Späten Panthersprung pariert – Eisbären besiegen Augsburg

DEL Saison 2025/26

36. Spieltag

04.01.2026 14:00 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Augsburger Panther 6:3 (2:0/2:0/2:3)

Die Eisbären sind im ersten Heimspiel des Jahres ausgerutscht, gegen den Tabellenvorletzten setzte es eine Niederlage. Große Rutschgefahr bestand für die Fans, die über den S-Bahnhof Warschauer Straße die Arena erreichen wollten. Vereiste Treppenstufen nach dem Wintereinbruch forderten erhöhte Aufmerksamkeit, trotzdem holten sich einige Karteninhaber blaue Flecken bevor sie das Spiel genießen konnten. Winterdienst scheint keine besonders ausgeprägte Tugend in der Hauptstadt zu sein. „Det is Berlin“, so der Kommentar eines sich vorsichtig am Treppengeländer entlanghangelnden Eishockeyfreundes.

Sie wurden gleich etwas entschädigt. Die Eisbären brauchten nur 40 Sekunden für den ersten Treffer des Spiels. Nach einem Verwirrspiel um die Starting Six, während der Verkündung, wurde bereits getauscht, erzielte Liam Kirk, wer auch sonst, das 1:0. Die direkte Vorlage gab Marcel Noebels, der sich damit den 500. DEL Punkt holte. Das Drittel verging mit einigen Chancen für die Gäste, Jonas Stettmer im Eisbärentor hatte einiges zu tun, knapp zwei Minuten vor der ersten Sirene schwächten sich die Gäste selber. Alexandre Grenier kassierte im Eisbärendrittel, während einer Angriffshandlung, eine Strafe wegen Hakens. Es ging wieder ganz schnell, 21 Sekunden reichten den Eisbären in der Überzahl, dann hämmerte Leonard Pföderl den Puck in die Maschen.

Im Anfangsdrittel hatten die Gäste etwas mehr vom Spiel, 11 Mal visierten sie das Tor an. Sie wollten den Anschlusstreffer, in der 30. Minute scheiterte ein verheißungsvoller Konter der Gäste, im Gegenzug bewies Korbinian Geibel seine Qualität als Blue-Liner, aus dem Hintergrund zog er ab und es schlug ein. Dank eines Videobeweises stand es in der 33. Minute 4:0. Auf dem Eis wurde auf „kein Tor“ entschieden, die TV-Bilder führten zu einer Revision. Der Torschütze war Andreas Eder. Eine kuriose Strafe kassierten die Gäste kurz vor dem Drittelende. Das habe ich gehört, nach diesem Motto musste erneut Alexandre Grenier auf die Sünderbank, der seltene Strafgrund, Beschimpfung von Spieloffiziellen.

Den Mittelabschnitt gewannen die Eisbären ebenso mit 2:0 und der Drops schien gelutscht, als in der 42. Minute Blaine Byron einen Schuss von Adam Smith zum 5:0 regelkonform ins Tor lenkte. So ganz fertig waren die Gäste mit diesem Spiel noch nicht. Sie brauchten nur 45 Sekunden, um auf 2:5 zu verkürzen, für die Panther trafen Riley Damiani und Alexander Blank. Es wurde nochmals kritisch, als in der 49. Minute Frederik Tiffels wegen eines Bandenchecks für fünf Minuten vom Eis gestellt wurde. Im Powerplay gelang der Anschlusstreffer zum 3:5 und es waren bis zur Schlusssirene exakt sechs Minuten.

Geht den Weg zu Ende, skandierten die Fans aus Augsburg, ans Ziel gelangten die Eisbären. Der „Sünder“ Frederik Tiffels erlöste in der 58. Spielminute die Eisbären mit seinem Treffer ins leere Augsburger Tor. Es blieb beim 6:3 Sieg für die Eisbären, ganz wichtige Punkte waren im Kasten.

Bill Peters sah ein gutes Spiel der Eisbären und gratulierte zum Sieg. Einen guten Einsatz sah auch Eisbären-Trainer Serge Aubin, mit den ersten 40. Minuten war ich zufrieden. Wir sind jetzt froh, wieder auf der Siegerstraße zu sein.

Nach Spiel wurde eine Meldung bekannt, dass Marcel Noebels die Eisbären nach dem Ende der laufenden Spielzeit verlassen wird. Er kam mit Beginn der Saison 2014/15 zu den Eisbären und absolvierte seitdem über 600 DEL-Spiele im Trikot der Eisbären Berlin. Für Deutschland ging er im Herrenbereich an 9 Weltmeisterschaften an den Start und nahm 2018 und 2022 an Olympischen Spielen teil. Nach dem Spiel gegen Augsburg darauf angesprochen, äußerte er, Gerüchte gibt es immer. Ich habe in Berlin einen Vertrag bis 30.04.2026 und der wird erfüllt. Eine Institution verlässt die Eisbären?

Hans-Peter Becker

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Fotos: Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Stettmer (Hildebrand) – Müller (C), Reinke; Niemeläinen, Smith; Geibel, Mik; Panocha – Tiffels (A), Kirk, Pföderl; Noebels, Byron, Eder; Veilleux (A), Dea, Bergmann; Hördler, Leden, Lancaster – Trainer: Serge Aubin       

Augsburger Panther: Jones (Garteig) – Wirth, Schemitsch; Mayhew, Renner; Button, Pilu – Louis, Bast, Grenier; Blank, Wohlgemuth, Damiani; Cramarossa, Kunyk, Trevelyan; Elias, Henriquez Morales, Hanke – Trainer: Bill Peters

Tore
1:0 – 0:40 – Kirk (Noebels, Eder) – EQ
2:0 – 18:17 – Pföderl (Reinke, Dea) – PP1
3:0 – 29: 49 – Geibel (Bergmann, Veilleux) – EQ
4:0 – 32:51 – Eder (Smith, Byron) – EQ
5:0 – 41:52 – Byron (Smith, Noebels) – EQ
5:1 – 44:39 – Damiani (Louis, Schemitsch) – EQ
5:2 – 45:25 – Blank (Kunyk, Pilu) – EQ
5:3 – 54:00 – Damiani (Grenier, Kunyk) – PP1
6:3 – 57:59 – Tiffels (Veilleux, Bergmann) – EN

Strafen
Eisbären Berlin: 9 (0, 0, 9) Minuten – Augsburger Panther: 6 (2, 2, 2) Minuten 

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