Mit dem dem 4:1 über die Iserlohn Roosters haben die Eisbären im letzten Heimspiel der Vorrunde den Tabellenplatz 8 verteidigt. Die Eisbären mussten in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof zunächst einen 0:1 Rückstand wettmachen. Die erste Spielminute war noch nicht abgelaufen, da erzielte Iserlohns Top-Scorer Blaine Down das erste Tor der Begegnung. Bis zur ersten Drittelpause gelangen den Eisbären 2 Tore, um das Spiel zu drehen. Die Torschützen waren Louis-Marc Aubry und Florian Busch. Der Mittelabschnitt war hart umkämpft, mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die Entscheidung fiel im Schlussdrittel durch einem Doppelschlag, innerhalb von zwei Minuten erhöhten Laurin Braun und Daniel Fischbuch den Tore-stand. Dieser Sieg bedeutet, das erste Heimrecht in der Best-of Three Serie in den Pre-Playoffs.
Fazit nach 52 Spielen, 21 Siege, davon 16 in der regulären Spielzeit nach 60 effektiven Spielminuten und dementsprechend 5 in der Verlängerung, bedeuten 68 Punkte. Mit solch geringer Ausbeute ist nach aktuellem Modus noch nie eine Mannschaft auf diese Platzierung gekommen. Es wurden bisher über 70 Punkte benötigt, um überhaupt an den Playoffs teilnehmen zu können. In diesem Jahr reichten 64 Punkte für begehrten Platz 10, den erlangte Neuling Bremerhaven, die sich jetzt mit Ingolstadt auseinandersetzen dürfen.
Die Eisbären spielen gegen die Straubing Tigers. Das Spiel 1 der Serie startet am Mittwoch, 1. März um 19:30 Uhr in der heimischen Arena am Ostbahnhof. Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Im Verlaufe der Saison konnten die Bayern 3mal gegen die Eisbären gewinnen. Ihre Heimspiele gewannen die Straubinger mit 5:2 und 5:3, die Eisbären holten einen Heimsieg und verloren ihr zweites Heimspiel im November mit 1:2 nach Verlängerung. Straubing ist bekannt für eine sehr körperbetonte Spielweise. „Das können wir aber auch und wir wissen, wie Playoff geht,“ so kommentierte Florian Busch die kommende Herausforderung. „Es wird darauf ankommen, die sogenannten Kleinigkeiten richtig zu machen und in der Defensive gut zu stehen,“ so äußerte sich sein Sturmkollege Daniel Fischbuch. Die speziellen Pre-Playoff Erfahrungen sprechen gegen die Eisbären. 2014 und 2015 waren nach 3 Spielen die Playoffs beendet. Im vergangenen Jahr stiegen die Eisbären direkt ins Viertelfinale ein und scheiterten an den Kölner Haien, einem Pre-Playoff Teilnehmer.
Personell sieht bei den Eisbären wieder deutlich besser aus. Trainer Uwe Krupp stehen wieder fast vier komplette Spielreihen zur Verfügung. Verletzt sind Kapitän Andre Rankel, sowie Micky DuPont und Sven Ziegler. Bei Andre Rankel soll die Chance bestehen, dass er am kommenden Mittwoch seiner Mannschaft wieder auf dem Eis helfen kann. Die Serie geht lediglich über 3 Spiele, zwei Siege werden benötigt, um in das Viertelfinale einziehen zu können. Es geht wieder bei Null los. Das Schöne am System Playoff ist, eine eigentlich verkorkste Saison kann noch gerettet werden. Nur Siege zählen ! 2014 gelang dem ERC Ingolstadt dieses Kunststück, damals holten sie als Tabellen-neunter am Ende die Meisterschaft. In den Pre-Playoffs hatten sie den amtierenden Meister Eisbären Berlin in 3 Spielen eliminiert. Die Eisbären starten als Tabellenachter und Wunder gibt es immer wieder.
Hans-Peter Becker
