BR Volleys – erstes Saisonziel greifbar

Am Mittwoch (02. Feb) haben die BR Volleys die Möglichkeit, das erste große Saisonziel einer bis hierhin makellosen Spielzeit 21/22 zu erreichen: Das DVV-Pokalfinale am 06. März in Mannheim. Dazu wollen die Berliner zum vierten Mal in dieser Saison das Spielfeld gegen den VfB Friedrichshafen als Gewinner verlassen. Der Gegner und Rekordpokalsieger tankte am Wochenende mit einem 3:1-Heimerfolg gegen Frankfurt seinerseits Selbstvertrauen und empfängt die ungeschlagenen Hauptstädter in der ratiopharm Arena Ulm/Neu-Ulm um 19.00 Uhr (geänderter Spielbeginn!).

Das Pokalfinale in der Mannheimer SAP Arena, das in Vor-Corona-Zeiten eine Volleyball-Traumkulisse von bis zu 12.000 Zuschauern bot, ist selbst für Sergey Grankin, der in seiner 20-jährigen Karriere vieles erlebt und gesehen hat, noch immer eine Aussicht mit einem ganz besonderen Stellenwert. Entsprechend ist der russische Kapitän vor einem Kampf um den Einzug ins Endspiel, wie er am Mittwoch gegen Friedrichshafen bevorsteht, bis in die Haarspitzen motiviert: „Unsere gesamte Mannschaft will unbedingt nach Mannheim. Das Finale 2020 gegen Düren war für einige von uns das denkwürdigste Duell, das wir in Deutschland bisher spielen durften. Diese Bühne wieder zu betreten, ist ein großes Ziel und von diesem sind wir nun noch einen Schritt entfernt.“ Dieser letzte Schritt ist bekanntlich meist der schwerste. Nach dem Viertelfinale bei den United Volleys Frankfurt (3:1) bescherte das Los den BR Volleys auch im Semifinale eine Auswärtsaufgabe bei einem der schärfsten Ligakonkurrenten. Der VfB Friedrichshafen, 16-mal Sieger des DVV-Pokals, steht zwischen Grankins Team und Mannheim.

Vor zehn Tagen trafen sich beide Mannschaften zum Auftakt der Zwischenrunde und die Berliner konnten ihre gute Bilanz ausbauen. Drei Siege (3:0, 3:1, 3:1) stehen seitdem in der aktuellen Bundesliga-Saison im direkten Vergleich zu Buche. Jetzt wartet jedoch ein Wettbewerb, in dem die Hauptstädter häufig unter ihren Möglichkeiten blieben. Entsprechend geschärft sind die Sinne des 37-jährigen Zuspielers und seiner Mitspieler: „Der Pokal verzeiht keine Fehler. Friedrichshafen ist im Saisonverlauf immer stärker geworden, doch es gibt für uns keinen Grund, dort nicht selbstbewusst anzutreten. Wir wissen, was wir können. Wenn wir dies abrufen, wird es der VfB auch in eigener Arena schwer gegen uns haben.“

In Bayern und somit auch in Neu-Ulm sind seit dem vergangenen Wochenende wieder Zuschauer zugelassen. 25 Prozent Auslastung der 6.000 Besucher fassenden ratiopharm Arena gestatten die Behörden. Mit ihren Anhängern im Rücken erarbeiteten sich die Häfler am Sonntag einen 3:1-Heimsieg gegen die United Volleys Frankfurt. Dabei fehlten Headcoach Mark Lebedew – ebenso wie seinem Gegenüber Christophe Achten – allerdings wichtige Spieler. Marcus Böhme und Daniel Muniz standen nicht im Kader, dafür zeigte der neue Libero Nikola Pekovic, welche Verstärkung er für den VfB ist. Auch der junge Argentinier Luciano Vicentin sprang in die Bresche und schwang sich zum MVP auf. Neue Aufgaben also für die Scouting-Abteilung der Berliner, die nach dem eigenen 3:1-Erfolg bei den SWD powervolleys Düren viel Gutes notieren konnte. Aufschlags- und Angriffseffizienz näherten sich der Qualität vor der Corona-Zwangspause. Die Werte der Annahmebilanz blieben jedoch noch unter dem alten Niveau. Nach zwei Partien, in denen Schwächephasen zu verzeihen waren, ist nun voller und vor allem durchgängiger Fokus gefragt. „Ein K.o.-Spiel heißt so, weil definitiv einer ausgeknockt wird. Das wollen am Mittwoch nicht wir sein“, hat Sergey Grankin ein klares Ziel vor Augen.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

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