Wasserfreunde – Stark angefangen, noch stärker nachgelassen

Spandau 04 bleibt auch nach dem 12. Spieltag der B-Gruppe der Champions League Letzter des Achterfeldes. Das kann nicht sonderlich überraschen, denn Gegner am Samstag, dem 13. April, war in der Schöneberger Schwimmhalle mit Olympia Piräus der Gewinner und Titelverteidiger des Königswettbewerbs. Nach eher schwachem Start in die laufende CL-Saison haben die Griechen zuletzt zunehmend zu alter Form gefunden. Gleichwohl sind – im Unterschied zu Spandau, das bereits seit einiger Zeit ohne Final-Avancen zu Wasser geht – für sie noch nicht alle Sorgen mit Blick auf die Endrunden-Teilnahme (Final 8) Anfang Juni in Hannover ausgestanden. Einer der Gründe dafür ist die Gruppenpräsenz von Waspo Hannover, das als Gastgeber des Final 8 dafür gesetzt ist und nur noch drei weitere Teams eine Ticketchance haben.

Für Spandau geht es daher, wie gesagt einstweilen „um nichts mehr“. Aber das ist laut Petar Kovacevic „natürlich nur die halbe Wahrheit“. Die beiden kommenden Partien sind angesichts der nach den folgenden nationalen Aufgaben mit Pokal-Endrunde in Düsseldorf (3./4. Mai) und den Halbfinal-Playoffs gegen Potsdam um die Meisterschaft (ab 8.5.) durchaus „Spiele der Wahrheit“.

Im letzten CL-Heimspiel der Saison in anderthalb Wochen (24.4.) gegen Mladost Zagreb kann das Team von Trainer Petar Kovacevic immerhin noch die „Rote Laterne“ an den Gegner loswerden, der nur einen Zähler vor den Berlinern liegt. „Außerdem wäre das natürlich ein Schub für die Moral“, sagt Kovacevic. Nötig sei dafür allerdings eine durchgängig konzentrierte und fokussierte Leistung über die gesamte Spielzeit.

Gegen Piräus waren es nur die ersten anderthalb Viertel, in denen die starke Verteidigung mit einem sehr präsenten Torwart Laszlo Baksa und eine Offensive mit guten individuellen Aktionen (Marko Stamm!) wie Rädchen ineinandergriffen, und den Kontrahenten, der sich speziell auf diese Partie vorbereitet hatte, nicht unbeeindruckt ließen. Da war sogar mehr möglich als das erzielte 2:2. Dann aber fand sich das Star-Ensemble von griechischen Nationalspielern mit kroatischer Verstärkung freilich mehr und mehr, auch, weil es die Spandauer auf Grund der Nichtnutzung der Überzahlmöglichkeiten zuließen. Damit war im Grunde der „Kuchen gegessen“. Nur noch ein Spandauer Treffer von Nikola Dedovic viereinhalb Minuten vor Schluss, der zugleich auch der letzte im Spiel war, veränderte die Anzeige in der Schöneberger Schwimmhalle. Positiv zu erwähnen ist auf jeden Fall noch die gute Stimmung unter den 300 Zuschauern, die beide Seiten emotional engagiert unterstützen.

Quelle: Peter Röhle / Wasserfreunde Spandau 04

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