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Eishockey

Spiel und Serie gedreht – Eisbären im Halbfinale

Der letzte Sieg ist immer der Schwerste, so lautet eine alte Binsenweisheit in den Playoffs. Die Eisbären hatten in Spiel 2 der Viertelfinalserie den Gegner gedemütigt. Indem alles entscheidenden Spiel 3 führten die Iserlohner nach neun Minuten mit 2:0. Der Ersatzkapitän für Torsten Ankert Marko Friedrich war der doppelte Torschütze. Es sah nicht gut aus für die Eisbären. Sie waren gemessen an dem Auftritt keine 48 Stunden zuvor nicht wiederzuerkennen.

Iserlohns Taro Jentzsch und Eisbär Mark Zengerle Foto © Hans-Peter Becker

Eishockey wäre nicht Eishockey und die Eisbären nicht die Eisbären, wenn sie so einem Spiel nicht ein zweites Gesicht verpassen könnten. Im Mittelabschnitt drehten sie das Spiel. Aus dem 0:2 wurde erst eine 4:2 Führung, die allerdings sechs Sekunden vor Ultimo des Mittelabschnitts auf 4:3 zusammenschmolz.

Der Anschlusstreffer fiel bei der ersten Powerplay-Möglichkeit für die Gäste. Fast zwei Drittel lang blieb die Strafbanktür der Eisbären geschlossen. Angesichts der Erfolgsquote der Iserlohner im Überzahlspiel eine gelungene Maßnahme. Das erste Überzahlspiel und der Puck zappelte im Netz.

So wurde das reguläre Schlussdrittel spannend, Nägelkauen vor den Fernsehgeräten. Der Treffer zum 5:3 fiel in der 52. Minute, es blieb noch genug Zeit und die Sekunden dehnten sich, zumal es eine Chance im doppelten Überzahlspiel für Iserlohn gab. Die Erlösung war die Schlusssirene, die ertönte kurz nach 20:00 Uhr in der MB-Arena. Es geht weiter für die Eisbären.

Der Gegner im Halbfinale werden dann Panther aus Ingolstadt sein.

Brad Tapper (Trainer Iserlohn Roosters) Es war ein gutes erstes Drittel meiner Mannschaft. In der ersten Pause muss etwas mit den Eisbären passiert sein. Serge Aubin wird in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben. Vielen Dank an die Verantwortlichen der Roosters, die uns eine gute Saison ermöglicht haben.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Respekt an die Iserlohn Roosters, das war eine harte und schwere Serie. Unser Start in die Partie heute war natürlich alles andere als gut. Wir haben Iserlohn zu viel Platz gelassenund wurden direkt mit den beiden Gegentoren bestraft. Ab dem Mitteldrittel wurde unser Spiel besser. Wir haben ihnen nicht mehr so viel Raum gelassen, haben härter gespielt und hatten gute Spielzüge. Durch die Strafe kurz vor Ende des Drittels kam Iserlohn noch einmal zurück. Das 5:3 hat uns dann die nötige Ruhe gegeben. Die Reihe um Matt White war heute natürlich sehr stark, aber wir gewinnen zusammen als Team.“

Ryan McKiernan (Verteidiger Eisbären Berlin): „Die Mannschaft hat Charakter bewiesen. Ab dem zweiten Drittel haben wir physischer gespielt und die Iserlohner Verteidiger früh attackiert. Matt Whites Breakaway-Tor zum 1:2 hat uns zurück ins Spiel gebracht und Mathias Niederberger hat sehr gut gehalten. Wir haben in der Verteidigung alles gegeben und viele Schüsse geblockt. Gegen Ingolstadt werden es, wie schon in der Hauptrunde, sehr enge Spiele. Die Partien werden wieder sehr hart und körperbetont. Wir starten direkt mit der Vorbereitung und sind bereit für Montag.“

Matt White (Stürmer Eisbären Berlin): „Den Start haben wir uns natürlich anders vorgestellt. Im zweiten Spielabschnitt haben wir dann alles gegeben, das war ein sehr starkes Drittel von uns. Alle Spieler haben super gespielt und so hatten wir dann das Momentum im Schlussdrittel auf unserer Seite. Das Zusammenspiel mit Kris Foucault und Mark Zengerle funktioniert gut und das Timing für meinen Hattrickwar natürlich optimal. Während der sechs gegen drei Unterzahl hatte Mathias Niederberger eine sehr wichtige Parade. Gegen Ingolstadt wird es eine enge Serie.“

DEL Playoff Viertelfinale Spiel 3 24.04.2021 17:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin–Iserlohn Roosters5:3 (0:2, 4:1, 1:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka)–Hördler (C), Wissmann (A); Després, McKiernan; Müller, Ramage (A);Mik –Noebels, Boychuk, Reichel; White, Zengerle, Foucault; Fiore, Olver, Tuomie; Labrie, Streu,Dietz –Trainer: Serge Aubin

Iserlohn Roosters: Jenike (Schwendener) –Reinhart, Baxmann; Raymond, Riefers; Buschmann, O’Connor–Friedrich, Grenier, Bailey; J. Whitney, Raedeke, Lowry; S. Whitney, Weidner, Jentzsch; B. Aubin, Fleischer, Lautenschlager–Trainer: Brad Tapper

Torfolge:

0:1– 02:28 –Friedrich(Raymond, Riefers)–EQ

0:2 – 08:03 –Friedrich (Grenier, O’Connor) –EQ 1:2 –20:49 –White (Zengerle) –EQ

2:2 – 29:18 –White (Ramage, Foucault) –EQ

3:2 – 31:01 –White (Müller, Zengerle) –EQ

4:2 – 32:47 –Foucault (White, Hördler) –EQ

4:3 – 39:54 –Bailey (O’Connor, Grenier) –PP1

5:3 – 51:39 –McKiernan –EQ

Strafen:

Eisbären Berlin: 16 (0, 2, 14) Minuten–Iserlohn Roosters: 8 (2, 4, 2) Minuten

Schiedsrichter:

Andre Schrader, Gordon Schukies (Maksim Cepik, Nikolaj Ponomarjow)

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