DEL Saison 2025/26
19. Spieltag
16.11.2025 19:00 Uhr Uber-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – Löwen Frankfurt 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)
Die kleine Pause wegen des Deutschland-Cups ist beendet. Bereits am Freitag (14. November 2025) holten die Eisbären 2 Punkte in Nürnberg. Am darauf folgenden Sonntag mussten die Fans bis 19:00 Uhr warten, um den ersten Heimauftritt nach der Erholungspause, bis auf Markus Vikinstad waren alle anderen Nationalspieler der Eisbären nicht für das Nationaltrikot im Einsatz, genießen zu können. Zu Gast waren die Löwen Frankfurt, die sich unter ihrem neuen Trainer Tom Pokel nach schlechtem Saisonstart stabilisiert haben.
Vor der Pause wurde Effizienz im Powerplay kritisiert. Im Anfangsdrittel hatten die Eisbären dreimal eine Gelegenheit, sechs Minuten Zeit, einen Treffer zu erzielen. Eine Verbesserung war nicht zu erkennen, der einzige Treffer des Drittels fiel 3 Sekunden nach Ablauf der dritten Strafe für die Gäste. Ty Ronning war der Schütze, er feierte in diesem Spiel ein kleines Jubiläum, absolvierte sein 150. Spiel in der DEL. Völlig zu Recht resümierte er in der ersten Drittelpause, das war nicht unser bestes Eishockey, wir müssen wacher werden.
Etwas wacher kamen die Eisbären aus der Kabine. In der 22. Minute saß ein Konter und Leonard Pföderl vollendete zum 2:0. Diese Führung hielt bis zur 26. Minute. Ihr zweites Powerplay nutzten die Gäste und verkürzten auf 1:2. Der Kapitän der Frankfurter Löwen, Maksim Matushkin, hatte getroffen. In der 31. Spielminute scheiterte Cameron Brace mit einem Alleingang an Jake Hildebrand. Die Eisbären versemmelten auch ihr viertes Überzahlspiel. Auf der Strafbank brummte Frankfurts Nummer 67, Matthew Wedman. Es war bereits seine dritte Strafe im Spiel und das Vergehen lautete jedes Mal Beinstellen. Etwas Zählbares kam bis zum Drittelende nicht mehr auf die Anzeigetafel. Dafür waren beide Torhüter mitverantwortlich.
Die statistischen Werte nach zwei gespielten Dritteln sprachen für die Eisbären, mehr Torschüsse und gewonnene Anspiele. Eine Statistik sagt nicht alles, so manches Mal hat sie eine Aussagekraft. In der 42. Minute stand es 3:1 für die Eisbären. Als Torschütze wurde erneut Pföderl angesagt, es war ein Selbsttor, die zählen im Eishockey nicht, sollte eins fallen, wird die letzte Berührung des Spielers der angreifenden Mannschaft gewertet. Sie hatten das Spiel noch nicht im Kasten, die Eisbären vor 12.915 Zuschauern am Sonntagabend. Den erneuten Anschlusstreffer erzielten die Löwen durch Noah Dunham in der 49. Minute. In der Schlussphase ging es heiß her. Binden die Eisbären den Sack zu oder gelingt den Gästen der Ausgleich? Verbissen wurde jetzt um jeden Zentimeter Eis gekämpft.



Exakt zwei Minuten und elf Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit nahm der Frankfurter Trainer eine Auszeit. Das Bully in der neutralen Zone der Eisbären gewannen die Löwen, der Goalie ging vom Eis. Als die Spieluhr bei 01:28 stoppte, hatte das den Grund, dass Yannick Veilleux ins leere Tor traf und der Sack zugebunden war. Das Spiel endete mit 4:2 und einem Dreier für die Eisbären, die ein fast perfektes Wochenende mit fünf Punkten beendeten.
Für Tom Pokel war es das erste Auswärtsspiel als Trainer der Frankfurter Löwen. Wir hatten einen guten Start, allerdings sind 3 Strafen im Anfangsdrittel zu viel. Obwohl wir verloren haben, bin ich nicht unzufrieden. Meine Mannschaft hat immer wieder versucht, zurückzukommen. Berlin hat verdient gewonnen.
Eisbären-Trainer Serge Aubin war mit dem ersten Drittel nicht zufrieden, da wurde nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Insgesamt bin ich mit dem Wochenende zufrieden, es wurden fünf Punkte geholt und jetzt liegt eine ganze Trainingswoche vor uns.
Hans-Peter Becker
Foto: Stephan Wenske
Spieldaten
Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – Müller (C), Wiederer; Mik, Lancaster; Panocha, Smith; Reinke – Tiffels (A), Kirk, Ronning; Noebels, Byron, Pföderl; Bergmann, Vikingstad, Eder; Veilleux (A), Leden Hördler – Trainer: Serge Aubin
Löwen Frankfurt: Pantkowski (Schumacher) – Matushkin, Wirt; Kose, McKiernan; Bidoul, Joyaux; Cimmerman – Glover, Wedman, Bicker; Dunham, Fröberg, Brace; Schweiger, Rowney, Wilkie; Lilja, Pfaffengut, Lobach – Trainer: Tom Pokel
Tore
1:0 – 13:47 – Ronning (Tiffels, Kirk) – EQ
2:0 – 21:39 – Pföderl (Kirk, Tiffels) – EQ
2:1 – 25:45 – Matushkin (Wilkie, Fröberg) – PP1
3:1 – 41:39 – Pföderl – EQ
3:2 – 48:56 – Dunham (Brace, Matushkin) – EQ
4:2 – 58:32 – Veilleux (Wiederer, Vikingstad) – EN
Strafen
Eisbären Berlin: 6 (2, 4, 0) Minuten – Löwen Frankfurt: 8 (6, 2, 0) Minuten
Schiedsrichter
Andris Ansons, Andreas Huber (Wayne Gerth, Maksim Cepik)
Zuschauer
12.915
