Eisern in München oder man hat immer eine Chance

Christian Arbeit leitete die Doppelpressekonferenz, nach München in der Bundesliga steht ja bereits drei Tage später das Pokalspiel in Freiburg an, gleich mit der richtigen Fragestellung ein: „Haben wir überhaupt eine Chance in München.“ Man hat immer eine Chance und außerdem die Hoffnung, den FC Bayern auf dem falschen Fuß zu erwischen. Am Ende des Tages wäre alles andere als ein deutlicher Sieg des amtierenden Meisters, trotz aktueller Probleme, eine Sensation. Bereits ein Punkterfolg würde den 1. FC Union erstrangig in die Schlagzeilen bringen. Das Spiel beginnt bei Null.

Der FC Bayern hat ein paar Personalsorgen, beim 1. FC Union werden Akaki Gogia, Grischa Prömel und Suleiman Abdullahi fehlen. Für die Motivation gab es einen Filmabend für die Mannschaft mit Bildern vom Aufstieg. Wie es sich anfühlt als haushoher Favorit in ein Spiel gehen zu müssen, kann Urs Fischer aus seiner Zeit beim FC Basel nachvollziehen. Es wird erwartet, nicht einfach nur zu gewinnen sondern dazu auch noch schön. Das Stadion in München ist den Eisernen, Fans und einigen Spielern, nicht unbekannt, zu Zweitligazeiten der Münchner Löwen ging es dort bereits um Punkte.

Bleibt Trainer Fischer bei der zuletzt erfolgreich praktizierten 3er bzw. 5er Kette in der Abwehr ? Da Bayern wahrscheinlich in dem von Nico Kovacs bevorzugtem 4-2-3-1 auflaufen werden, bietet sich wohl mehr eine Rückkehr zu einer 4er Abwehrkette an. Neben Marvin Friedrich soll der wieder einsatzfähige Neven Sobotic in der Innenverteidigung Tore für die Bayern verhindern. Bei den Bayern können die zuletzt angfeschlagenen Serge Gnabrý und Javi Martinez aufgestellt werden. Für die Startelf wird es wohl nicht reichen.

Eines haben ja beide Clubs gemeinsam, die rot-weißen Vereinsfarben. So werden die etwa 7.500 Fans der Eisernen sich optisch nicht unterscheiden, aber sicherlich eine Rabatz machen, sollte sich eine Sensation abzeichnen. Das Spiel im Münchner Stadion steht unter der Leitung von Marco Fritz.

Nach dem Spiel geht es für die Wuhlheider nicht zurück nach Berlin, sondern gleich weiter in Richtung Freiburg zur Vorbereitung auf das Pokalspiel.

Hans-Peter Becker

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