BBSC mit Arbeitssieg und Fragezeichen

BBSC Berlin – Eimsbütteler TV Hamburg 3:2 (22, -20, 14, -15, 17)

Laut wurde es in der Köpenicker Ballsporthalle. Den Auswärtssieg hatten die Gäste vom ETV Hamburg fast in der Tasche, doch der BBSC erkämpfte sich am Ende zwei wichtige Punkte zu Hause und die Begeisterung der Anhängerschaft.

Am Samstag, den 19.11.2022, standen sich in Berlin der BBSC und ETV Hamburg in der 2. Volleyball Bundesliga gegenüber. Nach einem zuletzt enttäuschenden Auftritt der BBSC-Damen in Schwerin konnten sich die Gäste einige Hoffnung auf einen erneuten Ausrutscher machen, aber auch das heimische Team um Trainer Jens Tietböhl wollte sich sicher nicht die Blöße geben und wieder in der Erfolgsspur sein Publikum begeistern.

Beinahe überzeugend und doch immer wieder mit Schwächephasen sicherte sich der BBSC den ersten Satz mit 25:22, um den zweiten dann mit ebenjenem Punktestand an die Gäste abzugeben. Beide Teams mit hoher Eigenfehlerquote sorgten bei heimischen wie mitgereisten Hamburger Fans für ein Wechselbad der Gefühle. Und die Geschichte ist bis auf das Ende dann eben auch schnell erzählt. Die Charakteristik des Spieles änderte sich in den folgenden Sätzen nicht. Der BBSC überzeugt in Satz drei mit einem 25:14 und gibt den vierten mit 15:25 wieder ab.

Begeisterung jedenfalls war es, die die Halle beim spannenden Krimi zum Ende des fünften Satzes beben ließ. Der BBSC – scheinbar schon auf der Siegerstraße – wollte es spannend machen. Sogar zwei Matchbälle der Gäste aus Hamburg mussten abgewehrt werden, bevor der Entscheidungssatz mit 19:17 dann doch an die Berlinerinnen ging.

Berlins Trainer Jens Tietböhl freute sich über den Sieg ob der positiven Auswirkungen auf die Moral, war aber wegen der abschnittsweise vielen Eigenfehler bedrückt: „In einem Abschnitt grandios gefighted und auch gut gespielt, danach völlig den Spielrhythmus verloren. Da fehlte uns die Abgeklärtheit und Konstanz, die wir Anfang der Saison präsentiert haben. Also müssen wir in Gesprächen herausarbeiten, was die Mannschaft aktuell hemmt und das Selbstbewusstsein der Spielerinnen stärken.“

Als MVP des Spieles wurden Svea Frobel auf Seiten Hamburgs und die Berlinerin Josepha Bock ausgezeichnet.

Für den BBSC im Einsatz: Isabel Böttcher, Natalie Sabrowske, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Josepha Bock, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Angelina Meyer, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche

Burkhard Kroll

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