DEL Saison 2025/26
33. Spieltag
28.12.2025 14:00 Uhr Uber-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – Nürnberg Ice Tigers 5:2 (2:0/2:1/1:1)
Jetzt heißt es, noch enger zusammenzurücken, knapp 48 Stunden nach der Heimniederlage gegen Wolfsburg kreuzte ein weiterer Rivale im Kampf um Platz 6 der Tabelle in der Arena auf. Die Ice Tigers waren vor dem Spiel als neunter der aktuellen Tabelle nur sechs Punkte hinter den Eisbären.
Vor dem Spiel wurde Marco Nowak verabschiedet, passend zum Gegner, er hatte nicht nur für die Eisbären in der DEL die Schlittschuhe geschnürt. Er trug auch das Trikot der Nürnberg Ice Tigers. Zu den Eisbären kam er einst aus Düsseldorf, zukünftig wird er die Geschäftsstelle der Eisbären unterstützen und ein Studium aufnehmen.
Der Gegner aus Nürnberg konnte nur mit 18 Spielern die Reise nach Berlin antreten. Drei komplette Spielreihen plus einem Stürmer, die Eisbären dagegen fast vier Reihen aufbieten. In der Kabine bleiben musste Markus Vikinstad, er hatte sich zu Spielbeginn das Knie verdreht. So konnten die Eisbären nicht mit den erwarteten vier kompletten Sturmreihen antreten.
Die Eisbären erwischten einen guten Start. Nach drei Minuten scheiterte zunächst Eric Hördler mit einem Alleingang an Nürnbergs Goalie Niklas Treutle. Einen Angriff später traf Lester Lancaster zum 1:0 für die Eisbären. Nur drei Minuten später musste Cole Maier auf die Strafbank. Dort verbrachte er nur ganz sechs Sekunden. Liam Kirk war der Torschütze, vier Pässe brauchten die Eisbären zur Verbesserung ihrer Bilanz im Powerplay. Mehr Tore fielen im Anfangsdrittel nicht. Es gab Strafen wegen Faustkampf und übertriebener Härte.
In der 23. Minute stellte Frederik Tiffels auf 3:0. Ein Abwehrfehler der Nürnberger wurde gnadenlos ausgenutzt, Tiffels ließ dem Goalie mit einer Körpertäuschung keine Chance. Nach der Hälfte der regulären Spielzeit war zu konstatieren, die Eisbären wirkten stabiler, sie wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen. In der 35. Minute war ihnen das viel beschworene Matchglück hold, Jean-Sebastian Dea bekam einen von einem Nürnberger Schlittschuh abgefälschten Puck vor die Kelle und konnte zum 4:0 einschieben. Zwei Minuten später nutzten die Gäste ein Überzahlspiel und verkürzten den Abstand. Evan Barratt war der erfolgreiche Schütze.
Im Schlussabschnitt mussten die Ice Tigers, sollten sich noch eine Chance ausrechnen, eine gewaltige Schippe drauflegen. Es blieb beim Versuch und der Weg zurück durch einen herrlichen Treffer von Liam Kirk in der 45. Minute verlängert. Eishockey aus dem Lehrbuch, zwei schnelle Pässe und mit einem one timer vollendet. Das erinnerte an die etwas verloren gegangene Souveränität der Eisbären.
Die Minuten verannen am letzten Sonntag des Jahres 2025. Die Ice Tigers konnten in der 55. Spielminute das Ergebnis durch Greg Meireles den Zwischenstand etwas freundlicher gestalten. Eine Chance im Powerplay für Nürnberg von den Eisbären erfolgreich verteidigt. Ein verdienter Sieg, ein versöhnlicher Ausklang des Heimspieljahres 2025. Die Fans feierten mit diesem Sieg Marco Nowak, der symbolisch seinen Schläger, sein langjähriges Arbeitsgerät wegwarf.


Hans-Peter Becker
Fotos: Stephan Wenske
Spieldaten
Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – Niemeläinen, Reinke; Geibel, Mik (A); Smith, Lancaster; Panocha – Tiffels (A), Kirk, Pföderl; Noebels, Byron, Dea; Hördler, Vikingstad, Veilleux (C); Leden, Eder, Bergmann – Trainer: Serge Aubin
Nürnberg Ice Tigers: Treutle (Fitzpatrick) – Karrer, Haiskanen; M. Weber, Headrick; Akdag, J. Weber – Murray, Maier, Barratt; Gerard, Dove-McFalls, Meireles; Heigl, Kechter, Eham; Alanov – Trainer: Mitch O‘Keefe
Tore
1:0 – 03:52 – Lancaster (Tiffels, Kirk) – EQ
2:0 – 06:32 – Kirk (Pföderl, Reinke) – PP1
3:0 – 22:44 – Tiffels (Pföderl) – EQ
4:0- 34:27 – Dea (Byron, Bergmann) – EQ
4:1 – 36:17 – Barratt (Headrick, Gerard) – PP1
5:1 – 44:40 – Kirk (Pföderl, Tiffels) – EQ
5:2 – 54:24 – Meireles (Gerard, Maier) – EQ
Strafen
Eisbären Berlin: 15 (9, 4, 2) Minuten – Nürnberg Ice Tigers: 15 (9, 4, 2) Minuten
Schiedsrichter
Marian Rohatsch, Daniel Todam (Maksim Cepik, Marcus Höfer)
Zuschauer
14.200
