Der 1. FC Union verliert, wenn auch etwas unglücklich, mit 1:2 bei der Spielvereinigung Greuther Fürth und so langsam blicken sie in den Abgrund. Jetzt sind es nur noch 2 Punkte Abstand zum Abstiegsrelegationsplatz. Weit über 1.000 Fans, mehr als erwartet, waren am Ostersonntag nach Fürth aufgebrochen, um das Team zu unterstützen. In der ersten Halbzeit gaben die Eisernen davon nichts zurück. Nur eine einzige Torchance, kurz vor dem Halbzeitpfiff durch Dennis Daube war zu notieren.
Unions Trainer Andre Hofschneider musste verletzungsbedingt einige Umstellungen vornehmen. Im Tor rückte Jakub Busk an die Stelle von Daniel Mesenhöler. Gegen den Führungstreffer in der 21. Minute durch Roberto Hilbert im Anschluss an einen Eckball, konnte er nichts ausrichten. Hilbert gewann das Kopfball-Duell gegen Kristian Pedersen. In der Abwehr bot Hofschneider eine 3er Abwehrkette auf. Marc Torrejon konnte nicht spielen, dafür kam der Kapitän der A-Jugend Lennard Maloney zu seinem ersten Einsatz bei den Profis. Er spielte rechts neben Toni Leistner in der Abwehrkette und sollte die Vorstöße von Christopher Trimmel absichern. Im Mittelfeld spielten Kapitän Felix Kroos und Grischa Prömel auf der 6er Position und davor Dennis Daube als hängende Spitze. Simon Hedlund und Philipp Hosiner sollten für entsprechenden Sturmwirbel vor dem Fürther Tor sorgen. In der Abwehr komplettierten Marvin Friedrich und Kristian Pedersen die Startformation.
War es ein zu großes Risiko, Maloney den Vorzug zu geben? Auf der Bank saßen mit Peter Kurzweg und vor allem Christoph Schösswendtner gestandene Abwehrspieler. Bis zur 77. Minute ließ Hofschneider den Debütanten auf dem Platz. Für ihn wurde Marcel Hartel eingewechselt. Zwei Minuten zuvor waren die Führter erneut in Führung gegangen. Der eingewechselte Fabian Reese (ab 59. Min für Jurgen Gjasula) hatte auf das Tor geschossen. Der Ball sprang vom Pfosten zurück, genau in den Lauf von Grischa Prömel, es war das erste Eigentor in seiner Profi-Karriere. Den Ausgleich für die Eisernen besorgte Marvin Friedrich in der 49. Minute. Das Tor war fast eine Kopie des Treffers der Führter. Christopher Trimmel brachte einen Eckball herein und Friedrich gewann das Kopfball-Duell und es stand 1:1 bis zur 75. Minute. Die zweite Halbzeit sah insgesamt verbesserte Unioner. In der 71. Minute musste Simon Hedlund vom Platz, nach einem Foul versuchte er zunächst weiter zu spielen. Es ging nicht. Er wurde durch Kenny Redondo ersetzt.
In der Schlussphase stellte Hofschneider auf ein 4-4-2 um. Den erneuten Ausgleich hätten sie mindestens verdient gehabt. Am Ende jubelten die Führter Kleeblätter, die jetzt nach Punkten mit den Eisernen gleichzogen. „Wir müssen endlich aufwachen“, so äußerte sich Christopher Trimmel nach dem Spiel. Am kommenden Samstag kommt der MSV Duisburg in die Alte Försterei. Eine Frage stellt sich immer deutlicher: Kann der 1. FC Union auch Abstiegskampf ?
Hans-Peter Becker
