
Das Rennen als Nachfolger von Daniel Volbert machte – „in vielen Gesprächen unter zahlreichen Bewerbern“ – Cemal Yildiz. Vorstandsvorsitzender Jörg Zimmermann empfing ihn mit vielen Vorschusslorbeeren. Wörtlich: “Wir freuen uns sehr, mit Cemal Yildiz einen jungen und dennoch erfahrenen Trainer gefunden zu haben, der nicht nur über viel Kompetenz und Sachverstand, sondern auch über Herzblut für TeBe verfügt.“ Der 40jährige habe von allen Bewerbern am meisten überzeugt. Yildiz ist DFB-A-Lizenzinhaber und das Herzblut habe er in der für Tennis Borussia sehr schweren Zeit der Insolvenz in der Oberliga-Saison 2010/11 bewiesen, als er als Cheftrainer die 1. Mannschaft übernommen hat. Ihm gelang es eine Mannschaft zusammenzustellen, die nur knapp in der Relegation den Klassenerhalt verpasste. Erfahrungen sammelte Yildiz auch bei anderen Clubs. Nach dem Abstieg wechselte er als Co-Trainer von Thomas Herbst zum Regionalligisten Viktoria 89 und seit der Saison 2015/16 war er bei BAK 07 unter Steffen Baumgart und Jörg Goslar in gleicher Funktion tätig. Kompetenz und Sachverstand bewies Yildiz von Anfang an als Trainer und Co-Trainer in der Regional- und Oberliga. In der Saison 2007/08 gelang ihm zunächst mit Türkiyemspor und anschließend mit Tennis Borussia 2008/09 der Aufstieg in die damalige Oberliga Nord. Jörg Zimmermann ist über die (Wieder)Verpflichtung „froh“. Cemal Yildiz, der einen Vertrag bis Ende der Saison 2017/18 bekam äußerte: “Ich habe die Entwicklung von TeBe in den vergangenen Jahren immer intensiv verfolgt und bin nun sehr froh, wieder hierher zurückzukehren. Ich freue mich auf die nun kommenden Aufgaben und will alles dafür tun, den Verein dabei zu unterstützen, seine Ziele umzusetzen.” Beim 39. Hallenturnier um den Regio-Cup in der Max-Schmeling, am 15.01.2017, Beginn 13.00 Uhr, wird er die Mannschaft in einem Wettkampf führen. Neben den beiden Regionalligisten Berliner AK und Viktoria 89 sind alle fünf Berliner Clubs der Oberliga sowie der Sieger und der Zweitplatzierte vom 25. Berlin-Liga Turnier dabei. Erneut im Teilnehmerfeld ist die U 19 des 1. FC Union, die sich im Vorjahr so überraschend gut schlug.
Christian Zschiedrich


Es klingt so klar: Mit 3:0 (25:19, 25:14, 25:23) bezwingen die Berliner vor 3.571 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle den Tabellensechsten TV Ingersoll Bühl. Es ist der erste Sieg im neuen Jahr. Damit eroberten die BR Volleys am 11. Spieltag die Tabellenspitze, vor dem VfB Friedrichshafen und United Volleys Rhein-Main, zurück. Was so klar aussieht verdanken die Schützlinge von Roberto Serniotti ihren Leistungen in den ersten beiden Sätzen. Die Berliner spielten zwei Sätze lang beeindruckend konzentriert und dominant, mussten sich im dritten Satz aber gewaltig strecken, um letztlich den 3:0-Sieg zu erzwingen. Es ist der zehnte Saisonsieg. Apropos Tabelle, der VfB Friedrichshafen (Pokalfinalgegner am 29. Januar 2017 in Mannheim) hat bereits den 12. Spieltag gegen den Tabellenvierten Powervolleys Düren hinter sich und gewann 3:0 (25:20, 25:23, 26:24), führt insofern wieder mit einem Punkt vor den Berlinern. Coach Roberto Serniotti vertraute im ersten Spiel des neuen Jahres neben Kapitän Robert Kromm, dem Volleyballer des Jahres, auf Tsimafei Zhukouski, Luke Perry, Steven Marshall, Paul Carroll, Felix Fischer und Graham Vigrass. Sowohl dem Trainer als auch dem Manager ärgerte der Hänger im 3. Satz. Den Fans war die Spannung recht. 5 Zähler lagen die Berliner bei 6:11 zurück. Der Abstand blieb über die Zwischenstände 8:13, 11:16, 13:8 und 15:21 bestehen. Was dann geschah, imponierte und ließ die Fans mitgehen. Robert Kromm und Co. zeigten, wozu sie bei voller Konzentration in der Lage sind, ein verloren geglaubter Satz bei sechs Punkten Rückstand kurz vor Ultimo wurde noch gedreht und das Spiel gewonnen. Bei 22:22 war endlich der Ausgleich geschafft und bei 23:22 gab es die erste Führung im 3. Satz. Mit dem zweiten Matchball hieß es am Ende 25:23. Die Berliner „Aufschlag-Kanone“ Zhukouski heizte den Akteuren und Fans im Volleyballtempel gewaltig an. Gäste-Zuspieler Finoli ließ seine Klasse mehrfach aufblitzen. Mehr Qualität und bessere Nerven bewiesen die Berliner. Zum MVP des Spiels wurde Libero Luke Perry aufgrund seiner starken Leistung. So darf es weitergehen.