Niederlage im Bärenduell – keine Weihnachtsfreude für die Eisbären

DEL Saison 2025/26

32. Spieltag

26.12.2025 16:30 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 1:2 (1:1/0:1/0:0)

In Mannheim gab es Weihnachtsvorabend eine Niederlage, dazu der Verlust von Kapitän Jonas Müller. Sein unfairer Einsatz wurde mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe geahndet, dazu verhängte die Liga eine Sperre von zwei Spielen. Schmerzlich für die Eisbären, für das Spiel am zweiten Weihnachtsfeiertag kehrte Markus Niemeläinen nach längerer Verletzungspause wieder in den Kader zurück. So konnte Trainer Serge Aubin sieben Verteidiger aufbieten. Im Sturm konnten 11 Akteure auflaufen, Manuel Wiederer fehlte leicht angschlagen. Personell sah es bei den Gästen nicht viel besser aus. Michael Stewart brachte vier komplette Sturmreihen mit nach Berlin.

Die Trainer der Eisbären coachten das Team im Weihnachtspullover, während Michael Steward und seine Assistenten im geschäftsmässigen Anzug mit Schlips hinter Bande standen. Als erster durften sich die Trainer im Weihnachtspullover freuen, Liam Kirk traf in der 12. Minute zum 1:0. Drei Minuten später waren den die Anzugträger dran. Spencer Machacek überwand Jake Hildebrand und die Partie stand wieder pari. Was bis dahin auffiel, es wurde auf beiden Seiten sehr luftig verteidigt. Gut verteidigt wurde eine Unterzahl von den Eisbären kurz vor dem Ende des 1. Drittels. So endete das Anfangsdrittel Unentschieden.

Schicke Weihnachtpullover !

Das zweite Drittel begann mit einem Rest von Überzahl für die Eisbären, daraus konnten sie kein Kapital schlagen. In der 32. Minute war der Puck im Wolfsburger Tor, der Treffer konnte wegen einer Torwartbehinderung keine Anerkennung finden. Nach einem krassen Abspielfehler in der 34. Minute ließ sich Justin Feser seine Chance im Alleingang nicht entgehen und brachte die Gäste in Front. Die Eisbären waren bemüht, es lief nicht viel zusammen. So holten sich die Grizzlys den Mittelabschnitt und durften eine Minute und 15 Sekunden Überzahl mit in den Schlussabschnitt nehmen.

Unter den Beobachtern auf der Pressetribüne war man sich in der Beurteilung des Spielgeschens weitgehend einig. Es konnten keine guten Noten für den Auftritt vergeben werden. Am Beginn des Schlussdrittels wurde Wolfsburgs Powerplay erfolgreich abgewehrt. Die Eisbären hatten weiter ihre Probleme mit den auch recht bieder auftretenden Gästen.

Die Eisbären rannten dem Rückstand hinterher. Je mehr die Zeit herunterlief mutierte der Siegeswille zum Punktrettungsversuch. Sieben Minuten vor dem Spielende durften die Eisbärern sich zum zweiten Mal in diesem Spiel im Powerplay versuchen, es wurde nichts, zu unbeweglich und durchsichtig. Das Spiel näherte sich dem Finale und die Eisbären konnten den Puck nicht im Tor unterbringen. Daran konnten auch sechs Spieler vor dem Wolfsburger-Tor nichts mehr ändern. Die Grizzlys gewannen knapp das Spiel. Freuen konnten sich nur die mitgereisten Fans aus Wolfsburg. Für die Eisbären geht es bereits am kommenden Sonntag, 28.12.2025, weiter. Die Niederlagenserie sollte sich nicht fortsetzen.

Wolfsburg Trainer meinte, dass Berlin den besseren Start erwischt hat, aber wir haben weiter an uns geglaubt und unsere Gelegenheiten ausgenutzt. Justin Fesers Turnover hat uns in das Spiel zurückgebracht.

Serge Aubin sah das Spiel so, ein Turnover hat uns aus dem Spiel gebracht, anschließend war es nicht genug, was wir einbringen konnten. Wir müssen zusammenstehen und es gegen Nürnberg besser machen. Wir begehen zu viele Fehler, daran müssen wir arbeiten. Ich weiß, dass wir besser auftreten können. Wir müssen uns jetzt sammeln und uns geschlossen als Team aus der aktuellen Situation rausarbeiten.

Hans-Peter Becker

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Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – Niemeläinen, Reinke; Geibel, Smith; Mik (A), Lancaster; Panocha – Kirk, Pföderl Tiffels (A); Noebels, Vikingstad, Dea; Hördler, Byron, Veilleux (C); Bergmann, Eder – Trainer: Serge Aubin       

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier (Weitzmann) – Krupp, Pfohl; Möser, Thompson; Martinovic, Melchiori; Hafenrichter – Hayhurst, Smith, Schinko; Lambert, Gaudet, Machacek; White, Feser, Lynch; Ruckdäschel, Chrobot, Dumont – Trainer: Mike Stewart

Tore
1:0 – 11:08 – Kirk (Pföderl) – EQ
1:1 – 14:30 – Machacek (Gaudet, Lambert) – EQ
1:2 – 33:16 – Feser (Lynch, Thompson) – EQ

Strafen
Eisbären Berlin: 6 (2, 2, 2) Minuten – Grizzlys Wolfsburg: 6 (2, 0, 4) Minuten 

Schiedsrichter

Roman Gofman, Martin Frano (Tobias Treitl, Vincent Brüggemann)

Zuschauer
14.200

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