Füchse – Sporting Lissabon 33:32
Eine Woche nach dem Auswärtssieg bei Paris St. Germain besiegten die Füchse ihren „Lissabon-Fluch“. Gegen den portugiesischen Meister hatten die Berliner im vergangenen Jahr zwei Spiele in der European League verloren und auch die CL-Auswärts-Partie im Oktober war an Sporting gegangen. Trainer Jaron Siewert hatte eine Vorgabe gemacht: „Wir wollen in der Abwehr kompakt stehen und ihren Angriff in Bahnen lenken, die uns passen. Selbst wollen wir eine schnelle Offensive stellen.“ Diesen Plan begannen die Gastgeber von der ersten Minute an umzusetzen. Hohes Tempo, variantenreiches Spiel und gelungene Abschlüsse brachten schnell eine Führung – 7:4/8. Bei den Füchsen, die ohne Lasse Andersson und Tobias Reichmann spielen mussten, überzeugten erneut Welthandballer Matthias Gidsel und Linksaußen Tim Freihöfer, der aus dem Spiel heraus und von der Siebenmeter-Marke sicher traf.
Die Gäste von der iberischen Halbinsel agierten gleichfalls in hohem Tempo, sodass sich vor den 5925 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle ein fulminantes Spiel entwickelte, in dem bis zur Pause 40 Tore fielen – 21:19/30.
Nach dem Wechsel erwischten die Gastgeber ihre fast schon obligatorische „Schwächephase“. Ein negativer 4:6-Lauf führte zum Gleichstand nach 40 Minuten – 25:25. Die Füchse berappelten sich jedoch. Jeder, der auf der Platte stand, kämpfte mit Leidenschaft und vollem Einsatz, sodass sich die Waage wieder zur Berliner-Seite neigte – 29:26/49. Sporting hielt jedoch intensiv dagegen. Die Costa- Brüder Francisco und Maxim vor allem (je sieben Tore) – Vater Ricardo ist der Trainer des Teams – sorgten für den erneuten Gleichstand und auch eine kurzzeitige Führung – 31:32/57. Dank der Tore von Nils Lichtlein und Fabian Wiede sowie zwei Paraden von Dejan Milosavljev drehten die Füchse im Endspurt noch einmal das Resultat zum 33:32-Sieg.
In der europäischen Königsklasse geht es für die Berliner erst im Februar mit den abschließenden vier Partien weiter. Auf Platz vier liegend haben sie noch Chancen auf einen der beiden ersten Plätze, was die direkte Qualifikation für das Viertelfinale bedeuten würde. Die Teams von Rang drei bis sechs spielen eine zusätzliche Qualifikation.
In der Bundesliga wartet am Sonntag, 8.12.2024 mit dem Deutschen Meister SC Magdeburg der nächste Top-Gegner.
Für die Füchse erfolgreich: Wiede (3), Lichtlein (1), Gidsel (8), Freihöfer (10), Langhoff (4), Beneke (1), Herburger, av Teigum (2), Marsenic (4).
Herbert Schalling

