Turbulenzen in der Regionalliga Nordost

Spitzenreiter Carl Zeiss Jena verteidigte seinen Vorsprung, vier Punkte mehr als Energie Cottbus und bleibt Tabellenführer. Jena spielte 2:1 in Fürstenwalde und Cottbus siegte vor 7.093 Zuschauern mit 1:0 über stark auftrumpfende Dynamos aus Berlin. Allerdings war die übrige Ausbeute der anderen Berliner Clubs mehr als dürftig. Lediglich BAK 07 (3.) holte einen  Zähler und das zu Hause vor 214 Zuschauern im Poststadion beim kümmerlichen 1:1 gegen den VfB Auerbach (14.). Ansonsten setzte es Niederlagen: Tabellenelfter Hertha BSC II unterlag dem ZFC Meuselwitz mit 0:1 (216 Zuschauer); ein Riesenspektakel gab es beim Berlin-Brandenburg Derby in Luckenwalde. Der FC Viktoria 89 (8.) lag bereits 0:5 hinten, kam bis zwischenzeitlich auf 5:4 heran, scheiterte mehrfach am möglichen Ausgleichstreffer, die endgültige Entscheidung fiel erst in der Nachspielzeit, als die Luckenwalder Treffer Nummer 6 markieren konnten, Endstand 6:4 für den FSV Luckenwalde. Aus Randberliner Sicht noch interessant, 1.FC Lok Leipzig besiegte vor 3.237 Zuschauer Babelsberg 03  mit 2:0. Die Babelsberger sind nach 18 Spielen jetzt Tabellenzehnter. Bestimmt nicht aus Geldsorgen und nicht der sportlichen Leistungen wegen zieht RB Leipzig II (4.) zum Saisonende seine Mannschaft zurück und steht somit als erster Absteiger fest. Zum Schluss eine andere Bemerkung:  Einige Fans und vor allen die Führungsetage von Hertha BSC wünschen sich ein reines Fußballstadion, ohne Laufbahn. Seitens der Senatsverwaltung wurde nun bestätigt, der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Prenzlauer Berg soll bei laufendem Spielbetrieb für 85 Millionen Euro komplett erneuert werden, Beginn der Maßnahme 2020. Das neu entstehende Stadion soll rund 20.000 Zuschauern Platz bieten und weiterhin für Leichtathletikveranstaltungen genutzt werden können. Also keine Alternative für Hertha BSC.

Veröffentlicht von

Christian Zschiedrich

Er kann von sich mit Fug und Recht behaupten, immer ein Leben für und durch den Sport geführt zu haben. Er spielte Fußball, nicht mal untalentiert, brachte es dabei zu einigen Ehren, studierte Sport in Leipzig, arbeitete als Sportlehrer und trainierte Fußballmannschaften. Zwischendurch erwarb er beim DFB seine Trainerlizenz. Nach und nach entdeckte er dabei sein Herz für den Sportjournalismus, schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und hob in Berlin eine eigene Sportsendung im Lokal-TV aus der Taufe. Über 2.000 Sendungen wurden unter seiner Leitung produziert. An`s Aufhören verschwendet er keinen Gedanken, schließlich bietet das Internet viele neue Möglichkeiten.

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