Nullnummern im Berliner Profifußball

Hertha Trainer Stefan Leitl brachte das vergangene Wochenende für den Berliner Profifußball auf den Punkt. „Jeder Punkt ist wichtig und wenn du schon nicht gewinnen kannst, darfst wenigstens nicht verlieren.“ Im Fußball beginnt halt jedes Spiel mit 0:0 und kann so auch enden.

Hertha hätte beim Tabellenletzten, dem kriselnden Club Holstein Kiel, gewinnen können, einige sagen sogar gewinnen müssen. Nun im Sport muss gar nichts und hier bemühen wir nochmals einen Spruch des Hertha-Trainers. „Wer kein Tor schießt, kann nicht gewinnen.“ Eine Binse, die aber sehr wahr ist. Die Stürmer trafen nicht, erst versuchte sich Sebastian Grönning und später Luca Schuler. Erst hat man kein Glück und dann kommt noch Pech dazu. In Kiel war es zusätzlich ein Torhüter, der schlicht einen Sahnetag erwischte. Das kommt halt mal vor. Trotzdem war vor allem die 2. Halbzeit sehenswert und der Trainer, trotz des ersten Punktverlustes der Saison, nicht unzufrieden mit seiner Mannschaft. Flaute an der Kieler Förde titelte ein Fachblatt, mal sehen, ob es gegen Arminia Bielefeld am nächsten Spieltag besser läuft.

Das 0:0 der Eisernen gegen Borussia Dortmund in der Alten Försterei, darf als Erfolg gewertet werden. Endlich mal kein Gegentor zugelassen. Allerdings war auch hier der Sturm eher ein laues Lüftchen und für den Klassenerhalt müssen, wenigstens ab und zu, dreier her.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit der Mannschaft. Sie haben gemeinsam gearbeitet und bis zum Schluss versucht das Spiel zu gewinnen. Es ist ein schönes 0:0 für uns.” schätzt Mauro Lustrinelli die Partie ein. Für die Zuschauer war es, sofern nicht eingefleischte Fans der Eisernen, eher eine zähe Angelegenheit. Ein Spiel zwischen den Strafräumen, mit viel Ungenauigkeiten. 

Ein Blick auf die Tabelle der 1. Bundesliga macht aus Sicht der Eisernen bisher keinen Spaß. Die Schwäche der Dortmunder nutzten die Bayern weidlich und nahmen etwas später die Leipziger Bullen gehörig auseinander. Union darf jetzt auswärts beim FC Augsburg beweisen, dass sie jetzt weiter auf dem Weg der Besserung sind.

Hans-Peter Becker

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