Vier Vertragsverlängerungen und 42:29 Kantersieg gegen Göppingen
Auch am Tag nach Weihnachten können noch Geschenke verteilt werden. Zu erleben war das für die 9.000 Zuschauer im „Fuchsbau“ Max-Schmeling-Halle. Vor Spiel-beginn verkündete Geschäftsführer Bob Hanning, dass die Arbeitspapiere für Lasse Ludwig, Nils Lichtlein, Matthes Langhoff und Tim Freihöfer nunmehr bis 2030 gelten. Angesteckt von der freudigen Nachricht, legte der deutsche Meister los. Die Füchse merkten jedoch sehr schnell, worauf die Gäste aus Göppingen ihr Hauptaugenmerk legten – auf eine kompromisslose Abwehr. Jeder Berliner Spieler, der sich dem Kreis näherte, wurde hart angefasst, geklammert und oft am Torwurf gehindert. Die ersten Treffer der Gastgeber resultierten somit aus verwandelten Siebenmetern. Auch weil die Schwaben ihren Vereinsnamen ernst nahmen und Frisch Auf-spielten verlief die Startphase ausgeglichen – 6:6/13. Danach konnten sich die Füchse durch Tore vom Kreis (Darj), von Außen (av Teigum) und aus der Spielmitte (Lichtlein) etwas absetzen – 14:10/22. Eine folgende fast fünfminütige Phase ohne Berliner Tore nutzten die Gäste und erzielten bis zur Pause wieder einen Gleichstand – 17:17/30.
Nach der Pause schien sich der enge Spielverlauf fortzusetzen. Doch plötzlich erwies der Handball wieder mal als Sport der (oft nicht erklärbaren) Überraschung. Innerhalb von sieben Minuten starteten die Füchse einen 8:0-Torlauf. Der eingewechselte Lasse Ludwig legte mit mehreren Paraden den Grundstein für schnelle, erfolgreiche Angriffe. Die Gelegenheit auch für Mathias Gidsel sein bis dahin bescheidenes Torkonto zu erhöhen. Von dieser Phase erholten sich die Göppinger nicht mehr. So wuchs der Vorsprung – an dem alle Spieler beteiligt waren – der Gastgeber sukzessive. Mit dem 42:29 gelang am Ende der zweithöchste Sieg in dieser Saison, die nun wegen der Europameisterschaft unterbrochen wird. Der nächste Heimauftritt der Füchse wird erst am 15. Februar 2026 gegen den TVB Stuttgart stattfinden.
Für die Füchse erfolgreich: Darj (3), Ariño (5), Grøndahl (4/2), Lichtlein (7/1), Gidsel (8), Freihöfer (1), Cehte (1), Pichiri (2), Langhoff (3), Herburger (1), av Teigum (3), Günther (2), Marsenić (2).
Herbert Schalling

