Sieg und Remis – Punkte für die Berliner Profi-Clubs

Der 1.FC Union hat es schon wieder getan und einen Heimsieg eingefahren. Der achte Heimauftritt brachte den fünften Sieg, nur zwei Teams haben bisher mehr Heimpunkte geholt, Gladbach und Dortmund. Würde nur die Heimtabelle zählen, wären die Eisernen auf Kurs Champions-League. Nur so nebenbei, die Bayern haben aktuell zu Hause erst 13 Zähler auf die Habenseite bringen können. „Für einen kurzen Augenblick werden wir die Situation genießen, dann geht es konzentriert weiter. Wir haben noch nichts erreicht, die 19 Punkte reichen am Ende nicht für den Klassenerhalt“, so äußerte sich Unions Mittelfeldspieler Christian Gentner nach dem 2:0 Sieg gegen den 1. FC Köln am 14. Spieltag der Bundesliga.

Das Stadion war, inzwischen selbstverständlich, restlos ausverkauft. Wer über eine Eintrittskarte verfügte oder auf anderen Wegen unter den Augenzeugen weilen durfte, wusste was geboten wird. Bedingungsloser Kampf, kein Hochglanzfußball und genauso bedingungslose Unterstützung von den Rängen. Es passt im Moment alles beim 1. FC Union. Trainer Urs Fischer hat die optimalen settings gefunden, ein Spielsystem das funktioniert. Für das Spiel gegen Köln musste kurzfristig Neven Subotic in der Innenverteidigung ersetzt werden. Für ihn kam Publikumsliebling Michael Parensen in die Startelf und ein anderer Liebling durfte zum zweiten Mal in der Saison am Spielanfang auflaufen, gemeint ist Sebastian Polter. Die Anfangsphase gehörte etwas mehr den Gästen. In der 14. Minute vertändelten sie einen guten Angriffsversuch und in der 23. Minute musste Rafal Gikiewicz einen Freistoß aus der Torecke kratzen. Weiter ging es in der 26. Minute, da setzte Simon Terodde nach einer Flanke von Dominik Drexler den Ball nur knapp neben den Pfosten. Der Freistoß in der 29. Minute aus aussichtsreicher Position hätte die Führung sein müssen, erneut riesig gehalten. Dann kam es wie es kommen musste, erst hat man kein Glück und dann kommt Pech dazu. Kölns Birger Verstraete rutscht an der eigenen Strafraumgrenze aus, die Plätze werden im Dezember nicht besser, das eröffnete eine Schusschance für Sebastian Andersson. Der Ball wurde von Timo Horn zur Ecke geklärt. Erneut war Andersson zur Stelle und drückte den von seinem Kapitän Christopher Trimmel getretenen Eckball per Kopf in die Maschen.

In der 50. Minute war es erneut Andersson, ein Steilpass von Gentner, Schnelligkeit und technisches Können und der Ball war über der Linie. Anschließend hatten die Eisernen alles im Griff und verwalteten mit gewohntem Einsatz den Vorsprung. Der Mann des Spiels war zweifelsohne der Schwedische Nationalspieler in den Reihen der Eisernen, Sebastian Andersson. Er verdiente sich ein Sonderlob, nicht allein wegen seiner Saisontreffer sieben und acht, jetzt Platz vier der Torjägerwertung zusammen mit Marco Reus von Borussia Dortmund, immer anspielbar und sehr ballsicher.

Nach dem Schlusspfiff gab es Riesenjubel und eine Spitze in Richtung Köln. „Wir brauchen keinen Karneval, Unioner feiern überall.“

Der Spieltag wurde eröffnet mit der Partie des anderen Berliner Clubs. Lange sah nach einem Sieg für die „Alte Dame“ in Frankfurt aus, am Ende wurde es immerhin ein Punktgewinn. In der Tabelle hat der Aufsteiger aus Köpenick vor dem 15. Spieltag sieben Punkte Vorsprung vor den Herthanern.

Ihr Zwischenziel haben die Eisernen vorfristig erreicht, die jetzt noch ausstehenden drei Partien im zu Ende gehenden Jahr ihres Bundesligaaufstiegs, sind wie ein zusätzlicher Bonus. Im Blau-Weißen Lager werden sie ein bisschen neidisch in Richtung Köpenick blicken. Aus wenig bislang viel gemacht wurde bei den Eisernen, während die Alte Dame ihre Unpässlichkeit noch nicht ganz überwunden zu haben scheint. Dass sie nicht auf dem Relegationsplatz der nächsten Aufgabe entgegen schaut verdankt sie der Klatsche, die Fortuna Düsseldorf in Dortmund bezog.

Hans-Peter Becker

Niederlagen für die Clubs aus der Hauptstadt

Es war nicht die Stunde der Berliner Profi-Clubs, dieser 13. Spieltag der Saison 2019/20. Im Freitagspiel verloren die Eisernen mit 1:2 auf Schalke, dabei sah es lange nach einem Punktgewinn aus. Ein individueller Fehler von Innenverteidiger Neven Subotic leitete den Siegtreffer für die Schalker ein. Das Matchglück hatte die Eisernen verlassen. Beim Ausgleichstreffer war der Schiedsrichter auf ihrer Seite, der wohl mehr auf eine Schwalbe hereinfiel und auf Foulstrafstoß entschied. Ansonsten lieferte der Aufsteiger eine gute Leistung ab, musste sich letzlich der Leistungssteigerung des Gegners in Halbzeit Zwei sowie der größeren individuellen Klasse der Schalker geschlagen geben.

Keine 24 Stunden später startete die Alte Dame mit neuem Trainerstab in das Heimspiel gegen Borussia Dortmund. Die Problemzonen wurden sofort sichtbar. Motiviert und nervös nahmen die Spieler in Blau und Weiß die Partie auf. Bereits in der Anfangsphase bekamen sie einen brutalen Doppelschlag verpasst. Die Abwehr wackelte weiter, das waren Gegetreffer 26 und 27 und erst 13 Spiele absolviert. Nach nur 17. Minuten lagen sie 0:2 hinten und Jürgen Klinsmann war das sonst so freundliche Gesicht eingefroren. Dass die Hertha anschließend nicht auseinander fiel, sondern kämpfte war das einzig positive an diesem Spiel. Die Belohnung folgte in der 34. Minute, mit dem Anschlusstreffer durch Vladimir Darida. Kurz vor der Pause flog Dortmunds Mats Hummels mit Gelb-Rot vom Platz. Aus den über 45 Minuten Überzahl konnten die Herthaner nichts machen. Ein Tor von Davie Selke fand nach Videobeweis keine Anerkennung.

Vor Jürgen Klinsmann und seinem Team liegt jetzt eine Menge Arbeit. Auf der Tribüne saß Lars Windhorst und wird sich seinen Teil gedacht haben. Das bemerkenswerteste an diesem Spiel war ein Interview mit dem Manager Michael Preetz. Er wurde gefragt, ob sich jetzt seine Rolle im Verein verändern wird. Verärgert ließ er den Reporter wissen, “ ..einem Acki Watzke würden sie solch eine Frage wohl nicht stellen…“.

Hertha, mit größeren Ambitionen in die Saison gestartet, hat erst 11 Punkte und ist auf den Relegationsplatz abgerutscht. Fortuna Düsseldorf ist durch ein bemerkenswertes 1:1 bei der TSG Hoffenheim auch noch vorbeigezogen. Da werden böse Erinnerungen wach an die Saison 2009/10.

Hans-Peter Becker

Eisern in München oder man hat immer eine Chance

Christian Arbeit leitete die Doppelpressekonferenz, nach München in der Bundesliga steht ja bereits drei Tage später das Pokalspiel in Freiburg an, gleich mit der richtigen Fragestellung ein: „Haben wir überhaupt eine Chance in München.“ Man hat immer eine Chance und außerdem die Hoffnung, den FC Bayern auf dem falschen Fuß zu erwischen. Am Ende des Tages wäre alles andere als ein deutlicher Sieg des amtierenden Meisters, trotz aktueller Probleme, eine Sensation. Bereits ein Punkterfolg würde den 1. FC Union erstrangig in die Schlagzeilen bringen. Das Spiel beginnt bei Null.

Der FC Bayern hat ein paar Personalsorgen, beim 1. FC Union werden Akaki Gogia, Grischa Prömel und Suleiman Abdullahi fehlen. Für die Motivation gab es einen Filmabend für die Mannschaft mit Bildern vom Aufstieg. Wie es sich anfühlt als haushoher Favorit in ein Spiel gehen zu müssen, kann Urs Fischer aus seiner Zeit beim FC Basel nachvollziehen. Es wird erwartet, nicht einfach nur zu gewinnen sondern dazu auch noch schön. Das Stadion in München ist den Eisernen, Fans und einigen Spielern, nicht unbekannt, zu Zweitligazeiten der Münchner Löwen ging es dort bereits um Punkte.

Bleibt Trainer Fischer bei der zuletzt erfolgreich praktizierten 3er bzw. 5er Kette in der Abwehr ? Da Bayern wahrscheinlich in dem von Nico Kovacs bevorzugtem 4-2-3-1 auflaufen werden, bietet sich wohl mehr eine Rückkehr zu einer 4er Abwehrkette an. Neben Marvin Friedrich soll der wieder einsatzfähige Neven Sobotic in der Innenverteidigung Tore für die Bayern verhindern. Bei den Bayern können die zuletzt angfeschlagenen Serge Gnabrý und Javi Martinez aufgestellt werden. Für die Startelf wird es wohl nicht reichen.

Eines haben ja beide Clubs gemeinsam, die rot-weißen Vereinsfarben. So werden die etwa 7.500 Fans der Eisernen sich optisch nicht unterscheiden, aber sicherlich eine Rabatz machen, sollte sich eine Sensation abzeichnen. Das Spiel im Münchner Stadion steht unter der Leitung von Marco Fritz.

Nach dem Spiel geht es für die Wuhlheider nicht zurück nach Berlin, sondern gleich weiter in Richtung Freiburg zur Vorbereitung auf das Pokalspiel.

Hans-Peter Becker

Union verliert gegen Frankfurt

Der 1. FC Union Berlin muss sich am 6. Spieltag der Bundesliga-Saison 2019/20 geschlagen geben. Gegen die SG Eintracht Frankfurt agierten die Eisernen über weite Strecken gut, gerieten durch Treffer von Bas Dost (48.) und André Silva (62.) jedoch ins Hintertreffen. Anthony Ujah markierte in der 86. Minute den Anschluss, ausgleichen konnte Union trotz der druckvollen Schlussoffensive jedoch nicht. So endete die Partie mit 1:2 aus Berliner Sicht.

Urs Fischer wechselte im Vergleich zum Spiel gegen Bayer Leverkusen auf vier Positionen: Neven Subotic, Ken Reichel, Manuel Schmiedebach und Akaki Gogia rückten für Christopher Lenz, Keven Schlotterbeck, Sheraldo Becker und Marcus Ingvartsen in die Mannschaft. Der Schweizer sah eine starke Anfangsphase seiner Mannschaft. Bereits nach sechs Minuten ging ein Raunen durch die Ränge, als Marvin Friedrich nach einer einstudierten flachen Ecke den Ball scharf aufs Tor brachte – doch der Fuß eines Frankfurter Verteidigers verhinderte kurz vor der Torlinie, dass das Leder sein Ziel fand. Dies war der Auftakt einer unterhaltsamen ersten Hälfte: In einem kurzweiligen Duell agierten beide Teams offensiv und weitestgehend auf Augenhöhe. So entwickelte sich schnell ein offener Schlagabtausch. In der zwölften Minute scheiterte Sebastian Andersson nach einem Ballverlust von Hasebe an Eintracht-Schlussmann Kevin Trapp, im unmittelbaren Gegenzug verhinderte geschicktes Stellungsspiel von Marvin Friedrich, dass Erik Durm allein in den Strafraum der Eisernen ziehen konnte. Generell war Unions Vize-Kapitän heute gut aufgelegt: auch die nächste Großchance der Hessen verhinderte Friedrich, indem er Silva mit einer punktgenauen Grätsche vom Ball trennte, der sich vorher im Strafraum freigedribbelt hatte (17.). Zehn Minuten später war es Ken Reichel, der den Gegentreffer verhinderte: mit einem beherzten Flugkopfball beförderte er eine Flanke von Kostic aus dem Strafraum. Wiederum zehn Zeigerumdrehungen später trat Reichel offensiv in Aktion: einen verlängerten Eckball nahm er technisch sauber per Volley aus der Luft. Der Ball schoss zwar vielversprechend in Richtung Tor, wurde aber frühzeitig vom Körper eines Frankfurter Defensivspielers geblockt. Die letzte Chance des ersten Durchgangs gehörte schließlich der Eintracht. Da Rafal Gikiewicz den Kopfball von Silva jedoch mit einem starken Reflex parieren konnte, ging es ohne Tore in die Pause.

In Durchgang zwei erwischten die Adler den besseren Start. Einen Schuss von Filip Kostic konnte Rafal Gikiewicz noch parieren, den Nachschuss staubte Bas Dost jedoch unhaltbar ab (48.). Die Partie verlor im Vergleich zum ersten Durchgang etwas an Tempo – bis Sow und Silva aus dem Nichts den Fuß aufs Gaspedal setzten. Nach einem langen Lauf von Sow und anschließender Flanke stieg der portugiesische Nationalspieler im Strafraum in die Luft und köpfte das Leder gezielt entgegen Rafal Gikiewicz‘ Laufrichtung – 0:2 aus Berliner Sicht. Union kämpfte in der Folge um den Anschlusstreffer, Frankfurt verteidigte aber zumeist geschickt und ließ so wenig Zwingendes zu. Knapp eine Viertelstunde vor Schluss schalteten die Eisernen die Offensive nochmal einen Gang hoch und erhöhte den Druck spürbar. Durch den Druck öffneten sich Lücken in der Eintracht-Abwehr: Trimmel prüfte Trapp aus der Distanz (72.), Ujah mit einem flachen Schuss aus dem Strafraum (74.) und Becker mit einem Schlenzer Richtung Toreck (75.) – der Frankfurter Torhüter konnte aber all diese Chancen vereiteln. Schließlich gelang es Anthony Ujah aber doch, den Schlussmann der Eintracht zu überlisten. Einen flachen Pass von Sheraldo Becker verwandelte er von der Strafraumgrenze trocken zum 1:2. Da Union trotz der ansehnlichen Schlussoffensive der Ausgleich nicht gelingen wollte, endete die Partie auch mit diesem Spielstand.

Knieverletzung: Akaki Gogia fällt länger aus
Der 1. FC Union Berlin muss länger auf Offensivspieler Akaki Gogia verzichten. Der 27-Jährige wurde nach seinem Bundesliga-Startelfdebüt gegen Eintracht Frankfurt in der 59. Minute verletzungsbedingt ausgewechselt. In der heutigen MRT-Untersuchung bestätigte sich die befürchtet schwere Verletzung:  ein Riss des vorderen Kreuzbandes am rechten Knie.
„Diese Verletzung trifft uns alle hart. Akaki Gogia hatte sich mit starken Trainingsleistungen in die Startelf gespielt, umso bitterer ist es, dass er nun lange ausfällt. Wir wünschen ihm einen guten Heilungsverlauf und werden ihn dabei bestmöglich unterstützen“, so Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball des 1. FC Union Berlin.
Akaki Gogia wird in der kommenden Woche operiert und beginnt anschließend mit der Reha.
Quelle: 1. FC Union/Marco Miethe

1. FC Union Berlin: GikiewiczTrimmel, Friedrich, Subotic, Reichel – Schmiedebach (65. Ujah) Andrich – Gogia (59. Becker), Gentner, Bülter (65. Mees) – Andersson
SG Eintracht Frankfurt: Trapp – Hasebe, Hinteregger, Touré – Durm (77. Chandler), Kamada (71. Kohr), Sow, Fernandes, Kostic – Dost (83. Paciência), Silva
Zuschauer: 22.012, Tore: 0:1 Dost (48.), 0:2 Silva (62.), 1:2 Ujah (86.)

Auswärtspremiere in Augsburg

Am 2. Spieltag der Fußballbundesliga treffen in Augsburg die beiden Mannschaften aufeinander, die die Saison mit einer Klatsche begonnen haben. Der FC Augsburg verlor in Dortmund mit 1:5 und schleppt zudem die Hypothek des Ausscheidens gegen den Regionalligisten SC Verl mit in die Heimpremiere der aktuellen Saison. Auf beiden Seiten ist was gut zu machen.

Auf Seiten der Augsburger werden die beiden aktuellen Neuzugänge, der Ex-Schweizer Nationalspieler Stefan Lichtsteiner sowie der 20fache kroatische Nationalspieler Tin Jedvaj mit von der Partie sein. Sie verstärken die Defensive der bayerischen Schwaben. „Alles auf Anfang“ das ist die Devise der Augsburger, die wie der Neuling aus Berlin von einem Schweizer trainiert werden.

Die Eisernen müssen in diesem Spiel alles daran setzen, wenigstens durch eine gute Leistung, nachzuweisen, dass sie in der Bundesliga nicht chancenlos sind. Es wird dabei auf die Mentalität ankommen. Die Fehlleistung aus dem ersten Spiel muss aus den Köpfen. Vielleicht hilft es, sich jetzt in der Fremde beweisen zu müssen. Auf keinen Fall werden die Eisernen die Flinte ins Korn werfen. Allerdings räumte Urs Fischer auf der Pressekonferenz zum bevorstehenden Spiel ein, „dass das Adaptieren uns noch eine Weile begleiten wird“ mit anderen Worten, Union ist noch nicht in der Bundesliga angekommen.

Für das Spiel am Samstag, 24.08. wurden aktuell 2.517 Karten für den Gästeblock verkauft. Damit sind die Stehplätze vergriffen, Sitzplätze allerdings sind noch einige zu haben. Es wird in Bayern eine kleine Hitzeschlacht, der Wetterbericht sagt 27 Grad während des Spiels voraus, angenehme Bedingungen für die Zuschauer.

Es stehen 33 Profis im Kader des Neulings. Nicht einsatzfähig sind Innenverteidiger Florian Hübner und Mittelfeldmann Maurice Opfermann Arcones, der zuletzt für Unions Nachwuchs im Baltic Sea Cup spielte und einen sogenannten Pferdekuss abbekam. Ein Fragezeichen steht hinter Christian Gentner, der sich im Training eine leichte Blessur zuzog. Entsprechend der Philosophie des Trainers wird sich in der Mannschaftsaufstellung nicht viel ändern. Beginnt er mit zwei oder wie gegen Leipzig mit drei defensiven Mittelfeldspielern ? Kommt in der Innenverteidigung Neven Subotic zu seinem ersten Einsatz für die Berliner ? Die Abwehr könnte dringend mehr Stabilität gebrauchen, gegen Leipzig war dort jede Position eine Problemzone. Allerdings ist es im modernen Fußball so, dass alle Mannschaftsteile in der Defensive mitwirken müssen. Werden sie schnell überspielt, kommt es auf die letzte Verteidigungslinie an.

Urs Fischer, so wird spekuliert, könnte mit einer ähnlichen Taktik wie zuletzt gegen Leipzig die Aufgabe angehen. Als einzige Sturmspitze könnte Anthony Ujah für Sebastian Andersson in die Startelf rücken. Sollte Gentner nicht spielen, bietet sich eine Chance für Manuel Schmiedebach. Ein besonderes Spiel wird es für Marvin Friedrich, der ja eine Vergangenheit in Augsburg hat. In der vergangenen Saison spielte er auf Leihbasis für die Eisernen und wurde erst vor Kurzem in Berlin fest verpflichtet.

Der Druck liegt mehr auf Seiten des FC Augsburg. Unions Trainer bemühte sich auf der Pressekonferenz diesen Eindruck zu verstärken. „Augsburg hatte ebenfalls keinen perfekten Start, für sie ist das kommende Spiel ein Pflichtsieg. Das ist ein Verein, der seit zehn Jahren in der Bundesliga spielt.“ Das Spiel in der WKK-Arena am 24.08. wird um 15:30 Uhr angepfiffen und steht unter der Leitung des Hannoveraner Schiedsrichters Robert Schröder.

Hans-Peter Becker