BFC Dynamo darf im DFB-Pokal antreten

Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Revision der Sp. Vg. Blau Weiß 1890 Berlin gegen das Berufungsurteil des BFV-Verbandsgerichts als teils unzulässig und unbegründet zurückgewiesen. Damit besteht auch juristische Klarheit, dass der wegen der Corona-Pandemie modifizierte Spielmodus im AOK-Landespokal der Herren 2020/21 rechtmäßig war. Der Gewinner, der BFC Dynamo, tritt somit wie geplant in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals am Samstag, dem 7. August 2021 gegen den VfB Stuttgart an.

In dem heute ergangenen Urteil des DFB-Bundesgerichts wurde dargelegt, dass weder der Zeitpunkt des Beschlusses durch den BFV-Beirat am 4. Mai 2021, noch die inhaltlichen Änderungen in der BFV-Spielordnung zu beanstanden sind. Auch ein Verstoß gegen das Prinzip des Fair-play oder den Gleichbehandlungsgrundsatz im DFB-Bundesrecht ist für das Bundesgericht nicht ersichtlich. Folglich wurde die Revisionsklage zurückgewiesen. Zuvor hatten bereits das Sport- und das Verbandsgericht des Berliner Fußball-Verbandes die Einsprüche der Sp. Vg. Blau Weiß 1890 Berlin zurückgewiesen. Zudem wies auch das Landgericht Berlin einen Antrag des Vereins auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den BFV zurück.

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, sagt: „Ich bin froh, dass für den BFC Dynamo als Berliner Vertreter am DFB-Pokal nunmehr auch juristische Klarheit besteht. Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass wir den Pokalwettbewerb der letzten Saison mit allen 32 verbliebenen Mannschaften zu Ende spielen. Gleichzeitig haben sich 30 von 32 Mannschaften für den modifizierten Pokalwettbewerb mit den Regionalligisten ausgesprochen. Insofern hatte der BFV-Spielausschuss den mehrheitlichen Willen der Vereine umgesetzt. Ich danke daher nochmals allen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter:innen für die Umsetzung der Beschlüsse und hoffe sehr, dass die neue Pokalsaison ohne Einflüsse der Pandemie zu Ende gespielt werden kann.“

Jan Schlüschen, Vizepräsident Recht im BFV, ergänzt: „Ich hatte schon in der Vergangenheit öffentlich bedauert, dass aufgrund der Pandemie und der behördlichen Vorgaben einige Vereine mehr Möglichkeiten oder Vorteile hatten als andere. Gleichzeitig musste der BFV im Dialog mit den Vereinen eine Entscheidung zur Beendigung des Pokalwettbewerbs 2020/21 herbeiführen, damit Berlin seinen Startplatz im DFB-Pokal nicht verliert. Ich bin froh, dass nunmehr juristische Klarheit besteht, dass das Vorgehen des Spielausschusses rechtmäßig war und alle Beteiligten sich jetzt auf die Aufgaben in der neuen Saison fokussieren können.“

Aufgrund der pandemiebedingten, zwischenzeitlichen Aussetzung des Spielbetriebs war der Berliner Fußball-Verband im Frühjahr gezwungen, mit den 32 im AOK-Landespokal verbliebenen Mannschaften eine Lösung zur Beendigung der Pokalsaison 2020/21 zu finden. Nach zwei Gesprächsrunden entschied sich die Mehrheit der Teilnehmer für eine sportliche Beendigung mit den fünf noch im Pokal befindlichen Regionalligisten. Gleichzeitig wird der Gewinner des AOK-Landespokals 50 Prozent der Einnahmen durch die DFB-Ausschüttung zur Teilnahme an der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde auf die verbleibenden Teilnehmer umlegen. Daraufhin hat der Beirat des BFV mit einer Dreiviertelmehrheit den Spielausschuss mit einer Änderung in der Spielordnung ermächtigt, den Pokalmodus aufgrund der Corona-Pandemie einmalig für die Saison 2020/21 anzupassen. Im modifizierten Pokalwettbewerb setzte sich beim Finaltag der Amateure am 29. Mai 2021 der BFC Dynamo mit 2:1 gegen den Berliner AK 07 durch. Der BFV meldete daraufhin den BFC Dynamo für den DFB-Pokal 2021/22.

Quelle: Berliner Fußballverband

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