Heimsieg und Auswärtsniederlage

Grafik Sportick

Der 1. FC Union hat den Auftakt in die Rückrunde erfolgreich gestalten können. Letztendlich hatten die Gäste aus Bochum nicht genügend Durchschlagskraft, um was zählbares aus der Wuhlheide mit nehmen zu können. Das unglückliche Gegentor durch Hoogland konnte Polter ausgleichen. Skrzybski besorgte dann den Siegtreffer und somit für einen Auftakt nach Maß. Ein Sieg, der verdient war und die Ambitionen der Eisernen unterstreicht, ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden zu wollen. Entsprechend entspannt und gelöst waren nach dem Spiel die Gesichter von Spielern und Verantwortlichen des 1. FC Union. Unter den offiziell 19.130 Zuschauern am Freitagabend weilte auch Hertha-Trainer Pal Dardai. Er reiste einen Tag später nach Freiburg und am Sonntagnachmittag mussten er und seine Mannschft über die zweite Auswärtsniederlage in Folge quittieren. Kurz gesagt, war sie genauso unnötig wie eine Woche zuvor in Leverkusen. Die erste Halbzeit war nur zu ertragen als eingefleischter Fan von einer der beiden Mannschaften. Beide wollten abwarten, was der Gegner vorhat. So kann man nichts falsch machen. In der 38. Minute endlich ein beherzter Schuss auf das Tor. Herthas Skjelbred verfehlte nur knapp. Praktisch im Gegenzug gaben dann die Freiburger ihren ersten Torschuss ab und der saß. Hertha musste was tun und das taten sie auch, in der zweiten Halbzeit. Freiburg wurde phasenweise nicht aus der eigenen Hälfte gelassen. Hertha holte sich die Führung in fast allen statistischen Wertungen. Das zweite Tor im Spiel schossen die Freiburger. Petersen war in der 87. Minute erfolgreich, zuvor war Hertha in mehreren verheißungsvollen Situationen gescheitert. Ganz war der Deckel noch nicht drauf, den Schieber traf eine Minute später zum 1:2. Die verbliebenen Minuten plus Nachspielzeit reichten nicht mehr, um an dem Ergebnis noch was zu ändern. Ein Punkt war auf jeden Fall drin. Von den letzten fünf Ligaspielen hat Hertha vier verloren. Am kommenden Samstag kommt Ingolstadt in das Olympiastadion und die Eisernen müssen einen Tag später in Dresden antreten.
Hans-Peter Becker

Messi rescues point for Barcelona with perfect free kick

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Eisbären mit guter Leistung, aber ohne Fortune

Eisbären boten eine gute Leistung. Foto: Stefan Wenske
Jamie MacQueen freut über sein Tor. Foto: Stefan Wenske

Egal gegen wenn es geht, jetzt müssen Punkte her. Vor dem Spiel waren die Auguren alles andere als optimistisch. Ein Blick auf die Mannschaftsaufstellungen ließ wieder schlimmeres erwarten. Nur drei Spielreihen, die vierte Reihe bestand nur aus zwei Stürmern, so sah die Eisbärenseite aus. Neben den Langzeitverletzten war auch Verteidiger Bruno Gervais nicht einsatzfähig. Die Kölner waren mit voller Kapelle, dazu mit der Empfehlung, den amtierenden Meister und aktuellen Spitzenreiter, RB München zweimal hintereinander geschlagen zu haben, nach Berlin gereist. Das erste Drittel gehörte den Eisbären. Sie setzten die Haie gehörig unter Druck. In der 13. Minute war es soweit. Ein eher aus der Not heraus gespielter Pass aus dem eigenen Drittel von Alex Roach verwirrte die Kölner Verteidigung. Jamie MacQueen schaltete am schnellsten. Zusätzlich hatte Kölns Goalie Gustaf Wesslau sein Tor verlassen, wollte den Puck weg spitzeln. Wenn der Torwart rauskommt muss er ihn haben, das gilt auch beim Eishockey. Wesslau hatte ihn nicht, der Eisbär war schneller und konnte ins verlassene Tor hinein einnetzen Etwas später hätten die Eisbären erhöhen können, diesmal war Wesslau auf dem Posten. Sein Monster Save verhinderte den zweiten Eisbärentreffer. Das war sehr schade. Im Mittelabschnitt wurden die Haie stärker. Die knappe Führung der Eisbären hielt bis zur 27. Minute. Da packte der Ex-NHL (789 Spiele) Profi Christian Ehrhoff den Vorschlaghammer aus. Es war, wie sein Trainer Cory Clouston in der Pressekonferenz nach dem Spiel äußerte, ein „Weltklasse-Schuss“. In der 33. Minute unterlief den Kölnern ein ärgerlicher Wechselfehler. Für einen kurzen Moment war ein Spieler zu viel auf dem Eis. Die Eisbären und das Powerplay, in dieser Saison alles andere als eine Erfolgsgeschichte, eine gute Minute hatten sie es probiert, da unterlief Alex Roach ein folgenschwerer Abspielfehler. Alex Kämmerer bekam den Puck und zog allein auf Petri Vehanen zu. Er verwandelte, die Kölner hatten das Spiel gedreht, durch ein Tor bei eigener Unterzahl. Sie hofften bis zum Schluss, das Blatt noch einmal wenden zu können. Beste Chancen blieben ungenutzt. Mit Glück und Geschick brachten die Kölner den knappen Vorsprung in das Ziel. Das erste Drittel war das bisher beste in der gesamten Saison, das Spiel eine deutliche Steigerung im Vergleich zur Heimniederlage am vergangenen Dienstag gegen Augsburg. Es reichte trotzdem nicht. So darf man aber verlieren.
Hans-Peter Becker

Stimmen
Cory Clouston (Trainer Kölner Haie)
„Die Eisbären haben gut gespielt, wir haben nicht mit soviel Emotionen begonnen wie zuletzt, von einem glücklichen Sieg will ich trotzdem nicht sprechen. Die Eisbären haben uns gezeigt, dass wir zukünftig wieder mehr investieren müssen.“

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin)
„Meine Mannschaft hat heute eine gute Leistung geboten, leider tritt das angesichts des Ergebnisses in den Hintergrund. Für den weiteren Verlauf der Saison lässt daraus viel lernen.“

Daniel Fischbuch (Stürmer Eisbären Berlin)
„Wir haben ein recht ordentliches Spiel heute hingelegt, am Ende fehlte das Quäntchen Glück. Trotzdem war es ein Schritt in die richtige Richtung. Schade, auch ich hatte eine Riesenchance das 2:0 zu machen, das Spiele wäre vielleicht anders ausgegangen, wenn es geglückt wäre. Hart arbeiten und von Spiel sehen, was möglich ist, so wird es weitergehen.“

Ort MB Arena Berlin
06.01.2017 19:30 Uhr
Zuschauer: ausverkauft
Schiedsrichter: Schütz, Markus – Bauer, Stefan – Gemeinhardt, Thomas – Müller, Jan-Christian
Endstand 1:2
1:0/0:2/0:0
Strafen:
Eisbären 6 Minuten
Köln 6 Minuten

Eisbären Berlin
Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin
1. Reihe Tallackson, Barry Busch, Florian – Rankel, Andre – Petersen – Baxmann, Jens – Wissmann, Kay
2. Reihe Macqueen, Jamie – Talbot, Julian – Machacek, Spencer, – DuPont, Micky – Adam, Maximilian
3. Reihe Petersen, Nicolas – Wilson, Kyle – Fischbuch, Daniel – Roach, Alexander – Braun, Constantin
4. Reihe Braun, Laurin – Ziegler, Sven
Trainer Uwe Krupp

Kölner Haie
Tor Wesslau, Gustav – Dshnussow, Daniar
1. Reihe Gogulla, Philip – Hager, Patrick – Jones, Ryan – Zeressen, Pascal – Potter, Corey
2. Reihe Reinhart, Max, – Hospelt, Kai – Salmonsson, Johannes – Eriksson, Frederik – LaLonde, Shawn
3. Reihe Byers, Dane – Mulock, Travis James – Krämmer, Nicolas – Ehrhoff, Christian, – Müller, Moritz
4. Reihe Ohmann, Marcel – Latta, Nicolas – Boucher, Jean-Francois – Sulzer, Alexander
Trainer Cory Clouston

Heimniederlage gegen Augsburg – Eisbären kriseln weiter

Jonathan Boutin wehrt ein Schuss von Eisbär C. Braun ab. Foto: Stefan Wenske
Petri Vehanen in Aktion Foto: Stefan Wenske

Das erste Spiel im neuen Jahr 2017 fand an einem Dienstag statt. Die Feiertage sind vorbei, der Liga-Alltag hat uns wieder. Die Augsburger Panther, als Tabellensechster angereist, ließen gleich durchblicken, dass sie alles versuchen wollten, den Vorsprung auf die Eisbären zu vergrößern. An der misslichen Situation, einige verletzte Stammspieler ersetzen zu müssen hat sich nicht geändert. Frank Hördler, Marcel Noebels und Jonas Müller sind schon länger verletzt, jetzt ist auch noch Darin Olver dazugekommen. Wenigstens konnte Neuzugang Alexander Roach mitwirken. Eines war wichtig in diesem Spiel, möglichst wenig Strafzeiten zu kassieren. Die Augsburger sind das aktuell beste Überzahl-Team der Liga. Die Erfolgsquote liegt bei über 22%, die Eisbären sind in dieser Wertung ganz hinten, nur 9,15 % ihrer Überspiele führten zu einem Torerfolg. Im 1. Drittel gelang es den Hausherren der MB Arena nicht von der Strafbank wegzubleiben. 8 Strafminuten wurden gesammelt. Wenigstens fiel kein Tor, beide Goalies waren glänzend aufgelegt. Im Mittelabschnitt zogen die Gäste auf 2:0 davon. Thomas Holzmann überwand in der 29. Minute Petri Vehanen, der dabei unglücklich aussah. Nur 5 Minuten später ließen sich die Panther eine 4 zu 3 Überzahl-Situation nicht nehmen. Michael Davies vollendete und sorgte für hängende Köpfe bei den Eisbären. Die gaben zwar nicht auf, verkrampften aber mit zunehmender Spieldauer. „Wir sind enttäuscht, diese Spiele müssen wir schnell abschütteln, jeder hat mit sich selbst zu kämpfen und da fehlt diese gewisse Leichtigkeit im Spiel. Da versuchst Du es über den Kampf, was optisch nicht schön anzuschauen ist und heute vorne keinen Effekt gebracht hat.“, so sah Jens Baxmann das Spiel. Egal was die Eisbären versuchten, es wollte nicht funktionieren. Was durchkam wurde eine Beute von Jonathan Boutin. Er wurde von seinem Trainer Mike Stewart ausdrücklich gelobt wurde. Insgesamt zwangen ihn die Eisbären zu 32 Rettungstaten. Es wurde das erste Shut-out in dieser Saison für ihn. Bemerkenswert war auch an diesem Spiel, dass es den Augsburger Parthern erstmals nach 7 Jahren wieder gelang, ein Spiel der Hauptrunde in Berlin zu gewinnen. Entsprechend aufgeräumt war die Stimmung bei den Gästen nach dem Spiel. Was geht noch bei den Eisbären ? Es müssen dringend Punkte her. Am Freitag steht bereits das nächste Heimspiel an. Mit den Kölner Haien stellt sich ein Schwergewicht der Liga vor. Trotzdem, die fünfte Niederlage in Folge sollte vermieden werden. Im Profisport bekommst du nie etwas geschenkt. Der Einsatz stimmt, wann können wieder die gewünschten Erträge eingefahren werden ?
Hans-Peter Becker

Ort MB Arena Berlin
03.01.2017 19:30 Uhr
Zuschauer: 9.731
Schiedsrichter: Oswald, Christian – Schukies, Gordon – Capik, Maksin – Merten, Jona
Endstand 0:2
Drittelergebnise: 0:0/0:2/0:0
Strafen: Eisbären 14 Minuten
Augsburg 10 Minuten

Eisbären Berlin
Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin
1. Reihe Rankel, André – Talbot, Julian – Machacek, Spencer, – Braun, Konstantin – Gervais, Bruno
2. Reihe Busch, Florian – Wilson, Kyle – Petersen – Baxmann, Jens – Wissmann, Kay
3. Reihe MacQueen, Jamie – Adam, Maximilian – Tallackson, Barry – Roach, Alexander – DuPont, Micky
4. Reihe Braun, Laurin – Fischbuch, Daniel – Ziegler, Sven – Jahnke, Charlie
Trainer Uwe Krupp

Augsburger Panther
Tor Boutin, Jonathan – Meissner, Benjamin
1. Reihe Parkes, Trevor – Stieler, David – Shugg, Justin – Lamb, Braden – Valentine, Scott
2. Reihe Holzmann, Thomas – Trupp, Evan – Daves, Michael – Guentzel, Gabe – Rekis, Arvids
3. Reihe Hanowski, Benjamin – Leblanc, Andrew – Hafenrichter, Jaroslav – Cundari, Mark, Tölzer, Steffen
4. Reihe Polaczek, Aleksander – Mackay, Matthew – Thiel, Alexander – Dinger, Derek
Trainer Mike Steward

The monster matchups of the NFL divisional round

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Nun also doch bei Tennis Borussia

TeBe Geschäftsführer Andreas Voigt schwor auf Trainer Daniel Volbert. Foto: Christian Zschiedrich

In der NOFV Oberliga Nord musste der nächste Trainer dran glauben und das zu einem äußerst menschenwürdig günstigen Zeitpunkt – zwei Tage vor Heiligabend. Getroffen hat es Daniel Volbert. Im April 2014 kam er von Lichtenberg 47 zu TeBe und führte den Club in der folgenden Saison zum Aufstieg in die Oberliga. Andreas Voigt sagte mir wörtlich: „Wir haben den besten Trainer der Liga“ und als Ende des Jahres 2016 plötzlich die Gerüchteküche brodelte, verstand Voigt die Welt nicht mehr, versicherte mir: „Da ist überhaupt nichts dran“! Nun die Entbindung von seinen Aufgaben als Chefcouch der 1. Mannschaft, kurz vor Weihnachten. Wer sein Nachfolger wird, steht angeblich noch nicht fest. Thorsten Beck, Volberts bisheriger Assistent, übernimmt als Interimscoach und sollte bis zum 5. Januar kein neuer Leiter gefunden sein, steht Beck weiterhin zur Verfügung. Bewerbungen gingen täglich mehrere ein. Bewerber stehen bei TeBe für den Posten Schlange. Gehandelt werden Steffen Baumgart, Thomas Herbst, Abu Njie und weitere Kandidaten. Man lässt sich Zeit. Bis zur Stunde gibt es keine namentliche Veröffentlichung. Der Vorstandsvorsitzende Jörg Zimmermann informierte über die Trennung am 22. Dezember, 19.00 Uhr. Von der Leistungsfähigkeit des Daniel Volbert ist der Verein allerdings weiterhin überzeugt. Die Jugendarbeit möchte TeBe unter der Leitung von Daniel Volbert fortführen. Der zum „Trainer des Jahres 2015“ gewählte „Coach mit Herzblut“ ist verständlicherweise zunächst sehr enttäuscht und braucht Bedenkzeit. Geschäftsführer Andreas Voigt lobt: „Wir hatten mit Daniel eine tolle Zeit“.

Christian Zschiedrich

Bale returns for Real Madrid after ankle surgery

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Serena sets Open era record with 23rd Slam

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Eisbärenlegende Stefan Ustorf

Foto: Hans-Peter Becker
Foto: Stefan Wenske

Es war eine nette Erinnerung an vergangene Eisbärenzeiten. Stefan Ustorf bekam seine Bannerzeremonie. Die Nummer 14 wird kein anderer Spieler der Eisbären mehr tragen. Für die Eisbären bestritt er 426 DEL-Spiele, seine Bilanz 111Tore und 229 Vorlagen, die daraus resultierenden 340 Scorerpunkte bedeuten Platz acht in der ewigen, vereinseigenen Wertung. An 6 der 7 Meistertitel in der DEL Geschichte der Eisbären war er direkt beteiligt. Der Rahmen für die Ehrung passte, die Halle am Ostbahnhof war ausverkauft. Erstaunlich war das Schuhwerk von Ehefrau Jodie, die mit sehr gewagten Absätzen die Eisfläche an der Seite ihres Mannes betrat. Stefan Ustorf ist der fünfte Spieler, dessen Nummer nicht mehr vergeben wird und bei Spielen unter dem Hallendach hängt. Der erste Spieler, dem diese Ehre zuteil wurde war Mark Beaufait (2011), es folgten Sven Felski und Steve Walker (2014). Im vergangenen Jahr wurde Dennis Pederson auf diese Weise geehrt. In kurzen Videobotschaften kamen sie alle zu Wort. Zugegen war auch Peter Ustorf, der Vater von Stefan. Er blieb unter den Zuschauern. In der Saison 1997/98 spielte der damals 23jährige Stefan Ustorf für den bei den Eisbärenfans unbeliebten Ortsrivalen Berlin Capitals und Trainer war (bis Dezember 1997) sein Vater. In seiner Ansprache erinnerte Stefan Ustorf auch daran, dass seine Verpflichtung mit Beginn der Saison 2004/05 nicht gerade Jubelstürme bei den Anhängern der Eisbären ausgelöst hatte. Er konnte überzeugen und wurde ihr „Hooligan“. So gingen am 28. Dezember 2016 nochmals die „Ustorf Hooligan“ Rufe durch die Halle.

Hans-Peter Becker

Eisbären retten einen Punkt

Foto: Stefan Wenske

Die Bannerzeremonie für Stefan Ustorf war ergreifend für jeden Eisbärenfan. Das ist die Geschichte des Eishockeyspielers Stefan Ustorf. Im Anschluss gab es ein Eishockeyspiel, vor ausverkauftem Haus unter den Augen des sportlichen Leiters der Eisbären, eben jenes Stefan Ustorfs. Zu Gast war der Tabellenletzte die Krefeld Pinguine. Berlin war in der aktuellen Saison ein gutes Pflaster für die Mannschaft vom Niederrhein. Am 9. Oktober waren sie ebenso als Tabellenletzter angereist und traten mit 3 Punkten die Heimreise an. Es wurden dieses Mal 2 Punkte, die Eisbären kassierten erneut eine Heimniederlage. Nach 60 effektiven Spielminuten stand es 2:2. Daniel Pietta, der Topscorer der Pinguine sorgte in der 15. Minute für den ersten Treffer der Partie. Die Schiedsrichter hatten eine Strafe gegen die Eisbären angezeigt. Die Krefelder blieben in Puckbesitz

Foto: Stefan Wenske

und wechselten ihren Goalie gegen einen zusätzlichen Feldspieler, das hatte Erfolg. Die Eisbären hatten im gesamten 1. Drittel mehr Torschüsse, versuchten Druck zu machen, es gelang nicht viel. In der 18. Spielminute hatte Kapitän Andre Rankel die Möglichkeit auszugleichen. Sein schwach ausgeführter Penalty landetet im Fanghandschuh von Patrick Galbraith. Es stand ja überhaupt die Frage, wie wurde die herbe 1:7 Auswärtsniederlage, erlitten am 2. Weihnachtstag in Ingolstadt, weggesteckt. Darin Olver, zusammen mit Nicolas Petersen, mit 12 Toren erfolgreichster Schütze der Berliner, war nicht einsatzfähig. Dafür konnte Daniel Fischbuch wieder spielen. Vier Sturmreihen und drei Verteidiger-Pärchen standen Uwe Krupp zur Verfügung. Hinter der Bande der Krefelder stand der Rückkehrer Rick Adduono. Er soll das fast unmögliche für Krefeld noch versuchen zu schaffen. Das Sehnsuchtsziel heißt Platz 10 und wenigstens ein Playoff-Spiel im Königpalast. An den katastrophalen Ausmaßen, was den bisherigen Saisonverlauf betrifft, hat sich für Krefeld nicht viel geändert. Abwehr-schwach und leider bisher im Angriff nicht viel besser, dabei mit einem namhaften Kader ausgestattet und trotzdem läuft es nicht. Diese Frage gilt es zu beantworteten. Dagegen sehen die Probleme in der Hauptstadt fast bescheiden aus. Im Mittelabschnitt hatten die Eisbären erneut optische Vorteile, gleichzeitig wuchs mit zunehmender Spieldauer die Verunsicherung. Es gelang immer weniger. Das Publikum reagierte angesichts der Aktionen auf dem Eis mit Spott und Ironie. Da wurde Kaffee und Kuchen gefordert oder Freibier für alle. Als der letzte Spielabschnitt begann, hatte sich auf der Anzeigetafel nicht weiter bewegt. Bei Krefeld stand die Null. Sie stand bis zur 48. Spielminute. Endlich fiel der Ausgleich, Jamie Macqueen erzielte seinen Saison-Treffer Nummer 6. Der Center der 3. Sturmreihe wurde mustergültig freigespielt, der vorbereitende Pass kam von Florian Busch und es folgte eine sehenswerte Vollendung mit der Rückhand durch den Spieler, der in der vergangenen Saison mit Kassel Meister in der DEL II wurde. Davor spielte er in Crimmitschau und bei beiden wurde er der jeweils beste Torschütze. Die Krefelder, die wie im Oktober, äußert geschickt zu Werke gingen, schlugen in der 56. Minute zurück. Erfolgreich war die Parade-Reihe um Center Daniel Pietta. Torschütze war Dragan Umicevic, er trug sich – wie im Oktober – erneut in die Torschützenliste ein. Assistiert wurde der Treffer von Marcel Müller und Kyle Klubertanz. Die 1. Reihe der Krefelder, die können, wie Eisbären-Verteidiger Constantin Braun nach dem Spiel bemerkte, bei entsprechender Spielfreude noch ganze andere Truppen auseinandernehmen. Es war eine Menge Glück bei diesem Treffer dabei. Umicevic traf zunächst mit seinem Schuss den Schlittschuh eines Verteidigers und konnte dann seinen eigenen Abpraller verwerten. Genauso viel Glück hatten etwas später die Eisbären. Die Schluss-Sirene rückte bedrohlich nahe. 65 Sekunden waren noch auf der Uhr da zog Micky DuPont aus dem Rückraum ab und kam irgendwie durch, der Puck landete im Tor. Julian Talbot und Nicolas Petersen bekamen Scorerpunkte für diesen Treffer angeschrieben. Es gab eine Verlängerung zur Ermittlung des Zusatzpunktes. Den holten sich die Krefelder. Nach 61 Sekunden in der Overtime konnte Micky DuPont Marcel Müller nur noch mit einem Stockschlag am Torschuss hindern. Es gab erneut Penalty und der wurde verwandelt. Das Spiel war aus und Krefeld fuhr mit immerhin 2 Punkten nach Hause. Das Tabellenende konnten sie nicht verlassen, mit nunmehr 31 Punkten bleiben sie das schlechteste Team. Die Eisbären konnten wenigstens einen Punkt retten. Bisher stehen 48 Punkte zu Buche, das ist aktuell Tabellenplatz 8 und bedeutet Pre-Playoffs. Weiter geht es am Freitag in München, beim souveränen Tabellenführer. Zwar beginnt jedes Spiel beim Stande von 0:0. Angesichts des momentanen Zustandes der Eisbären wäre es ein Wunder, wenn in München was zählbares herausspringen sollte. Wunder gibt es immer wieder.

Hans-Peter Becker

 

Stimmen

Constantin Braun (Verteidiger Eisbären Berlin)

„Den Ausschlag hat ein getroffener gegen einen nicht getroffenen Penalty gegeben. Krefeld ist zwar auf Tabellenplatz 14, sie sind eigentlich besser. Beim Ausgleich ist es uns erstmals bei einer 6 zu 5 Überzahl Situation ein Tor gelungen. Was die Gesänge der Fans betrifft, auf dem Eis bin ich im Tunnel und bekomme nicht soviel mit, ansonsten herrscht in Deutschland Meinungsfreiheit.“

 

Rick Adduono (Trainer Krefeld Pinguine)

„Unser Torwart hat unter Druck großartig gehalten. Die Punkte sind wichtig für das Erreichen eines Playoff Platzes. Die Mannschaft hat gut zusammengespielt. In Berlin zu gewinnen ist immer toll.“

 

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin)

„Wir hatten viel Scheibenbesitz, Torchancen rausgespielt, wir betreiben großen Aufwand, sind aber nicht in der Lage uns dafür zu belohnen. Ich finde wir haben ein gutes Spiel gespielt und wenig zugelassen. Das Spiel heute war charakteristisch für den Lauf den wir gerade haben, wie hart wir arbeiten müssen, um 2 Tore zu erzielen.“

 

Spieldaten

Ort MB Arena Berlin

28.12.2016 19:30 Uhr

Zuschauer ausverkauft

Schiedsrichter Schimm, Willi – Daniels, Eric – Höfer, Marcus – Merten, Jonas

Endstand 2:3 nach Overtime

0:1/0:0/2:1/0:1

 

Eisbären Berlin

Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin

1. Reihe Busch, Florian – Wilson, Kyle – Petersen, Nick Rankel, – Braun, Konstantin – Gervais, Bruno

2. Reihe Rankel, André – Talbot, Julian – Machacek, Spencer – Roach, Alexander – DuPont, Micky

3. Reihe MacQueen, Jamie – Adam, Maximilian – Tallackson, Barry – Baxmann, Jens – Wissmann, Kay

4. Reihe Braun, Laurin – Fischbuch, Daniel – Ziegler, Sven – Jahnke, Charlie

Trainer Uwe Krupp

 

Krefeld Pinguine

Tor Galbraith, Patrick – Treutle, Niklas

1. Reihe Umicevic, Dragan – Pietta, Daniel – Müller, Marcel – St. Pierre, Nicolas – Klubertanz, Kyle

2. Reihe Collins, Mike – Rosa, Marco – Vasiljews, Herberts – Hambly, Timothy – Faber, Maximilian

3. Reihe Schymainski, Martin – Koziol, Lukas – Little, Mike – Vainonen, Mikko, Sonnenburg, Kyle

4. Reihe Mieszkowski, Mike – Ness, Martin – Orendorz, Kevin

Trainer Rick Adduono