Für die Eishockeyfans beginnt ihre wohl schönste Zeit während der Saison, vorausgesetzt, dass eigene Team ist dabei. Mit einem energischen Endspurt schafften es die Eisbären, noch Platz sechs in der Endabrechnung der Hauptrunde zu erreichen. Im heute, 24.03.2026, beginnenden Viertelfinale treffen die Eisbären auf den Dritten der Hauptrunde, die Straubing Tigers.
Es war für die Eisbären eine Hauptrunde, gekennzeichnet durch viel Verletzungspech. In einem Pressegespräch äußerte Eisbären-Sportdirektor Stephane Richer, dass er es so bisher nicht erlebt hat, fünf Spieler waren ständig verletzt. Leider sind auch zum Beginn Playoffs einige Verletzte zu beklagen.
Der Gegner aus Straubing gehörte zum Club der „Hunderter“ der Hauptrunde, 101 Punkte konnten erspielt werden. Die Eisbären brachten es auf 85. Allein daraus lässt sich schlussfolgern, dass der noch amtierende Meister nicht als Favorit in die Viertelfinalserie geht. Trotzdem werden die Eisbären alles versuchen, auch die nun bevorstehende 6. Playoff-Serie gegen die Tigers aus Straubing siegreich zu bestreiten. Eine Playoff-Serie haben die Berliner gegen Straubing stets als Gewinner beenden können. Die Straubinger Sturmreihen konnten 180 Tore erzielen, das war der drittbeste Wert in der Liga.
Worauf wird es ankommen, um das Viertelfinale gegen Straubing zu überstehen? Die in den letzten Spielen (fünf Siege in Folge) wiedergefundenen Eisbären DNA muss sich weiter fortsetzen. Es kommt darauf an, einfach zu spielen und möglichst viele Schüsse in Richtung gegnerisches Tor abzufeuern. Konstanz im Spiel wird wichtig sein und sollte das Momentum wechseln, muss es schnell wieder zu den eigenen Gunsten zurückerobert werden. Jeder geblockte Schuss und Konzentration auf die Kleinigkeiten werden wichtig. Das Ganze gepaart mit viel Disziplin, die Tür zur Strafbank sollte möglichst geschlossen bleiben.
Eine wichtige Position ist der Torhüter. Jonas Stettmer ist nach der Verletzung von Jake Hildebrand die unumstrittene Nummer. Er hat die Erfahrung, seine Konzentration über eine komplette Serie hochzuhalten. Erwartet wird eine enge Serie, die über komplette Distanz von sieben Spielen gehen könnte.
Es wurde viel Videomaterial ausgewertet, um den Gegner genau zu studieren. In der Hauptrunde beeindruckte die Tigers mit ihrem Forechecking. Darauf eine Antwort zu finden wird mitentscheidend für ein mögliches Weiterkommen sein. Ob es gelingt, entschiedet sich ab 19:30 Uhr in Spiel 1 der Serie im Eisstadion am Pulverturm in Straubing. Nur der Sieg zählt und deren vier erstreiten kann, zieht in das Halbfinale ein.
Hans-Peter Becker
