Füchse gewinnen Spitzenspiel gegen Flensburg-Handewitt

Handball-Bundesliga

08.02.2024 Max-Schmeling Halle Berlin

Füchse Berlin – SG Flensburg-Handewitt 32:31(18:12)

Wilde Hatz auf dem Parkett. Manndeckung in den letzten 30 Sekunden. Jeder gegen jeden. Flensburg-Handewitt hatte den Rückstand auf ein Tor verkürzt und kämpfte um Ball und Unentschieden. Die Füchse-Spieler hielten das Spielobjekt jedoch clever in den eigenen Reihen und konnten kurz darauf über den Sieg jubeln.

Ein Spiel auf Augenhöhe zwischen dem Zweiten und Dritten der Handball-Bundesliga war erwartet worden. Die Partie hatte jedoch zunächst einen anderen Verlauf. Dem Gastgeber merkte man an, dass sie „das Spiel heute unbedingt gewinnen wollten“, wie Sportvorstand Stefan Kretzschmar hinterher analysierte. Zum Willen kamen in der ersten Hälfte eine überragende Deckungsarbeit und ein erneut glänzend aufgelegter Dejan Milosavljev im Tor. Die Gäste aus Deutschlands hohem Norden schienen beeindruckt von Dynamik und körperlichem Einsatz der Füchse – 8:3/10. Auch nach einer Auszeit von Gästecoach Nicolej Krickau änderte sich der Spielverlauf nicht. Dem Spiel der Gäste fehlte es an Tempo und ihre Abschlüsse waren schlecht. Durch einige Nachlässigkeiten vergaben die Berliner noch einige Möglichkeiten, sonst wäre der Vorsprung zur Pause noch deutlicher ausgefallen, als 18:12.

In der Kabine der Flensburger müssen danach deutlich Worte gefallen sein. Mit mehr Entschlossenheit und Engagement starteten die Gäste in die zweite Hälfte. Endlich riefen ihre Top-Leute, wie Gottfridsson, Simon Pytlick und Johannes Golla ihr wahres Leistungsvermögen ab. Da die Füchse mit Geburtstagskind Mathias Gidsel (Glückwunsch zum 25.!), Lasse Andersson und Marko Marsenic gegenhielten, änderte sich am Toreabstand erst mal nichts Wesentliches. 24:19/40. – nach dem 100. Saisontor von Hans Lindberg. Der erhöhte Druck der Flensburger forderte jedoch bei den Gastgebern zunehmen Tribut. „Unser Angriffsspiel war nicht mehr so strukturiert und in der Abwehr ging die Effizienz etwas verloren“, musste Trainer Jaron Siewert konstatieren. Hinzu kam, dass die Schiedsrichterinnen Tanja Kuttler und Maike Merz bei Füchse-Angriffe schneller auf Zeitspiel entschieden, als bei den Gästen, was einige Würfe aus nicht optimaler Position zur Folge hatte.

Tor um Tor holte die Flensburger auf. Noch in der 56. Minute schien der Vorsprung der Füchse komfortabel – 31:27. Da jedoch die Übersicht zunehmend verloren ging, kam es zu den anfangs geschilderten dramatischen Schlusssekunden. Mit Geschick und Glück und angefeuert von den 8496 Zuschauern brachten die Füchse den 31:30-Sieg unter Dach und Fach. Durch den Sieg bleiben die Berliner punktgleich mit dem SC Magdeburg Tabellen-Zweiter. Für die Füchse geht es bereits am Sonntag, 11.02.2024, mit dem Spiel beim HSV Hamburg weiter. Dienstag, 13.02.2024 folgt die European League Partie beim HC Constanta (Rumänien).

Für die Füchse erfolgreich: Darj 3, Tollbring 2, Andersson 7, Lichtlein 3, Lindberg 6/4, Gidsel 6, Marsenic 5

Herbert Schalling

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