Januar 2026 41. Jahre alt geworden, spielte 18 Jahre lang für die Eisbären. Er war neben Eric Hördler, Jens Baxmann und Andre Rankel, ein Spieler aus dem goldenen 85er-Jahrgang der unter Pierre Page den Sprung aus dem Nachwuchs zu den Profis schaffte. Sein erstes DEL-Spiel für die Eisbären absolvierte er in der Saison 2002/03 und sein letztes am 15. September 2019. Insgesamt waren 793 Spiele in der DEL, dabei erzielte er 793 Punkte. Außerdem trug er 43-mal das Nationaltrikot, 2006 war bei Olympia in Turin dabei. Er hat seine Spuren in Berlin hinterlassen. Unvergessen sein Tor in der Overtime im vierten Play-off-Finalspiel 2008 in Köln zum dritten DEL-Titel der Eisbären. Der heute wieder in Tegernsee lebende Busch, der seine bayerische Herkunft stets betonte und stolz darauf ist, wollte als Spieler nie weg aus Berlin. Es gab einige Stimmen die meinten, dass er aus seinem Talent hätte noch mehr machen können.





Nach der Bannerzeremonie mit launiger Ansprache von Florian Busch an die Fans in der Arena erwischten die Eisbären einen schlechten Start. Bereits in der 2. Spielminute gingen die Gäste aus Bremerhaven in Führung. Ex-Eisbär Nino Kinder wurschtelte trotz Bedrängnis eines Eisbären-Verteidigers die Scheibe ins Tor. Anschließend drückten die Eisbären auf den Ausgleich. Einen abgeprallten Puck schnappte sich in der 13. Minute C. J. Smith und erzielte im Alleingang das 2:0. Das war bitter, zuvor hatten die Eisbären, Powerplay und gute Chancen. Der Anschlusstreffer gelang in der 15. Minute. Für Bremerhaven war eine Strafe angezeigt und sechs Eisbären schafften es, den Puck in das Tor zu befördern. Torschütze war Leonhard Pföderl. So ging das Anfangsdrittel knapp an die Mannschaft aus Fischtown.
Es war im ersten Drittel nicht das Spiel der Eisbären. Drei Minuten waren im Mittelabschnitt gespielt, da checkte der Kapitän der Gäste Lean Bergmann in der neutralen Zone nieder. Bergmann versuchte sich handgreiflich zu revanchieren, bekam zwei Minuten und Christian Wejse durfte vorzeitig duschen. Immerhin hatten die Eisbären eine dreiminütige Überzahl und Möglichkeiten. Die Endstation vor der Torlinie hieß Kristers Gudlevskis. In der 35. Minute fing sich Korninian Geibel eine unnötige Strafe wegen einer Behinderung ein. Er musste sie nicht in voller Länge absitzen, Miha Verlice drückte den Puck hinter die Linie und die wieder war es ein Rückstand von zwei Toren. Wieder ein langer Weg zurück, hinzu kam ein Kristers Gudlevkis der einen sehr guten Tag erwischt hatte. In der 37. Minute wurde Jonas Müller nieder gecheckt. Es gab für den Sünder Adam Colt Conrad, nach Sichtung der Videobilder, nur zwei Minuten wegen Behinderung.
Vor dem Schlussdrittel stand die Frage, finden die Eisbären einen Weg zurück? Bremerhaven verteidigte und die Eisbären waren Dauergäste vor dem Gästetor. Es war ein fruchtloses Bemühen. Die Mannschaft von der Nordsee war clever und hatte einen guten Torwart. Eine dumme Strafe für Ty Ronning, wegen Beinstellens kostete zusätzlich Zeit. Der Anschlusstreffer hätte neue Kräfte freisetzen können. In den letzten fünf regulären Spielminuten wurde es in der Arena immer stiller, der Anhang aus Bremerhaven war deutlicher zu vernehmen. Bereits drei Minuten und 24 Sekunden vor dem Schluss nahm Serge Aubin den Goalie vom Eis. Das Problem Überzahl, die drohende Niederlage konnte nicht mehr abgewendet werden.
Hans-Peter Becker
Fotos: Stephan Wenske
Spieldaten
Aufstellungen
Eisbären Berlin: Stettmer (Neiße) – Müller, Wissmann (C); Niemeläinen, Reinke; Geibel, Mik – Kirk, Eder, Lancaster; Noebels, Pföderl, Ronning; Tiffels (A), Vikingstad, Veilleux (A); Hördler, Wiederer, Bergmann – Trainer: Serge Aubin
Fischtown Pinguins Bremerhaven: Gudlevskis (Hungerecker) –Byström, Eminger; Abt, Bettahar; Hirose, Bruggisser; Rausch – Verlic, Jeglic, Smith; Görtz, Miele, Conrad; Herrmann, Friesen, Kinder; Mauermann, Wejse, Jensen – Trainer: Alexander Sulzer
Tore
0:1 – 01:37 – Kinder (Herrmann, Bettahar) – EQ
0:2 – 12:11 – Smith – EQ
1:2 – 14:46 – Pföderl (Noebels, Müller) – 6-5
1:3 – 33:17 – Verlic (Conrad, Hirose) – PP1
Strafen
Eisbären Berlin: 10 (4, 4, 2) Minuten – Fischtown Pinguins Bremerhaven: 33 (6, 27, 0) Minuten
Schiedsrichter
Marian Rohatsch, Sean MacFarlane (Maksim Cepik, Wayne Gerth)
Zuschauer
14.200
