Mit dem Heimspiel gegen Dynamo Dresden am 17. Spieltag begann vor 5 Monaten die Tätigkeit des Cheftrainers Andre Hofschneider beim 1. FC Union. Damals trennten beide Mannschaften 3 Punkte, dieser Abstand hielt bis zum 34. Spieltag. Mit dem Unterschied, dass die Wuhlheider mit ihren 44 Punkten den Klassenerhalt sicher haben, während die Dynamos wenigstens noch einen Zähler benötigen, um zweitklassig zu bleiben. Eine Niederlage könnte die Relegation oder sogar den direkten Abstieg bedeuten.
In der Pressekonferenz vor dem Spieltag wurden alle Spekulationen zurückgewiesen, dass man sich den Dresdnern gegenüber großzügig zeigen könnte. Zumal sich beide Trainer sehr gut kennen, „für 90 Minuten sind wir Gegner und jeder versucht für seine Mannschaft das bestmögliche herauszuholen.“ Grundsätzlich freut sich Hofschneider immer, wenn er Uwe Neuhaus wieder trifft, das kann ja ausserhalb des Fußballs passieren. Persönlichen Kontakt hatten beide Trainer, die sich sonst regelmäßig austauschen, in den letzten Tagen nicht. In der Pressekonferenz mit Uwe Neuhaus in Dresden wurde zu möglichen Ausfällen nichts gesagt, verständlich, will man den Gegner nicht über Gebühr mit Informationen versorgen.
In der Saison einmal gegen die Gelben zu verlieren ist ausreichend. Für Union geht es um drei Punkte.
In Dresden muss Hofschneider zusätzlich auf Steven Skrzybski verzichten. Er laboriert an einem Muskelfaserriss, zugezogen im letzten Heimspiel gegen Bochum. Ebenso nicht einsatzfähig ist Ch. Schösswendter. Das Stadion in Dresden wird ausverkauft sein. Aus Berlin werden über 2.000 Anhänger der rot-weissen Vereinsfarben den Weg nach Elbflorenz antreten. Von einer Anreise ohne Eintrittskarte wurde abgeraten. Das Spiel beginnt am Sonntag, 13. Mai um 15:30 Uhr in Dresden. Als Schiedsrichter ist der erfahrene Christian Dingert angesetzt. In der aktuellen Saison hat er hauptsächlich Spiele in der 1. Liga gepfiffen. Ein Sieg der Eisernen in Dresden halten die Anbieter von Sportwetten für nicht sehr wahrscheinlich. Wer den Mut und das Vertrauen in den 1. FC Union hat kann seinen Einsatz im Falle eines Sieges vervierfachen. Nach dem Schlusspfiff in Dresden ist die vermaledeite Spielzeit für den 1. FC Union beendet. Für die folgende nächste Woche sind 2 Testspiele angesetzt, trainiert wird nicht mehr und anschließend beginnt für die Profis der Urlaub.
Keinerlei Gedanken verschwendet Andre Hofschneider an die kommende Saison. Sein Vertrag zumindest gilt weiter, ob er als Chef weiterarbeiten darf, wird ein Thema in den nächsten Wochen sein. Sehr realistisch ist es wohl nicht ?
Hans-Peter Becker
