Stresstest für die Füchse. Innerhalb von fünf Tagen hält der Terminkalender zwei Spitzenspiele bereit. Die erste Aufgabe wurde bravourös gemeistert. In der European League schlugen sie Skanderborg Aarhus mit 30:24. Die Dänen hatten wie die Berliner die ersten vier Gruppenspiele in diesem Wettbewerb gewonnen.
Vom Anpfiff weg entwickelte sich bei wechselnder Führung ein ausgeglichenes Spiel zwischen dem Bundesliga-Spitzenreiter und dem Fünften der ersten dänischen Division. Bei den Gastgebern setzte zunächst Mijajlo Marsenic die Akzente. Drei der ersten vier Treffer konnte der 2,03 große Kreisriese erzielen, der zuletzt in der Bundesliga nicht so erfolgreich gewesen war. Andere hatten nicht so ein „glückliches Händchen. Hans Lindberg und Milos Vujovic vergaben jeweils vom Sieben-Meter-Punkt.
Mit der Einwechslung von Paul Drux kamen dann Druck und Kreativität ins Spiel. Der Mannschaftskapitän warf auch den ersten zwei-Tore-Vorsprung heraus – 10:8 (20.) Dieses Plus verteidigten die Berliner auch bis zur Pause (15:13). Auch in der zweiten Hälfte schenkten sich beide Teams nichts. Bei den Gästen stand Rechtsaußen Hákun West im Blickpunkt. Der 20-jährige Färinger, eines der größten Talente des europäischen Handballs, wird im nächsten Jahr zu den Füchsen wechseln. Diesmal warf er noch vier Tore gegen seinen künftigen Verein. Die für Skanderborg jedoch ebenso wenig zum Sieg reichten, wie die zehn Treffer seines Teamkollegen Morten Balling Christensen. Der 35-Jährige war damit der erfolgreichsten Werfer des Abends. Dank eines starken Schlussspurts in den letzten zehn Minuten gewannen die Gastgeber mit 30:24 und verteidigten somit ihre Tabellenführung in der European League. Am nächsten Dienstag steht das Rückspiel in Aarhus an. Zuvor am Sonntag, 11. Dezember (14 Uhr) empfangen die Füchse in der Bundesliga den Deutschen Meister SC Magdeburg zum Duell.
Für die Füchse erfolgreich: Wiede 2, Darj 2, Holm 5, Lindberg 1, Lichtlein 3, Ende 1, Vujovic 7, Marsenic 6, Drux 3
Herbert Schalling
