DEL Saison 2025/26
42. Spieltag
23.01.2026 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – ERC Ingolstädter Panther 2:1 (0:0/1:1/1:0)
Das Verletzungspech bleibt den Eisbären in dieser Saison treu. „Neben Patrick Khodorenko ist Byron bereits der zweite Berliner Spieler, der die gesamte verbleibende Saison verletzungsbedingt nicht mehr zum Einsatz kommen kann. Zudem kann Cheftrainer Serge Aubin aktuell auch nicht auf die beiden Angreifer Manuel Wiederer und Markus Vikingstad zurückgreifen,“ so zu lesen in einer Pressemitteilung der Eisbären. Jeder Punkt wird gebraucht für die direkte Teilnahme an den Playoffs. Die Olympiapause kommt da gerade recht, bis dahin sind noch neun Punkte zu vergeben. Die ersten von den neun Punkten konnten am Freitagabend, dem letzten Heimspiel vor der Olympiapause unter Dach und Fach gebracht werden.
Beide Teams hatte jeweils nur sechs Verteidiger zur Verfügung, die Gäste konnten vier komplette Sturmreihen aufbieten, die Eisbären hatten lediglich zwei Stürmer in der 4. Reihe. Die Anfangsphase gehörte den Ingolstädtern. Der Sturm der Eisbären kam erst nach sechs Minuten so richtig in Schwung. Ein Überzahlspiel nach 12 Minuten konnten die Eisbären nicht nutzen. Die Gäste aus Bayern, als Tabellenvierter angereist, agierten gefährlicher, hatte doppelt so viele Torschüsse zu verzeichnen. Jonas Stettmer im Eisbärentor war gut beschäftigt. Das Beste am Anfangsdrittel aus Sicht der Eisbären war, es stand 0:0. Die Statistik wies 19 zu 7 Torschüsse für die Panther aus.
Ist da eine Leistungssteigerung möglich? Diese Frage wurde gleich einmal mit einem dicken Jahr beantwortet. Ganze 53 Sekunden war der Mittelabschnitt alt, da hämmerte Ty Ronning die schwarze Scheibe in die Maschen. Die Gäste antworteten drei Minuten später. Johannes Krauß ließ mit einem platzierten Flachschuss dem Eisbären Goalie keine Chance. Mit dem 1:1 wurde das Spiel aus Sicht der Eisbären nicht besser. Sie waren bemüht, immer wieder schlichen sich Ungenauigkeiten im Spielaufbau ein. Über das Powerplay im Mittelabschnitt muss nicht weiter geredet werden.




Nach zwei gespielten Dritteln hatte Jonas Stettmer 31 Schüsse abgewehrt, sein Gegenüber Brett Brochu wurde nur mit 12 Schüssen gefordert. In der letzten Drittelpause ließ Ty Ronning verlauten, dass der Sieg nur an die Mannschaft gehen wird, die mehr will.
Der Schlussabschnitt begann mit einem Powerplay für die Gäste, Liam Kirk wurde wegen eines zu hohen Stocks bestraft. Glücklicherweise zeigten die Ingolstädter hier nicht, dass sie über das immerhin drittbeste Überzahlspiel der DEL verfügen. Ingolstadt schien am Drücker und die Eisbären versuchten auf eigenem Eis zu kontern. Es lief bereits die 50. Spielminute und auf der Videowall hatte sich nichts geändert. Es fehlte der entscheidende push, die Spannung blieb erhalten. Ein Powerplay sieben Minuten vor dem Ende, brachte drei Riesenchancen für die Eisbären. Fünf Minuten vor der Sirene packte Stettmer einen Riesensafe aus. In der 57. Minute passierte es endlich, Marcel Noebels traf zum 2:1. Es war noch nicht vorbei, empty net der Ingolstädter. Es wurde turbulent. In der Schlussminute kassierte Ingolstadts Myles Powell eine Strafe wegen eines Stockschlags, das verschaffte Luft und es reichte für den knappen Sieg. Mit diesem schwer erkämpften Erfolg springen die Eisbären wieder auf einen direkten Playoff-Platz. Hier regiert der EHC skandierten die Fans nach der Schlusssirene.
In der Pressekonferenz gratulierte Mark French den Eisbären zum Sieg. Er hob besonders die Leistungen der beiden Torhüter hervor. Meine Mannschaft konnte das Powerplay nicht wie gewohnt nutzen.
Serge Aubin konnte dem zustimmen. Mit zunehmender Spieldauer wurde deutlich, dass es auf den einzelnen, entscheidenden Spielzug bzw. Fehler ankommen wird.
Hans-Peter Becker
Fotos: © Stephan Wenske
Spieldaten
Aufstellungen
Eisbären Berlin: Stettmer (Hildebrand) – Müller, Wissmann (C); Geibel, Mik; Smith, Reinke – Kirk, Pföderl, Ronning; Tiffels (A), Dea, Noebels; Bergmann, Eder, Lancaster; Hördler, Leden – Trainer: Serge Aubin
ERC Ingolstadt: Brochu (Williams) – Breton, Ellis; Ruopp, Hüttl; Spornberger, Rosa-Preto – Agostino, Powell, Girduckis; Schmölz, Abbandonato, Barber; Sheen, Keating, J. Krauß; Hauf, Pietta, P. Krauß – Trainer: Mark French
Tore
1:0 – 20:53 – Ronning (Kirk) – EQ
1:1 – 23:37 – J. Krauß (Sheen, Hüttl) – EQ
2:1 – 56:22 – Noebels (Pföderl, Mik) – EQ
Strafen
Eisbären Berlin: 6 (2, 2, 2) Minuten – ERC Ingolstadt: 10 (2, 4, 4) Minuten
Schiedsrichter
Marian Rohatsch, Christopher Schadewaldt (Tobias Treitl, Dominic Kontny)
Zuschauer
14.200
