Der 1. FC Union erwartet den FC St. Pauli, auf dieses Spiel freuen sich die Anhänger beider Vereine immer ein bisschen mehr. St. Pauli ist der 1. FC Union Hamburgs und umgekehrt. Auf dem grünen Rasen zählt das alles nichts, beide brauchen die Punkte. Die Eisernen könnten sich mit einem Sieg die Hamburger Freibeuter auf Distanz halten. Vor dem Spieltag trennen beide 3 Punkte und ein Tabellenplatz. Selbstverständlich ist die „Alte Försterei“ bereits seit Wochen ausverkauft und der Gästeblock wird in seiner vollen Kapazität von den Anhängern des FC St. Pauli ausgenutzt werden.
Im Lager der Eisernen ist man guter Dinge. Trainer Jens Keller äußerte seine Zufriedenheit mit der Vorbereitung und sein Kollege Olaf Janßen meinte:„Wir freuen uns tierisch auf das Spiel gegen die momentan stärkste Mannschaft der Liga“. Blick man auf die Historie dieser Auseinandersetzung, es findet als Zweitligaspiel um Punkte zum 17. Mal statt, so war oft Spektakel mit vielen Toren angesagt. Nur ein einziges Mal, in der Saison 2015/16, endete ein Spiel torlos.
Die Eisernen haben sich in dieser Saison sehr heimstark präsentiert, zusammen mit Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf sind als einzige Mannschaft bisher ohne Heimniederlage. Bei St. Pauli ist es genau umgekehrt, sie haben von ihren 6 Auswärtsspielen erst ein einziges verloren und 13 Punkte aus der Fremde mitgebracht. Beeindruckend war bisher das Umschaltspiel der Hamburger. Sie wollen nicht unbedingt das Spiel machen, sondern lauern auf Fehler des Gegners, um schnelle Konter vorzutragen. Darauf müssen sich die Eisernen einstellen. „Wir werden unser Spiel auch gegen Union nicht groß verändern und uns auf uns konzentrieren. Wir fahren nach Berlin, um mit allem, was wir haben, zu gewinnen.“, so äußerte sich Olaf Janßen während der Pressekonferenz in Hamburg.
Personell kann Jens Keller wieder aus den Vollen schöpfen und muss über Härtefälle nachdenken. Nicht zur Verfügung stehen werden Kenny Redondo und der japanische Verteidiger Atsuto Uchida. Einer der erwähnten Härtefälle ist Steven Skrzybski. Das Union-Eigengewächs hat aktuell seinen Stammplatz an Akaki Gogia verloren und wird nach Lage der Dinge, wohl gegen St. Pauli nicht in der Startelf stehen. Gogia hat allerdings in Duisburg, beim 1 : 1 auch nicht vollends überzeugt.
Das Spiel wird nach Lage der Dinge am Samstag um 13:00 Uhr in Köpenick angespiffen werden. Die Anreise könnte etwas länger dauern. Die entsprechende Mitteilung lautet: Bitte beachten: Aufgrund von Bauarbeiten verkehren am Spieltag keine S-Bahnen zwischen Ostkreuz und Ostbahnhof.
Hans-Peter Becker
