Gelingt dem BFC Dynamo die Pokalverteidigung?

Am 23. Mai 2026 ist es wieder so weit, im Mommsenstadion messen im Endspiel um den Landespokal Berlin die VSG Altglienicke und der BFC Dynamo ihre Kräfte. Dem Sieger winkt neben der Ehre auch die lukrative Antrittsprämie für die erste Runde im DFB-Pokal. Einen ausgemachten Favoriten gibt es in der aktuellen Auflage nicht. Beide spielen in derselben Liga.

Das letzte Aufeinandertreffen in der Regionalliga Nordost fand am 20. März im Sportforum Hohenschönhausen statt und endete Unentschieden 1:1. Das Hinspiel in Fürstenwalde am 28. September 2025 endete sogar torlos.

In der jetzt bevorstehenden Begegnung muss es am Schluss einen Sieger geben. Beide begegnen sich auf Augenhöhe, sodass eine spannende Auseinandersetzung erwartet werden darf. Nicht ausgeschlossen, dass es einen Nachschlag bis hin zur Entscheidung im Elfmeterschießen geben könnte.

Beide Mannschaften kennen sich wohl in- und auswendig. Der Abwehrchef der Dynamos Tobias Gunte spielte, bevor er zum BFC wechselte, zwei Jahre für die VSG. Vom BFC in den Berliner Süden wechselte Torwart Talent Malik Liao, der allerdings in der zurückliegenden Spielzeit nicht zum Einsatz kam. Eine Gemeinsamkeit haben beide Finalisten aufzuweisen. Die Saison verlief eher durchwachsen, die anvisierten Zielstellungen wurden nicht erreicht. Auf der Trainerbank im Finale werden auf beiden Seiten nicht die Verantwortlichen sitzen, mit denen die Saison begonnen wurden. Erst im März wurde Ersan Parlatan und sein Co. Trainer entlassen und durch Dan Twardzik und Björn Brunnemann interimsweise ersetzt. Der BFC Dynamo hatte sich bereits im Dezember 2025 von Dennis Kutrieb getrennt und durch Sven Körner ersetzt. Kutrieb hatte den BFC im vergangenen Jahr noch ins Finale geführt und konnte mit der Mannschaft den Pokal in die Höhe recken.

VSG-Trainer Dan Twardzik und Dynamo-Coach Sven Körner (v.l.n.r.) und alles was neben dem Platz zählt. Foto: Loredana Zafisambondaoky

Der BFC ist also Pokalverteidiger, während die VSG Altglienicke zuletzt 2022 in einem Endspiel stand und damals unter Trainer Karsten Heine gegen den Absteiger aus der 3. Liga, Viktoria Berlin, etwas unglücklich mit 1:2 verlor. An dieses Spiel sollten sie sich in Altglienicke nicht erinnern, sondern mehr an das Jahr 2020. Unter Corona-Bedingungen wurde damals im Jahnsportpark Viktoria sage und schreibe mit 6:0 in die Kabine geschickt. Auf die eigentlich obligate Pressekonferenz vor dem Finale hat der Veranstalter in diesem Jahr verzichtet. Stattdessen wurden Anfang Mai bei Teams zu einem Media-Day eingeladen. In einem Interview im Rahmen des Media-Days äußerte BFC-Trainer Sven Körner: „Wenn man die Saison betrachtet, ist eigentlich egal, wer Titelverteidiger ist. Das Ziel war, ins Finale zu kommen, und das Ziel ist, den Pokal zu verteidigen. Klar ist aber auch: Wir sind nicht der Favorit, sondern Altglienicke. Die haben eine Mannschaft mit sehr vielen, höherklassig erfahrenen Spielern. Und klar, wir haben eine Mannschaft mit extrem großem Potenzial. Trotzdem ist in diesem Spiel alles möglich, am Ende ist es ein 50:50-Spiel.“

Gelingt dem BFC Dynamo die Pokalverteidigung oder darf Altglienicke sich freuen? So gemütlich wie beim Media-Day bei Bier und Bratwurst wird es nicht zugehen. Das Mommsenstadion dürfte wie im vergangenen Jahr wieder gut gefüllt sein. Der BFC hat von allen Berliner Vereinen nach Union und Hertha wohl immer noch die größte Zugkraft, was den Verkauf von Eintrittskarten betrifft. Um 11:30 Uhr wird Schiedsrichter Sven Schröder mit seinen Assistenten Johann Schwarz, Florian Alexander Meer und Benjamin Pilgrim die Finalpartie eröffnen.

Hans-Peter Becker

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BFC-Fans beim Pokalfinale 2025 im Mommsenstadion Titelfoto: Hans-Peter Becker

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