Die Eisernen brauchen Punkte

Kann der 1. FC Union die Serie der punktlosen Spiele gegen den SC Freiburg beenden ? Vor der Saison wurden die Freiburger als ein Gegner auf Augenhöhe für die Eisernen eingeschätzt. Nach dem bisherigen Saisonverlauf muss das wohl ein wenig korrigiert werden. Die Truppe aus dem Breisgau hat zehn Punkte mehr geholt als der Aufsteiger, da ist die Favoritenrolle klar verteilt. Der SC Freiburg verzeichnet seinen Bundesligastartrekord, dazu sind auswärts ungeschlagen.

Egal, es müssen Punkte her, nach Freiburg geht es nach München und dort etwas mitzunehmen ist so wahrscheinlich wie sechs Richtige im Lotto. Was spricht für den 1. FC Union, außer der Heimvorteil ? Während der Länderspielpause hatte Trainer Urs Fischer mehr Zeit zur Spielvorbereitung und konnte verstärkt auf die Dinge eingehen, die in den vorangegangenen Spielen nicht so funktioniert haben. Es gab zu viele leichtfertige Ballverluste im Spielaufbau und im Angriff sollen die Stürmer in der torgefährlichen Zone egoistischer handeln, anstatt nochmals abzuspielen.

Offen ist die Frage, ob die zuletzt auswärts in Wolfsburg praktizierte Dreier- bzw. Fünferkette in der Abwehr auch gegen Freiburg wieder das Mittel der Wahl ist. Personell gibt es in der Abwehr keine Sorgen. So könnte Innenverteidiger Florian Hübner wieder in den Kader zurückkehren, für einen Einsatz gleich in der Startelf wäre es zu früh. Mehr Sorgen bereitet die rechte offensive Seite. Hier zogen sich Suleiman Abdullahi und Sheraldo Becker Blessuren im Training zu. Für die Sturmspitze wäre Sebastian Polter nach seiner Rotsperre wieder spielberechtigt.

Auf der Seite Freiburger wird Verteidiger Lukas Kübler nach seiner Knie-Operation fehlen. Von weiteren Verletzungspech blieben die Freiburger verschont. Trainer Christian Streich lässt gern, wie zuletzt Wolfsburg, in einem 3-5-2 System spielen. Dagegen setzte Urs Fischer ein fast identisches System, es wurde versucht, die Taktik des Gegners zu spiegeln. Das hatte in Wolfsburg keinen Erfolg. Daher könnte es sein, dass die Eisernen wieder mit einem 4-2-3-1 auflaufen. Einige Tipps wird sich der Union-Trainer von Keven Schlotterbeck (Leihgabe aus Freiburg) geholt haben. Sein jüngerer Bruder Nico spielt für Freiburg, ist aktuell allerdings nicht die erste Wahl. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass beide im Wettkampf aufeinandertreffen.

Das Stadion in der Berliner Wuhlheide ist restlos ausverkauft, inklusive des kleinen Gästeblocks. Trotz der langen Anreise werden über 2.000 Fans der Gäste direkt im Stadion dabei sein und auf einen weiteren Vereinsrekord hoffen. Die Freiburger konnten ihre letzten drei Auswärtsspiele in Folge gewinnen. Vier Auswärtssiege am Stück gelangen ihnen im Oberhaus noch nie!

In der Bundesliga ist diese Paarung natürlich eine Premiere. In der 2. Bundesliga standen sich beide vier mal gegenüber. Da konnten die Eisernen lediglich einen Sieg feiern. Im Jahre 2004, Union war damals Drittligist, unterlagen den Freiburgern in der 1. DFB-Pokalrunde mit 0:4. Diese Bilanz gilt es aufzubessern. Am Samstag, 19.10. in der Bundesliga und noch im selben Monat nach dem Bayernspiel. In der 2. Pokalrunde spielen sie erneut gegen Freiburg, allerdings auswärts am 29.10..

Jetzt ist erst einmal ist alle Konzentration auf die kommende Aufgabe gerichtet. Es müssen dringend Punkte. Die Partie wird am Samstag, 19.10. um 15:30 Uhr von Schiedsrichter Benjamin Cortus angepfiffen werden.

Hans-Peter Becker

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