Teilerfolg für die Eisernen

Das letzte Testspiel vor dem Beginn der Restsaison sollte eigentlich in Basel stattfinden. In Davos tagt das Weltwirtschaftsforum, das bindet wohl zu viel Kräfte der Schweizer Polizei. Das Spiel wurde erst abgesagt und dann nach Berlin verlegt. So pfiff der Berliner Schiedsrichter Lasse Koslowski die Partie am Samstag, 26. Januar pünktlich um 14:00 Uhr bei nasskaltem Wetter mit Temperaturen um den Gefrierpunkt an. Die offizielle Zuschauerzahl wurde mit 2.406 bekanntgegeben. So knapp 100 Anhänger des FC Basel füllten den Gästeblock, die sich einige Male während des Spiels bemerkbar machten.

Der FC Basel war direkt aus dem Trainingslager im spanischen Marbella angereist und hatte dabei mit Verspätungen zu kämpfen. Dazu kam der Temperaturschock, 20 Grad plus und Sonne satt, in Berlin war etwas Schnee gefallen. Probleme mit der Akklimatisierung hatte der 20fache Meister der Schweiz allerdings keine. Sie gingen bereits nach vier Minuten durch einen Kopfball des Franzosen Aldo Kalulu in Führung. Die Vorarbeit kam von Kevin Buas, der einzige Akteur auf dem Platz der kurzärmlig spielte. Kurz zuvor hatte Felix Kroos mit einem Freistoß den Keeper der Gäste zu einer Parade gezwungen. In der 21. Minute schlugen die Eisernen zurück. Aus dem ersten Eckball für die Gäste entwickelte sich ein Konter. Suleiman Abdullahi setzte sich auf der rechten Seite durch und sein Querpass erreichte Sebastian Polter, der vollendete. In der 30. Minute hatten die Eisernen das Spiel gedreht. Grischa Prömel war der Schütze zum 2:1. Die Gäste glichen in der 41. Minute durch Ricky van Wolfswinkel aus. Da zeigte sich die spielerische Klasse der Schweizer, die aktuell von Marcel Koller trainiert werden, in Deutschland ja kein Unbekannter. Die Zuschauer hatten eine unterhaltsame erste Spielhälfte gesehen.

In der zweiten Halbzeit fielen keine Tore mehr, dazu wurde fleißig gewechselt, was dem Spielfluss nicht immer förderlich war. Insgesamt neun Spieler wurden auf seiten der Wuhlheider ausgetauscht. Der Testcharakter des Spiels überwog, die heraus gespielten Chancen wurden eine Beute der Torhüter. In der 86. Minute verhinderte Lennart Moser, der in der zweiten Halbzeit das Tor beim 1. FC Union hütete, mit einer tollen Parade den möglichen Siegtreffer. Zuvor hatte Sebastian Andersson eine Riesenchance für Union liegen lassen.

Die Startaufstellung der Eisernen dürfte einige Hinweise geben, wer am Donnerstag, 31. Januar zum richtungsweisenden Heimspiel gegen den 1. FC Köln auflaufen wird. Im 4-3-3 schickte Urs Fischer zunächst folgende Aufstellung auf den Rasen:

Tor: Jakob Busk (Rafal Gikiewicz wurde geschont) Abwehr: Christopher Trimmel, Marvin Friedrich, Fabian Schönheim (Neuzugang Nicolai Rapp sollte beginnen, verletzte sich beim Aufwärmen) Ken Reichel Mittelfeld: Manuel Schmiedebach, Felix Kroos, Grischa Prömel, Angriff: Marcel Hartel, Sebastian Polter, Suleiman Abdullahi.

Ab der 61. Minute kam – der erst am Tag zuvor als Neuzugang verkündete – Carlos Mane zu seinem ersten Einsatz. Er braucht sicher noch einige Zeit zur Eingewöhnung. Es war sein ausdrücklicher Wunsch, 30 Minuten zu spielen.

Beide Trainer zeigten sich insgesamt zufrieden mit den gezeigten Leistungen. Urs Fischer kritisierte, dass die Gegentore zu einfach fielen. Die Generalprobe ist geglückt, gegen Köln müssen wir auf den Punkt bereit sein.

Hans-Peter Becker

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