Wasserfreunde 04 in der Championsleague – Herausforderung und Chance zugleich

14 Spieltage hat die Hauptrunde der Champions League, während der sich die jeweils vier Besten in den beiden Achter-Gruppen für das Final 8 des Königswettbewerbs im Juni 2020 in Italien qualifizieren. Vor dem nun anstehenden zweiten Spieltag am Freitag/Samstag von einer Weichenstellung oder einer Vorentscheidung zu sprechen, ist wahrscheinlich etwas früh. Aber dennoch hat das Duell von Spandau 04 bei Jadran Split in Kroatien durchaus eine erhebliche Bedeutung für den weiteren Verlauf. Beide Teams haben ihren Heimauftakt vor anderthalb Wochen verloren – Spandau mit 8:11 gegen CNA Barceloneta und Split sogar mit 8:17 gegen den Vorjahres-Finalisten Olympiacos Piräus.

Eine erneute Niederlage kann für beide Mannschaften angesichts der starken Gruppen-Rivalen – Jug Dubrovnik, Szolnok, Barceloneta, Piräus, Kasan und Herceg Novi – und der folgenden Partien (Spandau am 3. Spieltag Ende Oktober bei Jug Dubrovnik, Split bei Sintez Kasan) das Dilemma noch verstärken.

Spandau und Split waren bereits in der Vorsaison Hauptrundengegner. Die Bilanz dabei lautete 1:1. Die Berliner gewannen im letzten Spiel des Jahres kurz vor Weihnachten gegen den damaligen CL-Neuling knapp mit 12:11. Split revanchierte sich Mitte März 2019 überzeugend mit 14:8.

„Die Partie in Split ist für uns Herausforderung und Chance zugleich“, sagt 04-Trainer Petar Kovacevic, der sich der brisanten Konstellation wohl bewusst ist. Das klar erklärte Ziel, die Champions League besser abzuschließen als in der Vorsaison, sei durch die auch durch das verletzungsbedingte Fehlen von Abwehrchef Remi Saudadier beeinflusste Auftaktniederlage gegen Barceloneta, nicht ad acta gelegt. „Das macht alles zwar nicht einfacher, aber wir haben das Potenzial, in der Gruppe mitzuhalten und Spiele zu gewinnen“, ist Kovacevic überzeugt. Dafür müsse aber die Formkurve – mannschaftlich wie individuell – weiter ansteigen, „jeder einzelne muss seine noch vorhandenen Defizite abbauen und sich den eigenen Leistungsgrenzen nähern“. Gegen die Kroaten, in deren Reihen der Australier Nathan Power nahezu der einzige echte „Legionär“ ist, wird das vor bekannt emotionalem Publikum zwar schwer, aber gerade das könnte auch den Kampfgeist stärken.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

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