DEL Saison 2025/26
35. Spieltag
02.01.2026 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – Löwen Frankfurt 2:3 (1:0/0:2/1:1)
Nach der Niederlage in Bremerhaven, dem Verlust des sechsten Platzes in der Tabelle standen die Eisbären im Heimspiel gegen die Löwen aus Frankfurt gehörig unter Druck. Es müssen weitere Punkte her. Es gab zudem einen weiteren Grund, ein erfolgreiches Spiel abzuliefern. Eisbären-Legende Peter John Lee feierte just an diesem Tag seinen 70. Geburtstag und wurde vor dem Spiel gefeiert. Nach dem Ehrenbully vom Geburtstagskind ging es zur Sache.
Nach drei Minuten konnte die Halle zusammen mit dem Geburtstagskind jubeln. Matej Leden hielt seinen Schläger in den Schuss von Eric Mik, unhaltbar abgefälscht landete der Puck im Tor. Sie hatten etwas mehr vom Spiel, die Gastgeber, die Löwen blieben gefährlich und hatten in den letzten beiden Spielminuten vor der ersten Drittelpause im Powerplay einige Möglichkeiten. Das Powerplay der Eisbären nach neun Spielminuten bot weniger Torchancen.

Die Statistik nach dem 1. Drittel zeigte die Ausgeglichenheit des Spiels. Die Gäste hatten sogar mehr Torschüsse. Ihr Powerplay war präziser und produzierte mehr Torschüsse. Die Anfangsphase des Mittelabschnitts gehörte den Löwen. Erst traf Löwen-Kapitän Maksim Matushkin zum 1:1 Ausgleich und zwei Minuten später demonstrierten sie, wie man Powerplay spielt. Eisbären-Kapitän Jonas Müller drückte die Strafbank und Daniel Pfaffengut brachte die Löwen mit 2:1 in Front. Dem Spielverlauf nach, war das Zwischenergebnis nicht überraschend und die Gäste, mit einem lautstarken Anhang nach Berlin gereist, witterten weiter Morgenluft. Bei den Eisbären funktionierte dagegen immer weniger. Der Mittelabschnitt ging an die Gäste und vereinzelt waren Pfiffe zu hören.
Sie hatten sich wohl so einiges anzuhören, die Eishockeyprofis der Eisbären Berlin. Sie liefen einem Rückstand hinterher. Den stärksten Beifall bekam die Bekanntgabe des Ergebnisses des Relegationsspiels der Eishockey U-20 WM, mit einem Erfolg über Dänemark bleibt Deutschland erstklassig.
In der 48. Minute hatten die Eisbären ein Powerplay, das ist in dieser Saison so eine Sache, entweder geht nichts oder es kommt ganz schnell. Frankfurts Carter Rowney hatte sich gerade hingesetzt, da schlug es ein. Ganze acht Sekunden benötigte Liam Kirk und es stand 2:2. Allerdings währte die Freude darüber nur etwas mehr als zwei Minuten, Jakob Lilja brachte die Löwen erneut in Führung.
Es verblieben noch sieben Minuten, um aus diesem bescheidenen Auftritt noch etwas zu machen. Bloß was? Es lief die Zeit davon und die Gäste verteidigten jeden Zentimeter Eis und retteten sich ins Ziel. Die Eisbären kriseln weiter.
Hans-Peter Becker
Fotos: Stephan Wenske
Spieldaten
Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – Müller (C), Mik; Geibel, Smith; Niemeläinen, Reinke; Panocha – Tiffels (A), Kirk, Pföderl; Noebels, Dea, Veilleux (A); Hördler, Byron, Bergmann; Leden, Eder, Lancaster – Trainer: Serge Aubin
Löwen Frankfurt: Pantkowski (Schumacher) – Matushkin, Wirt; Fröberg, McKiernan; Bidoul, Joyaux; Pasanen – Lobach, Pfaffengut, Lilja; Schweiger, Rowney, Wilkie; Glover, Wedman, Brace; Burns, Uba – Trainer: Tom Pokel
Tore
1:0 – 02:37 – Leden (Mik, Eder) – EQ
1:1 – 25:34 – Matushkin (Rowney, Lilja) – EQ
1:2 – 27:06 – Pfaffengut (Glover, Joyaux) – PP1
2:2 – 47:15 – Kirk (Veilleux, Pföderl) – PP1
2:3 – 49:07 – Lilja (Wedman, Lobach) – EQ
Strafen
Eisbären Berlin: 6 (2, 2, 2) Minuten – Löwen Frankfurt: 6 (2, 0, 4) Minuten
Schiedsrichter
Martin Frano, Zsombor Pákövi (Lukas Pfriem, Kenneth Englisch)
Zuschauer
14.200
